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Assessments in der Rehabilitation 3

Kardiologie und Pneumologie

AutorEvelien van Oort, Felix Mangold, Gabi Messmer, Gilbert Büsching, Myriam Schefer, Roger Hilfiker
VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl340 Seiten
ISBN9783456945712
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis32,99 EUR

Die Orientierungshilfe für die Nutzung von Assessments in der kardialen und pulmonalen Rehabilitation Dieses Werk ist der dritte Band einer Serie von Büchern, die Assessments beurteilen, beschreiben und Empfehlungen zur praktischen Anwendung geben. Sie ermöglichen den Lesern, für den jeweiligen Zweck die richtigen Assessments auszuwählen. Die jedem Band beiliegende CD-ROM enthält Manuale, Formulare und Fragebogen, die für den Einsatz in der täglichen Praxis direkt ausgedruckt werden können.

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Über die Autoren/Geleitwort/Dank/Vorwort
  3. Einleitung
  4. Körperfunktionen
  5. Leistungsfähigkeit
  6. Atemnot/ Dyspnoe
  7. Allgemeiner Gesundheitszustand
  8. Spezifischer Gesundheitszustand
  9. Glossar
  10. Abkürzungsverzeichnis/Stichwortverzeichnis
  11. CD/DVD-Inhalt
Leseprobe
"Ausdauer der Atmungsmuskulatur: Maximale haltbare Ventilation (MSV) (S. 99-100)

Hintergrund

Die Leistungsfähigkeit der Atemmuskulatur kann in zwei Fähigkeiten unterteilt werden: a) eine maximale Kraft zu entwickeln, und b) eine intensivierte Atmung über eine längere Zeit durchzuhalten (lokale Kraftausdauer). Die Kraft der Atemmuskulatur testen wir z.B. mit der auf Seite 104 beschriebenen Methode. Obschon die lokale Kraftausdauer stark von der Muskelkraft abhängt, kann die Muskelausdauer nicht genügend gut durch einen Test der Muskelkraft abgeschätzt werden.

Das heisst, dass wir z.B. von einem Test der maximalen inspiratorischen Muskelkraft (siehe Schnüffeltest oder MIP auf Seite 104) nicht mit genügend hoher Genauigkeit auf die Fähigkeit schliessen können, wie lange eine erhöhte Ventilation aufrecht erhalten werden kann. Die lokale Kraftausdauer kann für jede Aufgabe als Kurve der Intensität über die Zeit gezeichnet werden: Je intensiver die Aufgabe, desto weniger lang kann die Aufgabe durchgeführt werden.

Umgekehrt verlängert sich die Zeit über die eine Aufgabe durchgeführt werden kann mit abnehmender Intensität. Unterschreitet die Intensität der Aufgabe eine bestimmte Schwelle, kann die Aufgabe „unendlich"" lange, d.h. über Stunden ausgeführt werden (wie z.B. die Ruheatmung). Bei sehr hoher Intensität (z.B. sehr hoher Ventilation), kann die Aufgabe nur über wenige Wiederholungen durchgeführt werden. Bei der Atmung wird dies als maximale willkürliche Ventilation (Maximal Voluntary Ventilation, MVV) bezeichnet.

Es gibt hauptsächlich zwei Testarten, um die lokale Kraftausdauer der Atmungsmuskulatur zu bestimmen:
a) ein Einatmen gegen einen erhöhten Widerstand (Hill et al. 2007, Martyn et al. 1987), und
b) eine erhöhte Ventilation. Die erhöhten Widerstände entstehen entweder durch erhöhte Flusswiderstände (z.B. beim Einatmen durch Turbinen oder Lamellen) oder durch so genannte Schwellen-Widerstände durch Klappen, welche sich erst bei einem bestimmten inspiratorischen Druck öffnen (Hier arbeitet die Muskulatur zuerst isometrisch, bis sich die Klappe öffnet und die Luft eingeatmet werden kann). Die Testformen mit erhöhtem Widerstand werden hier nicht näher beschrieben.

