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Ausgewählte Biographien der deutschen Nachkriegssoziologie

AutorTanja Witzel
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl19 Seiten
ISBN9783638015622
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis3,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 1,3, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Professionalisierung der deutschen Soziologie, die bis heute nur als bedingt vollzogen an-gesehen werden kann, nahm ihren Ursprung nach Meinung vieler Autoren bei einigen wenigen Persönlichkeiten, welche nahezu alle vor oder während des zweiten Weltkrieges emigrierten und nach 1945 allmählich nach Deutschland zurückgekehrt waren. Zu nennen sind hier René König, welcher zu Beginn der 50er Jahre die Kölner Schule begründen sollte, die Frankfurter Theodor Adorno und Max Horkheimer und Helmut Schelsky, der auch während des NS-Regimes Deutschland nicht verließ. Die Institutionalisierung des Faches als anerkannte Hochschuldisziplin mit einheitlichen Lehrinhalten aber war nach Bude und Neidhardt 'das Werk einer Nachkriegskohorte von Soziologen, die durch die 'Heroen' der 50er angezogen und beeindruckt waren, sich seit Ende der 50er Jahre dann aber zunehmend verselbständigten und ?...? zunehmend den Ton angaben' . War also diese (Nachkriegs-)'Kohorte der Disziplinmacher' eine Gründergeneration, wie Burkart Lutz vermutet ? Oder sind die Ursprünge der Professionalisierung der deutschen Soziologie bei den klassischen Theoretikern der 20er Jahre zu suchen ? Die vorliegende Arbeit soll an ausgewählten Beispielen aufzeigen, welchen Professionalisierungsbeitrag die Generation der 1945 zwischen 15 und 20jährigen in einer Zeit leistete, in der die Etablierung der Soziologie als anerkanntes Fach 'von oben' von statten ging: Die DGS war bereits gegründet als es noch keine Professoren für Soziologie gab, und Professoren wiederum waren habilitiert bevor soziologische Lehrstühle eingerichtet wurden. Zwar stand dies einem 'organischen Wachsen' der Disziplin entgegen, doch bot sich durch fehlende Strukturvorgaben Raum für die subjektive Entfaltung des jeweiligen Wissenschaftlers und dem für ihn/ sie relevanten Forschungsbereich. Eine Vielzahl methodischer und theoretischer Ansätze waren das Resultat. Wenngleich diese Art der 'Selbstprofessionalisierung' viele Vorteile für den einzelnen Forscher mit sich brachte, hatte sie auch den folgenschweren Nebeneffekt, daß die Soziologen dieser Zeit lange Jahre nicht gewohnt waren, Verantwortung für die von ihnen zu vermittelnde Lehre und den soziologischen Nachwuchs zu übernehmen.

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