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Alternde Bevölkerung und gesundheitliche Versorgung

Zehn Herausforderungen und ihre Konsequenzen für Prävention, Rehabilitation und das Versorgungsmanagement in Deutschland und der Schweiz

AutorKlaus Müller
VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl647 Seiten
ISBN9783456953373
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis59,99 EUR
Welche Herausforderungen stellen sich für eine bedarfsgerechte gesundheitliche Versorgung im Alter und am Lebensende? Welche Konsequenzen sind daraus für die Prävention, Rehabilitation und das Versorgungsmanagement in Deutschland und der Schweiz zu ziehen
Das umfassende, anschauliche und mit hoher Informationsdichte geschriebene Manual beschreibt und analysiert spezifische Herausforderungen und Konsequenzen des demografischen Wandels für die gesundheitliche Versorgung in Deutschland und der Schweiz.
Der Autor bietet ein argumentationsstarkes, faktenreiches, aktuelles und gut belegtes Plädoyer für die Stärkung der Prävention, Rehabilitation und geriatrischen Versorgung sowie für eine sektorenübergreifende Integration aller Versorgungsleistungen, um Alterungsfolgen, Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit zu verringern und zu verdichten.

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis und Vorwort
  2. Einfu¨hrung
  3. Teil I - Die zehn zentralen Herausforderungen fu¨r die zuku¨nftige Gesundheitsversorgung und ihre strategische Analyse
  4. Teil II - Die Konsequenzen fu¨r eine altersgerechte Versorgung
  5. Teil III - Die Konsequenzen fu¨r die Integration der Versorgung
  6. Teil IV - Die Konsequenzen fu¨r ausgewählte Volkskrankheiten
  7. Teil V - Die bedarfsgerechte Versorgung bei Demenz
  8. Teil VI - Die bedarfsgerechte Versorgung am Lebensende
  9. Über den Autor
  10. Sachwortverzeichnis
Leseprobe
2 Der Problemhintergrund

Die Zunahme chronischer Krankheiten

Eine Erkrankung gilt in diesem Buch als «chronisch», wenn sie länger andauert, eine regelmäßige Behandlung erforderlich macht und/oder mit einer anhaltenden Funktionsbeeinträchtigung verbunden ist. Die fortdauernde Zunahme bestimmter chronischer Krankheiten und das sich dadurch tendenziell verändernde Krankheitsspektrum wird als epidemiologischer Wandel bezeichnet. Bereits seit Langem lässt sich in allen Industriestaaten eine signifikante Zunahme somatischer chronischer Erkrankungen feststellen. Zusätzlich haben in den letzten 20 Jahren aber auch psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen stark zugenommen. In Deutschland werden die betreffenden chronischen Erkrankungen oft als «Volkskrankheiten» bezeichnet. Unter diesen Begriff fallen insbesondere folgende, besonders häufige somatische Erkrankungen: Herz-Kreislauf-Krankheiten (v. a. koronare Herzkrankheit und Schlaganfall), Muskel-Skelett-Krankheiten (v. a. Arthrose und Osteoporose), Atemwegserkrankungen (v. a. chronische Bronchitis), Stoffwechselkrankheiten (v. a. Diabetes und Adipositas) sowie die Krebserkrankungen. Daneben fallen darunter aber auch die besonders häufigen psychischen Erkrankungen (v. a. Depression) und bestimmte neurodegenerative Krankheiten (v. a. Demenz). Die Entwicklung und zunehmende Ausbreitung der genannten chronischen Krankheiten weist bereits heute globale Dimensionen auf – meist sind die Fallzahlen steigend – und droht damit auch weltweit dramatische Ausmaße anzunehmen.
Jedenfalls prognostizieren aktuelle internationale Studien alarmierende Entwicklungen. Die WHO rechnet damit, dass bis ins Jahr 2020 weltweit zwei Drittel aller Krankheiten chronisch sein werden. Und in den industrialisierten Ländern wird die globale Krankheitslast infolge chronischer Erkrankungen, die im Jahr 1950 noch unter 50 % lag, bis zum Jahr 2020 voraussichtlich sogar auf knapp 80 % ansteigen (diese und alle weiteren quantitativen Angaben in der Einführung werden hinsichtlich ihrer Quellen später in den betreffenden Buchteilen und jeweiligen Kapiteln belegt).

