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E-Book

Als mir mein geliebter Meister erschien

AutorPetra Lucke
VerlagBooks on Demand
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl200 Seiten
ISBN9783744850049
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis8,99 EUR
In ihrer spirituellen Biografie erzählt die Autorin von ihrer lebenslangen intensiven Suche nach einem wahrhaftigen Meister, der um die geheimnisvollen Dinge zwischen Himmel und Erde weiß. Nach einer Reihe von bedeutungsvollen und mystischen Erlebnissen trifft sie einen faszinierenden Mann mit wundersamen Fähigkeiten. Eine Begegnung, die ihr Weltbild komplett auf den Kopf stellt und ihr Leben tiefgreifend verändert. Eine wahre Geschichte, die Mut macht, den eigenen geistigen Weg zu gehen, sich für höhere Wahrheiten zu öffnen und den Sinn des Lebens zu entdecken.

Petra Lucke, geboren 1967 in München, ist autorisierte Tai-Chi-Lehrerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Seit einigen Jahren ist sie in der IT-Branche tätig.

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Leseprobe

Aller Anfang


Eine außerirdische Begegnung


Bereits als Kind träumte ich in meinen Schlafphasen viel und konnte mich danach auch gut an diese bunten und facettenreichen Erlebnisse erinnern. Ich schlief sehr gerne, denn ich liebte es, in diese wunderbare Welt mit ihren interessanten Geschichten einzutauchen. Sie bot mir einen geschützten Raum, fern der äußeren Wirklichkeit, die auf mich eigenartiger und befremdlicher wirkte als die Traumwelt.

Mit ungefähr sieben Jahren hatte ich einen Traum, der sich von meinen bisherigen deutlich unterschied. Ich lag wie jede Nacht in meinem Bett, das direkt an einer Wand meines Kinderzimmers stand, und hatte ein undefinierbares Gefühl, als würde ich schlafen und gleichzeitig wach sein. In diesem Moment sah ich plötzlich mit meinen physischen Augen, aber leicht diffus, wie aus der Wand zuerst ein menschlicher Kopf und dann der Oberkörper eines mir unbekannten Mannes traten. Rechts von mir, ungefähr auf der Höhe meiner Füße sah ich ihn schweben. Das Verblüffendste für mich war, dass er sich halb hinter, halb vor dieser Zimmerwand zu befinden schien. Der Mann sah mich liebevoll und mit äußerst gütigen Augen an, hielt mir seine Hand entgegen und lächelte freundlich. Als die diffusen Umrisse klarer wurden, erkannte ich, dass der Mann wie Jesus aussah! Irritiert setzte ich mich in meinem Bett auf und rieb mir die Augen. War ich wach oder träumte ich? Doch der Mann war wirklich da. Ich wunderte mich, freute mich aber auch über diesen ehrwürdigen Besuch. Als ich ihm vorsichtig meine Hand entgegenstreckte, spürte ich seine außergewöhnlich feine Hand, die meine behutsam umfasste. Ich nahm diese zarte Berührung völlig real wahr, und während ich darüber voller Freude strahlte, war der Mann in der nächsten Sekunde plötzlich verschwunden.

Diese wundervolle Begegnung beeindruckte mich zutiefst. Der mystische Besuch warf aber auch einige Fragen in mir auf, vor allem diese eine: Warum war Jesus gerade zu mir gekommen?!

Kindheitserlebnisse


Außerhalb meiner Traumwelt war ich als Kind oft unmotiviert und deprimiert. Ich hatte das Gefühl, dass alle anderen Menschen glücklich waren und ein unbeschwertes Leben führten, nur mit mir schien etwas nicht zu stimmen. Meine Eltern waren beide stark gefordert in ihren Berufen, mein Vater war viel unterwegs auf Geschäftsreisen. Meine Mutter und meine drei Jahre ältere Schwester hatten oft Auseinandersetzungen. Ich verstand nicht, weshalb sie sich stritten und empfand es als ziemlich anstrengend. Um den Tumulten zu entgehen, zog ich mich meistens in mein Zimmer zurück.

