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Analysen zu den Strukturanpassungsprogrammen von IWF und Weltbank

eBook Analysen zu den Strukturanpassungsprogrammen von IWF und Weltbank Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2015
Seitenanzahl
112
Seiten
ISBN
9783832493325
Format
PDF
Kopierschutz
kein Kopierschutz
DRM
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
58,00
EUR

Inhaltsangabe:Einleitung:
Der Internationale Währungsfond sowie die Weltbank, die seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts eng zusammen arbeiten, sahen sich vor allem im Rahmen der Ostasienkrise der Jahre 1997 und 1998 mit einer massiven internationalen Beanstandung ihrer Tätigkeiten konfrontiert. Laut Kritikern wie Joseph Stiglitz, Jörg Huffschmid und anderen haben diese Institutionen nicht nur an der Entstehung der Krise mitgewirkt, sondern durch die Strukturanpassung während der Krise die Lage für die betroffenen Länder verschlechtert und damit zugleich der gesamten Weltwirtschaft geschadet.
Da selbst der Internationale Währungsfond mittlerweile anerkannt hat, dass einige seiner wirtschaftspolitischen Diktate während der Krise ihr Ziel verfehlt haben und eine übereilte Liberalisierung und Deregulierung von Kapital- und Finanzmärkten ernste Gefahren bergen, macht es Sinn, die kritische Perspektive zu Verfolgen und diese bei der Analyse der Strukturanpassungsprogramme in Ostasien in den Mittelpunkt zu rücken. Damit man die Probleme im Kontext der Strukturanpassungsprogramme auch tatsächlich heraus arbeiten kann, ist es notwendig, die Ursachen der Ostasienkrise zu beleuchten. Eine bloße Analyse der Strukturanpassung könnte nicht hinreichend erklären, wieso bestimmte Fehler während der Krise gemacht wurden.
Diese Erkenntnis soll sich im Verlauf der Arbeit entwickeln. Es geht also um die Frage, inwiefern die wirtschaftspolitische Praxis der beiden Institutionen den Krisenländern in ihrer ökonomischen und sozialen Entwicklung vor und während der Krise geholfen oder geschadet hat.
Das zweite Kapitel gibt Auskunft über die Entstehungsgeschichte des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank. Dabei geht es im wesentlichen um den Wandel der Ideologie und der Tätigkeitsbereiche, um den strukturellen Aufbau dieser Institutionen und ihre Symbiose im Laufe der Zeit. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem „Konsens von Washington“ und folglich mit dem Aufbau der Strukturanpassungsprogramme bzw. deren allgemeine Wirkungen für eine Volkswirtschaft.
Da die Ostasienkrise sehr häufig als Finanzkrise definiert wird, offenbart das vierte Kapitel die Gründe für Finanzkrisen der jüngeren Geschichte und zeigt deren Gemeinsamkeiten auf. Im fünften Kapitel werden die Wirkungsweisen des ideologischen Wandels, der Ursachen für jüngere Finanzkrisen und der Strukturanpassungsprogramme auf Ostasien projiziert.
Es soll zum einen gezeigt werden, inwiefern der Internationale Währungsfond und die Weltbank die Krise mit zu verantworten haben, zur Verschärfung derselben beitrugen und welche ökonomischen und sozialen Konsequenzen durch die von ihnen betriebene Politik für die betroffenen Länder und die Weltwirtschaft dadurch entstanden. Zum anderen sollen die Beweggründe für die vollzogene Wirtschaftspolitik erarbeitet werden. Abschließend werden alternative Konzepte bezüglich der Strukturanpassungsprogramme dargestellt, die in bestimmten Ländern Ostasiens angewendet wurden.
Das sechste Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, ob der Internationale Währungsfond und die Weltbank aus den Ereignissen im Rahmen der Ostasienkrise gelernt haben. Zunächst soll dies am Beispiel der Strukturanpassungsprogramme des Jahres 1998 in Ostasien erfolgen. Anschließend wird auf die Milleniums Deklaration der Vereinten Nationen und die neuen Strukturanpassungsprogramme, die seit der Ostasienkrise „Programme zur Förderung des Wachstums und zur Verminderung der Armut” genannt werden, verwiesen. Damit man sich ein Bild über den scheinbaren wirtschaftspolitischen Wandel nach der Ostasienkrise machen kann, wird dann das Krisenmanagment des Internationalen Währungsfond und der Weltbank anhand der Argentinienkrise untersucht.
Das siebte Kapitel beinhaltet Reformvorschläge, die sich auf eine geeignetere Integration der Entwicklungsländer in die internationalen Kapital- und Finanzmärkte bezieht und zugleich einen Vorschlag für eine sinnvolle Reformierung des Internationalen Währungsfond liefert.
Das letzte Kapitel setzt sich noch einmal kritisch mit den Erfahrungen der Ostasien- und Argentinienkrise auseinander.