Die Hauptursachen der Zunahme chronischer Krankheiten

Für die Gesundheitsversorgung in Deutschland und der Schweiz ist die Zunahme der genannten chronischen Krankheiten schon seit Langem eine zentrale Herausforderung. So entfallen in Deutschland heute schon vier Fünftel aller Arztkonsultationen auf chronische Erkrankungen.
Und in der Schweiz gilt heute die «Faustformel», dass 20 % der chronisch Kranken 80 % der Kosten in der Krankenversicherung verursachen. Bei dieser Aussage erfolgt dann aber häufig auch der Hinweis, dass der allergrößte Teil dieser Kosten am Lebensende anfällt.
Die Ursachen für die zunehmende Verbreitung chronischer Erkrankungen sind vielfältig. Als Hauptursachen gelten heute der medizintechnologische Fortschritt, die steigende Lebenserwartung und der zunehmende Wohlstand. Diese Phänomene sind aber nicht separat wirksam. Vielmehr bedingen sie einander und verstärken sich gegenseitig. Während früher chronisch kranke Menschen zumeist aufgrund akuter Erkrankungen bzw. Episoden starben (z. B. bei Lungenentzündungen), werden diese Krisen durch die bessere medizinische Behandlung (wie z. B. durch Antibiotika, parenterale Flüssigkeitszufuhr und künstliche Beatmung) heute zumeist überlebt. Dadurch, dass immer mehr Menschen auch sehr schwere krankheitsoder unfallbedingte Akutereignisse überleben und damit länger leben, steigt auch die Zahl der Menschen mit chronischen Krankheiten und bleibenden Behinderungen. Das paradoxe Resultat des medizinischen Fortschritts bei der Behandlung einer akuten, manifesten Symptomatik ist also eine deutlich verlängerte Lebenserwartung der Betroffenen – und damit auch eine erhöhte Verbreitung chronischer Erkrankungen.
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis und Vorwort6
Einfu¨hrung18
1 Das Buch im Überblick18
2 Der Problemhintergrund20
3 Die materiellen Konsequenzen23
4 Die versorgungsstrukturellen Konsequenzen27
Teil I - Die zehn zentralen Herausforderungen fu¨r die zuku¨nftige Gesundheitsversorgung und ihre strategische Analyse34
1 Die zunehmende Überalterung der Gesellschaft36
1.1 Der internationale demografische Wandel36
1.2 Der demografische Wandel auf der nationalen Ebene38
1.2.1 Das differenzierte Ausmaß der demografischen Alterung in Deutschland38
1.2.2 Das differenzierte Ausmaß der demografischen Alterung in der Schweiz40
1.3 Der Einfluss und die Einflussfaktoren der ansteigenden Lebenserwartung41
Literatur43
2 Die zunehmend kritische Alterssicherung und die wachsende Altersarmut46
2.1 Die Alterssicherung in Deutschland46
2.1.1 Das nationale System der Altersvorsorge46
2.1.2 Die laufende Veränderung der Rahmenbedingungen49
2.2 Die Alterssicherung in der Schweiz55
2.2.1 Das nationale System der Altersvorsorge55
2.2.2 Die absehbare Veränderung der Rahmenbedingungen56
2.3 Das zerstörte Vertrauen der Sparer in ihre private Altersvorsorge61
Literatur66
3 Die zunehmend kritische Krankheitsabsicherung und die wachsende Eigenverantwortung70
3.1 Die Krankheitsabsicherung in Deutschland70
3.1.1 Der offizielle Versicherungsschutz bei Krankheit, Unfall und Pflegebedarf70
3.1.2 Die spezifischen Herausforderungen im Bereich der GKV77
3.1.3 Die spezifischen Herausforderungen im Bereich der privaten Krankenversicherung82
3.2 Die Krankheitsabsicherung in der Schweiz84
3.2.1 Der offizielle Versicherungsschutz bei Krankheit, Unfall und Pflegebedarf84
3.2.2 Die spezifisch relevanten Herausforderungen88
