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E-Book

Alles Liebe, dein Krebs

Der Zauber meiner Seelenreise

AutorKarin Hildebrandt
Verlagtao.de
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl368 Seiten
ISBN9783960512158
FormatePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,99 EUR
'Der Knoten war da, keine Frage. Und dennoch gelang es mir trotz aller Bemühungen des Arztes nicht, die Überzeugung abzuschütteln, dass er nicht zu mir gehörte. Er war gefühlt kein Teil von mir.' Diese seltsame Erkenntnis drängt Karin Hildebrandt dazu, sich auf ungewöhnliche Weise mit ihrem Brustkrebs auseinanderzusetzen. Seit langem schon ist sie der festen Überzeugung, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden und somit jede Krankheit eine seelische Notlage offenbart. Doch erst ihre eigene lebensbedrohende Erkrankung verleiht dieser These ein ganz besonderes Gewicht. So überträgt sie den Ärzten die Behandlung ihres Körpers, während sie sich selber um die Heilung ihrer Seele bemüht. Auf diesem Weg wird sie von seltsamen, aber entscheidenden Zufällen begleitet, die ihr das Gefühl vermitteln, von einer unsichtbaren Hand geführt zu werden, um zu überleben. Als sie bei ihrer Spurensuche in eine Sackgasse gerät, bedient sie sich eines unkonventionellen Mittels, um Antworten auf längst überfällige Fragen zu ihrer Persönlichkeit zu finden. Sie nimmt die Hilfe eines 'kosmischen Beraters' in Anspruch und gewinnt aufschlussreiche Fakten. Diese sind ihr Schlüssel zur Heilung.

Karin Hildebrandt, im westfälischen Münsterland geboren und aufgewachsen, lebt seit mehr als zwei Jahrzehnten in Aachen. 2005 begann sie ihre schriftstellerische Tätigkeit mit lyrischen Werken. Ihr erster Gedichtband Das Lachen am Horizont erschien 2010. Im Jahr 2012 folgte die Gedichtreihe Es war 1x. Immer wieder gelingt es der Autorin, in feinsinnigen und humorvollen Werken das Augenmerk des Lesers auf sich selber und das Leben zu richten. Dieser Betrachtungsweise bleibt sie auch in ihrem autobiografischen Roman Alles Liebe, dein Krebs treu. www.karinhildebrandt.de

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Leseprobe

Einleitung


Seit vielen Jahren schon etabliert sich auf dem Büchermarkt ein Typ Geschichten, der sich mit Krankheiten, Heilungen und Leidenswegen bis zum Tod und darüber hinaus beschäftigt. Ich konnte die Gründe für diesen schweren Prozess des Schreibens, das Eintauchen oder Wiedereintauchen in oft finsterste Kapitel der Not und Verzweiflung nur erahnen, da ich mich immer geweigert hatte, freiwillig in das tiefe und reale Leid anderer Menschen einzutauchen, und daher nur die Titel auf den Büchertischen gestreift hatte. Das mochte zum einen mit meiner persönlichen Neigung des Mitleidens, des Mich-Nicht-Abgrenzen-Könnens und daraus ableitend eines gewissen Selbstschutzes zusammenhängen, zum anderen aber mit meiner persönlichen Einstellung, mein Augenmerk möglichst auf Licht und nicht auf Dunkelheit zu richten. Als geborener Pessimist hatte ich in den letzten Jahren meines Lebens intensiv daran gearbeitet, diese Prädestination, um es mal so auszudrücken, loszulassen. Vielleicht beschreibt das Wort umwandeln diesen Prozess treffender, denn es war keinesfalls ein simpler Akt des Anschubsens und Laufenlassens. Im Wörterbuch fand ich zum Begriff Loslassen unter anderem die Freiheit wiedergeben. Diese Umschreibung gefällt mir ausgesprochen gut, da ich den Vorgang genauso empfinde.

