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Anwendungsfelder der Verkehrspsychologie ( Enzyklopädie der Psychologie : Themenbereich D : Ser. 6 ; Bd. 2)

VerlagHogrefe Verlag Göttingen
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl875 Seiten
ISBN9783840915123
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis158,99 EUR

Verkehr ist eines der frühesten und wichtigsten Anwendungsfelder der Psychologie. Der Band informiert umfassend über die vielfältigen Anwendungen in allen Bereichen der Mobilität. Der Band zeigt, dass die Verkehrspsychologie als genuin interdisziplinäre Wissenschaft zu sehen ist. Entsprechend decken die Beiträge die psychologischen Anwendungen im Ingenieurswesen, in der Medizin sowie in den Rechts- und Sozialwissenschaften ab. Die Beiträge schildern den aktuelle Stand der Forschung und zeigen Perspektiven der künftigen Entwicklung auf.

Themen sind u.a. die vorschulische und schulische Verkehrserziehung, die Fahrausbildung, die Fahreignungsdiagnostik, die verkehrspsychologische Nachschulung und Therapie, rechtliche Aspekte der Verkehrsdelinquenz, der verkehrspsychologische Sachverständige sowie die Eisenbahn-, Luftfahrt- und Schifffahrtpsychologie. 

Aus dem Inhalt: 
- Fahren lernen und Fahrausbildung 
- Verhaltensbeeinflussung durch Sicherheitskommunikation und Verkehrsüberwachung 
- Beruflicher Verkehr und Verkehr als Beruf 
- Interventionsansätze zur Erhöhung der Sicherheit im Berufsverkehr 
- Psychologische Diagnostik der Fahreignung 
- Verkehrspsychologische Nachschulung und Verkehrspsychologische Therapie 
- Qualitätssicherung verkehrspsychologischer Diagnostik und Intervention 
- Psychologische Unfallnachsorge 
- Psychotrope Substanzen im Straßenverkehr 
- Rechtliche und kriminologische Aspekte der Verkehrsdelinquenz 
- Verkehrspsychologische Sachverständige in behördlichen und gerichtlichen Verfahren 
- Verkehrsmedizinische Zugänge zum Verkehrsverhalten 
- Psychologische Forschungsfelder im Verkehrssystem Eisenbahn 
- Psychologie der Luftfahrt 
- Forschungs- und Anwendungsgebiete 
- Psychologie der Schifffahrt Standing

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Kapitelübersicht
  1. Autorenverzeichnis, Vorwort und Inhaltsverzeichnis
  2. Fahren lernen und Fahrausbildung
  3. Verhaltensbeeinflussung durch Sicherheitskommunikation und Verkehrsüberwachung
  4. Vorschulische und schulische Mobilitäts- und Verkehrserziehung
  5. Beruflicher Verkehr und Verkehr als Beruf
  6. Interventionsansätze zur Erhöhung der Sicherheit im Berufsverkehr
  7. Psychologische Diagnostik der Fahreignung
  8. Verkehrspsychologische Nachschulung und Verkehrspsychologische Therapie
  9. Qualitätssicherung verkehrspsychologischer Diagnostik und Intervention
  10. Psychologische Unfallnachsorge
  11. Psychotrope Substanzen im Straßenverkehr
  12. Rechtliche und kriminologische Aspekte der Verkehrsdelinquenz
  13. Verkehrspsychologische Sachverständige in behördlichen und gerichtlichen Verfahren
  14. Verkehrsmedizinische Zugänge zum Verkehrsverhalten
  15. Gesellschaftliche und politische Aufgaben der Verkehrspsychologie
  16. Die Entstehung der Verkehrspsychologie unter besonderer Berücksichtigung der Eisenbahnpsychologie
  17. Psychologie des Eisenbahnverkehrs
  18. Psychologie der Luftfahrt - Forschungs- und Anwendungsgebiete
  19. Psychologie der Schifffahrt
  20. Autoren- und Sachregister
Leseprobe

9. Kapitel (S. 393-394)
Psychologische Unfallnachsorge
Wilfried Echterhoff

1 Einleitung