3.3 Die ku¨nftige Krankheitsfinanzierung zwischen Solidarität und Eigenverantwortung91
Literatur94
4 Die zunehmende Verbreitung versorgungsaufwendiger chronischer Krankheiten98
4.1 Der weltweite epidemiologische Wandel98
4.1.1 Das global veränderte Krankheitsspektrum98
4.1.2 Weltweite krankheitsspezifische Entwicklungstrends100
4.2 Der epidemiologische Wandel auf der nationalen Ebene101
4.2.1 Das veränderte Krankheitsspektrum in den beiden Ländern101
4.2.2 Die Ausbreitung spezifischer somatischer Krankheiten in Deutschland105
4.3 Die aktuelle Ausbreitung manifester psychischer Erkrankungen108
4.3.1 Die Entwicklung psychischer Erkrankungen in Deutschland108
4.3.2 Die Entwicklung psychischer Erkrankungen in der Schweiz116
Literatur118
5 Die zunehmend kritischen Versorgungskosten und ihre Treiber124
5.1 Die Versorgungskosten und ihr Krankheits- und Altersbezug124
5.1.1 Die Kostenentwicklung und -verteilung in Deutschland124
5.1.2 Die Kostenentwicklung und -verteilung in der Schweiz130
5.2 Die Treiber der laufend anwachsenden Versorgungskosten134
5.2.1 Wesentliche Einflussfaktoren der wachsenden Leistungsnachfrage134
5.2.2 Die Konsequenzen fu¨r den zuku¨nftigen Finanzbedarf in der Schweiz139
5.3 Die ku¨nftigen Gesundheitskosten zwischen Rationierung und Rationalisierung141
Literatur143
6 Die zunehmende Diskrepanz zwischen Versorgungsbedarf und Versorgungsrealität146
6.1 Die Versorgung in Deutschland und in der Schweiz im internationalen Vergleich146
6.1.1 Die komparative Bewertung der beiden Gesundheitssysteme146
6.1.2 Das komparative Ausmaß spezifischer Mängel der ärztlichen Versorgung150
6.2 Der spezifische Reformbedarf in Deutschland152
6.2.1 Die fragwu¨rdige Inanspruchnahme der ambulanten ärztlichen Versorgung152
6.2.2 Die ökonomischen Fehlanreize in der Krankenhausversorgung156
6.3 Der spezifische Reformbedarf in der Schweiz168
Literatur176
7 Die zunehmend kritische hausärztliche Grundversorgung180
7.1 Die speziellen Anforderungen an die Hausärzte180
7.2 Die besonders ausgeprägte Verknappung der Hausärzte182
7.2.1 Der generelle und spezielle Ärztemangel in Deutschland182
7.2.2 Der generelle und spezielle Ärztemangel in der Schweiz185
7.3 Die Ursachen des Hausärztemangels und die Konsequenzen187
7.3.1 Der aktuelle Diskussionsstand in Deutschland188
7.3.2 Der aktuelle Diskussionsstand in der Schweiz194
Literatur199
8 Die zunehmende Anzahl Pflegebedu¨rftiger und betroffener Angehöriger204
8.1 Das Verhältnis von Pflegebedu¨rftigkeit und alternder Bevölkerung204
8.2 Der demografisch bedingte Anstieg des Bedarfs an Altenpflege206
8.2.1 Der Stand und die Entwicklung der Pflegefälle in Deutschland206
8.2.2 Der Stand und die Entwicklung der Pflegefälle in der Schweiz210
8.3 Die Folgen und Konsequenzen außerhalb der professionellen Pflege211
8.3.1 Die wachsende Belastung pflegender Angehöriger und deren Stärkung211
8.3.2 Die weiteren Konsequenzen fu¨r das soziale Umfeld217
Literatur221
9 Der zunehmend kritische Mangel an Pflegefachkräften224
9.1 Einleitung und Ausblick224
9.2 Die wachsende Bedarfslu¨cke bei den Pflegefachkräften228
9.2.1 Die Beschäftigungsentwicklung der Pflegeberufe in Deutschland228
9.2.2 Die Beschäftigungsentwicklung der Pflegeberufe in der Schweiz230
9.3 Die Hintergru¨nde und Konsequenzen des wachsenden Personalmangels231
9.3.1 Die problematische Attraktivität des Pflegeberufs fu¨r Inländer231