Alle Testformen können entweder als Test der Leistungsfähigkeit (wie intensiv kann der Patient über eine bestimmte Zeit atmen) oder als Test der Leistungskapazität (wie lange kann eine bestimmte Ventilation aufrecht gehalten werden) durchgeführt werden. In diesem Kapitel wird die Ventilations-Testmethode mit gleich bleibendem CO2-Niveau beschrieben (normokapnische Hyperpnoe). Die Ventilationsmethode misst die Kraftausdauer sowohl der inspiratorischen als auch der expiratori-schen Atmungsmuskulatur. Die „Ausdauer"" der Ventilation wird normalerweise mit der „maximum sustainable ventilation (MSV)"" angegeben, meist ausgedrückt als Prozente der maximalen willentlichen Ventilation („maximal voluntary ventilation, MVV) (ATS/ERS Statement on respiratory muscle testing 2002)."
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis10
Über die Autoren/Geleitwort/Dank/Vorwort12
Einleitung24
1. Inhalt und Aufbau des Buches24
2. Einführung in Assessment25
3. Unterschied Assessment/ Messung –Klassifikation und Terminologien28
4. Welche Kriterien muss ein Messinstrumenterfüllen, damit wir es einsetzen können?31
5. Übersetzung und kulturelle Anpassung32
6. Beurteilung der Messinstrumente32
7. Gütekriterien34
8. Schlussbemerkung53
Körperfunktionen56
Bronchiale Obstruktion: Peak Exspiratory Flow PEF58
Sauerstoffsättigung (SpO2): Pulsoxymetrie63
Herzfrequenz: Telemetrische Herzfrequenzmessung68
Arterieller Blutdruck: Auskultatorische Blutdruckmessung74
Arterieller Blutdruck: Oszillometrische Blutdruckmessung82
Atem- und Lungengeräusche: Auskultation der Lunge88
Klopfschall der Lunge: Perkussion93
Asymmetrie der Thoraxbewegung97
Beweglichkeit: Ausdehnung des Brustkorbsbei maximaler In- und Exspiration100
Ausdauer der Atmungsmuskulatur: Maximale haltbare Ventilation (MSV)104
Inspiratorische Muskelkraft: Schnüffeltest(SNIFF/ SNIP) und maximaler inspiratorischerMunddruck (MIP)109
Hoover’s Sign115
Orthostatische Dysregulation: Schellong-Test (ST)118
Einteilung des Schweregrades der Erkrankung bei Patienten mit COPD: BODE-Index121
BODE-Index126
Periphere arterielle Durchblutung: Ratschow-Lagerungsprobe127
Leistungsfähigkeit130
Körperliche Leistungsfähigkeit: Six-Minute Walk Test (6MWT)132
Körperliche Leistungsfähigkeit: Shuttle Walking Test (SWT)137
Periphere arterielle Durchblutung: Laufbandtest142
Maximale Sauerstoffaufnahme: Astrand-Ryhming Test (A-R Test)146
Modifiziertes Astrand-Rhyming-Nomogramm152
Kardiopulmonale Leistungsfähigkeit: Spiroergometrie153
Kardiopulmonale Belastbarkeit: 3-Minuten-Stufentest161
Conconi-Probst-Test165
Aerobe Leistungsfähigkeit: Laktatsenketest (LST)167
Maximale Muskelkraft: Steiler Rampentest (Steep Ramp Test: standardized exponentialexercise protocol)172
Muskelkraft: Quantitativer Muskeltest mittelsKraftmessgerät (Hand Held Dynamometer)177
Maximalkraft: Einer-Wiederholungsmaximum (1RM)179
Atemnot/ Dyspnoe186
Dyspnoe-Intensität: Numeric Rating Scale (NRS) / Visual Analogue Scale (VAS)188
Intensität einer Empfindung (z.B Anstrengungsempfinden oder Dyspnoe): Borg-RPE-Skala und Borg-CR-10-Skala192
Dyspnoe-Skala: (Modified und) Medical ResearchCouncil (M)MRC199
(M)MRC-Dyspnoeskala203
Allgemeiner Gesundheitszustand204
Selbstwirksamkeit (Self-Efficacy): Generelle Selbswirksamkeitserwartung (GSE)206
Lebensqualität: Quality of Well-Being Skala (QWB)210
Quality of Well-Being Skala (QWB)217
Allgemeiner Gesundheitszustand: SF-36228
Fragebogen zum allgemeinen Gesundheitszustand (SF-36)235
Allgemeiner Gesundheitszustand: SF-12239
Spezifischer Gesundheitszustand242
Krankheitsspezifische Lebensqualität: St.George’s Respiratory Questionnaire(SGRQ)244
Fragebogen über Atemwegsbeschwerden251
Krankheitsspezifische Lebensqualität: Chronic Respiratory Questionnaire (CRQ)256
Fragebogen zur chronischen Atemwegserkrankung262
Skala für Atemnot, Husten und Sputum: Breathlessness, Cough and Sputum Scale(BCSS)275
Tageshypersomnolenz: Epworth-Skala280
Epworth-Skala284
Angst und Depression: Hospital Anxietyand Depression Scale (HADS)285
Hospital Anxiety and Depression Scale – Deutsche Version291
Depression: Beck-Depressions-Inventar (BDI-II)293
Leidensdruck: Pictorial Representation of Illness and Self Measure (PRISM und PRISM+)296
Risikoeinschätzung für die Entwicklungvon Dekubitus: Die Braden-Skala300
Symptome und Lebensqualität bei Asthma: Asthma Quality of Life Questionnaire -Deutsche Version (AQLQ-M)306
Asthma Quality of Life Questionnaire - Deutsche Version309
Glossar310
Abkürzungsverzeichnis/Stichwortverzeichnis326
CD/DVD-Inhalt342

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