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1x1 der Prävention

Lernen Sie Krankheiten und Risiken vermeiden

AutorDr. Markus Birk, Dr. Rainer Jund, Prof. Dr. Armin Heufeld
Verlagriva Verlag
Erscheinungsjahr2013
Seitenanzahl326 Seiten
ISBN9783864134807
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis21,99 EUR
Kein Thema wird für die Zukunft jedes Einzelnen von uns und im Medizin- und Sozialsystem derart wichtig werden wie die Prävention. Vorsorge umfasst alles, was getan werden kann, um gar nicht erst krank zu werden und krank machenden Faktoren aus dem Weg zu gehen. Doch was kann man konkret tun? Kann ich mich vor Allergien, Infektionen, Tumoren und Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen wirklich schützen? Dr. Rainer Jund, Prof. Dr. Armin Heufelder und Dr. Markus Birk geben Antworten, damit es leichter fällt, gesund zu bleiben. - Wie kann ich vor- statt nachsorgen? - Wie kann ich mich und meine Angehörigen vor Allergien und Co. schützen? - Welche Arzttermine sollte man wahrnehmen? - Wo liegen die gesundheitlichen Risiken in welchem Alter? - Viele Selbsttests zur Früherkennung

Dr. Rainer Jund, Jahrgang 1965, studierte an der Uni München Medizin. Nach der Tätigkeit als Oberarzt im Uniklinikum Großhadern in München eröffnete er 2002 seine eigene HNO-Praxis. Rainer Jund ist seit Jahren als Medizinjournalist tätig und blickt gerne über den Tellerrand der klassischen Schulmedizin. Prof. Dr. Armin E. Heufelder, ist Internist und Endokrinologe (Hormonfacharzt). Als niedergelassener Arzt betreibt er seit Jahren eine eigene Praxis in München. Professor Heufelder ist bekannt durch zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften. Ph. D. Dr. med. Markus Birk studierte Medizin in München und Stockholm. Dort absolvierte er am Karolinska Institut seine weitere wissenschaftliche Ausbildung und ärztliche Weiterbildung zum Infektiologen. Markus Birk ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten zu den Themen Infektionen oder Innere Medizin.

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Leseprobe

Einleitung


Jeder Mensch will wissen, wie man über eine möglichst lange Lebensspanne möglichst gesund bleiben kann. Wenn wir uns umschauen, bekommen wir viele unterschiedliche Ratschläge, und selbst zunächst solide wissenschaftliche Veröffentlichungen müssen immer wieder einmal korrigiert werden. Denn wir lernen über Gesundheit jedes Jahr und jeden Monat dazu und möchten diese Kenntnisse umsetzen. Eines jedoch ist sicher: Wir werden älter und dabei anfälliger für Erkrankungen. Aber warum ist das so? Und was machen Menschen anders, die gesund und frisch ein hohes Lebensalter erreichen, in dem andere Menschen viele Beschwerden haben, ja hinfällig und gebrechlich sind? Unser biologisches Schicksal ist unausweichlich, und jeder kann unabhängig vom Alter eine schlimme Krankheit bekommen. Viele dieser Erkrankungen haben Ursachen, die wir bis heute nicht kennen und vielleicht nie angehen können. Etwas anderes ist aber ebenfalls sicher: Viele unserer Erkrankungen und Beschwerden sind durch eine falsche Lebensweise selbst verursacht. Aktuelle Zahlen zur Ausbreitungsgeschwindigkeit vieler Zivilisationskrankheiten zeigen eine alarmierende Situation an, von der erstaunlich wenig Notiz genommen wird. Unsere Gesellschaft, unsere Gesundheitspolitik, aber auch uns selbst trifft eine Teilschuld. Gerade hier liegt der Ansatz für eine erfolgversprechende Prävention. Sie kann aber nur funktionieren, wenn jeder über richtige und falsche Lebensweisen informiert ist und eine Motivation verspürt, aktiv an seiner eigenen Gesundheit mitzuarbeiten. Denn ein hohes Alter ist erstrebenswert, wenn man leistungsfähig und gesund ist und sich gut fühlt. Diese Gesunderhaltung ist ein ganz wesentlicher Bestandteil von Prävention.