9.3.2 Das problematische «Ausweichen» auf Pflegepersonal aus dem Ausland236
Literatur238
10 Die zunehmende Diskrepanz zwischen Vorsorgebedarf und Vorsorgerealität242
10.1 Das generelle und das nationale Potenzial fu¨r ein gesundes Altern242
10.1.1 Das Gesundheitsverhalten als Determinante von Krankheit im Alter242
10.1.2 Die internationale Diskrepanz zwischen steigender und gesunder Lebenserwartung244
10.2 Die bestehenden Defizite der Krankheitsvermeidung unter den Älteren248
10.2.1 Das krankheits spezifische Präventionspotenzial248
10.2.2 Die aktuelle Verbreitung spezifischer Risikofaktoren251
Literatur256
Teil II - Die Konsequenzen fu¨r eine altersgerechte Versorgung260
1 Die fundamentale Rolle der Prävention und Gesundheitsförderung262
1.1 Die Gesundheitsförderung als integraler Bestandteil der Gesundheitspolitik262
1.1.1 Die grundlegende «Charta zur Gesundheitsförderung» der WHO262
1.1.2 Die Komponenten der Prävention und Gesundheitsförderung264
1.2 Spezifische Grundlagen fu¨r primärpräventive Strategien267
1.2.1 Die herausragende Bedeutung der bewegungsorientierten Prävention267
1.2.2 Der Bedarf an einer männerspezifischen Präventionsstrategie272
1.2.3 Die sozialen Grenzen der verhaltensorientierten Prävention275
1.3 Die nationale Organisation der Prävention und ihr aktueller Stand278
1.3.1 Der Handlungsbedarf und seine laufende Umsetzung in Deutschland278
1.3.2 Der Handlungsbedarf und seine blockierte Umsetzung in der Schweiz281
2 Die Rolle der hausärztlichen Versorgung als Chronic Care286
2.1 Spezifische Grundlagen fu¨r das Chronic-Care-Management286
2.1.1 Die Chronifizierung von Erkrankungen und deren Prävention286
2.1.2 Daran anknu¨pfende Elemente einer Chronic Care289
2.2 Konsequenzen fu¨r das Chronic-Care-Management durch die Hausarztpraxen291
3 Die Selbstständigkeit fördernde Rolle der medizinischen Rehabilitation294
3.1 Merkmale und Grundlagen der medizinischen Rehabilitation294
3.1.1 Abgrenzung und Beziehung von rehabilitativer und kurativer Versorgung294
3.1.2 Die normative Rolle der ICF und der UN-Behindertenkonvention296
3.1.3 Praktische Konsequenzen fu¨r die Durchfu¨hrung der Rehabilitation298
3.2 Die nationalen Rahmenbedingungen der Rehabilitation302
3.2.1 Die Organisation der Rehabilitation und ihre aktuelle Finanzierung in Deutschland302
3.2.2 Die Versorgungsstruktur der Rehabilitation in der Schweiz309
4 Die aktivierende Rolle der Geriatrie und der Alterspflege312
4.1 Der speziell komplexe Versorgungsbedarf der «geriatrischen Patienten»312
4.2 Die Konsequenzen fu¨r eine bedarfsgerechte geriatrische Versorgung315
4.2.1 Die Konsequenzen fu¨r die akutgeriatrische Versorgung315
4.2.2 Die Konsequenzen fu¨r die geriatrisch-rehabilitative Versorgung317
4.2.3 Die u¨bergeordneten versorgungsstrukturellen Konsequenzen320
4.3 Die Konsequenzen fu¨r eine ressourcenorientierte Altenpflege325
Literatur328
Teil III - Die Konsequenzen fu¨r die Integration der Versorgung334
1 Die sektorenu¨bergreifend integrierte Versorgung336
2 Praktische Voraussetzungen der Versorgungs integration342
2.1 Die organisatorischen Voraussetzungen342
2.1.1 Das sektorenu¨bergreifende Versorgungsmanagement342
2.1.2 Die intersektoralen Behandlungspfade344
2.2 Die informatorischen Voraussetzungen346
2.3.1 Der Bedarf an soliden E-Health-Lösungen und ihre Grenzen346
2.2.2 Die E-Health-Strategie in der Schweiz347
2.2.3 Bedingungen fu¨r die Umsetzung349
