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E-Book

Abenteuerliche ?Überkreuzungen?

Vormoderne intersektional

VerlagV&R Unipress
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl321 Seiten
ISBN9783847007241
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis37,99 EUR

In einer theoriebezogenen âventiure-Fahrt erkundet der Band die Leistungsfähigkeit eines neuen Paradigmas der historischen Literaturwissenschaft: der intersectional theory. Thematisch breit gefächerte Fallstudien führen vor, welche Möglichkeiten diese Theorieperspektive bietet, welche konzeptionellen Anpassungen erforderlich sind und welche Weiterentwicklungen sich daraus ergeben. Unterschiedliche disziplinäre Felder (Soziologie, Kulturwissenschaft, Narratologie usw.) und Sachbereiche (Geschlecht, Natur, Raum usw.) werden systematisch in intersektional argumentierenden Analysen zusammengeführt. Die dem literarischen Artefakt inhärenten Modelle von sozialer Positionierung und Vergesellschaftung sowie seine kulturhistorischen Entstehungsbedingungen lassen sich so gezielt sichtbar machen und mit Analysen seiner ästhetischen Qualität verbinden.

 

The volume sets off on a methodological queste (MHG âventiure) to explore the potential of the controversially discussed intersectional theory of the social sciences as a new paradigm in historical literary studies. Case studies of a broad thematic scope show the applicability of such an adaptation of intersectional theory and where and how it has to be modified for a critical literary approach. Different disciplinary fields (e.g. social sciences, cultural studies, narratology) and areas (e.g. gender, nature, space) are merged in systematic intersectional models of literary representations. The underlying mentalities and the social patterns and their cultural origins inherent in the literary artefact become visible, at the same time highlighting its aesthetic qualities.


