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E-Book

Aggression und Gewalt von Kindern und Jugendlichen

Hintergründe und Praxis

AutorFranz Petermann, Ute Koglin
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2013
Seitenanzahl208 Seiten
ISBN9783642224669
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis24,27 EUR

Psychologische Hilfe: Aggression und Gewalt von Kindern und Jugendlichen

Das Thema Aggression und Gewalt verliert nicht an Aktualität, sondern ist aufgrund seiner gesellschaftlichen Relevanz seit Jahrzehnten ein hoch aktuelles Thema. Vor allem das Jugendalter stellt dabei einen besonders sensiblen Entwicklungsabschnitt dar, in dem aggressiv-dissoziales Verhalten ansteigt und extreme Formen annehmen kann. Im öffentlichen Bewusstsein scheinen zunehmend immer jüngere Kinder und Jugendliche sehr schwerwiegendes aggressiv-dissoziales Verhalten zu zeigen. Medien greifen das auf. Psychologen sind gefragt.

Neueste empirische Forschungsergebnisse und fundierte Praxis

Dieses Buch befasst sich mit den verschiedenen Aspekten, die Psychologen stützend beitragen können: Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren bei aggressiv-dissozialem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen - Erkenntnis und präzise Risikoabschätzung aus aktuellen Studien in den Bereichen Bullying, PC-/Video-Spiele, sexuelle Gewalt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen - Wirksame Programme gegen Aggression und Gewalt, vor allem im Kindes- und Jugendalter - Maßnahmen für junge Kinder und ihre Familien, z.B. soziale Kompetenztrainings - Neue Maßnahmen für Hoch-Risiko-Gruppen im Jugendalter.

Ein Buch für alle, die in ihrer Arbeit mit dem Thema Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen konfrontiert sind und fundierte Hintergrundinformationen und Praxishinweise suchen. Geschrieben für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Schulpsychologen, Mitarbeiter in Beratungsstellen, Kinderärzte, aber auch Studierende der Psychologie, Pädagogik und Medizin (Kinderheilkunde).

Gut lesbar, gut strukturiert, mit vielen Fallbeispielen und Praxishinweisen



Prof. Dr. Franz Petermann, geboren 1953, studierte von 1972-1975 Mathematik und Psychologie in Heidelberg: Im Anschluss war er wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten Heidelberg und Bonn, promovierte 1977. Nach seiner Habilitation 1980 war er Professor am Psychologischen Institut in Bonn und Leiter des Psychosozialen Dienstes der Universitäts-Kinderklinik. In den 1980er und Anfang der 1990er Jahre begründete er im deutschen Sprachraum das Fach Klinische Kinderpsychologie. 1991 übernahm er den Lehrstuhl für Klinische Psychologie an der Universität Bremen und 2007 den Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Diagnostik. Er ist Direktor des Zentrums für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR) der Universität Bremen. In den letzten 20 Jahren sind zahlreiche Therapie- und Testverfahren für Kinder und Jugendliche entstanden, die fortlaufend evaluiert und optimiert werden. Besonders bekannt sind Ansätze zur Aggressionsbehandlung.

Prof. Dr. Ute Koglin, geboren 1972, Studium der Psychologie an der Universität Bremen. Ab 1999 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Erlangen-Nürnberger Entwicklungs- und Präventionsstudie und führte u. a. Kinder- und Elternkurse zur Förderung der sozialen Entwicklung und Prävention aggressiven Verhaltens durch. Nach der Promotion war sie von 2003 bis 2010 Mitarbeiterin am Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR) der Universität Bremen mit den Arbeitsschwerpunkten Prävention früher Verhaltensprobleme und Entwicklungsförderung von Kindern in verschiedenen Projekten. Es folgte von 2010 bis 2013 die Vertretung des Lehrstuhl für Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie an der Universität Bremen. Seit 2014 ist sie Professorin an der Universität Oldenburg und hat dort den Lehrstuhl für Sonder- und rehabilitationspädagogischen Psychologie. 