2.4 Die ökonomischen Voraussetzungen am Beispiel der deutschen Integrationsverträge352
3 Die Versorgungsintegration durch «Selektivverträge» in Deutschland358
3.1 Einleitung und Überblick358
3.1.1 Der spezifische Problemhintergrund358
3.1.2 Die u¨bergeordneten rechtlichen Rahmenbedingungen360
3.2 Die praktische Bedeutung der «Integrierten Versorgung»364
3.2.1 Die spezifischen Rahmenbedingungen364
3.2.2 Die Erfahrungen mit der Anschubfinanzierung365
3.2.3 Die Konsequenzen fu¨r die neuen Integrationsverträge369
3.3 Die praktische Bedeutung der hausarztzentrierten Versorgung372
3.3.1 Die spezifischen Rahmenbedingungen372
3.3.2 Bisherige Erfahrungen mit Hausarztverträgen und ihre neue Restriktion374
3.4 Die praktische Bedeutung der Ärztenetze377
3.5 Die praktische Bedeutung der Disease-Management-Programme382
3.5.1 Die spezifischen Rahmenbedingungen382
3.5.2 Implementierung und bisherige Erfahrungen385
3.6 Gesamtbewertung und Ausblick388
4 Die Versorgungsintegration durch «Managed Care» in der Schweiz394
4.1 Der Begriff Managed Care und seine Operationalisierung394
4.2 Die zwiespältigen Erfahrungen mit Managed Care in der Schweiz396
4.2.1 Die Erfahrungen mit dem Fallmanagement der Versicherer396
4.2.2 Die aktuelle Dominanz «unechter» Managed-Care-Modelle398
4.2.3 Die «echten» Managed-Care-Modelle und ihre Schwachstellen400
4.3 Die Ablehnung von Managed Care als Regelversorgung403
4.3.1 Die parlamentarisch beschlossene Managed-Care-Reform und ihr Hintergrund403
4.3.2 Die Argumente fu¨r und gegen die Managed-Care-Reform404
4.3.3 Das Referendum gegen die Reform und die negative Volksabstimmung406
5 Die Versorgungsintegration im Rahmen des DRG-Systems410
5.1 Rahmenbedingungen und Hintergru¨nde410
5.1.1 Das aktuelle DRG-System in Deutschland und der Schweiz410
5.1.2 Die befu¨rchteten des integrierenden Auswirkungen der DRGs411
5.1.3 Die bisherigen versorgungsstrukturellen Auswirkungen der DRGs413
5.2 Das DRG-System als «Treiber» einer sektorenu¨bergreifenden Versorgung417
5.2.1 Die plausiblen integrationsfördernden Effekte der DRGs417
5.2.2 Die strategische Konsequenz: Vom Entlassungs- zum Versorgungsmanagement420
Literatur424
Teil IV - Die Konsequenzen fu¨r ausgewählte Volkskrankheiten434
1 Die bedarfsgerechte Versorgung bei koronarer Herzkrankheit436
1.1 Die epidemiologischen Grundlagen436
1.2 Das grundlegende WHO-Modell und seine versorgungsstrukturellen Konsequenzen438
1.3 Der Behandlungspfad fu¨r eine sektorenu¨bergreifende Versorgung441
2 Die bedarfsgerechte Versorgung nach akutem Schlaganfall446
2.1 Die epidemiologischen Grundlagen446
2.2 Die spezifischen Module einer bedarfsgerechten Akutversorgung450
2.3 Die spezifischen Module einer bedarfsgerechten Rehabilitation454
2.3.1 Die neurologische Fru¨hrehabilitation454
2.3.2 Die weiterfu¨hrende Rehabilitation und die u¨brige Versorgung455
2.4 Der entsprechende Behandlungspfad fu¨r eine sektorenu¨bergreifende Versorgung458
3 Die spezifische Bedeutung der Muskel-Skelett-Krankheiten464
3.1 Die spezifische Krankheitslast und ihre Entwicklung464
3.1.1 Die Krankheitsgruppe der Muskel-Skelett-Erkrankungen464
3.1.2 Die Verbreitung der häufigsten Krankheiten465
3.1.3 Die gesellschaftlichen Krankheitsfolgen und ihre Entwicklung468
3.2 Die krankheitsspezifischen Ursachen, Folgen und Präventionspotenziale469
3.2.1 Die Arthrose als degenerative Gelenkerkrankung469
3.2.2 Die degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen471
