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Augustins Friedensbegriff und die Lehre vom gerechten Krieg

AutorRoland Engelhart
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl17 Seiten
ISBN9783640939732
FormatPDF/ePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis7,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 1981 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Historisches Seminar, Abteilung für mittelalterliche Geschichte), Veranstaltung: Fehde und Krieg, Gottes- und Landfrieden im hohen Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Augustins Lehre vom gerechten Krieg war so immens wichtig, weil sie für das ganze Mittelalter bestimmend war. Doch weit über diese Zeit hinaus sind die in dieser Arbeit angeschnittenen Fragen virulent geblieben. Denn die Rechtfertigung eines Krieges ist ein zeitloses Thema. Noch heutzutage versucht man Kriege moralisch oder humanitär zu begründen, selbst wenn wirtschaftliche Interessen offensichtlich im Vordergrund stehen. Im ersten Hauptteil dieser Arbeit wird Augustins Friedensbegriff näher vorgestellt. Demnach streben alle, Gute wie Böse, nach Frieden. Nach Augustinus liegt es in der Natur des Menschen, dass ihm Frieden teuer sei und es gebe niemanden, der keinen Frieden haben wolle. Dennoch gebe es aber schon immer Kriege. Denn Kriege seien mitunter notwendig, um zum Frieden zu gelangen. Krieg ist nach Augustinus also Mittel zum Zweck, niemals jedoch Selbstzweck. Im zweiten Hauptteil wird zunächst über die Lehre des gerechten Krieges, die es seit alters her gibt, berichtet. Zunächst werden die Positionen der antiken Philosophen und Autoren Aristoteles (384-322 v. Chr.) und Cicero (106-43 v. Chr.) zum gerechten Krieg aufgezeigt, dann auf die Sichtweise des Neuen Testaments und auf die christlichen Schriftsteller Tertullian (121-180 n. Chr.) und Origines (185-253 n. Chr.) eingegangen. Im Mittelpunkt stand damals die Frage, ob ein Christ weiterhin Soldat bleiben dürfe. Anschließend wird die Lehre von Augustinus (354-430 n. Chr.) vorgestellt. Nachdem Kaiser Konstantin der Große im Jahre 313 durch das Toleranzedikt von Mailand den Christen die freie Religionsausübung garantiert hatte und es zum Aufstieg des Christentums innerhalb des Römischen Reiches kam, musste das Verhältnis von Christentum und Kriegsdienst neu überdacht werden. Es ging um Fragen, ob Kriege überhaupt erlaubt seien, wann ein Krieg gerecht sei und wie sich die Stellung des Christen zum tatsächlichen Kriegsdienst verhalte. Es ist das große Verdienst von Augustinus, mit seiner Beurteilung des Krieges das Abendland für über ein Jahrtausend wesentlich geprägt zu haben. Dabei übernimmt er weitgehend antike Elemente der Lehre des gerechten Krieges, transformiert sie jedoch zu einem neuen christlichen Weltbild. Das Ideengut Augustins über die Lehre vom gerechten Krieg blieb bis zum Ende des Mittelalters Grundlage aller Aussagen zu dieser Problematik.

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