Inhaltsverzeichnis:
1.Vorwort1
2.Die Entwicklungsgeschichte des IWF und der Weltbank: Gründung, Aufgaben, Ziele und weltpolitische Bedeutung3
2.1Der wirtschaftspolitische Rahmen sowie die Tätigkeitsfelder von IWF und Weltbank im Wandel7
2.2Die „Symbiose“ von IWF und Weltbank9
3.Der Konsens von Washington- die Strukturanpassungsprogramme11
3.1Das Konzept der Strukturanpassungsprogramme12
4.Die Deregulierung sowie Liberalisierung als Motor für Finanzkrisen?!14
4.1Die Entstehung der internationalen Finanzmärkte in ihrer heutigen Form15
4.2Die Ursachen für Finanzkrisen in einem neoliberalen Kontext16
4.2.1Die Vergabe von Krediten17
4.2.2Die Hochkonjunktur als Ursache für Finanzkrisen19
4.2.3Mangelnde Investitionen und sinkende Gesamtnachfrage21
5.Die Ostasienkrise- Der IWF als Ursache und Motor der Krise?!23
5.1Die ökonomische Lage in den Ländern Ostasiens vor dem massiven wirtschaftspolitischen Einfluss des IWF23
5.2Die Vorläufer der Krise- makroökonomische Schwächen oder wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen durch den IWF?26
5.2.1Über die Notwendigkeit von Liberalisierung bzw. Deregulierung der Finanz- und Kapitalmärkte vor der Krise in den betroffenen Ländern Ostasiens28
5.31997 bis 1998- Wirtschaftskrise in Ostasien31
5.3.1Ein Überblick bezüglich der Ereignisse31
5.3.2Der Ablauf der Krise im Rahmen der Liberalisierung bzw. Deregulierung der Finanz- und Kapitalmärkte in Ostasien35
5.3.3Die Krise spitzt sich zu39
5.3.4Der IWF als Retter in der Not?!43
5.3.5Die Aktivitäten des IWF vor und während der Ostasienkrise- kurze Zusammenfassung der Vorläufer und eine genaue Betrachtung der Auflagen des Jahres 199747
5.3.6Beweggründe für die Wirtschaftspolitik des IWF61
5.3.7Die sozialen Konsequenzen der Wirtschaftskrise für Ostasien und mögliche Konsequenzen für die Zukunft Ostasiens und den Rest der Welt66
5.4Der andere Weg- Malaysia, die Volksrepublik China und teilweise Südkorea71
5.5Zwischenfazit76
6.Hat der IWF aus seinen Fehlern gelernt?77
6.1Von den Strukturanpassungsprogrammen zu den Programmen zur Förderung des Wachstums und zur Verminderung der Armut81
6.1.1Die Argentinienkrise84
7.Reformvorschläge bezogen auf den IWF und damit auf die Weltbank sowie die internationale Finanzarchitektur89
8.Schlussbemerkungen93
Literaturverzeichnis99

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