Durch Unfälle können daran beteiligte Menschen in psychische Ausnahmesituationen geraten. Sie können an die Grenzen ihres Daseins stoßen und in eindringlicher Weise Vergänglichkeit, Vernichtung, Angst, Einsamkeit und Fragen der Sinnhaftigkeit der Existenz erleben. In Grenzsituationen können sich gemäß der Existenzphilosophie von Jaspers (1973a, 1973b, 1973c, 1973d) Leiden, Kampf, Schuld und Tod offenbaren. Wenn Menschen den damit verbundenen fundamentalen existenziellen Anforderungen nicht gerecht werden können, sind pathologische Folgen möglich. Die Existenzphilosophie von Jaspers sieht diese Störung im Zusammenhang mit einem nicht vollzogenen Austausch mit der Welt und mit einem blockierten Bezug zu sich selbst. Mobilität und Verkehr stellen einen der wenigen Lebensbereiche des Menschen dar, in dem er unvorhergesehen und plötzlich durch hohe Energieeinwirkungen schwere Schäden erleiden kann, die die Existenz bedrohen. Hierdurch können sich unvermittelt Fragen aufdrängen, die Frankl (2002) aus Zwängen und aus elementaren Erfahrungen in Konzentrationslagern in die therapeutischen Ansätze seiner Logotherapie konvertiert. In den letzten Jahren wurden existenzielle Ansätze u. a. durch das Konzept der komplizierten Trauer (Znoj, 2004) wieder aufgegriffen. Durch die massive Einwirkung eines Extremereignisses kann der psychische Zustand eines Menschen so stark geschädigt werden, dass vorübergehende oder dauerhafte psychische Krankheiten entstehen können. Psychische Schädigungen nach Extremereignissen im Bereich Mobilität und Verkehr stellen fachlich keine Sonderform dar. Lediglich die Art und Weise der Entstehung von Extremereignissen und die der Organisationsmöglichkeiten nach Extremereignissen können spezifisch für den Bereich Mobilität und Verkehr sein. Krankheiten (z. B. Herzinfarkt während des Autofahrens) oder durch Fehlinterpretationen (z. B. Todesangst vor dem vermeintlichen Absturz des eigenen Flugzeugs) innerhalb eines Individuums (internal) ausgelöst werden und somit für den Betroffenen ein Extremerlebnis darstellen. Möglicherweise eintretende psychische Beschwerden nach Extremereignissen zeigen sich unter anderem in folgenden Äußerungen oder Zuständen: „Warum gerade ich?“, „Wie konnte das passieren?“, „Warum gerade an dieser Stelle?“, „Ich werde verrückt!“, „Immer diese Bilder!“, „Niemals werde ich damit fertig“, „Ich werde alles verlieren“. Hinzu kommen je nach Art des Unglücks und des kulturellen Hintergrunds Probleme, die z. B. durch die Verletzung der Ehre, des Schamgefühls und durch die Verursachung von Ekel und Schuld entstehen. Besonders schwierig wird die Lage von unfallbeteiligten Menschen, sofern sie eine schwerwiegende körperliche Verletzung erlitten haben und denen schwerwiegende privat- oder strafrechtliche Folgen drohen.

Eine historische Aufarbeitung von psychischen Beeinträchtigungen durch Extremereignisse findet sich bei Saigh (1995a), der u. a. über psychische Störungen (Schlafstörungen, massive Ängste, sich aufdrängende bildhafte Erinnerungen) nach einem Großbrand in London im Jahr 1666, nach Unfällen und von kriegsbedingten Psychotraumata (sie seien gelegentlich als Schreckneurose bezeichnet worden) berichtet. In seinem historisch angelegten Teil schreibt Saigh (1995a), dass seiner Ansicht nach bereits im letzten Jahrhundert Folgendes deutlich wurde: „Insgesamt gesehen ist unverkennbar, dass traumatisierte Menschen häufig unter weitreichenden und langanhaltenden emotionalen Problemen leiden“ (S. 11 ff.). Mit Beginn der Industrialisierung und der damit verbundenen Einführung von motorgetriebenen Straßenfahrzeugen und Großfahrzeugen verstärkte sich die Unfallproblematik in der Gesellschaft. Vor allem die Verbreitung des Eisenbahnsystems bereitete oft Sorgen (Echterhoff &, Spoerer, 1991, 11 ff.). Die derzeitige Situation beschreiben Maag, Schmitz und Fröschl (in diesem Band). Die erste fachliche Publikation über psychische Probleme nach einem Verkehrsunfall ist möglicherweise das Buch von Erichsen (1866), der über Erinnerungsverluste, Schlafprobleme und Albträume von Patienten berichtet. Vor allem die empirischen Forschungsarbeiten über Opfer in anderen Bereichen (z. B. Kriminalität, Kriege, Naturkatastrophen) und die Initiativen zur Krisenintervention lieferten gute Voraussetzungen für eine breite Umsetzung psychologischer Unfallnachsorge im Bereich Mobilität und Verkehr seit Mitte der 1990er Jahre in die Praxis.

