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E-Book

Bachelor-Studium

Die wichtigsten Fragen und Antworten

AutorMarkus Mau
VerlagVerlag Wissen-Kompakt
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl114 Seiten
ISBN9783943082074
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis6,49 EUR
Bildungsoffensive 'Bachelor 2016/2017' - jetzt Preissenkung nutzen (statt 11,99? nur 6,49?): 'Die wichtigsten Fragen und Antworten' zum Bachelor-Studium enthalten alle relevanten Inhalte um Deine Zukunft richtig zu planen. Antworten auf über 150 Fragen und viele Hinweise helfen dabei, die richtige Hochschule für deinen Karrierestart zu finden. Unter anderem findest du umfassende Informationen über: •Grundüberlegungen zum eigenen Studientyp und zur Wahl der passenden Hochschulform •Aufgliederung des Hochschulsystems •Leistungsaspekte im Studium •Zusammenspiel von Studium und Beruf sowie des berufsbegleitenden Studierens •strukturierte Auswahl der Hochschule •Stolpersteine auf dem Weg zum Erfolg •Infrastruktur und Kuschelfaktoren •Studienabschluss: Endpunkt und Anfang einer neuen Zeitrechnung Die Fragen werden mit der richtigen Mischung aus Fachkompetenz und Praxistipps beantwortet. Angehende Studierende werden optimal dahingehend informiert, individuelle Ziele vor dem Studium zu definieren, ihre Studienentscheidungen entsprechend auszurichten und erfolgreich umzusetzen.

Prof. Dr. Markus Mau ist an der Ausgestaltung und Akkreditierung mehrerer Studiengänge unterschiedlicher Hochschulen/Universitäten beteiligt. In seinen Funktionen als Gründungsprofessor und Studiengangsleiter spielten/spielen die Fragen der Studierenden eine wichtige Rolle. Als Verantwortlicher für das deutschsprachige Studium 'Internationales Management' an der West Ungarischen Universität, als 'International Academic Advisor' der Tecnológico de Monterrey (Mexiko) und als Professor internationaler Hochschulen verfügt er zudem über weltweite Erfahrung. Durch viele Gespräche mit Studenten, Professoren und Unternehmensvertretern sind die Ratgeber für Bachelor- und Master-Studium entstanden.

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Leseprobe

2. Hochschule & Angebot


In den seltensten Fällen gibt es die Hochschule, an der man genau dieses eine Fach unbedingt studieren „muss“. Viel häufiger spielen viele Faktoren eine Rolle bei der Wahl, die auch in den nachfolgenden Kapiteln betrachtet werden.

Im 2. Kapitel liegt der Schwerpunkt auf der rein fachlichen Seite der Hochschulwahl.

2.1 Was studiere ich wo – Was nützt ein Hochschulranking?


Für viele Studienfächer gibt es diverse Rankings, die eine studiengangspezifische Bewertung einzelner Hochschulen vornehmen. Hierzu gibt es 2 wesentliche Hinweise, um diese richtig zu lesen:

Sind alle Hochschulen erfasst?

Das ist meistens nicht der Fall, weil es z. B. die voreingestellten Kriterien der Standardbewertung jungen Studiengängen nicht ermöglichen (da u.a. auch Absolventen befragt werden) teilzunehmen. Daher nicht blind mit von Dritten „vorgefertigten“ Listen arbeiten!

Sind die genannten Kriterien für mich relevant?

Die Ausstattung der Bibliothek ist prinzipiell ein wichtiges Kriterium, für einen Studenten, der neben der Nationalbibliothek wohnt aber vielleicht auch nicht. Wie werden die Kriterien gewichtet? Ist die „nette Campus-Atmosphäre“ relevant, wenn der eigene Studiengang in einem anderen Stadtteil angesiedelt ist?

Wieviel Reputation muss sein?

