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Analyse des Verhältnisses zwischen Erasmus von Rotterdam und Martin Luther anhand von Briefwechseln

AutorPhilip Beihofer
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl19 Seiten
ISBN9783640360994
FormatPDF/ePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis12,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Hausarbeit wird sich damit beschäftigen, wie sich das Verhältnis zwischen Erasmus von Rotterdam und Martin Luther gestaltete. Erasmus war der bedeutenste europäische Humanist der damaligen Zeit. Er war weiterhin eine der wichtigsten Instanzen in Sachen Glaubensfragen. Damit war Erasmus sowohl für die Reformer, als auch für die Anhänger der alten kirchlichen Ordnung ein elementar wichtiger Ansprechpartner. Es sind daher viele Briefwechsel mit den verschiedensten Persönlichkeiten der damaligen Zeit von ihm geführt worden. Die meisten Korrespondenzen davon sind glücklicherweise auch erhalten geblieben. Die Quellenlage ist somit als sehr gut zu bezeichnen. Die Tatsache, dass Erasmus ständig versuchte eine gewisse Neutralität zu wahren, um so bei der Lutherfrage eine Art Vermittlerrolle zwischen den Reformern und den Anhängern der alten kirchlichen Ordnung einzunehmen, wird sich wie ein roter Faden durch die gesamte Ausarbeitung ziehen. Jedoch ist hier anzumerken, dass es hierzu in der Forschung zwei entgegengesetzte Tendenzen gibt. So ist beispielsweise Paul Kalkoff ein Verfechter der These, dass Erasmus ganz bewusst diese neutrale Rolle einnahm, während ihm Johan Huizinga entgegenhält, dass Erasmus von ihm 'zu Unrecht als eine psychologische Einheit' betrachtet werde. Erasmus hatte es jedoch ganz und gar nicht leicht, seine neutrale Rolle zu wahren. Ständige Versuche der beiden konkurrierenden Seiten ihn zu einer klaren Stellungsnahme zu bewegen, mussten stets von ihm geschickt umkurvt werden. Erasmus begrüßte durchaus relativ viele von Luthers Ideen, die schließlich häufig an das humanistische Gedankengut anknüpften. Jedoch war ihm dessen Vorgehen fast grundsätzlich zu radikal. Erasmus war an einer langsamen Verbesserung der Verhältnisse durch eine Humanisierung der Erziehung interessiert. Zuletzt ist einleitend anzumerken, dass zwar sehr viele wissenschaftliche Publikationen über das Verhältnis zwischen Erasmus und Luther angefertigt wurden, diese aber oftmals einen religiös wertenden Standpunkt einnehmen. So weist beispielsweise Heinz Holeczek darauf hin, dass viele Katholiken Erasmus vorwerfen, er habe 'das Ei gelegt, welches Luther ausbrütete' . Die Protestanten hingegen hätten 'in ihrer Substanz alles aus seinen Schriften erlernt' , und Erasmus trotzdem angegriffen, da dieser kein loyaler Anhänger der Reformation gewesen sei.

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