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E-Book

Anmerkungen für Golfreisende

Play it with ease in the breeze ...

AutorEugen Pletsch
VerlagBooks on Demand
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl200 Seiten
ISBN9783744842747
FormatePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,99 EUR
Ein etwas anderer Golf-Ratgeber. "Anmerkungen für Golfreisende" ist eine Reiselektüre für Golfer mit Einsichten und Ansichten, golfphilosophischen Betrachtungen, Glossen und Kommentaren zu aktuellen Golfthemen, die Eugen Pletsch zwischen 2006 und 2016 als Kolumnen veröffentlicht hat. Mit feinem Humor verweist der Autor dabei immer wieder auf das mystische Geheimnis des Golfspiels. Mit 12 Tuschzeichnungen von Klaus Holitzka und zwei Fotos von Oliver Hardt. Sie können in diesem Buch beliebig blättern und lesen, wo es Ihnen gefällt. Der rote Faden, dem Sie immer wieder begegnen werden, besteht aus zwei Gedanken, die weder von mir stammen, noch neu sind: 1. Nur wer sich entspannt und loslässt, wird sein Golfspiel und seinen Golfurlaub wirklich genießen können. 2. Wer erfolgreich Golf spielen möchte, sollte die Gier nach dem Score zumindest im Urlaub zu Hause lassen. Daran werde ich Sie mehrfach erinnern und wenn Sie diese beiden Gedanken verinnerlichen und mit nach Hause nehmen, dann haben Sie etwas für Ihren Urlaub und für Ihr Spiel getan. Der Autor

Eugen Pletsch (geb.1952) lebt als Schriftsteller bei Gießen. Mitte der 1980er Jahre lernt er den Golfsport kennen, den er sofort als seinen DO, als "Übung des Weges", erkennt und seitdem praktiziert. Seine 'Golfnotizen' (mit mittlerweile Hunderten von Texten rund um das Golfspiel) erschienen 1998 als erster regelmäßiger Golf-Blog deutscher Sprache. 1995 schrieb er den Bestseller "Der Weg der weißen Kugel", der ab 2005 bei KOSMOS veröffentlich wurde, 2007 gefolgt von "Golf Gaga". 2008 startet Eugen Pletsch einen Selbstversuch, um als Golfer "Endlich einstellig" zu werden. Das gleichnamige Buch erschien 2009, gefolgt von "Achtung Golfer!" (2013), alle im KOSMOS-Verlag, Stuttgart und "Banalanga" (2013) bei MAM, Hochheim. Satiren, skurrile Geschichten und ungeschminkte Kommentare zur Entwicklung des Golfsports in Deutschland machten Eugen Pletsch in der Golfszene bekannt. Sein Internetportal www.cybergolf.de gilt als humorvoll-kritische Alternative zu den etablierten Golfseiten im Internet. Der Autor ist auch bei Lesungen und "Live-Auftritten" zu erleben.

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Leseprobe

Längere Drives?


Seit mehr als dreißig Jahren spiele ich Golf und in jedem Jahr behauptet die Golfindustrie, dass der neue Driver leichter spielbar wäre und der Ball zehn Meter länger fliegt. Eigentlich müsste ich das Grün eines Par 4 längst mit einem Schlag erreichen können. Dem ist aber nicht so. Tatsächlich ist mein Drive nur unwesentlich länger als vor zehn Jahren und die neueste Schlägertechnik kompensiert gerade mal die altersbedingten Einbußen an Ballfluglänge. Die klügste Antwort auf die Frage, wie ich meine Drive-Länge tatsächlich erhöhen könnte, kam von einem Clubfitter, der sich gewöhnlich um die Ausrüstung von Tour-Spielern kümmert: »Machen Sie Yoga«, empfahl er mir, »oder wenigstens intensives Stretching. Damit erhöhen Sie Ihre Flexibilität.« Er verwies auf Vijay Singh, einem der körperlich flexibelsten Spieler auf der Tour, auch wenn er langsam in die Jahre kommt.

Das erinnert mich an ein Gespräch, das ich vor einigen Jahren mit Nick Faldo führte. Auf die Frage, wie er sich fit hält, erzählte er mir, dass er mit dem Thera-Band arbeite. Diese farbigen Gummibänder sind sozusagen die kleinsten, mobilen Fitness-Center der Welt. Ein ideales Hilfsmittel, um auf Reisen zu trainieren. In vielen Hotels gibt es einen Fitnessraum. Nutzen Sie das Laufband für Ihr Ausdauertraining, aber wichtiger für ein verletzungsfreies Golfspiel sind die vielfältigen Angebote von Yoga, Qi Gong, Stretching, Feldenkrais und Rückenschule. Die helfen Ihnen, sich fit zu machen.

