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Bodytime

Leib und Zeit bei Burnout und in anderen Grenzerfahrungen

VerlagAlber Verlag
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl352 Seiten
ISBN9783495818114
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis0,00 EUR
Der Band enthält Beiträge, die sich mit theoretischen und praktischen Zugängen sowohl zu leiblich konstituierter Zeit als auch zu Leiblichkeit in ihrer zeitlichen Dimension beschäftigen. Es werden Überlegungen und Ansätze aus verschiedenen Disziplinen wie Philosophie, Sportwissenschaft, Tanztherapie und Soziologie vorgestellt und interdisziplinär miteinander ins Gespräch gebracht. Grenzerfahrungen wie Burnout oder Erschöpfung und dem Altern gilt dabei besonderes Interesse. Temporale Aspekte menschlicher Leiblichkeit sind einerseits für die Theoriebildung in der Phänomenologie richtungsweisend, da sie bislang von Raum-Perspektiven weitgehend verdrängt wurden. Andererseits helfen sie, grundlegende Prozesse des Burnout-Syndroms besser zu verstehen. Der interdisziplinär angelegte Band bietet Einsichten, die für die Theorie, Therapie und Prophylaxe von Burnout und anderen psychischen Störungen bedeutend sind. Neben leibphänomenologischen werden auch bewegungsanalytische und zeitdidaktische Erkenntnisse vorgestellt.

