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Bleibendes Nachwirken des Exils

Eine Untersuchung zur kanonischen Endgestalt des Ezechielbuches

AutorTobias Häner
VerlagVerlag Herder GmbH
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl616 Seiten
ISBN9783451806223
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis59,99 EUR
Die Dissertationsschrift von Tobias Häner zeichnet die Hauptetappen des Leseprozesses des Ezechielbuches nach. Die Katastrophe des Falls Jerusalems und der Zerstörung des Tempels im Zuge der babylonischen Invasion und die spätere Ermöglichung der Rückkehr der Verschleppten aus dem babylonischen Exil kommen in dem Prophetenbuch als Ereignisse in den Blick, die ein bleibendes Nachwirken evozieren: Just aus den schuldverfallenen und jeglicher Hoffnung beraubten Exilierten schafft JHWH in der Konzeption des Ezechielbuches das neue Israel, das folglich bleibend auf die Unverdientheit der gottgewirkten Erneuerung rückverwiesen ist.

Tobias Häner, geb. 1978, studierte katholische Theologie in Luzern, Jerusalem und Augsburg. Er arbeitet als Pfarrvikar im Raum Luzern und ist Mitarbeiter am Institut Therese von Lisieux (ITL) mit Sitz in Basel.

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Inhaltsverzeichnis
Bleibendes Nachwirken des Exils. Untersuchung zur kanonischen Endgestalt des Ezechielbuches1
Vorwort5
Inhaltsverzeichnis7
1 Einleitung13
1.1 Merkmale der inneren Geschlossenheit des Ezechielbuches14
1.2 Das Ganze des Ezechielbuches und seine Botschaft im Fokus der neueren Forschung19
1.3 Bibelhermeneutische Standortbestimmung27
1.4 Ziel, Methode und Aufbau der Arbeit32
2 Der Einleitungsteil (Ez 1-3) – Der Eintritt des Lesers in die Buchlektüre37
2.1 Das Eingangstor zum Buch: die Eröffnungsverse (Ez 1,1-3)37
2.1.1 Ez 1,1 im Bouquet der Prophetenbucheröffnungen39
2.1.2 Das Gefüge in der Eingangspassage des Ezechielbuches43
2.1.3 Die einzelnen Elemente der Bucheröffnung46
2.1.4 Resümee: die Funktion von Ez 1,1-3 als Eingangstor zum Ezechielbuch60
2.2 Die Ouvertüre: die Vision des ......... (Ez 1,4-28)61
2.2.1 Intertextuelle Bezüge und motivliche Anklänge63
2.2.2 Strukturanalyse82
2.2.3 Resümee: die Funktion von Ez 1,4-28 als Ouvertüre94
2.3 Die Exposition: das Indienstnahmegeschehen (Ez 2,1-3,27)100
2.3.1 Textuelle Verknüpfung von Berufungsvision, Wächterperikope und Vision in der Ebene101
2.3.2 Das Indienstnahmegeschehen vor dem Hintergrund der jeremianischen Prophetenberufung (Jer 1,4-19)104
2.3.3 Der narrative Verlauf in Ez 2,1-3,27112
2.3.4 In Ez 2,1-3,27 eingeführte Struktursignale123
2.3.5 Resümee: die Funktion von Ez 2,1-3,27 als Exposition131
2.4 Zusammenfassung134
3 Der erste Akt (Ez 4-11) – „Das Ende kommt!“ (Ez 7,2)137
3.1 Abgrenzung und Charakteristik137
3.2 Die Zeichenhandlungssequenz (Ez 4,1-5,4)142
3.2.1 Strukturanalyse142
3.2.2 Intertextuelle Bezüge in Ez 4,4-8149
3.3 Die Gerichtsworte (Ez 5,5-7,27)152
3.3.1 Die Anbindung der Gerichtsworte an die vorangehende Zeichenhandlungssequenz152
3.3.2 Die Struktur der einzelnen Texteinheiten154
3.3.3 Verknüpfungen zwischen den drei Texteinheiten Ez 5,5-17 6,1-14 und 7,1-27159
3.3.4 Intertextuelle Bezüge zu Lev 26164
3.4 Die erste Tempelvision (Ez 8,1-11,25)173
3.4.1 Die Gesamtstruktur der Visionserzählung173
3.4.2 Die Anbindung der Visionserzählung an die Zeichenhandlungssequenz und die vorangehenden Gerichtsworte176
3.4.3 Die Struktur der einzelnen Teile der Visionserzählung180
3.4.4 Verknüpfungen innerhalb der Visionserzählung187
3.4.5 Bezüge zwischen der ersten Tempelvision und der Eingangstheophanie189
3.5 Der Lektüreverlauf im ersten Akt in Gesamtperspektive193
3.5.1 Die Adressaten des Propheten194
3.5.2 Leserlenkung200
3.6 Zusammenfassung203
4 Der zweite Akt (Ez 12-24) – „Kehrt um und lebt!“ (Ez 18,32)205
