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E-Book

Babybauchzeit

Geborgen durch die Schwangerschaft und die Zeit danach. Hebammenwissen für Mutter und Kind

AutorNora Imlau, Sabine Pfützner
VerlagBeltz
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl387 Seiten
ISBN9783407865533
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis24,99 EUR
Ein Buch wie eine starke Hebamme und eine gute Freundin. Einfühlsam und auf Augenhöhe begleiten die erfahrene Hebamme Sabine Pfützner und die »Eltern«-Expertin Nora Imlau durch die aufregende Babybauchzeit. Jede Schwangerschaft ist einzigartig. Dieses Buch bietet Orientierung bei all den neuen Gefühlen, Erfahrungen und medizinischen Informationen. Auf der Grundlage des aktuellen Hebammenwissens erfährst Du alles Wichtige über Deine Schwangerschaft. Die »Blick in den Bauch«-Seiten zeigen Dir genau, wie sich Dein Baby entwickelt, was es gerade tut und was es braucht. Die Autorinnen stärken Dein Vertrauen in den eigenen Körper und geben Dir Anregungen, um mit dem Baby in Kontakt zu treten. Für alle Facetten der Babybauchzeit findest Du nützliche Tipps: Partnerschaft, Rituale, emotionale Achterbahnfahrten, Beruf, Finanzen ... Zur Geburt erhältst Du alle medizinischen und organisatorischen Informationen, die Du für Deinen individuellen Weg brauchst. Im Wochenbett-Guide findest du Orientierung und Inspiration für die kuschelige Kennenlernzeit. Ein ausführliches Gesundheitskapitel beantwortet alle Deine Fragen zu typischen Beschwerden und seltenen Risiken in der Schwangerschaft.

Nora Imlau ist Ressortleiterin bei der Zeitschrift »Eltern« und erfolgreiche Buchautorin. Mit Herbert Renz-Polster schrieb sie den Bestseller »Schlaf gut, Baby!« Seit vielen Jahren engagiert sich die dreifache Mutter für die Rechte von Schwangeren und Hebammen. Weitere Informationen unter www.nora-imlau.de.

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Leseprobe

Es hat geklappt!


Schwanger. Kaum ein Wort vermag von einem Moment auf den anderen das ganze Leben so auf den Kopf zu stellen wie dieses. Ob es auf dem Display des Schwangerschaftstests erscheint oder beim lang ersehnten Anruf aus der Kinderwunschklinik erklingt: Immer fühlt es sich an, als würde die Welt für einen kleinen Moment stillstehen. Ein neues Leben hat sich auf den Weg gemacht. Oft heiß ersehnt und lang geplant, manchmal auch unverhofft und gegen jede Wahrscheinlichkeit. Und jetzt?

Ungläubiges Staunen, Freude und Erleichterung, aber auch Anspannung, Sorge und Angst: Dass insbesondere in den ersten Schwangerschaftstagen all diese Gefühle wild durcheinandergehen, ist völlig normal. Je nach individueller Lebenssituation dauert es oft eine ganze Weile, bis sich die Glücksgefühle ihren Weg durch all die Unsicherheiten und Ängste gebahnt haben – auch das ist nicht ungewöhnlich. Schließlich durchlaufen Frauen in den ersten Schwangerschaftswochen nicht nur körperlich einen krassen Veränderungsprozess. Auch seelisch betreten sie völliges Neuland. Wie seltsam sich das anfühlt, zu wissen, dass da ein winziges Wesen im eigenen Bauch heranwächst, während man von außen noch überhaupt nichts sieht! Und wie groß die Sorgen um so ein Krümelchen sein können! Wahnsinn!

Klar könnte man nun sagen: Kein Grund zur Aufregung – das alles passiert tausendfach, Tag für Tag. Und manchmal ist dieser Gedanke auch hilfreich: dass wir nicht allein sind auf dieser Reise, sondern in einer lange Reihe von Frauen stehen, die Babys empfangen und geboren haben.

Doch das heißt nicht, dass Deine Babybauchzeit keine große Sache wäre. Im Gegenteil: Sie ist eine riesige Sache! Denn so viele Babys auch schon geboren wurden: Dieses Baby, das sich dir gerade ankündigt, das gab’s noch nie. Es ist einmalig und etwas ganz Besonderes. Weil es Dein Kind ist, das da wächst.

Was muss ich jetzt machen?


Auf den positiven Test folgt oft die große Nervosität: Was muss ich jetzt tun? Doch keine Sorge: In den ersten Schwangerschaftswochen gibt es noch gar nicht viel zu erledigen. Es ist völlig okay, erst mal gar nichts zu unternehmen und sich einfach ein paar Tage lang an den Gedanken zu gewöhnen.

NORAVom Geheimnis zum Ereignis

Da ist ein winziges Baby in meinem Bauch, und ich bin der einzige Mensch auf der Welt, der davon weiß: Diesen Moment direkt nach dem positiven Schwangerschaftstest fand ich bei jedem unserer Kinder als etwas ganz Besonderes. War die erste Überraschung dann verdaut, überlegte ich mir, wie ich meinem Mann die frohe Nachricht überbringen könnte. Bei unserem ersten Kind schenkte ich ihm winzige Babysöckchen, die er in den darauffolgenden neun Monaten in seiner Hosentasche mit sich herumtrug wie einen Talisman. Dass Baby Nummer zwei unterwegs ist, verriet die Zuckerschrift auf einem Lebkuchenherz vom Weihnachtsmarkt. Das ist zugegebenermaßen ein bisschen kitschig – mir hat es trotzdem Spaß gemacht. Wie oft im Leben hat man schon die Gelegenheit, eine so unglaubliche Neuigkeit zu überbringen?

