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Bestellung nicht angekommen

Die größten Irrtümer beim Wünschen

AutorManfred Mohr
VerlagGoldmann
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl192 Seiten
ISBN9783641145453
FormatePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis7,99 EUR
Das Training für die richtige Haltung beim Wünschen.
Was, wenn wir etwas beim Universum 'bestellt' haben und sich das Gegenteil dessen einstellt, was wir uns eigentlich gewünscht haben? Oder schlichtweg der Wunsch ungehört verhallt? Dann mag es an der inneren Haltung liegen, an den Schatten und Grenzen, die beim Bestellen nicht wegzuwünschen sind. Das hat mit dem bestellenden Menschen selbst zu tun. Den Wunsch innerlich zu formen ist vermeintlich einfach, doch - wie innen, so außen - er muss auch richtig formuliert und adressiert werden. Bei 'ich will nicht traurig sein' bleibt 'traurig' im Raum und das Universum erfüllt uns den Wunsch ex negativo. 'Ich will glücklich sein' ist dagegen ein klarer Wille, der keine Zweifel zulässt.


Manfred Mohr ist Seminarleiter und Autor rund um die Themen Wunscherfüllung und Selbstliebe. Mohr war mit der im Oktober 2010 verstorbenen Bestsellerautorin Bärbel Mohr ('Bestellungen beim Universum') verheiratet. Mit den gemeinsamen Zwillingen lebt er in der Nähe von München. Er führt Bärbel Mohrs geistiges Erbe weiter.
www.manfredmohr.de

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Leseprobe

2


Innere Ablehnung I oder:
Wie ich erst einmal nicht
Vater wurde

Wo man am meisten drauf erpicht,
gerade das bekommt man nicht.

Wilhelm Busch

Meine eigene Geschichte rund um das Bestellen begann 1999. Damals kannte ich Bärbel selbst noch gar nicht. Aber ihr Buch Bestellungen beim Universum fand damals bereits zu mir, kurz nachdem sie es geschrieben hatte. Rasch wurde ich von Bärbels grenzenlosem Elan angesteckt. Na, das wollte ich doch auch ausprobieren! Es dauerte nicht lange, und ich war ein begeisterter Besteller.

Damals war ich gerade wieder Single geworden. Ich hatte keine Kinder, war auch noch nie verheiratet gewesen und lebte in einer netten Mietwohnung in der Stadt. Meine Arbeitsstelle lag damals im Bereich Umweltschutz, sie sicherte mich ab, aber erfüllte mich nicht wirklich.

Dem einen oder anderen Leser mögen dieses Szenario oder Teile davon bekannt vorkommen. Was mich betraf, machte ich mir nach der Lektüre von Bärbels erstem Bestellbuch eine lange Liste mit den Dingen, die ich in meinem Leben gern anders haben wollte, und bestellte locker drauflos. Ich wünschte mir also:


eine Partnerin, die mich liebt, die zu mir passt und mit der ich gemeinsam lebe,

ein Haus auf dem Land in der Nähe eines Sees, mit viel Natur und frischer Luft,

einen Job, der mich ausfüllt und begeistert,

ausreichend Freizeit und trotzdem

genügend Geld und damit Ressourcen für alles, was sonst noch notwendig sein könnte.


Alle diese Wünsche wurden mir mit der Zeit tatsächlich erfüllt. Manchmal dauerte es zugegebenermaßen etwas, bis sich die positive Veränderung einstellte. Das hatte sehr viel mit meiner inneren Einstellung, meinen Ängsten und Ablehnungen zu tun. Oft stellte ich in der Vergangenheit fest, dass mein Bewusstsein zwar das eine wollte, mein Unterbewusstsein mir aber nur zu gern einen Strich durch diese Rechnung machte.