4.1 Abgrenzung und Charakteristik205
4.2 Gesamtstruktur209
4.2.1 Die rahmende Funktion von Ez 12,1-16 und 24,15-27209
4.2.2 Weitere Strukturmerkmale211
4.3 Die erste Phase des zweiten Aktes (Ez 12,1-19,14)214
4.3.1 Die einleitende Funktion von Ez 12,1-13,23214
4.3.2 Ez 14,1-19,14: Gericht und Umkehr220
4.3.3 Resümee: der Lektüreverlauf in der ersten Phase des zweiten Aktes235
4.4 Die zweite Phase des zweiten Aktes (Ez 20,1-24,27)238
4.4.1 Thema und Adressaten238
4.4.2 Ez 20 als Schlüsseltext240
4.4.3 Konturierungen im Lektüreverlauf247
4.4.4 Resümee: der Lektüreverlauf in der zweiten Phase des zweiten Aktes257
4.5 Die Funktion von Ez 24 im zweiten Akt und im Buchganzen258
4.5.1 Ez 24,1-14 als Abschluss von Ez 20-24 und Ez 12-24259
4.5.2 Ez 24,15-27 als Abschluss von Ez 4-24264
4.5.3 Resümee: die buchdramaturgische Funktion von Ez 24277
4.6 Der Lektüreverlauf im zweiten Akt in Gesamtperspektive278
4.6.1 Ez 12-24 vor dem Hintergrund von Ez 4-11279
4.6.2 Intertextuelle Bezüge zu Lev 26290
4.6.3 Die über das Gericht hinausreichenden Ausblicke in Ez 4-24301
4.6.4 Konditionale und bedingungslose Lebenszusagen im zweiten Akt317
4.7 Zusammenfassung322
5 Der dritte Akt (Ez 25-32) – „Ich gebe meinen Schrecken über das Land der Lebenden“ (Ez 32,32)325
5.1 Zur Situierung von Ez 25-32 im Buchganzen325
5.2 Die einleitende Funktion von Ez 25327
5.3 Die Anknüpfung der Fremdvölkersprüche an die Gerichtsansage gegen Jerusalem in Ez 4-24334
5.3.1 Strafansage335
5.3.2 Schuldaufweis339
5.4 Die Hoffnungsbotschaft an die Exilierten in der Gerichtsansage an die Völker343
5.4.1 Indirekte Heilsankündigungen344
5.4.2 Die Heilsansage in Ez 28,25-26a350
5.5 Der Lektüreverlauf im dritten Akt in Gesamtperspektive354
5.5.1 Ez 28,20-26 als strukturelle und inhaltliche Mitte354
5.5.2 Der klimaktische Verlauf im dritten Akt360
5.6 Resümee: die buchdramaturgische Funktion der Fremdvölkersprüche365
6 Der vierte Akt (Ez 33-39) – „Wenn sie auf ihrem Boden sicher wohnen und niemand sie schreckt“ (Ez 39,26)371
6.1 Abgrenzung und Charakteristik371
6.2 Die einleitende Funktion von Ez 33376
6.2.1 Rückbezüge377
6.2.2 Vorausweisende Elemente391
6.2.3 Resümee: die Funktion von Ez 33 als Einleitung in den vierten Akt393
6.3 Die Ankündigung der Heilswende (Ez 34,1-37,28)397
6.3.1 Struktur397
6.3.2 Ez 34-37 vor dem Hintergrund von Ez 1-32403
6.3.3 Ez 34-37 vor dem Hintergrund von Lev 26464
6.4 Die Gog-Perikope (Ez 38,1-39,29)471
6.4.1 Struktur472
6.4.2 Die Rückbindung der Gog-Perikope an Ez 34-37481
6.4.3 39,21-29 als Abschluss des vierten Aktes486
6.4.4 Fazit: die Funktion der Gog-Perikope im vierten Akt492
6.5 Resümee: die buchdramaturgische Funktion von Ez 33-39495
7 Der fünfte Akt (Ez 40-48) – „Ich will euch gnädig annehmen“ (Ez 43,27)507
7.1 Die Struktur der zweiten Tempelvision508
7.1.1 Gesamtaufbau508
7.1.2 Die Mitte der zweiten Tempelvision (Ez 43,1-44,8)522
7.1.3 Die Anbindung von Ez 40,5-42,20 und 44,9-46,24 an 43,1-44,8530
7.2 Rückbezüge zu den vorangehenden Buchteilen534
7.2.1 Eröffnungspassage (Ez 40,1-4)534
7.2.2 Visionsmitte (Ez 43,1-44,8)536
7.2.3 Tempelsatzungen (Ez 44,9-46,18) und Vision von der Tempelquelle (47,1-12)542
7.2.4 Fazit544
7.3 Intertextuelle Bezüge im fünften Akt546
7.3.1 Eröffnungsvers (Ez 40,1)546
7.3.2 Visionsmitte (Ez 43,1-44,8)549
7.3.3 Schlussteil (Ez 47,1-48,35)551
7.3.4 Fazit552
7.4 Resümee: die buchdramaturgische Funktion der zweiten Tempelvision552
8 Konklusion559
8.1 Der Lektüreprozess im Rückblick559
8.2 Die Dramaturgie des Ezechielbuchs im Überblick569
8.3 Lektüreprozessorientierte Hermeneutik: ein Ausblick573
Anhang577
1. Abkürzungsverzeichnis577
2. Literaturverzeichnis579
2.1 Biblische Textausgaben579
2.2 Sekundärliteratur579
3. Bibelstellenregister (Auswahl)608

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