– wenn Sie jetzt unter 45 und im Begriff sind, das Buch wegzulegen, weil Sie denken, das ginge Sie noch nichts an! Gerade Prävention fängt aber schon früh an – eigentlich schon im Kindesalter. Sie werden gleich sehen, warum.


Für Prävention ist es nie zu früh und selten zu spät.


Erfreulicherweise denken über 90 Prozent aller Deutschen laut einer EM-NID-Studie von 1995 , dass die Zukunft der Medizin in der Krankheitsverhütung liege. Ja, aber gibt es denn wirksame Prävention? Wir alle kennen doch Menschen, die angeblich gesund gelebt haben und trotzdem krank geworden sind. Selbstverständlich sind viele schwer wiegende Erkrankungen schicksalhaft oder haben Ursachen, die wir heute noch immer nicht verstehen. Seltsam ist auch, dass in nahezu allen gängigen medizinischen Büchern präventiven Maßnahmen eine untergeordnete Rolle zugeteilt wird – dabei könnten doch wesentliche Informationen enthalten sein, die ein jeder zur Gesunderhaltung anwenden kann. Auf der anderen Seite werden wir erschlagen von Informationen und Kaufanreizen zum Thema Gesundheit, Fitness und Wellness. Was stimmt denn nun wirklich? Was ist ein gesundes Maß? Was nützt denn was und wem? Welche Maßnahmen halten einer Überprüfung stand und sind nicht nur anwendbar, sondern auch wirklich nützlich? Und welche schaden vielleicht sogar?


Richtige Prävention hat klar definierbare Strategien, die wir vor allem verstehen müssen. Es geht um die Veränderung des Blickwinkels weg von der Krankheitsreparatur hin auf die Gesunderhaltung. Von zentraler Bedeutung sind dabei Elemente, die mit Fitness und gesundem Lifestyle zu tun haben. Das ist kein Wunder: Wer bewusst und gesund lebt und einen günstigen Lifestyle pflegt, wird auch fitter sein, und da sich dies auf allen Lebensebenen abspielt, sollten präventive Empfehlungen mehr körperliche und geistige Fitness, mehr Kreativität und mentale Stärke, mehr Ausgeglichenheit und positives Arbeitserleben sowie mehr Harmonie mit unseren Mitmenschen und unserer Umwelt fördern. Eine ganz wesentliche Grundvoraussetzung für erfolgreiche Prävention ist das Verständnis für Ihren eigenen Körper. Ohne die wesentlichen Ursachen der wichtigsten Erkrankungen verstanden zu haben, ist auch keine Vorsorge möglich, wir würden die effektivsten Präventionsstrategien nicht erkennen. Auch eine kurze Information über Behandlungsmaßnahmen und mögliche Komplikationen gehört deshalb zur Vorsorgeinformation. Sie sollen eine knappe, präzise Vorstellung davon bekommen, was Sie selbst und was Ihre Ärzte beitragen können, damit Sie gesund bleiben und Gesundheitsrisiken frühzeitig den Wind aus den Segeln nehmen.


Hinweis:
Dieses Buch soll Ihnen ohne jeglichen medizinischen Fachjargon die notwendigen Hintergründe zur Funktion Ihres Körpers verständlich machen. Keine Angst, Sie werden alles verstehen. Schließlich sollen Sie auch Spaß dabei haben, etwas derart Bedeutendes besser kennen zu lernen.


An vielen Stellen haben wir uns erlaubt, auch den ganz aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse einfließen zu lassen. Die meisten von uns gegebenen Empfehlungen nennt man auch evidenzbasiert – das heißt, man konnte durch sauber durchgeführte Studien belegen, dass ein bestimmter Sachverhalt auch tatsächlich so zutrifft und dass eine bestimmte Maßnahme einen bestimmten Effekt auch sicher hervorruft. Freilich gibt es für einige Empfehlungen noch keine abschließenden wissenschaftlichen Beweise. In solchen Fällen folgen unsere Ratschläge bestem ärztlichen Ermessen und beruhen auf der Basis langjähriger ärztlicher Erfahrung. Gerade in der Prävention ändern sich die Regeln nämlich schneller als in vielen anderen Bereichen. Denn wir sind die Teilnehmer eines Langzeitexperimentes, ob wir wollen oder nicht! Es gab noch nie eine Generation Menschen, die einerseits mit der Verfügbarkeit moderner Medizin,


Denken Sie einmal über eine beliebige Errungenschaft der Neuzeit nach, die angeblich unser Leben und unsere Gesundheit verbessert, und dann überlegen Sie einmal, wie viele verwirrende, widersprüchliche Informationen Sie schon darüber erhalten haben.

