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E-Book

Biologisch Gärtnern

Natürlicher Anbau - Gesunde Ernte

AutorSr. Christa Weinrich OSB
Verlagav Buch
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl288 Seiten
ISBN9783840465031
FormatePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis12,99 EUR
Seit vielen Jahren wird der Klostergarten der Benediktinerinnenabtei Fulda unter Führung von Schwester Christa Weinrich biologisch bewirtschaftet. Ihr großer Erfahrungs- und Wissensschatz bietet Stoff für ein Buch voller Informationen zum Biogartenanbau. Neben der Herstellung von Aussaaterden und den verschiedensten Pflanzenbrühen, -jauchen und -tees, werden im Klostergarten alle wichtigen Nutz- und Zierpflanzen, überwiegend in Mischkultur, angebaut. Diese praktische Grundlage bietet eine Fülle an Informationen über die verschiedenen Gehölze, Gemüse, Stauden und Sommerblumen. Über allem steht jedoch immer auch die einzelne Pflanze, der Boden, die Frucht, die liebevoll und mit Respekt gehegt und gepflegt werden. Das Geheimnis guten Gedeihens und Fruchtens im Klostergarten Fulda liegt womöglich auch darin.

Die Gartenbauingenieurin Christa Weinrich OSB ist Ordensfrau der Benediktinerinnenabtei zur Heiligen Maria in Fulda. Sie betreut seit vielen Jahren den Klostergarten der Abtei und ist als Redakteurin der hauseigenen Gartenzeitschrift 'Winke' tätig. Neben zahlreichen Buchveröffentlichungen hält sie Vorträge und Seminare zum Thema Biogartenbau und berät Kleingartenverbände.

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Leseprobe
Einführung (S. 8-9)

Was ist eigentlich ein Biogarten? Was verstehen wir unter biologischem oder naturgemäßem Gartenbau? Die Begriffe sind heute in aller Munde, und doch scheint es mir erforderlich, einige Grundgedanken dazu aufzuzeigen.

Als „biologisch" gilt gemeinhin eine Anbauweise, die ohne synthetisch hergestellte Pflanzenschutz- und Düngemittel arbeitet, um Umweltbelastungen jeder Art zu vermeiden. Doch weit mehr gehört dazu, denn die „Biologie" ist die Lehre vom Leben. Wer also seinen Garten biologisch bewirtschaftet, der versucht, das vielfältige Leben in seinem Garten zu schützen und zu fördern.

Zwar möchte auch der biologisch arbeitende Gärtner dicke Kohlrabiknollen, gesunde Rüben und läusefreie Salatköpfe ernten, doch in seinen Anbaumethoden muss er sich den natürlichen Gegebenheiten der Pflanzen anpassen. Wenn wir so „der Natur auf der Spur" bleiben, beobachten und von ihr lernen, gibt sie uns eine Reihe von Möglichkeiten an die Hand, ohne schädliches Eingreifen in ihre Kreisläufe gesunde und hochwertige Nahrungsmittel heranzuziehen.

Folgende Grundsätze sind dabei besonders hervorzuheben:

• Der Boden als Grundlage für Pflanzen, Tiere und Menschen muss geschützt und lebendig erhalten werden.
• Der Kreislauf Pflanze – Boden – Pflanze, der durch Entnahme der Nutzpflanzen unterbrochen ist, muss durch Kompostieren aller verfügbaren organischen Abfälle geschlossen werden, damit, wie im natürlichen Kreislauf durch Zersetzung und Umwandlung von Pflanzenresten, fruchtbare Humuserde entstehen kann.
• Es sollen, wie in natürlichen Lebensräumen, solche Pflanzengemeinschaften zusammengestellt werden, die sich gegenseitig ergänzen, im Wachstum fördern und Schädlinge und Krankheiten voneinander abhalten.
• Wenn sich dennoch Schädlinge und Krankheiten einfinden, werden diese durch Spritzmittel aus stark duftenden Kräutern oder pflanzlichen Wirkstoffen in Grenzen gehalten, jedoch nie mit chemischen Pestiziden, die unterschiedslos Schädlinge wie Nützlinge vernichten.

Wer nach diesen Grundsätzen arbeitet, wird feststellen, dass es für den Biogärtner nicht immer Patentrezepte gibt; den eigenen Beobachtungen, dem eigenen Gestalten und Kombinieren kommt doch immer der ungleich größere Teil zu. Und so wird jeder Garten einzigartig und gibt immer auch etwas preis vom Menschen, der ihn angelegt hat und pflegt. Und jeder Garten ist schön. Er ist ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere, angepasst an die klimatischen Gegebenheiten der jeweiligen Region und an die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Gartenbesitzers.
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