3.2.3 Die entzu¨ndlich-rheumatischen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen472
3.2.4 Die Osteoporose473
3.2.5 Die altersbedingten Stu¨rze und Frakturen475
3.2.6 Die Fibromyalgie und die chronifizierten muskuloskelettalen Schmerzen476
3.3 Das krankheitsu¨bergreifende Präventionspotenzial477
4 Die therapeutischen Grundlagen fu¨r die muskuloskelettale Versorgung480
4.1 Die Therapie bei Arthrose480
4.1.1 Die gesamt therapeutischen Möglichkeiten und ihre Grenzen480
4.1.2 Die spezifischen Möglichkeiten und Grenzen der Endoprothetik482
4.1.3 Die aktuelle endoprothetische Versorgung in Deutschland und in der Schweiz484
4.2 Die Therapie bei Oberschenkelhalsfraktur487
4.3 Die Therapie bei Osteoporose488
4.4 Die Therapie bei entzu¨ndlichen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen490
4.5 Die Therapie bei Bandscheibenvorfall493
4.6 Die Therapie bei Fibromyalgie494
5 Das Netzwerk fu¨r die bedarfsgerechte muskuloskelettale Versorgung498
5.1 Zwei praktische Beispiele als Einleitung498
5.2 Das aufgabenteilig orientierte Netzwerk499
5.2.1 Die beteiligten Versorgungsmodule und der Behandlungspfad499
5.2.2 Die Module der Diagnostik, Akutbehandlung und postoperativen Nachbehandlung499
5.2.3 Die Module der Rehabilitation und ambulanten Nachsorge501
5.3 Die modulspezifischen Therapieelemente, Indikations- und Triagekriterien502
5.3.1 Die Aufgaben und Kriterien der Akutbehandlung503
5.3.2 Die Aufgaben und Kriterien der postakuten Nachbehandlung504
5.3.3 Die Aufgaben und Kriterien der Fru¨hrehabilitation506
5.3.4 Die Aufgaben und Kriterien der weiterfu¨hrenden Rehabilitation507
5.3.5 Die spezifischen Kriterien der stationären Rehabilitation510
5.3.6 Die spezifischen Kriterien der ambulanten Rehabilitation511
5.3.7 Die Aufgaben und Kriterien der ambulanten Nachsorge513
5.4 Die sektorenu¨bergreifende Leistungsvernetzung513
Literatur516
Teil V - Die bedarfsgerechte Versorgung bei Demenz522
1 Die epidemiologischen Grundlagen524
1.1 Die Krankheitsbilder der Demenz524
1.2 Die zunehmende Ausbreitung der Demenz und die damit verbundenen Kosten526
1.2.1 Die globale Ausbreitung und die weltweiten Kosten526
1.2.2 Die Ausbreitung und die Kostenbelastung in Deutschland527
1.2.3 Die Ausbreitung und die Kostenbelastung in der Schweiz529
1.3 Der aktuelle Stand der Demenzforschung und seine praktischen Konsequenzen529
1.4 Die Risikofaktoren und das Präventionspotenzial einer Demenz534
2 Die Anforderungen an die medizinische Versorgung538
2.1 Die Fru¨hdiagnose, ihre Herausforderungen und deren Konsequenzen538
2.2 Die therapiebezogene Versorgung, ihre Herausforderungen und deren Konsequenzen540
2.2.1 Die medikamentösen Therapiemöglichkeiten und ihre Anforderungen541
2.2.2 Die nicht medikamentösen Therapiemöglichkeiten und ihre Anforderungen541
2.2.3 Die betreffenden Versorgungsdefizite in den deutschen Krankenhäusern543
2.3 Die rehabilitative Versorgung, ihre Herausforderungen und deren Konsequenzen546
2.4 Die praktisch-strategischen Schlussfolgerungen aus diesem Kapitel548
3 Die Anforderungen an die pflegerische Betreuung550
3.1 Der Status quo der pflegerischen Versorgung550
3.1.1 Die chronische Belastung von Angehörigen und ihre Konsequenzen550
3.1.2 Die Gesamtbewertung der Ist-Situation und ihre Konsequenzen551
3.2 Die bedarfsgerechte pflegerische Versorgung553
3.2.1 Die Herausforderungen der ku¨nftigen Versorgung und ihre Konsequenzen553