Inhaltsverzeichnis
Autorenverzeichnis6
Vorwort10
Inhaltsverzeichnis12
Fahren lernen und Fahrausbildung30
1 Einleitung: Risiken am Beginn einer Fahrkarriere30
2 Fahren lernen33
2.1 Psychologische Grundlagen des Anfängerrisikos33
2.2 Psychologische Grundlagen des Jugendlichkeitsrisikos38
2.3 Anforderungen an die Fahrausbildung aus instruktionspsychologischer Sicht41
3 Konzepte der Fahrausbildung im internationalen Vergleich45
3.1 Fahrausbildung vor dem Fahrerlaubniserwerb46
3.2 Aufbauschulungen nach dem Fahrerlaubniserwerb52
3.3 Sicherheitswirksamkeit der formalen Fahrausbildung60
3.4 Verlängerte fahrpraktische Vorbereitung63
3.5 Computergestütztes Lernen und Fahrsimulation68
4 Fahrausbildung in Deutschland72
4.1 Regelungsgrundlagen73
4.2 Entwicklungsetappen74
4.3 Fahrpraktische Ausbildung81
4.4 Entwicklung des Fahrlehrerberufs83
4.5 Fahrprüfung84
4.6 Wirksamkeit85
4.7 Ansätze zur Weiterentwicklung87
5 Fazit und Perspektiven der Fahrausbildung94
Literatur96
Verhaltensbeeinflussung durch Sicherheitskommunikation und Verkehrsüberwachung110
1 Sicherheitskommunikation und Verkehrsüberwachung im Umfeld anderer Verkehrssicherheitsmaßnahmen110
1.1 Einführung110
1.2 Theoretische Vorüberlegungen112
2 Sicherheitskommunikation113
2.1 Entwicklungslinien114
2.2 Neuere Beiträge der Verkehrspsychologie zur Maßnahmenentwicklung119
2.3 Zur Evaluation von Kommunikationsmaßnahmen128
3 Polizeiliche Überwachung136
3.1 Das Wirkprinzip der Abschreckung137
3.2 Theorien der Abschreckung139
3.3 Wirkung von Sicherheitskommunikation und -kampagnen im Kontext polizeilicher Überwachung140
3.4 Zur Evaluation polizeilicher Überwachungsmaßnahmen im Straßenverkehr143
4 Zusammenfassung146
Literatur147
Vorschulische und schulische Mobilitäts- und Verkehrserziehung156
1 Einleitung156
2 Die Entwicklung der Mobilitäts- und Verkehrserziehung: Geschichtlicher Rückblick157
2.1 Schulische Mobilitäts- und Verkehrserziehung158
2.2 Vorschulische Mobilitäts- und Verkehrserziehung164
2.3 Mobilitäts- und verkehrspädagogische Forschung166
3 Vorschulische mobilitäts- und verkehrspädagogische Ansätze168
3.1 Familiäre Mobilitäts- und Verkehrserziehung168
3.2 Mobilitäts- und Verkehrserziehung im Kindergarten169
4 Schulische Mobilitäts- und Verkehrserziehung170
4.1 Ziele, Inhalte und Methoden der schulischen Verkehrs- und Mobilitätserziehung171
4.2 Mobilitäts- und Verkehrserziehung in der Grundschule172
4.3 Mobilitäts-/Verkehrserziehung und Mobilitäts-/Verkehrsbildung in weiterführenden Schulen176
5 Schlussbetrachtung und Ausblick180
Literatur182
Beruflicher Verkehr und Verkehr als Beruf190
1 Berufsbedingtes Verhalten im Verkehr190
2 Arbeits- und Dienstwege: Definition, Abgrenzung, Unfallzahlen191
3 Rahmenbedingungen für berufsbedingtes Verkehrsverhalten193
4 Individuelle Einflussfaktoren auf berufsbedingtes Verkehrsverhalten196
5 Verkehrsverhalten im Rahmen der Berufstätigkeit198
5.1 Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer im Fernverkehr199
5.2 Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer im Nah- und Verteilerverkehr202
5.3 Fahrerinnen und Fahrer von Kleintransportern204
5.4 Fahrerinnen und Fahrer von Firmen- und Leihwagen207
5.5 Berufliche Vielfahrerinnen und Vielfahrer208
5.6 Fahrerinnen und Fahrer des òffentlichen Personennahverkehrs ( òPNV)209
5.7 Pendlerinnen und Pendler211