Genauso wenig amüsant war es für mich in der Schule. Auch hier empfand ich vieles als anstrengend. Ich hatte oft das Gefühl, nichts richtig zu machen, geschweige denn sinnvoll voranzukommen. Egal wo ich war, fühlte ich mich also meistens fehl am Platz und beschäftigte mich deshalb am liebsten mit mir alleine. Ich nutzte die Zeit zum Nachdenken und versuchte herauszufinden, warum ich diese Welt und die Menschen um mich herum nicht verstand. Vielleicht war ich tatsächlich einfach nur dumm, wie ich es öfter zu hören bekam?

In dieser Lebensphase fiel mir etwas Seltsames auf: An welchem Ort ich mich auch aufhielt, immer tauchte da überraschend eine Nonne auf. Anfangs machte ich mir keine Gedanken darüber. Warum sollten Nonnen nicht auch auf der Straße unterwegs sein? Doch als sich über einen Zeitraum von einigen Jahren immer öfter, dann regelmäßig und auch immer mehr Nonnen in meiner Gegenwart zeigten, fand ich das dann doch sehr eigenartig. Sogar wenn wir in den großen Schulferien in den Urlaub nach Italien unterwegs waren, ob zu Land, zu Wasser oder in der Luft – ständig waren die geheimnisvollen Nonnen in meiner Nähe. Was hatte das zu bedeuten? War es vielleicht ein Zeichen des Himmels?

Ich überlegte mir, ob es bedeuten könnte, dass ich in ein Kloster gehen sollte. Aber wollte ich das? Ich war noch sehr jung und fürchtete, das vermeintlich „Wichtigste“ zu verpassen, nämlich die coolen Partys, die süßen Jungs und den ganzen Spaß. Trotzdem, die Sache ließ mir keine Ruhe, und jedes Mal, wenn mir eine oder mehrere Nonnen begegneten, überlegte ich erneut, ob das nicht eine speziell an mich gerichtete Botschaft von Gott war und was sie zu bedeuten hatte. In welches Kloster würde ich überhaupt gehen? Wenn überhaupt, so mein Entschluss, sollte es ein Kloster in China oder im Tibet sein, wo die Mönche ihren Geist schulen, spirituelle Texte studieren, meditieren und Kampfkünste ausüben. Kampfkunst und geistige Weiterentwicklung gehörten für mich ganz klar zusammen. Was sonst sollte mich auf meiner Suche nach mir selbst weiterbringen? Mit neun Jahren war ich sehr beeindruckt von Kampfkünsten. Ich hätte am liebsten bei Bruce Lee gelernt, aber der lebte viel zu weit entfernt von meinem Zuhause, ich konnte nicht einfach mal bei ihm klingeln gehen.

Ich wollte unbedingt eine Kampfkunst erlernen. Meine Eltern waren nicht begeistert von meiner Faszination. Wenn ich Judo, Karate oder Taekwondo vorschlug, hörte ich jedes Mal, dass „so etwas“ nichts sei für ein Mädchen. In mir brodelte es gewaltig, denn ich sah da überhaupt keinen Zusammenhang. Was hatte das denn bitteschön damit zu tun, dass ich ein Mädchen war? Ich wollte mich einfach nur weiterentwickeln und mehr über mich herausfinden und war überzeugt, dass mir dies auf dem Weg der Kampfkunst möglich wäre.