Ich habe gelernt, dass die Freiheit unser höchstes Gut ist. Nun, diese Aussage ist nicht neu und auch leicht daher gesagt. Natürlich und glücklicherweise trifft sie derzeit auf die äußeren Bereiche meines Lebens zu. Die Freiheit zu reisen, der Wohnungs- und Berufswahl, zu allem meine Meinung äußern zu dürfen und überhaupt so zu leben wie ich es für richtig halte. Das alles sind große und bedeutende Geschenke im Leben. Und dennoch meine ich an dieser Stelle etwas anderes, nämlich die Freiheit der Einflussnahme auf die eigenen Gedanken. Die Freiheit zu wählen, was sich in meinem Kopf breitmachen darf und was nicht. Die Freiheit, selber zu entscheiden, womit ich mich auseinandersetzen möchte und womit nicht. Die Freiheit, über das zu bestimmen, was mich prägen darf.

Ich habe erst spät in meinem Leben erfahren, welche Möglichkeiten auf diesem Gebiet in uns schlummern und welche Auswirkungen damit verbunden sind. Seither versuche ich, möglichst viele Tage als Geschenk zu betrachten und sie mit Leichtigkeit und Abstand zu würdigen. Und ich versuche, meinen Alltag so einzurichten, dass er Glück bedeutet.

Nun ist es auch nicht so, dass ich mich zu einer gnadenlosen Optimistin gewandelt habe. Wie heißt es so treffend: Niemand kann aus seiner Haut heraus. Doch ich entscheide selber mehr und mehr, wie tief ich mich in zehrende Emotionen hineinfallen lassen möchte, unabhängig davon, ob diese in mir aufgeblüht sind oder ich die Sorgen anderer teile. Das ist die Freiheit, die ich meine, und mein größtes Ziel. Zu entscheiden, was ich denke und mich nicht mehr von meinen eigenen Gedanken gängeln zu lassen, denn die kummervollen und freudlosen unter ihnen sind immer die zähesten.

Die eigentliche Frage hieß nun: Welchen Nutzen hatte mir meine neue Freiheit in Bezug auf meine eigene Krankengeschichte gebracht, dass sie es wert war, aufgeschrieben zu werden? Dass ich freiwillig noch einmal in mein eigenes Tal der Tränen hinabgestiegen war? Was war neu oder anders? Auf keinen Fall wollte ich meine Leser, so sich denn welche finden würden, durch ein rührseliges Herz-Schmerz-Kino gewinnen. Meinen eigenen Krankenweg dafür zu benutzen, wäre mir erbärmlich vorgekommen.

Ich habe Brustkrebs. Und ich versuche aufzuzeigen, wie ein geänderter Blickwinkel auf das Leben mir half, andere Wege der Heilung zu gehen. Wie ich durch schwierige Zeiten getragen wurde, weil ich bereit war, die mir entgegen gestreckten Hände zu nehmen, die das Leben für mich bereithielt. Wie sich Dinge veränderten, als mir bewusst wurde, dass meine eigene Verantwortung jeden Augenblick meines Daseins bestimmt. Auch im Hinblick auf Krankheiten, die wir gerne als ausschließlich genetisch oder Schicksal bedingt ansehen. Besonders für negative Entwicklungen legen wir die Zuständigkeit gerne in die Hände anderer. Das ist verständlich, denn dieser Weg ist weniger schmerzhaft, und die totale Verantwortung für uns selber zu tragen, haben wir in der Regel nicht gelernt. Doch wir können Körper und Seele nicht trennen, das wusste ich längst. Zumindest in der Theorie, wie mir bald nach der Diagnose klar wurde.

Das Leben hält viele Wunder für uns bereit. Unerklärliche Geschehnisse, seltsame Zufälle, interessante Begegnungen, Träume, Eingebungen. Wenn wir genau hinschauen, können wir diese Geschenke für uns sichtbar und natürlich auch nutzbar machen, denn das ist ihr eigentlicher Zweck. Die uns geschenkten Zeichen sollen uns führen, bewahren, heilen und erfreuen. Es ist nicht schwer, sie zu finden. Die einzige Bedingung besteht darin, unseren Blick zu öffnen. Sowohl nach innen als nach außen.

So geht es in jedem Kapitel meines Buches immer um die eigene Aufmerksamkeit und Ehrlichkeit. Um eine aufrechte offene Einschätzung meines Innenlebens und eine möglichst neutrale Beurteilung dieser Strukturen im Kontext meiner sozialen Umgebung. Denn nur so öffne ich mich und lasse neue Gedanken, Sichtweisen oder Ideen wachsen und Früchte tragen. Die Bereitschaft zur eigenen Authentizität bildet die Grundlage für den oben genannten anderen Blickwinkel, der deutlich macht, wie stark das Leben ist und über welches Potential es verfügt, wenn bestimmte Ziele erreicht oder unser Augenmerk auf etwas Wichtiges gerichtet werden soll.

