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Alexander Mitscherlichs 'Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft' - Staubfänger oder relevanter Klassiker?

AutorMarlene Kremer
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl17 Seiten
ISBN9783656298755
FormatPDF/ePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis12,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 15 Punkte, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Veranstaltung: Erziehungswissenschaft/ Lehramt, Sprache: Deutsch, Abstract: 1.Einleitung Im Jahr 1919 wird ein Essay des Wiener Psychoanalytikers Paul Federn mit dem Namen Die vaterlose Gesellschaft. Psychologie der Revolution veröffentlicht, dessen 'Begriff und Metapher der vaterlosen Gesellschaft [..] auf Freuds Totem und Tabu (1912-13)' zurückgeführt werden kann (Heim 2008). Alexander Mitscherlich stößt achtzehn Jahre später auf das 'Motiv der Vaterlosigkeit' (Hoyer 2008) und nimmt dieses in einer Zeit grundlegender sozialer, politischer und ökonomischer Veränderungen, der Nachkriegszeit, wieder auf. 1963 veröffentlicht er schließlich seine erste Monographie Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft. Ideen zur Sozialpsychologie, welche zum Kassenschlager wird. Im Fokus steht die Gesellschaft, die von Arbeitsteilung und industrieller Massenproduktion geprägt ist. Ein Zustand, welcher sich klar von der Zeit, in der Arbeitsplatz und Wohnort identisch waren, unterscheidet und nach Mitscherlich maßgeblich zur 'Verringerung väterlicher Autorität' beigetragen hat (Brumlik 2003, S.XIII) sowie ein klares Zeichen für die Veränderung gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse ist. Ziel dieser Hausarbeit ist die Beantwortung der Frage, inwiefern Mitscherlichs Werk noch für die heutige Zeit von Bedeutung ist. Galt es in den siebziger Jahren als Aufklärungsschrift (Schülein 2011, S.143), welche die gesellschaftlichen Entwicklungsprozesse und sozialen Strukturen zu erklären suchte, ist heute fraglich, ob dieses Werk nach so vielen Jahren der Weiterentwicklung weiterhin Aktualität besitzt. Das 'Potpourri wissenschaftlicher Nomenklatur', welches unter anderem Begriffe wie 'Anpassung, [...], Masse, Ich-Ideal, Angst, Tabu - und Vaterlosigkeit' zum Thema macht, ist durch seine 'heterogene Struktur' (ebd., S.25) schwer zusammenzufassen und nach einem roten Faden kann wohl vergeblich gesucht werden. Da in den zwölf Kapiteln sich nur zwei tatsächlich mit dem eigentlichen Thema der 'vaterlosen Gesellschaft' beschäftigen (Schülein 2011), werden im Folgenden fast ausschließlich diese herangezogen werden. Es soll nun zunächst eine Beschreibung der Biographie Mitscherlichs folgen, um die Entstehung seines Buches Auf dem Weg in die vaterlose Gesellschaft in einem zeitlichen Kontext einbetten zu können. Im zweiten Kapitel folgt der Versuch, die zentralen Punkte bezüglich der 'vaterlosen Gesellschaft' hervorzuheben, um in den beiden darauffolgenden Unterkapiteln bestimmte Termini genauer zu beleuchten. Im Zentrum steht hierbei der Verlust des Vaters ...

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