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Arbeitsmotivation in der Strafgefangenenarbeit

Eine explorative Studie zu Arbeitsmotiven und Arbeitsmotivation bei Strafgefangenen

AutorElke Goder
Verlagdiplom.de
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl164 Seiten
ISBN9783836602815
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis38,00 EUR
Inhaltsangabe:Einleitung: Vor etwa 200 Jahren, bekam die Arbeit eine neue Bedeutung. War sie bisher für das einfache Volk unumgänglich, um zu überleben, so konnte man nun mit zielstrebiger und einfallsreicher Arbeit materiellen Reichtum und soziale Kompetenz erwerben. „Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen seiner Mühe Preis“, heißt es in Schillers „Glocke“, und der erste Satz des Gothaer Programms von 1857 lautet „Die Arbeit ist Quelle allen Reichtums und aller Kultur“. Nach Pestalozzi sollte schon in den Schulen die Neigung zur Arbeit geweckt und das Arbeiten gelernt werden, weil es zur „Menschenbildung“ gehöre. Sich diesen geschichtlichen Hintergrund vor Augen haltend, stellt auch die Gefangenenarbeit seit Jahrhunderten einen sehr wichtigen Pfeiler im Strafvollzug dar. Ursprünglich wurde die Arbeit, die ausschließlich harte körperliche Arbeit war, als Teil der Strafe verstanden und hatte durchwegs erniedrigenden, demütigenden und unterwerfenden Charakter. Unter dem Einfluss der Industrialisierung wurden die Gefängnisse vielfach zu gut funktionierenden und - dank der geringen Löhne für die Gefangenen -gewinnbringenden Manufakturen umgestaltet. Die Vorstellung, dass Arbeit auch zu persönlichem Glück, zu Reichtum und sozialer Kompetenz verhelfen würde, ist für die Gefangenen allerdings Theorie geblieben. Geringe Löhne, Zwangsarbeit und miserable Arbeitsbedingungen bestimmten den Alltag in den Gefängnismanufakturen. Dieses äußert trüb anmutende Bild von früher hat sich Gott sei Dank aufgrund von gesetzlichen Reformen gewandelt. Die wesentliche Frage, die sich heute stellt, ist die, welchen Stellenwert nimmt die Gefangenenarbeit heute ein? Shea (2004) sieht die Gefangenenarbeit im 21. Jahrhundert so: „Today in the Western world no inmate dies of malnutrition and exhaustion. Working conditions are generally adequate and bear comparison with outside standards. Work no longer means punishment but seen as a window of opportunity toward rehabilitation.” Es wird deutlich, dass sich der hohe soziale Stellenwert der Arbeit bis heute gehalten hat. In den Gefängnissen sind jene Menschen überrepräsentiert, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht ausreichend in ein Berufsleben integrieren konnten. Problemstellung: Es soll nun im Rahmen dieser Arbeit aus ökonomischen und persönlichen Interesse der Frage nachgegangen werden, warum Gefangene in der Haft arbeiten und eine Erklärung gefunden werden, aus welchen Beweggründen sie dies tun. [...]

Patrick Moser, Mag. rer. soc. oec. Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Kepler Universität Linz (A) und der FernUniversität Hagen (D) mit den Schwerpunkten Strategisches Management, Personalwirtschaft und Dienstleistungsmanagement. Abschluss 2007 als Magister der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis3
1 Einleitung6
2. Die totale Institution aus der Sichtweise Goffman’ s (1973)10
3. Ökopsychologische Aspekte haftmäßiger Unterbringung12
4 Allgemeines zur Gefangenenarbeit15
4.1 Organisation der Gefangenenarbeit in Justizanstalten16
4.2 Problematik der Arbeitspflicht16
4.3 Arten von Gefangenenarbeit17
4.4 Ein wesentlicher Punkt der Gefangenenarbeit -Die Entlohnung18
5 Motivation/Begriffsbestimmung/Theorien20
5.1 Unterscheidung Intrinsische und Extrinsische Motivation21
5.2 Der Begriff der Arbeitsmotivation23
5.3 Der Unterschied zwischen Inhaltstheorien und Prozesstheorien25
5.4 Die Inhaltstheorien der Arbeitsmotivation26
5.5 Die Prozesstheorien der Arbeitsmotivation31
6 Das Untersuchungsdesign34
6.1 Die Arbeit in der Justizanstalt Suben34
6.2 Die Richtung der Analyse36
6.3 Analyse der Entstehungssituation und die Fragestellung37
6.4 Durchführung der Untersuchung38
6.4.1 Die Stichprobe38
6.4.2 Die Interviews39
6.4.3 So wurden die Interviews durchgeführt40
6.4.4 Auffälligkeiten bei der Durchführung der Interviews41
6.4.5 Zur Auswertung der gewonnenen Daten41
6.4.6 Festlegung des Materials42
6.4.7 Ablaufmodell der Analyse42
6.4.8 Die Entwicklung des Kategoriensystems43
7 Die Ergebnisse der Untersuchung48
7.1 Allgemeine Feststellungen48
7.2 Aus welchem Grund arbeiten Gefangene in Haft? (Intrinsische Motive)49
7.2.1 Das Leistungsmotiv49
7.2.2 Das Anschlussmotiv54
7.2.3 Das Machtmotiv58
7.2.4 Arbeit als Sinnvermittler in Haft60
7.2.5 Arbeit als Vermittler von Freiheit61
7.2.6 Arbeiten um fürsorglich zu sein – das Fürsorgemotiv62
7.3. Wie sehen die Insassen das Anforderungspotential der Arbeit?63
7.3.1 Wie Vielfältig ist die Arbeit eines Gefangenen?63
7.3.2 Was bedeutet die Arbeit für einen Insassen?65
7.3.3 Können sich die Insassen mit ihrer Aufgabe identifizieren?66
7.3.4 Können Gefangene autonom arbeiten?68
7.3.5 Die Rückmeldung aus der Arbeit selbst68
7.4 Anreizwerte extrinsischer Belohnung69
7.4.1 Transparentes leistungsbezogenes Lohnsystem69
7.4.2 Wahlmöglichkeiten bei der Entlohnung70
7.4.3 Anreizwert der materiellen Entlohnung71
7.5 Der Wert der sozialen Anerkennung (Lob) und sozialen Unterstützung72
7.5.1 Das Lob72
7.5.2 Soziale Unterstützung73
8 Sichtweise der Ergebnisse im Hinblick auf die Theorien75
8.1 Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf die Rahmenbedingungen75
8.2 Beweggründe zur Arbeit77
8.3 Die Sichtweise von Arbeit80
8.4 Die Arbeitsmotivationstheorien und Gefangenenarbeit82
8.5 Anwendbarkeit der Methode84
9 Eigene Gedanken und Ausblick86
Literaturverzeichnis87
Anhang91
Autorenprofil163

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