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E-Book

Börse leicht verständlich

Von der Depot-Eröffnung zum optimalen Depot

AutorJudith Engst, Rolf Morrien
VerlagFinanzBuch Verlag
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl224 Seiten
ISBN9783862482153
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis15,99 EUR
Vermögensaufbau - selbst gemacht! Die Finanzkrise hat dramatische Auswirkungen auf Privatvermögen und Altersvorsorge. Rentenansprüche werden gekürzt. Lebensversicherungen stecken in der Krise. Auch auf den Staat ist schon lange kein Verlass mehr. Daher muss jeder Anleger das Heft selbst in die Hand nehmen und handeln. Aber wie baut man ein Vermögen auf oder erzielt ein dauerhaftes Einkommen aus Zinserträgen? Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikate - es gibt Millionen Wertpapiere und Anlagemöglichkeiten. Die meisten Bücher für Einsteiger erklären aber nur, wie einzelne Wertpapiere funktionieren, oder beschreiben, welche Strategien in der Vergangenheit wirksam waren. Dieses Buch schließt die Lücke. Es beschreibt, wie man ein Depot eröffnet, wie man geeignete Wertpapiere findet, welche Risiken es gibt und was man beim Kauf beachten sollte.

Judith Engst ist freiberufliche Wirtschaftsjournalistin und war mehrere Jahre lang Chefredakteurin einer Korrespondenz-Zeitschrift. Im Fokus ihrer journalistischen Tätigkeit stehen die Themen 'Recht, Steuern und Finanzen' sowie 'Korrespondenz, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit'.

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Leseprobe
Praktisches Börsenwissen: die Grundlagen (S. 15-16)

Was ist eine Börse?

Eine Börse ist zunächst einmal ein Handelsplatz. Stellen Sie sich das Ganze vor wie einen Wochenmarkt: Sie gehen hin und kaufen dort Obst, Gemüse, Fleisch und Käse ein. Fragt sich natürlich, welche Preise Sie dafür zahlen. Die Preise richten sich nach Angebot und Nachfrage. Wenn der Käsehändler von seinen Kunden bestürmt wird, weil er so leckeren französischen Camembert anbietet, dann kann er seine Preise erhöhen und wird seinen Camembert trotzdem los. Will aber kein Mensch seinen langweiligen dänischen Butterkäse kaufen, muss er mit dem Preis wohl oder übel heruntergehen. Vielleicht finden sich dann ein paar Interessenten. Sie merken: Die Preise hängen vom Angebot und von der Nachfrage ab. Das ist auf einem Wochenmarkt nicht anders als an einer Börse.

Worin unterscheiden sich dann aber Wochenmarkt und Börse? Ganz einfach – in den Dingen, die gehandelt werden. An einer Börse kaufen Sie keine echten Waren, die Sie essen, trinken oder anziehen können. Sie kaufen lediglich verbriefte Rechte. Was heißt nun das schon wieder? Früher kaufte ein Investor an der Börse bedruckte Zettel – sogenannte Aktien. Diese Zettel verbrieften, dass der Investor mit dem Kauf Miteigentümer eines bestimmten Unternehmens geworden war. Das hieß aber noch lange nicht, dass er einfach in die Lagerhalle des Unternehmens spazieren und sich nach Herzenslust an den dort gelagerten Produkten bedienen konnte. Als Miteigentümer hatte er allerdings das Recht, zusammen mit den anderen Aktionären indirekt über die Besetzung der Chefetage zu bestimmen. Und er durfte auch erwarten, am Gewinn des Unternehmens beteiligt zu werden. Waren die Gewinnaussichten gut (oder glaubten die Börsianer das zumindest), stieg die Nachfrage und damit der Aktienkurs – also der Preis für die Aktie. Munkelte man etwas über bevorstehende Verluste, dann fiel der Kurs. Aber dazu kommen wir später noch. Bleiben wir erst mal noch bei der typischen Handelsware der Börsen, wie wir sie kennen.

Heute werden keine bedruckten Zettel mehr ausgetauscht, sondern alles funktioniert elektronisch. Die eigentliche Handelsware an den Börsen dieser Welt ist jedoch geblieben: Verbriefungen. Oder man könnte auch ganz einfach sagen: Wertpapiere.

 Aktien verbriefen das Miteigentum an einem Unternehmen.
 Anleihen verbriefen das Recht, geliehenes Geld mitsamt Zinsen zurückgezahlt zu bekommen.
 Fondsanteile verbriefen das Recht auf genau das Gemisch von Gütern oder Wertpapieren, in die der Fonds investiert hat.

Börsen, wie wir sie heute kennen, entstanden im 19. Jahrhundert. Für (angehende) Unternehmer waren sie der ideale Platz, um Geld für ihre geplanten Projekte einzusammeln. Im Gegenzug beteiligten sie ihre Geldgeber an ihren Unternehmen. Das geschah, indem sie ihre Unternehmen »Aktiengesellschaften« nannten und die Unternehmensanteile als Aktien verkauften. De facto sind Börsen riesige Umverteilungsplätze für Geld. Wer Geld hat, sucht an der Börse nach Möglichkeiten, es möglichst gewinnbringend zu investieren. Das Investieren geschieht durch den Kauf von Wertpapieren. Wer Geld braucht, bringt entsprechende Wertpapiere heraus (»emittieren« nennt sich das in der Fachsprache) oder verkauft Wertpapiere aus seinen Beständen. Das ist im Prinzip alles, was Sie wissen müssen.
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort10
Praktisches Börsenwissen: die Grundlagen18
Das ABC der Wertpapiere60
Finger weg! In was Sie besser nicht investieren144
Die wichtigsten Indizes152
Fondssparpläne164
Aktiensparpläne168
Steuern auf Kapitalerträge174
Dauerhafter Anlageerfolg: zehn Praxistipps fu?r die Depot-Optimierung178
Depot-Absicherung: So schützen Sie Ihr Aktien-Depot in Crash-Phasen194
Glossar208
Über die Autoren229
Stichwortverzeichnis230

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