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Aufforderung zum Martyrium

VerlagWalter de Gruyter GmbH & Co.KG
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl137 Seiten
ISBN9783110226027
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis114,95 EUR

During the persecution of the Christians under Emperor Maximinus Thrax in 235, Origen directed an urgent call to his friends Ambrosius and Protoctetus to hold fast to the Christian faith.

The work provides an example of the literary genre of appeals directed to a wider audience beyond the direct addressees; in the text, Origen takes statements from the Old and New Testaments relating to martyrdom as authorities for his call to remain true to the Christian faith and beware of relapsing into heathenism.



Maria-Barbara von Stritzky, Philosophisch-Theologische Hochschule der Kapuziner, Münster.

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Leseprobe

IV. Die Adressaten (S. 9-10)


Origenes widmet die Aufforderung zum Martyrium seinen Freunden Ambrosius und Protoktetus, den Eusebius als Presbyter der Kirche von Caesarea bezeichnet.

Ambrosius begegnet uns sowohl in den Werken des Origenes wie auch in zahlreichen Erwähnungen bei Eusebius, Hieronymus und Epiphanius. Origenes hatte ihn in Alexandria durch seine Vorträge von einer gnostischen Gruppierung zur großkirchlichen Lehre bekehrt. Seit dieser Zeit war er nicht nur ein großer Bewunderer des bedeutenden Theologen, sondern wurde auch dessen Freund. Beide verband die Hochschätzung der Heiligen Schrift; deshalb ermunterte Ambrosius Origenes zur Abfassung von Kommentaren und nahm selbst an der Bearbeitung teil. Sein Eifer ging so weit, dass er seinem Freund bei jedem Zusammentreffen keinen Augenblick Pause gönnte, ihn aber auf diese Weise zum „vielleicht fruchtbarsten Schriftsteller der Antike machte“.

Als angesehener und vermögender Mann unterstützte er Origenes auch finanziell, indem er ihm das nötige Personal, unter anderem Schnellschreiber und Abschreiber, großzügig zur Verfügung stellte und auf diese Weise die Publikation seiner Werke ermöglichte. So entstand eine umfassende Reihe von Kommentaren und Homilien zur Heiligen Schrift, die Hieronymus in einem Brief an Paula auflistet, deren größter Teil allerdings verloren gegangen ist. Das Ansehen des Ambrosius resultierte wohl daraus, dass er sowohl in Alexandria wie auch in Caesarea ein öffentliches Amt bekleidet hat, weshalb Origenes ihn als einen Mann beschreibt, der in vielen Städten geehrt und gefeiert sei. Sein Reichtum, der ihm die Unterstützung des Origenes ermöglichte, wird indirekt von diesem bestätigt, indem er ihn mit der Aussicht auf größere, geistige Güter zur Aufgabe seines irdischen Besitzes und zum Martyrium bewegen will.

Bei der Auslegung von Lk. 14,26 scheint Origenes darauf anzuspielen, dass Ambrosius verheiratet war und Kinder hatte. Außerdem tauchen in den Werken des Origenes zwei Frauennamen im Zusammenhang mit Ambrosius auf, Marcella und Tatiana. Welche der beiden die Frau oder die Schwester des Ambrosius gewesen ist, lässt sich nicht sicher klären. Fraglich ist auch, ob Ambrosius neben seinem weltlichen Amt ein kirchliches innehatte und Diakon gewesen ist. Eusebius erwähnte nichts davon, während er Protoktetus als Presbyter bezeichnete. Dennoch liegt die Vermutung nahe, da Origenes beide aufforderte, sie sollten durch ihr Verhalten keinesfalls einen Anlass geben, der zur Beschädigung des Ansehens von Presbyterat oder Diakonat führen könnte. Hieronymus bezeichnete ihn als Diakon, und als solcher ist er in die weitere christliche Tradition eingegangen.

Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Einleitung8
I. Der Titel der Schrift und ihr literarisches Genus10
II. Sprache und Stil12
III. Anlass, Abfassungszeit und -ort14
IV. Die Adressaten16
V. Die Theologie des Martyriums18
VI. Textüberlieferung und Editionen32
VII. Gliederung der Schrift34
O..G....S, ..S ......... ...........S Origenes Aufforderung zum Martyrium36
I. Ermahnungen zum Martyrium38
II. Warnung vor Götzendienst und Glaubensverleugnung44
III. Motive für die Standhaftigkeit während der Verfolgung52
IV. Alttestamentliche Vorbilder für das Martyrium68
V. Notwendigkeit und Wesen des Martyriums76
VI. Die Verwerflichkeit des Götzendienstes108
VII. Abschließende Ermahnungen110
Bibliographie120
Register128

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