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BilderRecht

Die Macht der Bilder und die Ohnmacht des Rechts Wie die Dominanz der Bilder im Alltag das Recht verändert

AutorVolker Boehme-Neßler
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl246 Seiten
ISBN9783642038778
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis60,23 EUR

Wir leben in einer Bilderwelt. Die Folgen sind - im wahrsten Sinn des Worts - unübersehbar. Was bedeutet die Dominanz der Bilder für das Recht? Bisher ist das Recht sehr bilderskeptisch. Das wird kaum so bleiben können, denn wenn sich ein Recht zu weit vom Leben entfernt, wird es über kurz oder lang an Bedeutung verlieren. Welche Chancen und Risiken ergeben sich, wenn Parlamente, Verwaltungen, Gerichte und Anwälte visuell kommunizieren? Der Autor diskutiert die Frage, wie ein BilderRecht aussehen könnte.



Volker Boehme-Neßler, Jahrgang 1962, lebt in Berlin. Er ist habilitierter Jurist und promovierter Politikwissenschaftler. Nach seinem Studium war er mehrere Jahre als Rechtsanwalt tätig. Seit 1998 ist er Professor für Öffentliches Recht und Europarecht an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Sein Interesse gilt den Schnittstellen - zwischen Recht und Gesellschaft, zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Natur und Kultur und zwischen Mensch und Technik.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Zwischen Technophilie und Technophobie: Kultur, Technik und Recht11
1.1 Wechselwirkungen – Technik und Kultur11
1.1.1 Technik: Das Produkt von Kultur?12
1.1.2 Kultur: Das Produkt von Technik?14
1.2 Technologischer Imperativ oder Gestaltungsmacht des Rechts?18
1.2.1 Die normative Kraft des Technischen. Wie Technik das Recht ändert18
1.2.2 Die technische Kraft des Normativen. Wie Recht die Technik ändert21
Literatur26
KulturTechnik und Recht - Die Schrift als Beispiel30
2.1 Sprache als Denkwerkzeug30
2.2 Vom Sprechen zum Schreiben32
2.2.1 Schriftlose Gesellschaften: Denken ohne Schreiben32
2.2.2 Literale Gesellschaften: Denken durch Schreiben36
2.3 Gutenberg – und die Folgen40
2.3.1 Die Manuskriptkultur: Das Buch als Einzelstück41
2.3.2 Gutenbergs Revolution: Das Buch als Massenmedium41
2.3.3 Demokratie ohne Bücher?43
2.4 Recht sprechen oder Gesetze schreiben – Vom gesprochenen zum geschriebenen Recht44
2.4.1 Die Herrschaft des Rechts45
2.4.2 Das Ich wird wichtig – Gleichheit und subjektive Rechte46
2.4.3 Schriftliche Rechtsquellen – und die Folgen49
2.4.4 Gerichtsverfahren – Reduktion der Welt und klare Entscheidung52
2.4.5 Eine ambivalente Bilanz54
Literatur57
Die Macht der Bilder63
3.1 Pictorial Turn – von der Schriftkultur zur Bildkultur63
3.2 Das Ende der Schrift?65
3.3 Was ist ein Bild – und wozu dient es?66
3.4 Abbilden oder Konstruieren: Wie werden Bilder rezipiert?70
3.5 Bilder als Kommunikationswerkzeuge72
3.5.1 Tempo, Tempo – Die Geschwindigkeit visueller Kommunikation72
3.5.2 Bilder anschauen – Die Konkretheit visueller Kommunikation73
3.5.3 Ich mache mir ein Bild – Die Subjektivität der visuellen Kommunikation74
3.5.4 Exkurs: Kollektives Gedächtnis76
3.5.5 Bilder berühren – Die Emotionalität visueller Kommunikation77
3.5.6 Was will uns der Maler sagen? Die Vieldeutigkeit visueller Kommunikation82
3.5.7 Auf einen Blick – Prägnanz in der visuellen Kommunikation85
3.6 Ein Bild oder tausend Worte? – Zur Überlegenheit von Bildern86
3.6.1 Doppelte Encodierung wie Bilder verarbeitet werden87
3.6.2 Biologische Basis: Hierarchie der Sinne87
3.6.3 Bilder sind besser! Sind Bilder besser?89
3.6.4 Bilder: Kommunikation ohne Grenzen?89
3.7 Alle Bilder lügen?91
3.7.1 Glaubwürdigkeit von Bildern – eine Illusion?91
3.7.2 Photoshop & Co. – Bildmanipulation in Zeiten der Digitalisierung93
3.7.3 Gesundes Misstrauen – Zur Einschätzung von Bildern im digitalen Zeitalter95
3.8 Schrift und Bild: Kongruenz und Konkurrenz97
3.8.1 Sprachbilder – Zur Bildhaftigkeit der Sprache97
3.8.2 Bildergeschichten – Zur Erzählkunst der Bilder99
3.8.3 Kongruenz und Konkurrenz101
3.9 Die Anarchie der Bilder102
3.9.1 Worte versus Bilder – Kontrolle oder Freiheit?102