6 Verkehrssicherheit als integraler Bestandteil von Personalauswahl und Personalentwicklung213
Literatur217
Interventionsansätze zur Erhöhung der Sicherheit im Berufsverkehr226
1 Rahmenbedingungen betrieblicher Verkehrssicherheitsarbeit227
2 Technische Interventionsansätze232
2.1 Organisation der Fahrzeugbeschaffung232
2.2 Sicherheitstechnische Ausstattung von Fahrzeugen233
2.3 Fahrzeugausstattung mit Komfortfeatures235
2.4 Alertness-Management235
2.5 Gestaltung der betrieblichen Verkehrswege236
3 Auf die individuelle Ebene zielende Interventionsansätze238
3.1 Informationsvermittelnde Interventionen238
3.2 Stressmanagement239
3.3 Fahrsimulationen240
3.4 Fahrsicherheitstrainings zur Verbesserung der Fahrkompetenz241
3.5 Spritspar-, Eco- und Eco-Driving-Kurse243
4 Interventionsansätze auf organisationaler Ebene244
4.1 Organisationale Zielsetzung/Feedback als individuelle Verhaltensänderungsmaßnahme244
4.2 Belohnungs- oder Incentiveprogramme244
5 Verhältnispräventive, integrativ-ganzheitliche Interventionsansätze246
5.1 Partizipative Verkehrssicherheitszirkel247
5.2 Sicherheits- und Gesundheitskultur250
5.3 Integration von Verkehrssicherheit, Arbeits- und Umweltschutz251
6 Evaluation von Interventionsmaßnahmen zur Verbesserung der betrieblichen Verkehrssicherheit251
7 Ausblick255
Literatur256
Psychologische Diagnostik der Fahreignung266
1 Geschichte und psychologische Grundlagen der Fahreignungsbegutachtung266
2 Ziele und Aufgaben der verkehrspsychologischen Eignungsdiagnostik269
3 Gesellschaftliche Stellung und rechtliche Verankerung271
4 Kooperation mit der Medizin272
5 Paradigmen in der Fahreignungsbegutachtung274
5.1 Prognose auf der Grundlage einer Diagnostik von Entwicklungen276
5.2 Prinzip einer multimodalen Diagnostik277
6 Zielgruppen und Untersuchungsanlässe278
6.1 Alkoholauffällige Fahrer278
6.2 Verkehrsauffällige mit Drogen- oder Medikamentenproblematik279
6.3 Verkehrsauffällige mit Unfällen und Verkehrsverstößen280
6.4 Berufskraftfahrer - Anforderungen generell und mit zunehmendem Alter281
6.5 Sonstige Untersuchungsanlässe283
7 Methoden der verkehrspsychologischen Diagnostik285
7.1 Kraftfahrspezifische Leistungstests285
7.2 Kraftfahrspezifische Persönlichkeitstests290
7.3 Exploration292
7.4 Psychologische Fahrverhaltensbeobachtung298
8 Anforderungen an das verkehrspsychologische Gutachten301
9 Nutzen der verkehrspsychologischen Begutachtung für die Verkehrssicherheit303
Literatur304
Verkehrspsychologische Nachschulung und Verkehrspsychologische Therapie314
1 Klassifikation, Inhalte und Zielsetzungen von verkehrspsychologischen Interventionen314
2 Nachschulung317
2.1 Auffälliges Verhalten als Indikation für Schulungsmaßnahmen317
2.2 Kurse für Risikogruppen320
2.3 Standardisierte rehabilitative Gruppenmodelle322
2.4 Wichtigste Zielgruppen und rechtlicher Rahmen324
2.5 Verkehrsrechtlich nicht geregelte Maßnahmen333
2.6 Evaluationsstudien zu den Modellen im deutschsprachigen Raum334
2.7 Voraussetzungen für den Kurserfolg339
3 Verkehrspsychologische Einzel- und Gruppentherapie342
3.1 Einleitung342
3.2 Abgrenzung der Verkehrspsychologischen Therapie von der Heilkundlichen Psychotherapie343
3.3 Definition der Verkehrspsychologischen Therapie345
3.4 Indikation für die Verkehrspsychologische Therapie345
3.5 Ziele der Verkehrspsychologischen Therapie361
3.6 Qualitätssicherung und Evaluation373
Literatur381