Als ich vor Jahren im Außen feststeckte, hatte ich begonnen, meinen Blick nach innen zu richten und eine faszinierende Welt entdeckt. Mich selber zu reflektieren, zu begleiten und mit neuen fremden Augen zu sehen, hatte mir das Tor zu Macht und Glück geöffnet. Die Macht, mehr Einfluss auf die Zufriedenheit im eigenen Leben zu nehmen, und das Glück, neue Wege kennenzulernen und zu entscheiden, welcher in der jeweiligen Situation der richtige für mich war. Denn ich begriff, dass wir alle frei sind und immer eine Wahl haben.

So nehme ich inzwischen unser Leben als großes Theater wahr, in dem jeder von uns auf zwei Bühnen spielt. Auf der einen stellen wir unser äußeres Leben dar. Dieses Spektakel wächst zusehends und wird immer aufwendiger und prächtiger ausgestaltet. Hier spielt die Musik, hier liegen Spannung und Lebendigkeit. Mit aller Kraft versuchen wir, die Regie unseres Lebensdramas in den Händen zu halten, denn die Kontrolle ist uns wichtig, vielleicht auch das dünne Gefühl von Sicherheit.

Die zweite Bühne präsentiert unsere innere Welt. Sie befindet sich irgendwo im dunklen Kellergewölbe des Theaters und wird von den meisten Menschen sehr stiefmütterlich behandelt und nur wenig besucht. Meist aus Angst, einen Vorhang zu lüften, der bestimmte Szenen wohl behütet. Man hat uns auch nie beigebracht, in dieser Welt souverän zu agieren. Und in unserer modernen leistungsorientierten Welt ist es auch nicht angesagt, sich um Emotionales intensiv und öffentlich zu kümmern. Alles soll funktionieren, schnell und reibungslos. So auch wir.

Ich hatte selber erst sehr spät begriffen, wie getrennt voneinander mein inneres und äußeres Leben existiert hatten. Auch mein Bewusstsein war nicht entsprechend geschult worden, meine Augen und Ohren zur lauten Welt ausgerichtet und meine Gedanken mit Schrott verstellt. Jetzt versuche ich mehr und mehr, diese beiden Ebenen auf einer großen Bühne zu vereinen, denn mir ist der Weg in den Keller inzwischen zu mühselig und weit geworden. Körper und Seele sind ohnehin viel enger miteinander verbunden als ich früher glaubte und nehmen unentwegt Einfluss aufeinander. Auch wenn ich das in aller Konsequenz erst durch meine Krankheit erkennen durfte.

Das ausgebaute Podium mit den beiden gleichranging wahrgenommenen Bühnen erweiterte meine Möglichkeiten um ein Vielfaches. Es ist plötzlich mehr Platz da für besondere Eindrücke und Abläufe, mehr Mut für Gestaltung und Einschätzungen. Und die Gewichtungen haben sich unmerklich verändert. Mir sind die Menschen wichtiger geworden, denn ich kann mehr und mehr auch deren Vielfalt und Tiefe entdecken und dadurch wiederum meinen eigenen Horizont erweitern. Neue Beziehungen wuchsen und eroberten sich eine besondere Stellung in meinem Herzen. Andere wiederum entschieden sich für eine Richtung ohne mich. Ich lernte, auch solche Dinge theatermäßig einzuordnen. Ein Akt geht zu Ende, der Vorhang fällt. Ich weine, lache oder bin ungerührt, aber gespannt auf die nächste Szene. Mein Leben ist um eine Dimension reicher und spannender geworden. Und vor allem viel leichter. Natürlich nicht immer, aber immer öfter. All diese Veränderungen offenbaren eine zusehende Befreiung von Ängsten. Denn sie sind es letztendlich, die uns bremsen.

Natürlich gelang mir diese Wandlung nicht ohne Unterstützung. Hier gab es Hilfsangebote,...

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