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E-Book

Ajax in der Praxis

Grundlagen, Konzepte, Lösungen

AutorKai Jäger
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl355 Seiten
ISBN9783540693345
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis22,99 EUR

Ajax machte das Web zu einer Plattform für Anwendungssoftware und verfügt über ein eindrucksvolles Potenzial. Dieses Buch bietet einen gründlichen und verständlichen Einstieg in die Technologie. Hier profitieren alle Profis, die bereits Web-Anwendungen entwickeln und sich noch nicht mit Ajax befasst haben, aber auch traditionelle Software-Entwickler, die den Sprung ins Web machen möchten. Der Autor vermittelt die Konzepte anhand praxisnaher Beispiele, spricht häufige Probleme an und stellt bewährte Lösungen vor. Sein Fachbuch ist gleichermaßen ein Nachschlagewerk, das die tägliche Arbeit mit Ajax erleichtert. Die technischen Grundlagen und Konzepte sind ergänzt um eine umfassende Auseinandersetzung mit den Themen Sicherheit, Usability und Barrierefreiheit.

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Leseprobe

2 Einführung (S. 7)

Worum geht es bei Ajax eigentlich? Mit dieser scheinbar trivialen Frage könnten Sie so manchen Web-Entwickler in Verlegenheit bringen. In diesem Kapitel erfahren Sie, worin der eigentliche Vorteil von Ajax besteht, wie Ajax entstanden ist und was Ajax für das Web 2.0 bedeutet.

2.1 Was ist Ajax?
Kein „Buzzword" hat in letzter Zeit so sehr Furore gemacht wie Ajax. Sucht man über eine der gängigen Suchmaschinen nach Ajax, findet man in der Regel Seiten über „Asynchronous JavaScript and XML" noch vor dem Fußballverein und dem Reinigungsmittel gleichen Namens. Umso verwunderlicher ist es, dass viele Leute zwar den „Markennamen" Ajax kennen, jedoch keine konkrete Vorstellung haben, was technologisch dahintersteckt: Ajax wird inzwischen quasi synonym für alle Web-Anwendungen verwendet, die einen gegenüber herkömmlichen Webseiten erhöhten Bedienkomfort bieten.

Ursprünglich jedoch stand Ajax für „Asynchronous JavaScript and XML". Betrachtet man jeden dieser Begriffe einzeln, erhält man eine Liste von Anforderungen, die eine Ajax-Anwendung erfüllen muss, um als solche bezeichnet werden zu dürfen. Zunächst muss jede Ajax-Anwendung asynchron Daten mit dem Server austauschen. Desweiteren muss auf dem Client (also dem Browser) die Programmiersprache JavaScript eingesetzt werden und zu guter Letzt müssen die Daten strukturiert in Form eines XML-Dokuments zwischen Client und Server ausgetauscht werden.

Heutzutage ist man sich allerdings uneinig, ob die Wahl der Abkürzung AJAX so sinnvoll war und weicht zunehmend auf die Schreibweise „Ajax" aus, um die ursprüngliche Bedeutung zu verschleiern. Grund dafür ist, dass viele der häufig angeführten Beispiele für typische Ajax-Anwendungen kein XML verwenden und manche noch nicht einmal asynchron arbeiten.

Der einzige Punkt, über den man sich einig zu sein scheint, ist, dass Ajax-Anwendungen JavaScript verwenden müssen – vielleicht aber auch nur, weil es momentan auf der Browser-Plattform praktisch keine Alternative gibt. Um nach dieser ernüchternden Zwischenbilanz nun dennoch verstehen zu können, worum es bei Ajax eigentlich geht, muss man sich vor Augen führen, welchen Nutzen der Anwender letztendlich aus Ajax zieht.

Der englische Begriff „responsiveness", der im Deutschen gern mit „Reaktionsbereitschaft" übersetzt wird, trifft den Punkt: Ajax-Anwendungen reagieren scheinbar schneller auf Benutzereingaben. Aber warum ist das so? Anwendungen arbeiten in der Regel mit zwei verschiedenen Arten von Daten – mit transienten und persistenten Daten. Die transienten Daten liegen im flüchtigen Arbeitsspeicher, während die persistenten Daten nicht flüchtig auf Festplatte gelagert sind.

