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Agiles Projektmanagement für Dummies

AutorMark C. Layton
VerlagWiley-VCH
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl432 Seiten
ISBN9783527814404
FormatePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis21,99 EUR
Agiles Projektmanagement ist ein schneller und flexibler Ansatz zur Entwicklung und Verwaltung von Projekten aller Art, nicht nur im Softwarebereich. Dieses Buch erklärt Ihnen zunächst die agilen Prinzipien und Techniken - auch im Vergleich zum klassischen Projektmanagement. Anschließend sind Sie in der Lage, eine Produkt-Roadmap oder einen Zeitplan für Ihr Projekt nach agilen Prinzipien zu erstellen. Bereiten Sie sich auf Produkteinführungen mit der Leichtigkeit agiler Softwareentwickler vor. Behalten Sie Zeit und Kosten sowie Gruppendynamik, Qualität und Risiko Ihres Projekts im Blick, aber nutzen Sie auch die vorhandenen Freiräume.

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Agiles Projektmanagement für Dummies

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EIN MANIFEST FÜR AGILE SOFTWAREENTWICKLER

Das Manifest für agile Softwareentwicklung, auch als Agiles Manifest bekannt, ist eine absichtlich knapp gehaltene Beschreibung der Grundwerte des agilen Projektmanagements. Verwenden Sie dieses Manifest als Leitfaden, um agile Methoden in Ihren Projekten zu implementieren.

»Wir erschließen bessere Wege, Software zu entwickeln, indem wir es selbst tun und anderen dabei helfen.

Durch diese Tätigkeit haben wir diese Werte zu schätzen gelernt:

  • Individuen und ihre Interaktionen stehen über Prozessen und Werkzeugen
  • Funktionierende Software steht über einer umfassenden Dokumentation
  • Zusammenarbeit mit dem Kunden steht über der Vertragsverhandlung
  • Reagieren auf Veränderung steht über dem Befolgen eines Plans

Das heißt, obwohl wir die Werte auf der rechten Seite wichtig finden, schätzen wir die Werte auf der linken Seite höher ein.

© 2001: Kent Beck, Mike Beedle, Arie van Bennekum, Alistair Cockburn, Ward Cunningham, Martin Fowler, James Grenning, Jim Highsmith, Andrew Hunt, Ron Jeffries, Jon Kern, Brian Marick, Robert C. Martin, Steve Mellor, Ken Schwaber, Jeff Sutherland, Dave Thomas

This declaration may be freely copied in any form, but only in its entirety through this notice.

DIE 12 AGILEN PRINZIPIEN

Die Prinzipien hinter dem Agilen Manifest, im Allgemeine als die 12 agilen Prinzipien bezeichnet, ist ein Satz von Richtlinien, die Projektteams bei der Implementierung agiler Projekte unterstützen. Verwenden Sie diese Prinzipien als Lackmustest, um zu entscheiden, ob Sie in Ihrer Projektarbeit und in Ihrem Denken agil sind oder nicht.

  1. Unsere höchste Priorität ist es, den Kunden durch frühe und kontinuierliche Auslieferung wertvoller Software zufriedenzustellen.
  2. Heiße Anforderungsänderungen selbst spät in der Entwicklung willkommen. Agile Prozesse nutzen Veränderungen zum Wettbewerbsvorteil des Kunden.
  3. Liefere funktionierende Software regelmäßig innerhalb weniger Wochen oder Monate und bevorzuge dabei die kürzere Zeitspanne.
  4. Fachexperten und Entwickler müssen während des Projekts täglich zusammenarbeiten.
  5. Baue Projekte rund um motivierte Individuen auf. Gib ihnen das Umfeld und die Unterstützung, die sie benötigen, und vertraue darauf, dass sie die Aufgabe erledigen.
  6. Die effizienteste und effektivste Methode, Informationen an und innerhalb eines Entwicklungsteams zu übermitteln, ist das persönliche Gespräch.
  7. Funktionierende Software ist das wichtigste Fortschrittsmaß.
  8. Agile Prozesse fördern nachhaltige Entwicklung. Die Auftraggeber, Entwickler und Benutzer sollten ein konstantes Tempo auf unbegrenzte Zeit halten können.
  9. Ständiges Augenmerk auf hohe technische Qualität und gutes Design fördert Agilität.
  10. Einfachheit – die Kunst, die Menge nicht getaner Arbeit zu maximieren – ist essenziell.
  11. Die besten Architekturen, Anforderungen und Entwürfe entstehen durch selbstorganisierte Teams.
  12. In regelmäßigen Abständen reflektiert das Team, wie es effektiver werden kann und passt daraufhin sein Verhalten entsprechend an.

DER AGILE PLATINUM-EDGE-WERTSCHÖPFUNGSPLAN

Die Roadmap to Value, der Wertschöpfungsplan, ist eine allgemeine Darstellung eines agilen Projekts. Die verschiedenen Phasen der Roadmap to Value sind in der Liste beschrieben, die nach dieser Abbildung folgt.