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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Title Page4
Copyright5
Table of Contents8
Body10
Susanne Schul / Mareike Böth: Abenteuerliche ‚Überkreuzungen?: Vormoderne intersektional10
I. Prozesshaftigkeit, Identitätskonstruktion, Anerkennung, Differenzierung12
II. Intersektionalität16
II.I Intersections, Interdependenzen und Relationalitäten18
II.II Ebenen, Kategorien und Dimensionen22
III. Literarisches Erzählen, Gattungskonventionen, fiktionaler Möglichkeitsraum35
Johanna Kahlmeyer: jugent hât vil werdekeit, / daz alter siuften unde leit (V. 5,13f.) – ‚Alter? als interdependente Kategorie im „Parzival” Wolframs von Eschenbach42
I. ‚Alter? als interdependente Kategorie in der Intersektionalitätsforschung43
II. Bärte, Krücken, Haarausfall – Zum Verhältnis von ‚Alter? und ‚Körper?51
III. mich pat mîn muoter nemen rât / ze dem der grâwe locke hât. (V. 162,29f.) – Zur Ratgeber_innenrolle alter Figuren im „Parzvial”55
IV. Junge Figuren im „Parzival” zwischen tumpheit und pueri senes59
V. grâwe röcke herte (V. 446,15) – Alterserscheinungen durch Askese: Die interdependenten Kategorien ‚Alter? und ‚Religion?65
VI. junc oder alt, / oder bl?de oder balt (V. 93,15f.) – Ein Fazit70
Michael Mecklenburg: „mir ist lait, daz der man min / ane zagel mvz wesen” (V. 1058f.): Zur Überlagerung von Animalität, Geschlecht und Emotion in Heinrichs „Reinhart Fuchs”74
Amelie Bendheim / Dominik Schuh: Gekreuzte Lebenswege, gebrochene Identitäten. Intersektionale Betrachtungen zu Konrad Flecks „Flore und Blanscheflur”100
I. „Flore und Blanscheflur” intersektional? Vorüberlegungen100
II. Pränatale Überkreuzungen. Ungleichheiten und Gemeinsamkeiten in der Vorgeschichte106
III. Christliche Sklavin, ‚heidnischer? König. Die Kategorien und ihr Wechselspiel111
IV. Black-Box Minne. Aufhebung der Ungleichheiten?114
V. Die Ordnung hinter dem Geschehen118
Peter Somogyi: ey saelec wîp, fürht ir mich? – Die Figur der mittellosen Witwe in Reinbots von Durne „Der heilige Georg” aus einer Perspektive der Interdependenz124
I. Zentrale Forderungen der Intersektionalitätsforschung126
II. Die Figur der mittellosen Witwe128
III. Historisierung der Kategorien129
IV. Verunsichtbarung in zwischengeschlechtlichen Konstellationen132
V. Verunsichtbarung in gleichgeschlechtlichen Konstellationen135
VI. Überlegungen zur textfunktionalen Rolle der Witwe137
VII. Die Konstruktion von Dominanz143
Marie-Luise Musiol: Begehren, Macht und Raum: „Die halbe Birne” Konrads von Würzburg148
I. „Die halbe Birne”151
II. Rachebegehren153
III. Trianguläres Begehren oder die Dekonstruktion des erotischen Dreiecks?159
IV. Fazit und Ausblick165
Lorenz Becker: Kreuzweise?(n): Der Körper als Zentrum diskursiver Verschränkungen im Märe vom „Rosendorn”168
I. Dimensionen des Körpers168
II. Diskurs – Intersektionalität170
III. „Der Rosendorn” (I)173
III.I Eine nackte Frau im Garten176
III.II Die Vagina spricht179
III.III Trennungszeit184
III.IV Wiedervereinigung188
IV. Fazit191
Silke Winst: ‚Heiden?, Riesen, Gotteskrieger*in: Intersektionale Differenzierungsprozesse in den spätmittelalterlichen Prosaepen „Herzog Herpin” und „Loher und Maller”194
I. Methodische Grundlagen195
II. ‚Heiden?: Religion und punktuelle ‚Rassisierung?201
III. Riese vs. Gotteskrieger*in: Die Umbesetzungen von Erzählmustern in Zusammenhang mit Riesenhaftigkeit/Exorbitanz und Gender210
IV. Fazit: Intersektionale Überkreuzungen und ambivalente Positionierungen219
Nicola Neußel-Fischer: …dise greüsenliche und fremde gescho?ff…: Zur Kategorie race in Thürings von Ringoltingen „Melusine”222
I. Theoretische Einordnung224
II. Operationalisierung für vormoderne Texte228
III. Die Kategorie race als Analyseinstrument in Thürings von Ringoltingen „Melusine”231
IV. Schlussbetrachtung237
Susanne Schul: (V)?Erlesene Animalität: Intersektionale Emotionalisierungsprozesse im spätmittelalterlichen Heldenepos240
I. Selbstverhältnis und soziale Zuschreibung: Intersektionalität und heldenepisches Erzählen244
II. Wirkmächtige Schwermut: Intersektionale Emotionalisierungsprozesse248
II.I „dein sun sol cristen werden” (Wd A, 26,2): Identitätsstiftende Koordinaten des Heldenentwurfs250
II.II „da du under disen wolfen bist beliben gesunt” (Wd A, 111,3): Tier-Mensch-Interaktion und sozialer Ausschluss254
III. Im Verlesen ein Selbst entwerfen: Soziale Positionierung und artefaktbezogene Praktiken258
III.I „fraw künigine, nu haisset sehen, was an ewrem briefe stee” (Wd A, 199,4): Memoria und Reintegration des Außerordentlichen259
III.II „Ich han vil recht erfraget, von wann ich bin bekomen” (Wd A, 308,1): Genealogische Veranlagung, heroische Befähigung und Sozialisation265
III.III vil schier da ward er irre, das muost im wesen laid (Wd A, 451,4): Selbstreflexion, Re-Kategorisierung und Transformation268
VI. (V)?Erlesene Animalität: Ein Fazit277
Mareike Böth: Wege zum Glück: Intersektionalität und die kulturelle Semantik des Glücks in Bernardin de Saint-Pierres Kolonialroman „Paul et Virginie” (1788)282
I. Vom Glücksuchen: Bernardin de Saint-Pierre (1737–1814) auf der Île de France285
II. Von ungleichen Glücksvoraussetzungen: Die Figurenkonstellation in „Paul et Virginie”289
III. Veränderte Positionierungen – gewandelte Glückskonzeptionen298
IV. Schlussbetrachtungen306
Kommentar310
Mechthild Bereswill: Komplexe Narrationen – geordnete gesellschaftliche Verhältnisse: Differenz und Ungleichheit aus einer geschlechtertheoretischen Perspektive312
Geschlechterverhältnisse315
Geschlechterordnungen316
Ausblick319
Autor_innen320

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