DAS SCHÖNE AN DER PRÄVENTION
Sie funktioniert wirklich! Eine bewusste, lustvolle Beschäftigung mit Ihrem Körper, Ihrer Gesundheit, Ihrem Wohlbefinden und Ihrer ganz persönlichen Prävention hilft Ihnen auch, den Herausforderungen der Zukunft besser zu begegnen. Wir wollen Prävention nicht verkrampft oder risikobesessen betreiben und uns dabei auf graue Theorien, sture Diäten und starre Regeln fixieren. Vielmehr brauchen wir ein intuitives Grundverständnis für das, was für uns gut ist.

andererseits mit einem immer katastrophaler anmutenden Lifestyle aufgewachsen ist. Und bis jetzt besitzen wir nur sehr wenige Regeln: Wir können alles kaufen, essen, tun oder lassen, was wir wollen und uns um unsere Gesundheit kümmern oder dies an den Arzt delegieren oder nicht einmal einen Arzt aufsuchen. Jeder hat die freie Auswahl.


Eines zeigt sich gerade in jüngster Zeit immer mehr: Die Manschetten im Gesundheitswesen werden immer enger, das Zeitalter der eigenverantwortlichen Gesundheitsvorsorge hat begonnen. An Prävention kommen wir nicht mehr vorbei – die Krankenkassen nicht, die Gesundheitspolitik nicht, die Ärzte nicht, die noch Gesunden und die schon Kranken sowieso nicht. Und obendrein: Prävention macht Spaß.


Warum eigentlich Prävention?


Bei 90 Prozent der Deutschen steht Gesundheit an erster Stelle. Doch wie sieht es wirklich mit unserer Motivation zu gesundem Lifestyle aus? Sie ist eher dürftig gebaut, wie aktuelle Zahlen belegen:

  • 48 Prozent der 20-Jährigen sind Raucher.
  • In Deutschland gibt es weltweit die meisten Zigarettenautomaten.
  • Bei uns glaubt man an Eier und Shrimps als Ursachen des Cholesterinproblems.
  • In Deutschland gibt es doppelt so viele Bluthochdruck-Kranke wie in den USA.
  • Die Schlaganfall-Rate ist hierzulande fast doppelt so hoch wie in anderen Industrienationen.
  • Deutsche Männer sind die fettesten Männer in ganz Europa.
  • Diabetes mellitus wird immer mehr zu einer Erkrankung junger Erwachsener und Kinder.
  • In Deutschland läuft man im Durchschnitt nur noch 1.700 Meter am Tag.
  • Die Deutschen lieben Currywurst, Schweinshaxe und Pommes.
JAMMERN FREILICH HILFT WENIG, AUFKLÄRUNG, MOTIVATION UND EIGEN VERANTWORTLICHE GESUNDHEITSVORSORGE TUN NOT
  • Neun von zehn Herzinfarkten wären durch einen vernünftigen Lifestyle zu vermeiden.

  • Bei Frauen wären sogar 95 Prozent der Herzinfarkte zu vermeiden.

  • Über 80 Prozent der Lungenkrebse bei Rauchern sind direkte Folge des Rauchens, und ein Drittel der Lungenkrebse bei Nichtrauchern sind unmittelbare Folge von aufgezwungenem Passivrauchen (also Körperverletzung durch Raucher).

Die Kosten ungenutzter Abonnements in den Fitnessstudios Westeuropas – also in gut gemeinter Absicht zahlen, aber nicht hingehen – sind größer als das Bruttoinlandsprodukt Moldawiens …


Wir könnten hier eine endlos...

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