  • In Phase 1 identifiziert der Product Owner die Produktvision. Die Produktvision definiert, was Ihr Produkt ist, wie das Produkt Ihre Firmen- oder Organisationsstrategie unterstützt und wer das Produkt verwendet. Überprüfen Sie bei länger dauernden Projekten die Produktvision mindestens einmal jährlich.
  • In Phase 2 erstellt der Product Owner eine Produkt-Roadmap. Bei der Produkt-Roadmap handelt es sich um eine übergeordnete Darstellung der Produktanforderungen und einen allgemeinen Zeitrahmen dafür, wann Sie diese Anforderungen entwickeln werden. Das Ermitteln der Anforderungen, deren Priorisierung und die grobe Aufwandsschätzung für diese Anforderungen sind ein großer Teil der Arbeiten bei der Erstellung der Roadmap. Überprüfen Sie bei länger dauernden Projekten die Produkt-Roadmap mindestens halbjährlich.
  • In Phase 3 erstellt der Product Owner einen Release-Plan. Der Release-Plan ist ein allgemeiner Zeitplan für die Veröffentlichung nutzbarer Funktionalität. Ein agiles Projekt besitzt viele Releases, wobei die Features mit der höchsten Priorität zuerst eingeführt werden. Üblicherweise besteht ein Release aus drei bis fünf Sprints. Erstellen Sie einen Release-Plan am Anfang eines Release.
  • In Phase 4 planen der Product Owner, das Entwicklungsteam und der Scrum Master die Sprints, auch Iterationen genannt, und beginnen in diesen Sprints mit dem Erstellen der Produktfunktionalität. Zu Beginn jedes Sprints finden Sprint-Planungs-Meetings statt. Sprint-Planungs-Meetings finden zu Beginn jedes Sprints statt; dort legt das Scrum-Team fest, welche Anforderungen in der nächsten Iteration enthalten sein werden.
  • In Phase 5 trifft sich das Entwicklungsteam während jedes Sprints zu den Daily Scrum Meetings. Im Daily Scrum treffen Sie sich für maximal 15 Minuten und diskutieren, was Sie gestern erledigt haben, woran Sie heute arbeiten werden und auf welche Hindernisse Sie gestoßen sind.
  • In Phase 6 führt das Team ein Sprint Review Meeting durch. Im Sprint Review, das am Ende jedes Sprints stattfindet, demonstrieren Sie den Produkt-Stakeholdern die einsatzfähige Produktfunktionalität
  • In Phase 7 hält das Team eine Sprint-Retrospektive ab. Die Sprint-Retrospektive ist ein Meeting, in dem das Team den beendeten Sprint im Hinblick auf die Prozesse und die Arbeitsumgebung diskutiert und Pläne für Verbesserungen im nächsten Sprint macht. Wie das Sprint-Review-Meeting, in dem das Produkt überprüft und angepasst wird, findet die Sprint-Retroperspektive am Ende jedes Sprints statt.

ROLLEN IM AGILEN PROJEKTMANAGEMENT

Man braucht ein partnerschaftliches Team, um ein Projekt erfolgreich abzuschließen. Agile Projektteams bestehen aus vielen Personen mit den folgenden fünf Rollen:

  • Product Owner: Die Person, die dafür verantwortlich ist, Brücken zwischen dem Kunden, den Business-Stakeholdern und dem Entwicklungsteam zu schlagen. Der Product Owner ist ein Experte für das Produkt und für die Bedürfnisse und Prioritäten des Kunden. Der Product Owner arbeitet täglich mit dem Entwicklungsteam, um Anforderungen zu verdeutlichen. Er schützt es vor Störungen seitens der Organisation. Manchmal wird der Product Owner auch Kundenvertreter genannt. Vor allem muss der Product Owner bevollmächtigt sein, Entscheidungen zu treffen.
  • Entwicklungsteam: Die Leute, die das Produkt erstellen. Bei der Softwareentwicklung sind Programmierer, Tester, Designer, Autoren, Dateningenieure und alle anderen, die bei der Produktentwicklung eine praktische Rolle innehaben, Mitglieder des Entwicklungsteams. Bei anderen Produktarten besitzen die Mitglieder des Entwicklungsteams möglicherweise andere Fähigkeiten. Am allerwichtigsten ist, dass die Mitglieder des Entwicklungsteam vielseitig qualifiziert und so in der Lage sind, auf vielfältige Weise zum Erreichen der Projektziele beizutragen.
  • Scrum Master: Die Person, die für die Unterstützung des Entwicklungsteams verantwortlich ist. Der Scrum Master beseitigt organisatorische Hindernisse und sorgt dafür, dass die Prozesse die agilen Prinzipien befolgen. Ein Scrum Master wird manchmal auch Projektbetreuer genannt. Scrum Master sind gleichberechtigte Servant Leader. Sie sind dann besonders effektiv, wenn sie organisatorisches Gewicht haben, sie also ohne formale Autorität Veränderungen in der Organisation bewirken können.
  • Stakeholder: All diejenigen, die ein Interesse an dem Projekt haben. Sie sind letztendlich nicht für die Durchführung des Projekts verantwortlich, jedoch liefern sie Input und sind vom Ergebnis des Projekts betroffen. Die Gruppe der Stakeholder ist divers und kann Personen verschiedener Abteilungen und sogar verschiedener Firmen umfassen. Damit agile Projekte erfolgreich sind, müssen die Stakeholder beteiligt werden, regelmäßig Feedback geben und das Entwicklungsteam sowie den Product Owner unterstützen.
  • Agiler Mentor: Jemand, der beträchtliche Erfahrungen bei der Implementierung agiler Projekte besitzt und der diese Erfahrung mit einem Projektteam teilen kann. Der agile Mentor kann neuen Projektteams und Projektteams, die auf einem höheren Niveau arbeiten wollen, wertvolles Feedback und Ratschläge geben.

ARTEFAKTE IM AGILEN PROJEKTMANAGEMENT

Der Projektfortschritt muss transparent und messbar sein. Agile Projektteams verwenden oft sechs unterschiedliche Hauptartefakte und Liefergegenstände, um Produkte zu entwickeln und um den...

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