Genau an diesem Punkt würde ich gerne ansetzen. Er lässt sich wunderbar illustrieren anhand meines dama­ligen Wunsches nach einer festen Partnerin. In einer funktionierenden Beziehung zu leben, war und ist für mich sehr wichtig. Und was ist mit Familie?, wird mancher von euch nun vielleicht fragen. Tatsächlich: Kinder und Familie kamen in meiner damaligen Wunschliste gar nicht vor. Und das hatte einen guten Grund. Meinen Kinderwunsch hatte ich nämlich damals begraben. Immerhin war ich schon Ende 30 und hatte gerade das Ende einer Beziehung erlebt, bei der ich mir Hoffnung auf eine Familie gemacht hatte. Entsprechend frustriert war ich also. Nichtsdestotrotz bin ich heute Vater von Zwillingen, die bereits 13 Jahre alt sind. Wie das kam, wundert mich manchmal selbst immer noch.

Heiraten und Kinder kriegen – das hatte ich mein gesamtes Leben lang gewollt. Mit Mitte 30 war es dann scheinbar so weit: Ich traf meine damalige Traumfrau, die wie gemacht für eine künftige Familie erschien. Doch leider wollte sie nach dem Studium zuerst Karriere machen, zog um in eine andere Stadt, wir sahen uns kaum noch, und irgendwann endete unsere Fernbeziehung.

Für mich brach eine Welt zusammen. Wenn auch diese Frau nicht die Richtige war, dann würde es keine sein. Ich gab meinen Kinderwunsch innerlich auf und besiegelte dies im Äußeren, indem ich eine private Krankenver­siche­rung abschloss. Bis dahin war ich gesetzlich versichert geblieben, obwohl ich schon viele Jahre hätte wechseln können. Die gesetzliche Versicherung kam mich als Single teurer, aber im Falle einer Familiengründung wären meine Frau und meine Kinder mitversichert gewesen. So hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt immer gedacht.

Mein Entschluss, die Versicherung zu wechseln, war darum für mich keine Nebensache. In diesem Moment ließ ich meinen Kinderwunsch wirklich los. Und knapp zwei Jahre später war ich dann doch Vater. Heute denke ich, dass es genau deshalb so gekommen ist, weil ich meinen Kinderwunsch wirklich losgelassen hatte. Aus heutiger Sicht weiß ich, dass ich mich zu sehr an diesen Wunsch geklammert habe. Es war lange Zeit schlicht undenkbar für mich, ohne Kinder zu bleiben. Dieser Gedanke war sogar richtiggehend unerträglich. Ich war gar nicht in der Lage, eine andere Sichtweise einzunehmen, etwa in der Art von: »Na gut, Universum, da es nun mal dein Wille zu sein scheint, mich ohne Kinder durchs Leben zu schicken, dann akzeptiere ich auch das.« Erst als ich eine gewisse Demut – und damit auch Entspanntheit – entwickelt hatte, fühlte sich das Universum frei genug, meinen Kinderwunsch zu erfüllen. Mir scheint, das Universum mag einfach keinen Druck. Und ich muss zugeben, mir selbst geht es sehr ähnlich, etwa wenn meine Kinder etwas von mir wollen. Ihnen erfülle ich auch viel lieber Wünsche, die mit einem freundlichen und einladenden »Bitte, könntest du wohl …?« eingeleitet werden statt mit »Ich will aber …!«.

Lass uns noch ein bisschen bei diesem Punkt bleiben: Stell dir vor, du willst etwas ganz besonders stark. Unbedingt, diese Sache soll geschehen. Es darf gar nicht anders kommen. Es muss. Du sendest unentwegt Eilmeldungen ans Universum, bitte, bitte, das genau möchtest du. Für mich ist das so, als würde ich den Weg zum Himmel dabei mit so viel Post zukleistern, dass die Auslieferung gar nicht zu mir zurück durchdringen kann. Der himmlische Briefkasten ist gewissermaßen verstopft. Ich verhindere die Lieferung, weil ich dauernd weiterbestelle, was schon bereit wäre, ganz natürlich und leicht zu mir zu kommen.

Noch ein kleines Beispiel: Eine Freundin von mir hatte beschlossen, zu einem Seminar nach Kiel zu fahren. Sie hatte sich angemeldet, stand aber nur auf der Warteliste. Es war also unsicher, ob sie wirklich teilnehmen konnte. Wohl um dem Universum ein wenig auf die Sprünge zu helfen, beschloss sie einfach, trotzdem nach Kiel zu fahren. Sie wollte das Seminar eben unbedingt, buchte ein Hotel und fuhr los, erfüllt von dem dringenden Wunsch, noch dabeisein zu können. Nun, sie konnte es nicht. Offenbar hatte sie es zu sehr gewollt. Das Universum lässt sich nichts aufzwingen. Sie machte sich dann immerhin trotzdem ein schönes Wochenende und lernte dabei die Stadt kennen.

