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E-Book

Buchinger Heilfasten

Mein 7-Tage-Programm für zu Hause

AutorAndreas Buchinger
VerlagTrias
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl96 Seiten
ISBN9783432106915
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis14,99 EUR
Reinheit für Körper und Seele. Fasten - da denken viele an Verzicht, fade Brühen und einen knurrenden Magen. Völlig zu Unrecht! Denn das Weglassen fester Nahrung belohnt vielseitig - mit einem bewussten Ruhegefühl, neuer Energie und Leichtigkeit - und dem einen oder anderen Kilo weniger. Erleben Sie selbst die Erfolgsmethode Buchinger ganz einfach zu Hause. - Entlastungstag bis Fastenbrechen: Der renommierte Fastenarzt Dr. Andreas Buchinger, Chefarzt am Buchinger Stammhaus, begleitet Sie durch die Woche. - Mehr als Fasten: Mit wohltuenden Achtsamkeits-Übungen und motivierenden Gedanken neue Kraft tanken. - Erfolge halten: bekömmliche Rezepte für die Aufbautage und viele Tipps für die Ernährung danach.

Dr. med. Andreas Buchinger gehört zur dritten Generation der Familie Buchinger und ist Chefarzt der seit über 90 Jahren bestehenden Klinik Buchinger in Bad Pyrmont. Dort erlebt er Tag für Tag die beeindruckenden Effekte des Fastens: "In unseren Gemeinschaftsräumen geht es sehr ausgelassen zu, man merkt, dass alle viel Freude an ihrem Fastenerlebnis haben. Es entstehen immer wieder bereichernde Kontakte unter den Fastenden und unser Tee des Tages ist jeden Tag ein besonderes Highlight für alle."

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Leseprobe

1 Fasten in Zeiten des Überflusses?!


Die Supermarktregale sind immer voll. Wir können aus einer Fülle von Lebensmitteln auswählen. Wo wir gehen und stehen, gibt es etwas zu essen. Doch das war nicht immer so.

Erst seit ca. 50 Jahren leben wir in dieser Nahrungsmittel- und Ess-Überfülle. Bezogen auf die Evolution der Menschheit über Millionen von Jahren, ist das noch nicht einmal der Bruchteil einer Sekunde. Und damit beginnt unser Problem. Denn unsere »Software«, die unseren Stoffwechsel bestimmt, stammt noch aus der Urzeit. Und in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit ging es immer darum, auch bei Nahrungsknappheit zu überleben. Unser gesamter Körper ist darauf programmiert, Reserven anzulegen – für etwaige schlechte Zeiten, in denen es nur wenig oder gar nichts zu essen gibt. Unser Organismus hat sehr effektive Strategien dafür entwickelt, Reserven anzulegen und sie in Mangelzeiten zu nutzen. Dabei wird die Energie aus der Nahrung überwiegend in Form von Körperfett gespeichert. Daneben gibt es noch einen kleinen Kohlenhydratspeicher in der Leber und der Muskulatur (Glykogen), diese Zuckervorräte reichen aber nur für einen Tag. Deswegen kann auch eine gewisse Menge an Eiweiß zur Energiegewinnung genutzt werden. In überwiegendem Maße werden jedoch aus Fett sozusagen »Treibstoffreserven« angelegt, weil dies wesentlich ökonomischer ist als das Speichern von Kohlenhydraten (also Zuckern).

1.1 Fettreserven für »Notzeiten«


Die ausgeklügelten Stoffwechselsysteme und Enzyme funktionieren nach wie vor in gleicher Weise wie in der Steinzeit: Sie legen unter allen Lebensumständen Vorräte (»Treibstoffreserven«) für Notzeiten an. Egal, wie viel oder wenig wir essen, unser Körper ist immer bestrebt, Fettreserven für Notzeiten anzulegen. Und da wir heutzutage meist viel mehr essen, als wir verbrauchen, verfetten wir regelrecht. Diese »Körperverfettung« kann zu zahlreichen ernährungsabhängigen Krankheiten – die auch das Leben gefährden – führen: Dem Übergewicht folgen oft Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes. Da diese Erkrankungen nicht wehtun, bleiben sie oft jahrelang unbemerkt.