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort5
Die Autoren6
Inhaltsverzeichnis7
Kapitel-19
Einführung9
Kapitel-214
Formen und Klassifikation aggressiven Verhaltens14
2.1 Formen aggressiven Verhaltens16
2.2 Klassifikation aggressiven Verhaltens nach dem ICD-10 und dem DSM-IV-TR18
2.3 Prävalenz aggressiv-dissozialen Verhaltens21
2.4 Aggressives Verhalten von Jungen und von Mädchen22
2.5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen für die Praxis24
Kapitel-325
Komorbidität und Verlauf25
3.1Komorbidität26
3.1.1Störung mit oppositionellem Trotzverhalten und aggressiv-dissozialem Verhalten28
3.1.2Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)29
3.1.3Angststörungen29
3.1.4Affektive Störungen29
3.1.5Zeitliches Auftreten der komorbiden Störungen31
3.2Verlauf32
3.3Zusammenfassung und Schlussfolgerungen37
Kapitel-439
Entstehung aggressiven Verhaltens39
4.1Kindbezogene Risikofaktoren42
4.2Familiäre Risikofaktoren52
4.3Risiken im weiteren Umfeld des Kindes55
4.4Kumulatives Risikomodell57
4.5Zusammenfassung und Schlussfolgerungen60
Kapitel-561
Mobbing in der Schule61
5.1Verbreitung von Mobbing64
5.2Psychische Folgen von Mobbing66
5.3Die Täter und die Opfer68
5.3.1Stabilität der Mobbing-Rollen70
5.3.2Erfassung von Mobbing72
5.4Cyber-Mobbing74
5.5Prävention bei Mobbing76
5.6Zusammenfassung und Schlussfolgerungen78
Kapitel-679
Psychopathie in der Kindheit79
6.1Beschreibung der Psychopathie80
6.2Erscheinungsformen und Verlauf der Psychopathie82
6.2.1Häufigkeit82
6.2.2Komorbidität83
6.2.3Verlauf85
6.3Risikofaktoren und Erklärungsmodelle für Psychopathie86
6.3.1Angstlosigkeit und Empathiedefizit87
6.3.2Sozial-kognitive Prozesse bei Kindern mit CU-Traits88
6.3.3Familiäre Faktoren89
6.4Erfassung von Psychopathie-Merkmalen in der Kindheit91
6.5Behandlung für Kinder mit Psychopathie-Merkmalen92
6.6Zusammenfassung und Schlussfolgerungen93
Kapitel-795
Gefährdung durch gewalthaltige Computerspiele?95
7.1Modell zur Wirkung gewalthaltiger Computerspiele97
7.2Die Wirkung von gewalthaltigen Spielen in experimentellen Studien99
7.3Die Wirkung von gewalthaltigen Spielen in korrelativen Studien101
7.4Die Wirkung von gewalthaltigen Spielen in Längsschnittstudien102
7.5Zusammenfassung und Schlussfolgerungen105
Kapitel-8106
Riskantes und aggressives Verhalten junger Fahranfänger106
8.1Aggressiv-dissoziales Verhalten und aggressives Fahrverhalten109
8.2Persönlichkeitsmerkmale und aggressives Fahrverhalten110
8.2.1Ärger als Auslöser für aggressives Fahrverhalten112
8.2.2Impulsivität113
8.2.3Sensation Seeking113
8.3Zusammenfassung und Schlussfolgerungen114
Kapitel-9116
Alkoholkonsum und -missbrauch im Jugendalter – eine Facette des Syndroms116
9.1Erscheinungsformen des Alkoholkonsums im Jugendalter118
9.2Risikofaktoren für Alkoholkonsum und -missbrauch120
9.3Erklärungsansätze zum gemeinsamen Auftreten von aggressivem Verhalten und Alkoholkonsum122
9.3.1Problemverhaltenstheorie123
9.3.2Kumulatives Risikomodell für jugendlichen Substanzmissbrauch und gewalttätiges Verhalten125
9.4Prävention von Alkoholkonsum und -missbrauch im Jugendalter127
9.5Zusammenfassung und Schlussfolgerungen128
Kapitel-10129
Kriminelles und gewalttätiges Verhalten im Jugendalter129
10.1Erscheinungsformen kriminellen und gewalttätigen Verhaltens im Jugendalter131
10.1.1Ergebnisse aus dem Hellfeld131
10.1.2Ergebnisse der Dunkelfeldforschung134
10.2Maßnahmen für jugendliche Straftäter136
10.3Wirksamkeit von Resozialisierungsmaßnahmen für kriminelle Jugendliche139
10.4Zusammenfassung und Schlussfolgerungen142
Kapitel-11144
Prävention aggressiv-dissozialen Verhaltens144
11.1Grundlagen der Prävention146
11.2Zielgruppen und Ebenen präventiven Handelns147
11.3Wirksamkeit präventiver Maßnahmen149
11.4Programme zur Prävention aggressiven Verhalten152
11.4.1Programme für Schwangere und Kinder im Säuglingsalter152
11.4.2Kindorientierte Programme153
11.4.3Elternorientierte Programme160
11.5Von der Forschung in den Alltag161
11.6Zusammenfassung und Schlussfolgerungen166
Kapitel-12168
Therapie168
12.1Soziales Kompetenztraining170
12.2Elterntraining170
12.2.1Incredible Years173
12.2.2Training mit aggressiven Kindern174
12.2.3Intensivtherapeutischer Ansatz (VIA)175
12.2.4Multisystemische Therapie (MST)176
12.3Zusammenfassung und Schlussfolgerungen177
Stichwortverzeichnis204

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