Eines Abends, als ich vor dem Fernseher saß und kreuz und quer durch die bunte Programmwelt zappte, blieb ich bei einer faszinierenden Reportage über China hängen. Ich sah darin viele Chinesen unterschiedlichen Alters in einem Park, die gleichzeitig langsame und anmutige Bewegungen machten. Beeindruckend! Von den spektakulären Bildern völlig eingenommen, vernahm ich die Reporterstimme aus dem Hintergrund nur bruchstückhaft: „… mehr als tausendjährige Kampfkunst … gut für die Gesundheit …“ Ich betrachtete weiterhin voller Begeisterung, wie die Menschen dort in einem gleichmäßigen Rhythmus ihre ruhigen Bewegungen ausführten. Aber was machten sie da eigentlich genau? Irgendwann verriet der Fernsehreporter, dass es sich hierbei um eine meditative Bewegungsform einer Kampfkunst handle, die sich Tai Chi nenne. In diesem Moment wusste ich ganz klar und ohne Zweifel: Ich will Tai Chi machen! Das will ich lernen und unterrichten!

Diesmal hatte ich, zumindest was das Einverständnis meiner Eltern betraf, mehr Glück. Doch in dem kleinen Ort wo wir wohnten, gab es weit und breit keine Tai-Chi-Schule, geschweige denn einen echten chinesischen Tai-Chi-Meister, der mich als Schülerin annehmen und unterrichten würde. Es muss also zuerst einmal ohne Tai-Chi-Meister gehen. Ich ahmte in meinem Zimmer die Bewegungen nach, die ich in der Reportage gesehen hatte. Das fühlte sich richtig gut und entspannend an, zugleich verursachte es ein prickelndes Gefühl, als würde leichter Strom durch meine Arme und Beine fließen.

Nach einiger Zeit, als immer noch kein Tai-Chi-Meister in Sicht war, ich aber das Bedürfnis nach mehr Bewegung hatte, entschied ich mich für Badminton. Zugegeben, das war kein angemessener Ersatz, aber im Lauf der nächsten Monate entwickelte ich mich durchaus zu einer guten Spielerin. Ich lernte viel über Spieltaktiken und die technische Ausführung und hatte mit den wechselnden Spielerteams viel Spaß. Außerdem konnte ich feststellen, dass es mir guttat wenn ich mich bewegte und mich auspowern konnte.

Einige Jahre später, mit ungefähr zwölf Jahren, entdeckte ich dann Feldhockey. Ich war wie so oft mit meiner Clique verabredet. Als ich zu unserem täglichen Treffpunkt auf einer riesigen Wiese kam, spielten dort ein paar Jungs, die einige Jahre älter waren, Feldhockey. Das sah sehr spannend aus, und ich schaute ihnen interessiert zu. Plötzlich kam einer der Spieler auf mich zu und fragte, ob ich mitspielen wolle; ihnen fehle heute ein wichtiger Spieler. „Äh, ich?“ Schüchtern wie ich war, wurde ich erst einmal total verlegen. Ich hatte noch nie zuvor Feldhockey gespielt und Angst, mich vor den Jungs zu blamieren. Doch der hübsche Kerl konnte meine anfänglichen Zweifel zerstreuen. Die Spieler waren begeistert von meinen zielgenauen und superweiten Schlägen, und bald hatte auch ich während dieses äußerst dynamischen Spiels viel Spaß. Von da an war ich öfter bei den Spielen dieser Jungs dabei und trat sogar in ihren Verein ein.

Unser Zusammenspiel als Feldhockey-Team wurde richtig gut, und eines Tages fragte mich der Vereinstrainer, ob ich mit der Mannschaft zu einem wichtigen Liga-Spiel kommen wolle. Wir waren tatsächlich kurz davor aufzusteigen! Natürlich wäre ich gerne dabei gewesen, doch inzwischen war ich fünfzehn Jahre alt, jetzt ging es plötzlich um den „Ernst des Lebens“, nämlich um eine vernünftige Ausbildung. Egal wie laut ich mich beschwerte, meine Eltern ließen mich nicht an dem Liga-Spiel teilnehmen. Stattdessen musste ich meine ersten Bewerbungen für eine...

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