3.2.2 Die fu¨r Demenzkranke unattraktive Pflege in den konventionellen Heimen553
3.2.3 Die Wohngemeinschaften fu¨r Demenzkranke als Alternative zur Heimpflege555
3.3 Die Konsequenzen einer bedarfsgerechten pflegerischen Versorgung556
3.3.1 Die pragmatischen Konsequenzen einer bedarfsgerechten Demenzpflege556
3.3.2 Das Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung und seine Ziele557
3.3.3 Die Konsequenzen der sozialen Integration und Teilhabe der Betroffenen559
3.4 Die nationalen Aktionspläne fu¨r eine koordinierte Demenzversorgung562
Literatur564
Teil VI - Die bedarfsgerechte Versorgung am Lebensende570
1 Der aktuelle Hintergrund572
1.1 Die zwiespältigen Bedu¨rfnisse von Menschen in der letzten Lebensphase572
1.1.1 Die zehn empirisch fundierten Elemente eines «guten Sterbens»572
1.1.2 Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit575
1.2 Die aktuellen Einstellungen in der deutschen Bevölkerung zum Sterben578
2 Die palliativmedizinische Versorgung und ihre aktuellen Rahmenbedingungen582
2.1 Die Besonderheiten dieses Versorgungsbereichs582
2.1.1 Begriffsbestimmung, Zielsetzung und wesentliche Elemente der Versorgung582
2.1.2 Der wachsende Versorgungsbedarf und seine Hintergru¨nde584
2.1.3 Die praktischen Anforderungen an die Versorgung586
2.2 Die Versorgungslage und ihr Verbesserungspotenzial in Deutschland588
2.2.1 Die u¨bergeordneten Aussagen zur Ist-Situation in der Palliativversorgung588
2.2.2 Die spezialisierte stationäre und ambulante Palliativversorgung590
2.2.3 Die palliativmedizinische Basisversorgung593
2.3 Die Versorgungslage und ihr Verbesserungspotenzial in der Schweiz595
2.3.1 Der politisch anerkannte Handlungsbedarf bei der Palliative Care595
2.3.2 Spezifische Aussagen zur aktuellen Versorgungslage597
2.3.3 Die «Nationale Strategie Palliative Care» und ihre bisherigen Konsequenzen601
3 Die kontroverse Beihilfe zu einem selbstbestimmten Sterben604
3.1 Der normative Bezugsrahmen des Autors605
3.2 Die Praxis der Suizidbeihilfe in der Schweiz606
3.2.1 Die rechtlichen Rahmenbedingungen und das aktuelle Ausmaß606
3.2.2 Die möglichen psychischen Folgebelastungen fu¨r beteiligte Angehörige608
3.2.3 Die aktuelle Kontroverse u¨ber die Suizidbeihilfe bei Menschen ohne tödliche Krankheit609
3.3 Die aktuelle Kontroverse um die Suizidbeihilfe in Deutschland611
3.3.1 Die Hintergru¨nde der Kontroverse und die sich widersprechenden Argumente611
3.3.2 Die Klarstellung zu den niederländischen «Fehlentwicklungen»615
3.4 Die Schlussfolgerungen und ihre patientenorientierten Konsequenzen aus ethischer Sicht617
4 Die psychosoziale Begleitung in der terminalen Phase620
4.1 Der individuelle Bedarf von Sterbenden an Unterstu¨tzung und Begleitung620
4.1.1 Die besonders belastenden Symptome, deren Multidimensionalität und ihre Konsequenzen620
4.1.2 Die Bedeutung der Krankheitsbewältigung und ihre Konsequenzen621
4.1.3 Die Bedeutung der «Trauerarbeit» des Sterbenden und ihre Konsequenzen622
4.2 Der familiäre Bedarf an Unterstu¨tzung und Begleitung624
4.2.1 Die Entlastung und die Belastung eines Sterbenden durch seine Familie624
4.2.2 Der familienzentrierte Interventionsansatz und seine Konsequenzen625
4.2.3 Die Bedeutung der «Trauerarbeit» der Angehörigen und ihre Konsequenzen626
4.3 Die notwendige Ausweitung der ehrenamtlichen Sterbebegleitung628
Literatur630
Über den Autor636
Sachwortverzeichnis638

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