Qualitätssicherung verkehrspsychologischer Diagnostik und Intervention388
1 Qualitätssicherung im Kontext verkehrspsychologischer Diagnostik und Intervention388
1.1 Die juristische und die psychologische Sichtweise388
1.2 ISO 9000 und ihre Grenzen390
1.3 Exkurs: Stellenwert von Konformitätsbewertung und Akkreditierung in Europa392
1.4 Stellenwert der Akkreditierung für verkehrspsychologische Diagnostik und Intervention394
1.5 Rahmenbedingungen setzen Qualitätsstandards394
2 Die Arbeitsweise der Akkreditierungsstelle Fahrerlaubniswesen395
3 Anforderungen der Akkreditierungsstelle Fahrerlaubniswesen397
3.1 Allgemeine Anforderungen398
3.2 Besondere Anforderungen an Träger von Begutachtungsstellen für Fahreignung400
3.3 Besondere Anforderungen an Träger von Stellen, die Kurse zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung durchführen406
4 Erfahrungen und Weiterentwicklungen413
4.1 Erfahrungen aus Akkreditierung und Überwachung415
4.2 Bewertung und Evaluation von Kursen416
4.3 Perspektiven für weitere Entwicklungen418
Literatur419
Psychologische Unfallnachsorge422
1 Einleitung422
2 Definitionen und Beschreibung des Arbeitsbereichs424
2.1 Extremereignis, Extremerlebnis und Psychologische Unfallnachsorge424
2.2 Arten von Extremereignissen425
2.3 Aufgaben eines Psychologischen Unfallmanagements im Bereich von Mobilität und Verkehr425
2.4 Definitionen von psychischen Beeinträchtigungen428
3 Psychotraumatologische Maßnahmen für Personen mit ABR434
3.1 Psychologische Ersthilfe und Betreuung in der Akutphase434
3.2 Diagnoseinstrumente für die ABR435
3.3 Ansätze und Wirkungen verschiedener Verfahren zur Behandlung von ABR436
4 Psychotraumatologische Maßnahmen für Personen mit PTBS439
4.1 Nosologie der verfestigten psychischen Störung (PTBS) nach einem Extremerlebnis439
4.2 Diagnoseinstrumente für die PTBS444
4.3 Ansätze und Wirkungen verschiedener Verfahren zur Behandlung von PTBS im Bereich Mobilität und Verkehr447
4.4 Gutachtliche Aufgaben458
5 Ausblick459
Literatur461
Psychotrope Substanzen im Straßenverkehr470
1 Das Problemfeld470
2 Überblick über Methoden der Risikobestimmung472
3 Die Ex-post-Methoden474
3.1 Unfallrisiken mit Expositionsdaten475
3.2 Unfallrisiken ohne Expositionsdaten480
4 Die Ex-ante-Methoden484
4.1 Direkte Methoden: Prospektive Studien484
4.2 Indirekte Methoden485
5 Konsequenzen für die Risikobestimmung489
Literatur492
Rechtliche und kriminologische Aspekte der Verkehrsdelinquenz496
1 Begriff und Bedeutung der Straßenverkehrsdelinquenz496
2 Verkehrsstrafrecht497
2.1 Die Unterscheidung zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten497
2.2 Straftatbestände498
2.3 Strafen und Sanktionspraxis501
2.4 Entziehung der Fahrerlaubnis und Fahrverbot503
2.5 Strafverfahren504
3 Verkehrsordnungswidrigkeiten507
3.1 Die wichtigsten Tatbestände507
3.2 Bußgeldverfahren510
3.3 Sanktionen511
3.4 Halter-Kostenhaftung gemäß 25a StVG513
4 Verwaltungsrechtliche Grundlagen514
4.1 Erteilung und Entziehung der Fahrerlaubnis durch die Fahrerlaubnisbehörden514
4.2 Punktekatalog515
5 Kriminologische Aspekte der Verkehrsdelinquenz515
5.1 Kriminologie und ihr Verhältnis zur Psychologie, Soziologie, Psychiatrie und Rechtsmedizin515
5.2 Beiträge der Kriminologie zur Verkehrssicherheit516
5.3 Transformation empirischer Befunde in Rechtsbegriffe518
5.4 Forschungsergebnisse zur Fahrunsicherheit unter Alkohol- und Drogeneinfluss519