Wenn Sie beispielsweise mit einem Textverarbeitungsprogramm arbeiten, sind ihre Eingaben transient, bis Sie Ihr Dokument abspeichern und damit persistent machen. Sie überführen also Daten vom transienten in den persistenten Zustand. Gleichermaßen überführen Sie beim Öffnen eines Dokuments die persistenten Daten in einen transienten Zustand.

Dieses Prinzip liegt praktisch allen Anwendungen zugrunde und auch die meisten Web-Anwendungen arbeiten so. Bei Web- Anwendungen ist die Überführung der Daten aus einem Zustand in den anderen jedoch weitaus komplizierter als bei Desktop-Anwendungen, weil hier die transienten und persistenten Daten auf unterschiedlichen Rechnern (Client und Server) liegen. Ein Browserbasiertes Textverarbeitungsprogramm beispielsweise müsste zum Speichern eines Dokuments eine Anfrage an den Server stellen.

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort6
Inhaltsverzeichnis8
1 Einleitung13
1.1 Über dieses Buch13
1.2 Aufbau14
1.3 Arbeiten mit diesem Buch15
1.4Konventionen15
1.5 Code-Bibliothek16
1.6 Danksagungen17
1.7 URL zum Buch17
2 Einführung19
2.1 Was ist Ajax?19
2.2 Hintergründe21
2.3 Ajax im Kontext von Web 2.022
2.4 Der Ajax-Entwickler24
3 Die richtigen Werkzeuge26
3.1 Web-Browser26
3.2 Web-Server31
3.3 Die Eclipse-IDE33
4 JavaScript Grundlagen38
4.1 Eine Sprache neu entdeckt38
4.2 Vergleich mit Java39
4.3 JavaScript-Interpreter und und Laufzeit- Umgebung41
4.4 Einbindung in HTML-Dokumente42
4.5 Kommentare43
4.6 Das Typisierungskonzept von JavaScript44
4.7 Operatoren49
4.8 Kontrollstrukturen53
4.9 Die eval-Funktion53
4.10 Funktionen54
4.11 Objektorientierte Programmierung70
4.12 Fehlerbehandlung106
4.13 Nebenläufigkeit110
4.14 Die Zukunft von JavaScript111
4.15 Debugging123
5 Das Document Object Model130
5.1 Hintergründe130
5.2 JavaScript und das DOM131
5.3 Grundlagen133
5.4 Das HTML-DOM150
5.5 innerHTML156
5.6 Ereignisse158
6 Client-Server-Kommunikation184
6.1 Das Hypertext-Transfer-Protokoll184
6.2 HTTP-Anfragen mit JavaScript189
7 Web-Services216
7.1 Hintergründe216
7.2 SOAP und WSDL217
7.3 Representational State Transfer (REST)235
7.4 JavaScript Object Notation (JSON)237
7.5 Fazit248
8 Optimierungen249
8.1 Richtig optimieren249
8.2 JavaScript251
8.3 Caching268
8.4 Minification und Obfuscation270
8.5 Kompression273
9 Sicherheit275
9.1 Ajax und Sicherheit275
9.2 Die Same-Origin-Policy276
9.3 Cross-Site-Scripting (XSS)278
9.4 Man-in-the-middle285
9.5 Cross-Site Request Forgery287
9.6 Fazit290
10 Barrierefreiheit292
10.1 Warum Barrierefreiheit?292
10.2 Einfache Maßnahmen293
10.3 Ajax und Screenreader303
10.4 Fazit306
11 Usability307
11.1 Die Rolle der Usability307
11.2 Ajax und Usability308
11.3 Der Zurück-Button309
11.4 Geschwindigkeit314
12 Frameworks320
12.1 Warum Frameworks?320
12.2 Frameworks im Überblick321
12.3 Die Wahl des richtigen Frameworks329
13 Praxisbeispiele330
13.1 Eingabefeld mit Vorschlagsfunktion330
13.2 Server-Push-Chat337
13.3 RSS-Feed-Reader346
Literatur353
Index355

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