Noch ein Wort an die Damen: Falls es Ihrem Mann bisher schwer fiel, sich einer Yoga-Gruppe anzuschließen, dann bitten Sie Ihren Pro, seinen Durchschwung auf Video aufzuzeichnen. Ihr Mann wird bei dem Anblick zusammenzucken und sofort bereit sein, alles zu tun, um seine Flexibilität im Durchschwung zu erhöhen. Die allgemeine Verbesserung seiner Fitness sowie bisher unbekannte enorme Drive-Längen generieren dann jene »Glückshormone«, die Ihren Urlaub unvergesslich werden lassen.

Neue Schläger?


Falls Sie über die Anschaffung neuer Golfschläger nachdenken, sollten Sie beachten, dass Sie nicht kosmetisch optimierte Trendmode kaufen, sondern Schläger, die zu Ihnen passen.

Bei dieser Entscheidung sind Golfzeitschriften keine große Hilfe, denn »getestet« wird auf zweierlei Art: Entweder schlägt ein Team selbsternannter Golfexperten eine Menge Bälle und macht sich Notizen, wobei mittels »Launch Monitor« noch ein paar Zahlen ermittelt werden. Oder es kommt ein Golf-Roboter zum Einsatz, der alle Schläger mit dem gleichen Schwung schlägt. Damit erhofft man sich neutrale Aussagen zu ermitteln, aber mal ehrlich: Was hat so ein Roboter mit unserem Schwung zu tun? Es kann Ihnen auch keiner dieser Golfexperten wirklich sagen, wie Sie mit diesem oder jenem Schläger spielen werden, geschweige denn, ob die Fertigung den technischen Vorgaben entspricht, die im Prospekt gemacht werden. Manche Fachleute haben daran nämlich starke Zweifel.

Welche Schläger zu Ihnen passen, können nur Sie selbst rausfinden. Wichtiger als Längenvergleiche eines Roboters ist zum Beispiel die Frage, ob Ihnen der Klang eines Drivers angenehm ist. Vermittelt das Fairway-Holz genug Vertrauen, damit Sie auch in schlechten Lagen gut treffen werden? Manche Schläger, die auf den ersten Blick nicht besonders beeindrucken, haben einen Schaft, der für Sie optimal »kickt«. Das ist es, was Sie suchen! Nehmen Sie einen Testschläger mit auf die Runde, anstatt nur Bälle auf der Range zu schlagen. Mein Tipp, wenn Sie eine Neuanschaffung planen: Zuerst eine Analyse Ihres Schwungs mit dem Launch Monitor. Der ermittelt Ihre Schlägerkopfgeschwindigkeit und ist Grundlage für die Entscheidung, welcher Schaft für Sie in Frage kommt. Dann wählen Sie einen Schlägerkopf, der Ihnen subjektiv »gut gefällt« und Vertrauen erweckt. Wenn möglich, sollten Sie mit diesem Demoschläger dann mehr als eine Runde gehen, da die hohen Erwartungen auf der ersten Runde dafür sorgen werden, dass Sie zu schnell schwingen. Lassen Sie sich Zeit. Gehen Sie abends auf den Platz, wenn kein Zeitdruck ist. Wenn das Gefühl und das Ergebnis stimmen, dann kaufen Sie.

Auf dem Putting-Grün


Neben allen anderen Annehmlichkeiten hat der Golf-Urlaub noch einen ganz entscheidenden Vorteil: Sie können in aller Ruhe Putten üben, denn vielen Hotels sind Trainingseinrichtungen angeschlossen, die Sie uneingeschränkt nutzen dürfen. Dabei rollt der Ball häufig anders als man denkt und fällt bisweilen trotzdem ganz unerwartet ins Loch. Das ist erfreulich, aber unser Ziel ist es, beim Putten eine gewisse Konstanz zu erreichen.