6 Umfang und Entwicklung der Straßenverkehrsdelinquenz521
7 Persönliche und soziale Merkmale registrierter Verkehrstäter523
8 Spezial- und generalpräventive Aspekte bei der Bekämpfung der Verkehrsdelinquenz524
8.1 Zur Theorie der Spezial- und Generalprävention524
8.2 Spezialpräventive Aspekte, insbesondere Nachschulung525
8.3 Generalpräventive Aspekte526
Literatur527
Verkehrspsychologische Sachverständige in behördlichen und gerichtlichen Verfahren530
1 Begriff und Aufgaben530
2 Anwendungsfelder533
2.1 Beurteilung der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen534
2.2 Beurteilung der Verantwortlichkeit für Fehlverhalten538
2.3 Beurteilung der Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen und Beschuldigtenangaben549
3 Der Sachverständige550
3.1 Rechtliche Stellung550
3.2 Sonderfunktionen551
3.3 Personale Anforderungen554
4 Das Gutachten556
5 Die Haftung559
Literatur560
Verkehrsmedizinische Zugänge zum Verkehrsverhalten566
1 Einleitung566
2 Aufgabenstellung der Verkehrsmedizin im Rahmen der Fahreignungsbegutachtung568
3 Herangehensweise in Abhängigkeit von den behördlichen Fragestellungen570
3.1 Voraussetzungen und Grundlagen570
3.2 Untersuchungsmethoden und Begutachtungsabläufe574
3.3 Ergebnisbewertung unter Berücksichtigung der Begutachtungs- Leitlinien zur Kraftfahrereignung582
4 Ausschließlich medizinische Tätigkeitsfelder im Rahmen der Fahreignungsbegutachtung590
4.1 Ärztliches Gutachten591
4.2 Drogenkontrollprogramme592
4.3 Alkoholkontrollprogramme592
5 Verkehrsmedizin und Verkehrspsychologie - Gemeinsamkeiten und Unterschiede593
Literatur594
Gesellschaftliche und politische Aufgaben der Verkehrspsychologie596
1 Lagebild596
2 Spannungsfeld Verkehrspsychologie und Verkehrspolitik598
3 Erleben und Handeln als Grundproblem der Verkehrsplanung599
3.1 Beeinflussung der individuellen und gesellschaftlichen Mobilität602
3.2 Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl603
3.3 Beeinflussung des Verkehrsverhaltens und Verbesserung der Verkehrssicherheit603
4 Auswirkungen der Gestaltung des Verkehrsraums auf das Mobilitäts- und Verkehrsverhalten604
5 Verkehrspsychologie im Kontext ökonomischer, ökologischer und gesellschaftlicher Komponenten609
Literatur612
Die Entstehung der Verkehrspsychologie unter besonderer Berücksichtigung der Eisenbahnpsychologie616
1 Einführung616
2 Frühe Berührungen zwischen der Eisenbahn und psychologischen Fragestellungen unter pathologischer Perspektive617
3 Frühe Berührungen zwischen der Eisenbahn und psychologischen Fragestellungen unter experimental- und differenzialpsychologischer Perspektive619
3.1 Der Ruf nach einer Angewandten Psychologie um 1900619
3.2 Fünf Wundt-Schüler und ihre Verbindungen zur Bahn621
4 Die erste Institutionalisierung der Psychologie innerhalb einer Eisenbahngesellschaft während des Ersten Weltkrieges623
5 Die Institutionalisierung der Psychologie in der Deutschen Reichsbahn nach dem Ersten Weltkrieg629
5.1 Die Umgebung der späteren Reichsbahn nach dem verlorenen Krieg629
5.2 Schritte der Institutionalisierung der Psychologie bei der Reichsbahn631
5.3 Bahnpsychologie und Wissenschaft Psychologie635
5.4 Wissenschaft Psychologie und Bahnpsychologie637
6 Die Institutionalisierung der Psychologie in Eisenbahnen anderer Staaten und Ansätze zu einer internationalen Vereinheitlichung zwischen den Weltkriegen639