Die Herausgeberin und die Herausgeber arbeiten am Forschungsprojekt 'Bodytime' an der Universität Graz. Im Mittelpunkt der Kooperation von Philosophie und Sportpädagogik stehen Fragen des Verhältnisses von Leib und Zeit.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Vorwort8
Einleitung10
1. Leibliche Konstitution von Zeit16
Die zeitliche Struktur der Leiblichkeit18
1. Methodische Vorbemerkung18
1.1 Der Leib als ursprüngliches Körperphänomen18
1.2 Die personale Einstellung als Zugang zum Leib als Leib19
1.2.1 Die Methode als primäre sacherschließende Zugangsart19
1.2.2 Die personale Einstellung als primäre Zugangsart23
2. Die zeitliche Struktur der Leiblichkeit24
2.1 Leib haben heißt Zeit haben24
2.2 Die Zeitigung des Leibes als Zu-sich-selbst-Kommen26
2.3 Schlafen und Aufwachen27
2.4 Älterwerden29
3. Anfang und Beginn der Leibzeit als meiner Lebenszeit31
Literatur33
Embodiment und Idealismus.35
Einleitung35
1. Die phänomenologische Erfahrung37
2. Leib und Erfahrung44
3. Zeit und Erfahrung49
4. Die Leibzeit im Lichte der phänomenologischen Einstellung53
5. Leibzeit als Herausforderung der Transzendentalphänomenologie und die Verschränkung der Einstellungen58
Schluss63
Literatur66
Leibliche Erfahrung und Räumlichkeit des Daseins in Heideggers Leibphänomenologie69
1. Die Leibphänomenologie bei Heidegger69
2. Leiblichkeit und Dasein72
3. Die Leibphänomenologie und das Problem der wissenschaftlichen Methode75
4. Leiblichkeit – Weltlichkeit – Räumlichkeit79
Literatur89
Der Leib und seine Zeit.91
1. Levinas’ Konzept des Willens als Leib92
2. Levinas’ Bezug zu Schopenhauer96
3. Zeit des Willens und des Leibes99
4. Leibzeit102
Literatur105
2. Zeitliche Dimensionen von Leiblichkeit108
Zeit – Beschleunigung – Alter.110
Vorrede110
1. Zeit111
2. Beschleunigung115
Kurzer Exkurs118
Gleichzeitigkeit und Eigenzeit120
3. Alter124
Kurzer Exkurs126
Texte127
Nachrede129
Literatur130
Alter und Altern als philosophisches Problem133
Literatur143
Ergänzende Bemerkungen zu einer »Philosophie der Lebensalter«144
Literatur147
Zeitlebens – von naturalistischen Verständnissen zu kulturellen und pädagogisch-biografischen Antworten des Menschen gegenüber Zeitlichkeit148
1. Alles zu seiner Zeit148
2. Zeit im Zwischen von Naturalität – Kulturalität – Individualität149
3. Zeit als gesellschaftliche, pädagogische und biografische Strukturkategorie155
3.1 Zeitphänomene im Bildungsdiskurs158
3.2 Zeit als pädagogische Strukturkategorie161
3.3 Zeitbewusstsein in der Biografie163
4. Zeiterfahrungen als Lernfigurationen165
5. Zeit als konstitutive Struktur der Lebenswelt172
Literatur173
Biographische Rekonstruktion und leibliche Erfahrung.177
Vorbemerkungen177
Auftakt 1: Kontrolle des Körpers und der Gefühle178
Auftakt 2: Verausgabung des Körpers und der Gefühle181
Zum weiteren Vorgehen182
1. Subjektivierung von Arbeit – ein höchst zweischneidiges Schwert183
2. Erfahrungen im Rahmen subjektivierter Arbeitsverhältnisse184
3. Erfahrungen von Entfremdung186
3.1 Zeitregime186
3.2 Leibliche Entfremdung187
4. Biographietheoretische Angebote189
Zu (a): Rückbindung an die eigene Leiblichkeit191
Zu (b): Zeitliche Punktualität192
5. Rekonstruktion biographischer und leiblicher Erfahrung192
6. Der Leib als Quelle von Widerstand193
Literatur195
Zwischen den Zeiten.198
1. Begriffliche Eingrenzung: Ermüdung und Müdigkeit199
2. Müdigkeit als Bewusstseinsphänomen200
3. Die Zeitstruktur der Müdigkeit203
Literatur209
3. Gestörte Zeitdynamik und Burnout212
»Spare an der Zeit, so hast du sicher Not.«214
1. Problemstellung214
2. Dimensionen subjektiver Zeiterfahrung216
2.1 Eigenzeit216
2.2 Intersubjektive Zeit220
2.3 Antrieb228
3. Fazit236
Literatur237
Zeiterfahrung von Burnout-PatientInnen.240
Definition von Burnout240
Burnout im ICD-10240
Burnout-Syndrom und Zeiterfahrung242
Zeitdimensionen243
Das individuelle Zeiterleben244
Das individuelle Zeiterleben – eine empirische Untersuchung245
Methode246
Setting249
Ergebnisse249
Das klassische Zeiterleben eines Burnout-Patienten255
Vergleich von Burnout-PatientInnen zu gesunden Erwerbstätigen256
Literatur258
Zeitdynamik und Bewegungsausdruck.260
1. Das Burnout-Syndrom260
2. Die Zeitdimension264
2.1 Die Zeitdimension bei Burnout-PatientInnen264
2.2 Die Zeitdimension bei psychischen Erkrankungen264
2.3 Die (körperbasierte) Entwicklung des Zeiterlebens265
3. Körper und Bewegungsausdruck266
4. Erhebungsmethoden der Störungen des Körpererlebens269
5. Bewegungsverhalten bei psychischen Störungen270
6. Die Laban-Bewegungsanalyse (LBA) bei psychischen Störungen271
7. Bewegungsanalyse nach Laban274
7.1 Gründe für die Verwendung der Laban Bewegungsanalyse274
7.2 Aufbau der Laban-Bewegungsanalyse276
7.3 Einzelne Subkategorien und deren Bedeutungen276
7.3.1 Antrieb277
7.3.2 Raum und Form281
7.3.3 Körper282
7.3.4 Phrasierung283
7.3.5 Beziehung283
Literatur284
»In rasender Geschwindigkeit auf die Couch«.287
Einleitung287
1. Tanztherapie in der Psychosomatik289
2. Die Arbeit mit Zeitthemen in der klinischen Tanztherapie291
2.1 Bewegungsanalytische Grundlagen bezüglich Zeitthemen291
2.2 Ritueller Stundenaufbau293
2.3 Vier Entwicklungsfelder: Zeitthemen in der klinisch-tanztherapeutischen Arbeit296
2.3.1 »Ich will nicht zur Ruhe kommen, der Körper sagt aber, ich muss […].« Von der Verlangsamung durch Bewegung297
2.3.2 »Wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich speede, dann speede ich […].« Vom adäquaten und flexiblen Umgang mit Geschwindigkeiten301
2.3.3 »Statt ICE lieber Bummelzug!« Vom Gestalten von Übergängen und Pausen302
2.3.4 »Diese Stille ist göttlich […]!« Von der Unabhängigkeit gegenüber Außeneinflüssen304
3. Conclusio306
Literatur306
Gefühl, Emotion und Erinnerung beim traumatisierten Selbst.308
Traumatische Erinnerung im Self-Memory-System310
Trauma und Selbst317
Gefühle, Narrativität und Selbstkohärenz324
Schlusswort328
Literatur329
Wenn Dir nichts bleibt als Zeit: wie Häftlinge Zeit erfahren331
Das Konzept der Haftstrafe und die Regulation durch Haftbedingungen331
Die Erfahrung der Haft-Zeit333
Arbeitszeit im Gefängnis337
Die Auswirkung psychischer Erkrankungen auf das Zeiterleben338
Altern in der Haft340
Conclusio345
Literatur345
Register348

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