Prinzipiell ist es vorteilhaft, nicht an der unbekanntesten Hochschule für den gewählten Studiengang zu starten. Doch zwischen diesem Extrem und der TOP-internationalen Hochschule liegen sehr viele andere Lösungen. Interessanterweise sind dabei viele deutsche Hochschulen im internationalen Vergleich kaum bekannt, was für alle interessant sein kann, die sich international ausrichten wollen.

Wie viele Studenten braucht es für eine gute Hochschule?

10.000 Studenten an einem Standort sind weder Vor- noch Nachteil. Es hängt von folgenden Faktoren ab: Wer ein Großstadt-Typ ist, den stören auch nicht die vielen Studenten um ihn herum. Ganz im Gegenteil: Nicht nur die Feiern anderer Fachbereiche sind häufig eine willkommene Ablenkung und helfen, völlig andere Studenten kennenzulernen.

Ob ein Studium gut oder schlecht ist, liegt nicht an der Zahl der Studierenden, sondern an weiteren Faktoren, die in der nächsten Frage beantwortet werden.

Wie ist das Betreuungsverhältnis?
(siehe nächste Frage)

2.2 Wie ist das Betreuungsverhältnis?


Bei der Bewertung eines Studienganges zwischen den Hochschulen spielt das Betreuungsverhältnis eine wichtige Rolle.

Wer einer von 450 Studenten in der Einführungsveranstaltung ist, wird kaum mit seiner Lern-Frage bis zum Professor vordringen. Außerdem überlegt man sich mindestens zweimal, bevor man im großen Hörsaal vor den 449 Anderen eine Frage stellt oder eine Antwort gibt, für die man sich die restlichen Semester durchschämt.

Kleine Lern-Gruppen haben hier einen Vorteil, den man nur richtig zu schätzen weiß, wenn man das Gegenteil – den Massenbetrieb – kennt.

Je nach Lerntyp macht das einen gewaltigen Unterschied. Man hat einen wesentlich persönlicheren Zugang zu den Professoren, kann seine Fragen stellen und kann (indirekt) dadurch den Veranstaltungen besser folgen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man in den ersten 10 Minuten den Faden verliert, sich nicht traut zu fragen und dann die restlichen 3 Stunden mit Inhalten erschlagen wird, ist sehr, sehr viel geringer.

Das Betreuungsverhältnis gibt hier Aufschluss, was einen tendenziell erwartet. Das ist insbesondere im Bachelor wichtig, da ein Großteil der Aufmerksamkeit (= kleine Gruppen) an den traditionellen Hochschulen den Master-Kandidaten gewidmet ist.

2.3 Welchen Spezialisierungsgrad möchte ich mit einem Bachelor abdecken?


Das Bachelor-Studium führt durch das Erreichen aller erforderlichen Credit Points zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Um eine umfassende Ausbildung innerhalb des gewählten Studienfachs zu gewährleisten, sollten die Bachelor-Programme entsprechend auf umfassende Grundkenntnisse ausgelegt sein. Lediglich in der 2. Phase des Bachelor-Studiums werden dann erste Spezialisierungsfächer geboten. Doch diesem Grundprinzip folgen nicht alle Studienangebote. Häufig wird sogar mit der speziellen Fachausbildung geworben. Das hat Vor- und Nachteile.

Vorteilhaft an umfassenden Spezialisierungen ist, dass man als Student in einem begrenzten Bereich innerhalb seiner Regelstudienzeit sehr tief ausgebildet wird – also ziemlich viele Details erlernt, die für das praktische Leben (den Beruf) wichtig sind. Damit liefert man einen besseren Beitrag für potenzielle Arbeitgeber, wenn man schon zu Beginn des Studiums weiß, was man später machen möchte.

Wer diesen Weg wählt und später ein Master-Studium draufsetzen will, der kann dann immer noch ein generalistisches Master-Programm auswählen. Unter Umständen hat man seinen persönlichen Karriereweg aber zwischenzeitlich schon so eingeschlagen, dass man noch weiter in die Spezialisierung geht.