6.1 Supranationaler Austausch ber Eisenbahnpsychotechnik639
6.2 Frankreich641
6.3 Schweiz641
6.4 Österreich642
6.5 Polen642
6.6 Tschechoslowakei643
6.7 Finnland643
6.8 Sowjet-Union643
6.9 Vereinigte Staaten von Amerika644
7 Anderer schienengebundener Verkehr645
8 Zum Forschungsstand650
Literatur652
Psychologie des Eisenbahnverkehrs668
1 Inhaltsbestimmung668
2 Hintergründe zum Rad-Schiene-System und zum Eisenbahnbetrieb669
2.1 Zahlen zum Schienenverkehr in Europa669
2.2 Systemtechnik und Betrieb des Schienenverkehrs670
3 Anforderung an das Eisenbahnbetriebspersonal674
3.1 Tätigkeiten und Anforderungen des Eisenbahnbetriebspersonals675
3.2 Eignungsuntersuchung für Betriebspersonal bei der Eisenbahn678
3.3 Leistungsbeurteilung680
3.4 Arbeitswissenschaftliche Untersuchungen682
4 Sicherheit im Verkehrssystem Eisenbahn694
4.1 Unfallarten und Unfallhäufigkeiten695
4.2 Betrachtung von Fehlerquellen im System Eisenbahn700
4.3 Messinstrumente und Messmethoden703
4.4 Maßnahmen zur weiteren Erhöhung der Sicherheit706
5 Krisenintervention707
5.1 Psychische Traumatisierung von Triebfahrzeugführern707
5.2 Notfallintervention bei Schadensereignissen715
6 Herausforderungen der Zukunft718
6.1 Politische Entwicklung719
6.2 Grenz berschreitender Verkehr und Interoperabilität721
6.3 Weitere Technisierung und Automatisierung723
Literatur725
Weiterführende Literatur738
Psychologie der Luftfahrt - Forschungs- und Anwendungsgebiete740
1 Einführung740
2 Pilotenauswahl743
2.1 Historische Entwicklung743
2.2 Validität der Auswahltests746
2.3 Entscheidungsstrategien in der Pilotenauswahl749
2.4 Die psychologische Beurteilung lizenzierter Piloten750
3 Cockpitgestaltung751
3.1 Historische Entwicklung751
3.2 Interdisziplinäre Einordnung752
3.3 Das Glas-Cockpit755
3.4 Aufgaben- und Informationsanforderung der Flugführung759
3.5 Flugwegkontrolle760
3.6 Navigation767
3.7 Kommunikation772
3.8 Systemmanagement774
4 Pilotentraining: Effektive Zusammenarbeit und Ressourcennutzung777
4.1 Entwicklung von "Crew Resource Management" (CRM) Trainings779
4.2 Rechtliche Regelungen zum Training von Flugzeugführern784
4.3 Empirische Erfolgskontrolle von Trainingskonzepten mit einem Beispiel zum Training Situativer Aufmerksamkeit787
5 Zusammenfassung und Ausblick793
Literatur796
Psychologie der Schifffahrt808
1 Die besondere Arbeits- und Lebenssituation im Schiffsbetrieb808
1.1 Rahmenbedingungen und Arbeitsorganisation808
1.2 Berufsspezifische Belastungsfaktoren811
2 Ergonomie: Mensch - System - Integration821
2.1 Das Schiff als System821
2.2 Mensch-System-Integration823
3 Personalkonzepte und Personalentwicklung825
3.1 Entwicklung von Personalkonzepten825
3.2 Ermittlung von Anforderungsprofilen826
3.3 Personalauswahl827
4 Notfallmanagement828
4.1 Ausbildung für Führungs- und Notfallmanagement828
4.2 Critical Incident Stress Management830
4.3 Crowd- and Crisis-Management830
4.4 Sicherheitstraining zur Abwehr externer Gewalt in der Seeschifffahrt832
5 Schiffssicherheit und menschliches Fehlverhalten833
5.1 Interdisziplinäre Durchführung von Havarieanalysen833
5.2 Berücksichtigung schifffahrtspsychologischer Fachkompetenz bei Seeunfalluntersuchungen834
6 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick835
Literatur836
Autorenregister842
Sachregister865

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