Habe ich mein Baby aus Versehen in Gefahr gebracht?

Auf die große Überraschung folgt häufig der große Schreck: Habe ich in den vergangenen Wochen dem Mini-Baby in meinem Bauch möglicherweise versehentlich geschadet? Vor allem, wenn die Schwangerschaft nicht geplant war, ist das gefühlte Sündenregister oft lang: durchfeierte Nächte mit viel Alkohol, massenhaft Zigaretten – kann da ein gesundes Baby herauskommen? Ja, kann es. Denn in den allerersten Schwangerschaftstagen gilt das sogenannte »Alles oder nichts«-Prinzip: Ist das Erbgut des entstehenden Lebens aus irgendeinem Grund beschädigt, beendet der mütterliche Körper die Schwangerschaft, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat, zum normalen Zeitpunkt der einsetzenden Periode. Ist der Schwangerschaftstest nach diesem Zeitraum positiv, heißt das: Was auch immer in den allerersten Tagen nach der Empfängnis passiert ist, es hat dem kleinen Wesen im Bauch offensichtlich nicht geschadet – sonst wäre es jetzt nämlich nicht mehr da. Also: Durchatmen! Und, statt ein schlechtes Gewissen für Vergangenes zu haben, lieber an die Zukunft denken: Ab jetzt beginnt tatsächlich die Zeit, in der Alkohol und Nikotin dem kleinen Kämpfer im Bauch schaden können.

Wen weihen wir ein?

Die Babybauchzeit ist eine spannende Sache. Nicht nur für die werdenden Eltern selbst, sondern auch für die Menschen um sie herum. Sich gemeinsam auf das Baby zu freuen, kann eine wunderbare, verbindende Erfahrung sein. Doch je mehr Menschen von der Schwangerschaft wissen, desto mehr Meinungen prasseln auf die werdende Familie ein. Insbesondere wenn die Schwangerschaft noch ganz frisch ist, fragen sich viele Schwangere deshalb: Wen weihe ich am besten ein?

Eine klassische Empfehlung lautet: Bis zur 12. Woche nur den allerengsten Kreis, danach den Rest der Welt. Hintergedanke dabei ist, dass die Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt als besonders »sicher« gilt – das Risiko, dass jetzt noch etwas schiefgeht, liegt bei unter einem Prozent. Es geht also darum, sich zu schützen: vor blöden Kommentaren und unsensiblen Fragen, wenn die Schwangerschaft traurigerweise vorzeitig endet. Das kann durchaus eine sinnvolle Überlegung sein – schließlich ist der frühe Verlust einer Schwangerschaft eine intime und aufwühlende Erfahrung. Doch die 12-Wochen-Regel lenkt den gedanklichen Fokus werdender Eltern ein Drittel der gesamten Schwangerschaft auf ein angstvolles »Was wäre, wenn?«– und das, obwohl die Wahrscheinlichkeit für eine frühe Fehlgeburt bereits mit einem schlagenden Herzchen in der 7. Schwangerschaftswoche auf drei bis vier Prozent sinkt. Dazu kommt, dass auch im unwahrscheinlichen Fall eines frühen Verlustes enge Freunde und Familienmitglieder eine wertvolle Stütze sein können. Es ist schwer genug, um ein Kind zu trauern, das nur so kurz da war – oft wird es noch schwerer, wenn niemand von ihm wusste. Werdende Eltern dürfen ihr Baby-Geheimnis also guten Gewissens auch bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel lüften – insbesondere Menschen gegenüber, von denen sie wissen, dass sie bei ihnen in jedem Fall eine einfühlsame Begleitung finden werden.

Gleichzeitig ist es selbstverständlich auch legitim, es wochen- oder gar monatelang auszukosten, als Elternpaar ganz allein von der Schwangerschaft zu wissen und sich gemeinsam vorzufreuen, während alle anderen noch nichts ahnen. Und natürlich gibt es auch nach der 12. Woche keine Auskunftspflicht. Von einer Schwangerschaft zu erfahren ist kein Recht, sondern ein Privileg. Und wie in allen anderen Schwangerschaftsfragen auch ist die letzte Instanz das subjektive Empfinden der werdenden Mutter, der werdenden Familie: Was sich für sie richtig anfühlt, ist richtig. Und was sich falsch anfühlt, ist falsch.

Wie weit bin ich überhaupt?

Wie alt ist das Baby in meinem Bauch? Manche Schwangere wissen das ganz genau. Weil sie ahnen, wann das Kleine entstanden ist, weil sie sich an ihren Eisprung erinnern – oder weil sie den Termin der Implantation in der Kinderwunschklinik noch in ihrem Kalender stehen haben. Zum Zeitpunkt des positiven Tests ist das meist etwa zwei Wochen her. Also ist das Kleine etwa zwei Wochen alt, oder? Tatsächlich berechnen Hebammen und Ärzte die Dauer einer Schwangerschaft anders – nämlich nicht vom Zeitpunkt der Empfängnis her, sondern vom Startdatum der letzten Periode. Das heißt: In den ersten zwei Schwangerschaftswochen war da noch gar kein Baby, sondern nur eine heranreifende Eizelle, die irgendwann ungefähr in der Mitte des Zyklus befruchtet wurde. Zum Zeitpunkt des positiven Tests sind Schwangere also meist bereits in der 5. oder 6. Woche – auch wenn es einen Monat zuvor noch nicht einmal die Ahnung eines Babys gab. Zugegeben: Das ist eine ziemlich verwirrende Art zu rechnen. Im Internet findest Du verschiedene Rechner, mit denen Du ganz einfach selbst ausrechnen kannst, in welcher...

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