Vorteilhaft an der generalistischen Ausbildung ist, dass die wenigsten Studenten am ersten Tag wissen, in welche berufliche Richtung sie später genau gehen wollen. Wer sich also schon mit der Studiengangswahl schwer tut, der sollte lieber eine generalistische Ausbildung wählen.

Die generalistische Grundausbildung zielt auf ein breites Fundament an Basiswissen ab. Das ist wichtig, um auch die angrenzenden Wissensgebiete kennenzulernen. Mit dem so gewonnenen Verständnis über Gesamtzusammenhänge ist man gut vorbereitet, um sich in verschiedene Richtungen weiterzuentwickeln und ggf. auch später noch „umzuschwenken“. Für diese Gruppe Bachelor-Studierender bleibt dann immer noch die Möglichkeit, ein spezialisiertes Masterprogramm zu wählen.

Frage 2.13 „Wie wichtig sind Spezialisierungsmöglichkeiten im Bachelor?“

2.4 Welche Studienangebote gibt es am Markt?


Wir haben bisher schon über die unterschiedlichen Hochschulformen und die Spezialisierung durch einen Bachelor-Studiengang gesprochen. Passend zur Spezialisierung war auch noch der Zusammenhang zu einem konsekutiven Masterprogramm zu berücksichtigen. Eine weitere Entscheidungsebene bietet die (Grundsatz-)Frage öffentliche oder private Hochschule .

Damit haben wir 4 Ebenen der Entscheidung, anhand derer man seine Wahl vorstrukturieren kann. Nächster Schritt sind die Aufnahmekriterien, die man sehr frühzeitig prüfen sollte, damit man keine Fristen verpasst oder Förderungsmöglichkeiten auslässt. Je nach Hochschule sind auch schon alle Plätze vergeben, wenn man sich am ersten Vorlesungstag meldet.

2.5 Kann ich (temporär) die Hochschule wechseln?


Diese Frage stellt sich immer dann, wenn man entweder vor hat, dem Bologna-Prozess folgend an mehreren Hochschulen zu studieren, oder aber ein Auslandssemester zu absolvieren.

Hier sollte man einige wichtige Aspekte gleich vor dem Studienstart klären:

• Gibt es bestehende (und auch gelebte) Auslandsprogramme?

• Wie viele Studenten nutzen dieses?

• Kann ich von den Erfahrungen der anderen Studenten profitieren (Austauschplattform)?

• In welchem Semester finden diese statt?

• Sind diese so in die Semesterplanung eingebunden, dass man keine Nachteile durch den Auslandsaufenthalt in Kauf nehmen muss?

• Seit wann bestehen diese Programme?

• Kann man auch ein weiteres Semester ins Ausland gehen?

• Sind die Studiengebühren im Inland während des Auslandssemesters zu zahlen?

• Kommen noch zusätzliche Semestergebühren im Ausland hinzu?

Da Auslandssemester zumindest bei der Vorauswahl einer Hochschule häufig in Erwägung gezogen werden – auch wenn die meisten Studenten dann doch lieber zu Hause bleiben – spielen diese in der Werbung der Hochschulen eine wichtige Rolle. Deswegen ist ein genaues Nachfragen wichtig, damit die Enttäuschung nicht kommt, wenn man sich gerade richtig eingelebt hat.

Zwar haben fast alle Hochschulen ein „international office“ oder „Auslandsamt“, aber die Angebote liegen himmelweit auseinander. Ideal ist es, wenn gleich bei den vorgenannten Start-Fragen klar wird, dass es ein durchdachter, integrierter Baustein der Karrierebildung durch das Studium ist. Das bedeutet nicht, dass man nicht auch in exotischen Ländern an bisher unbekannten Hochschulen Auslandserfahrung sammeln kann. Man muss sich nur bewusst sein,...

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