3.9.2 Bilderskepsis des Rechts – Reaktion auf die Anarchie der Bilder?105
Literatur105
Recht und Bilder – eine schwierige Beziehung116
4.1 Wo sind die Bilder geblieben? – Modernes Recht ohne Bilder116
4.1.1 Zwischen Idolatrie und Ikonoklasmus – Das Bild in der Gesellschaft116
4.1.2 Tiefe Skepsis – modernes Recht und Bilder120
4.1.3 Sola Scriptura – Das logozentrische Vorurteil des Rechts122
4.2 Symbole – Auf der Suche nach den Bildern im Recht123
4.2.1 Symbole123
4.2.2 Symbole im Recht124
4.2.3 Symbolisches Recht128
4.3 Immer öfter – Bilder im modernen Recht131
4.4 Der fremde Blick – Bilder vom Recht134
4.4.1 (Rechts)Bild und (Rechts)Wirklichkeit135
4.4.2 Richterin Barbara Salesch lässt grüßen137
4.4.3 Die Öffentlichkeit als Richter? Recht unter dem Druck der öffentlichen Meinung139
4.4.4 Vertrauensverlust? Wenn das Recht die Erwartungen enttäuscht142
4.5 Überzeugungskraft – Chancen visueller Rechtskommunikation145
4.5.1 Bilder als Eye-catcher: mehr Aufmerksamkeit für das Argument145
4.5.2 Form follows function? Bilder in der juristischen Formensprache146
4.5.3 Schnelles Recht ist gutes Recht: Beschleunigung der Rechtskommunikation148
4.5.4 Widerspruch zwecklos. Der Imperativ der Bilder149
4.5.5 Darf man Bildern glauben? Bilder als Beweise150
4.6 Abschied von der Abstraktion?151
4.6.1 Abstraktion im Recht – Bedeutung und Grenzen151
4.6.2 Die Einzelfallabwägung – Das Gegenteil von Abstraktion152
4.6.3 Gesichter und Geschichten – Die Personalisierung des Rechts153
4.7 Angst vor Nähe? Emotionen in der Rechtskommunikation156
4.8 Unordentliches Denken? – Sukzessivität und Assoziativität157
Literatur158
Unscharfe Kommunikation: Komposition und Inszenierung des Rechts170
5.1 Unscharfe Steuerung – Wie lässt sich visuelle (Rechts)Kommunikation steuern?170
5.2 Inszenierung und Komposition – die klassischen Mittel visueller Kommunikation172
5.2.1 Malerei, Grafik, Fotografie – Wie werden Bilder komponiert?172
5.2.2 Theater, Film, Fernsehen – Wie werden bewegte Bilder inszeniert?173
5.2.3 Drama, Baby, Drama! – Visuelle Kommunikation im Fernsehen175
5.3 Die Bildwissenschaften als Lehrmeister – die Komposition von Rechts-Bildern176
5.4 Angewandte Theaterwissenschaften – die Inszenierung juristischer Prozesse178
5.4.1 Inszenierung des Rechts – wozu?178
5.4.2 Seriosität und Authentizität – Die Inszenierung von Recht181
5.4.3 Rituale – Zur Verdichtung von Inszenierungen186
5.4.4 Rechtsrituale – Inszenierung und Emotion im Recht191
5.5 Anspruch und Wirklichkeit: Gefährliche Inszenierungen195
Literatur197
Bilder verstehen – Die Auslegung visueller Rechtskommunikation205
6.1 Was tun? – Zur Überforderung der juristischen Dogmatik205
6.2 Lernen von der Kunstgeschichte – Was können uns Bilder sagen?206
6.3 Lernen von der Theatertheorie – die Auslegung bewegter Rechtsbilder209
6.3.1 Wie sind bewegte Bilder zu verstehen?209
6.3.2 Inszenierungsanalyse – eine neue juristische Auslegungsmethode211
6.4 Kein Zufall, sondern Notwendigkeit – Grenzüberschreitung bei der Auslegung213
Literatur213
BilderRecht – Recht als Drama?215
7.1 Entertainment – Bilder in den Medien215
7.1.1 Schnittmengen – Logik der Bilder und Logik des Boulevards215
7.1.2 The show must go on – Die Logik des Fernsehens216
7.1.3 Zwischen Aufklärung und Volksverdummung – Chance und Risiko des Unterhaltungsparadigmas221
7.2 Politik als Drama – ein (abschreckendes?) Beispiel223
7.2.1 Symbiose – Politik und Fernsehen223
7.2.2 Theatralisierung – Eine andere Politik227
7.2.3 Politainment: Weniger Demokratie – oder mehr?228
7.3 Recht als Entertainment? – Die Unterhaltungslogik und das Recht230
7.3.1 Quote machen mit Recht?230
7.3.2 Eine Spekulation: Skandal und Recht232
7.3.3 Begrenzte Unabhängigkeit – Medien- und Bildresistenz des Rechts232
Literatur235
Worte und Bilder im Recht – Auf der Suche nach dem verlorenen Gleichgewicht240
8.1 Schrift und Text: Grundlage der Rechtsordnung?240
8.2 Bilder im Recht – Chancen und Risiken241
8.3 Worte und Bilder – sinnvolle Ergänzung und wechselseitige Stärkung242
8.4 Bilder oder nicht? Das Recht im Dilemma243
Literatur244

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