Jedes Grün ist verschieden und in Urlaubsregionen oft viel schneller als in Ihrem Heimatclub. Also lassen Sie sich Zeit, stehen Sie bequem und schwingen Sie den Putter durch den Ball zum Loch. In »heißen« Ländern empfehle ich, am frühen Morgen auf die Runde zu gehen, tagsüber zu entspannen, um sich dann, am späten Abend, wenn es kühler wird, in aller Ruhe auf dem Putting-Grün zu tummeln. Bekannte Putt-Gurus, so individuell ihre Lehrmethoden auch sein mögen, sind sich bei folgenden »Basics« grundsätzlich einig:

  • Der Ball sollte senkrecht unter den Augen liegen, die Hände senkrecht unter den Schultern sein.
  • Beide Handflächen zeigen im rechten Winkel zum Ziel, wobei der Ball etwa eine Ballbreite links vom Brustbein positioniert ist.
  • Der Putter-Kopf steht im rechten Winkel zum Ziel. Wichtig ist die Entspannung der Unterarme.
  • Lassen Sie Ihren inneren Krampf los, indem Sie die Augen schließen und fühlen, wie sich Ihre Arme und Hände entspannen.
  • Langsam tief ein- und ausatmen, die Linie sehen und möglichst den Punkt anvisieren, an dem der Ball ins Loch fallen soll.

Entscheidend für das Rollverhalten des Balls ist, ob Sie den Putter auf einer Linie von außen, von innen oder gerade durch den Ball führen. Ist da ein »Break« und wenn ja wie viel?

90 % aller Golfer erkennen nur 40 % des tatsächlichen Breaks, wobei der Körper durch unbewusstes Verkanten des Schlägerblatts diese 40 % manchmal wieder ausgleicht.

Die Grüns sind, je nachdem wie tief sie geschnitten wurden, von Sonne und Wind ausgetrocknet und verschieden schnell, was sich im Lauf eines Tages auch noch ändert. Da ist also viel zu beachten. Trotzdem – Old Tom Morris hätte von unseren heutigen Grüns nur träumen können, wobei schon damals sensationelle Runden gespielt wurden.

Das Geheimnis der Meister: Ein Schlagrhythmus in innerer Balance bei entspannter Konzentration! In der Ruhe liegt der Score und wir alle wissen: Wenn es beim Putten »gut läuft«, rollen die Bälle auf den wundersamsten Pfaden ins Loch.

Der Golfpsychologe und Erfolgsautor Bob Rotella sagt: »Sie treffen den Ball am besten und lochen ihn am häufigsten ein, wenn Sie nur an Ihr Ziel denken.« Tom Watson empfiehlt beim Lesen eines Grüns zu überlegen, wie sich Flüssigkeit verhalten würde, wenn sie auf dem Grün ausgeschüttet wird.

Das klappt nicht immer, aber mit etwas Übung immer öfter. Konzentrieren Sie sich auf kurze Putts! Damit bauen Sie Selbstvertrauen auf. Wenn Sie ernsthafte Probleme mit dem Putten haben, habe ich drei Tipps für Sie:

  1. Tipp: Egal ob Golfanfänger oder fortgeschrittener Spieler – entspannen Sie sich, in dem Sie sich von dem Gedanken lösen, dass jeder Putt »drin sein muss«. Auch Weltklassespieler können nicht alle Bälle lochen; sogar ein Putt-Roboter hat bei drei Metern Entfernung nur 50% Trefferquote.
  2. Tipp: In traditionellen Golfländern sollten Sie möglichst oft einen erfahrenen Caddy buchen. Lassen Sie sich von ihm die Putt-Linien zeigen, lernen Sie und sparen Sie nicht am Trinkgeld!
  3. Tipp: Falls Sie der Ansicht sind, dass nur noch ein neuer Putter Wunder vollbringen kann, dann sollte Ihnen dieser Putter gut liegen – nicht nur in der Hand – sondern auch vom Lie, also dem Anstellwinkel. Der Schaft sollte so stehen, dass Sie bequem putten können, ohne sich selbst allzu sehr zu verbiegen. Den wichtigsten Beitrag zum erfolgreichen Putten können aber nur Sie selbst liefern, indem Sie üben, den Ball entspannt und voller Selbstvertrauen einzulochen.

Golf ist ein Rasenschachspiel!


Die Endrunde der 108. US Open und das darauffolgende Stechen boten einige der spannendsten Momente in der Geschichte des Golfsports.

Tiger Woods, sozusagen direkt aus der Reha-Abteilung eines Krankenhauses kommend, humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht über den Platz und ließ mit seiner Beharrlichkeit und einer faszinierenden Golf-Magie die gesamte Weltklasse hinter sich. Jahrhundert-Golfer Woods hat schon manche exorbitante Vorstellung abgeliefert, aber wie er dieses Turnier spielte, war unfassbar! Kommentator Carlo Knauss meinte, Woods hätte Schläge gespielt, die man eigentlich gar nicht spielen kann, weil es die gar nicht...

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