Eine gelassenere Grundeinstellung beim Bestellen könnte darum folgendermaßen aussehen: »Na, Universum, wie wäre es, wenn du diesen Wunsch erfüllst? Daran hätte ich großen Spaß. Wenn es aber gerade nicht in deine Pläne passt, dann ist es auch gut. Ich fahre jetzt einfach mal in diese Stadt, und ich bin dir auch nicht böse, sollte der Wunsch nicht erfüllt werden. Dann vielleicht beim nächsten Mal.«

Das entgegengesetzte Verhalten, ein äußerst energisches, unbedingtes, aber eben auch unentspanntes Wünschen, kenne ich von vielen Menschen, besonders, wenn es um Beruf und Geld geht. Schließlich bekommen wir ja auch in zahlreichen Motivationsbüchern gesagt: Du musst es nur genug wollen, dann gelingt es dir auch. Daran ist ganz sicher ein wahrer Kern. Man sollte durchaus positiv denken, und man muss auch nicht alle seine Wünsche aufgeben. Aber man sollte auch eine innere Haltung kultivieren, die die Möglichkeit zulässt, dass ein Wunsch eben doch nicht Wirklichkeit wird. Das macht es übrigens auch leichter, sich wieder aufzurappeln, wenn im Leben etwas schiefgeht. Viele Menschen sind nur deshalb erfolgreich, weil sie nach einer Niederlage wieder aufgestanden sind, um es erneut zu versuchen. Churchill wird gern mit dem Ausspruch zitiert, Erfolg bedeute, von Niederlage zu Nieder­lage zu schreiten, ohne dabei seinen Enthusiasmus zu verlieren. Zu einer inneren Haltung des Wünschens, die mehr als eine Möglichkeit zulässt, gehört auch der Mut, Dinge praktisch auszuprobieren. Wenn ich immer nur wünsche, dass alles genau so geschehen soll, wie ich es möchte, dann blockiere ich die Wunscherfüllung offenbar. Ich lasse dem Universum dann nicht mehr die freie Wahl, den Wunsch in genau der Weise zu erfüllen, wie es am besten und richtiger für mich wäre. Mir fehlt beim Wünschen die Demut, oder anders gesagt: Mir fehlt das Vertrauen ­darauf, dass die Schöpfung oder das Universum wissen, was gut für mich ist.

Bei meinem Kinderwunsch war ich sicher in dieser Weise gehemmt und blockiert. Ich wollte unbedingt eine Familie. Ich ließ keinen anderen Gedanken zu. Bis ich die Versicherung kündigte. Das änderte alles. Denn damit ließ ich die Möglichkeit des Allein-Lebens zu, die es ja faktisch auch gab, denn ich hatte ja bereits viele Jahre als Single gelebt. Das war schmerzhaft. Aber ich hörte auf, ein Leben ohne Kinder abzulehnen.

Auch wenn dieser Satz ganz unscheinbar erscheint: Hier verbirgt sich für mich das Geheimnis, warum ich ­Vater werden konnte. Meine Ablehnung der Möglichkeit, kinderlos zu bleiben, hatte die Erfüllung meines Kinderwunsches blockiert. Denn Ablehnung ist eine der wirkmächtigsten Kräfte im Universum. Das, was ich ablehne, ziehe ich in mein Leben.

Um das zu verstehen, vergegenwärtige dir, dass alles in der Schöpfung ins Gleichgewicht drängt. Wo etwas zu viel ist, fließt es ganz natürlich dorthin, wo zu wenig davon ist. Dafür gibt es in der Natur zahlreiche Beispiele. Berühren sich etwa zwei verschieden warme Gegenstände, fließt die Wärme zwischen ihnen, bis die Temperatur zwischen beiden ausgeglichen ist. Wasser strömt immer vom höheren Niveau ins tiefere, bis der Pegelstand gleich ist. Eine chemische Reaktion zweier Stoffe beruht auf ihrem Energieunterschied...

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