Und auch unser Essverhalten ist oft »maßlos«. Wir essen nicht nur, wenn wir wirklich hungrig sind. Wir essen, weil wir gerade Appetit (= Lust) auf etwas haben oder aber zu wenig getrunken haben. Appetit wird leider oft mit echtem, das Überleben sicherndem Hunger verwechselt! Oder wir lassen uns durch den Duft aus der Bäckerei oder dem Schnellimbiss verführen. Wir essen, weil wir uns langweilen oder weil wir gestresst sind oder weil wir gefrustet oder genervt sind, weil wir traurig sind … Es gibt viele Gründe dafür, dass wir etwas in uns »hineinstopfen«. Nur selten ist es echter Hunger, der anzeigen würde, dass unser Körper tatsächlich Nahrung braucht. Damit essen wir deutlich mehr, als wir zur Deckung des lebensnotwendigen Energiebedarfs bräuchten. Wir überfluten unseren Körper also mit Nahrungsenergie. Und wie Sie jetzt wissen, kann der Körper gar nicht anders, als diese Energie in Form von Fett zu speichern.

Unser Körper rechnet damit, dass auch Zeiten der Nahrungsknappheit auf uns zukommen. Eigentlich ist es nur logisch, diese Fastenzeit, die im Laufe der Menschheitsgeschichte bisher immer von außen vorgegeben wurde, jetzt – in Zeiten des ständigen Überflusses – selbst zu initiieren. Gerade wenn die äußeren Umstände zu Maßlosigkeit und Völlerei verleiten, brauchen wir Fastenzeiten. Fasten ist heute wichtiger denn je. Es dient nicht nur dazu, überflüssige Fettreserven abzubauen, sondern es wirkt wie eine Verjüngungskur. Oder computertechnisch ausgedrückt: Fasten ist ein Reset, danach laufen die »Programme« wieder wie ursprünglich vorgesehen. Es wirkt auf allen Ebenen des Körpers. Viele sagen nach dem Fasten, dass sie sich »wie neu geboren« fühlen. Fasten gewinnt immer mehr an Popularität, nicht auch zuletzt durch die positiven Studienergebnisse aus den USA (Valter Longo/Mark Mattson), Japan (Yoshinori Ohsumi, der für seine Forschung zum Verhalten fastender Zellen den Nobelpreis bekam) und aus Deutschland (Andreas Michalsen).

1.2 Fasten tut dem Körper gut


Wer fastet, »reinigt« und regeneriert seinen Körper. Eine Fastenkur »säubert« nicht nur den Darm, sondern auch das Bindegewebe sowie die Organe, Blutgefäße und Gelenke. Ist die Nahrungsaufnahme weitestgehend gestoppt, greift der Körper auf seine eigenen Reserven zurück: Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß. Körpereigene Bestände (an Fett) werden verstoffwechselt, »Giftstoffe« (Abbauprodukte, Stoffwechselzwischen- und -endprodukte, aus der Umwelt in unsere Körper gelangende Substanzen usw.) nach und nach abgebaut und ausgeschieden. Dabei unterscheidet der Körper sehr genau zwischen überflüssigem Ballast und lebenswichtigen Strukturen, die dabei nicht angegriffen, sondern sogar besonders geschützt werden. Bestimmte überschüssige Substanzen, die sich durch die Überernährung angesammelt haben, werden ausgeschieden. Diese Stoffe/Substanzen werden plakativ auch als »Schlacken« bezeichnet, die während des Fastens über Darm, Nieren, Haut und Atmungsorgane entsorgt werden. (»Schlacken« ist kein medizinischer Fachausdruck, sondern nur eine Beschreibung für die vielen Vorgänge beim Fasten.) Man sagt deshalb auch, dass Fasten »entschlackend« wirkt. Mediziner verwenden den Begriff »Schlacken« nicht gerne, da es für die zahlreichen Aspekte der Wirkungen des Fastens diverse wissenschaftlich exaktere Begriffe gibt.

Fasten hat unzählige positive Wirkungen auf unseren Körper, die nicht nur fühlbar sind, sondern sich auch messen und nachweisen lassen. Während ein Mensch fastet, sinkt zum Beispiel die Konzentration von Stresshormonen im Blut und es kommt zu einer verbesserten Wirkung des Glückshormons Serotonin. Ebenso wird die Insulinproduktion herabgesetzt, was dem Körper insgesamt eine nicht zu unterschätzende Erleichterung bringt.

Die dem Körper innewohnende »Weisheit der Natur« (aus der Evolution stammend) steuert die fastenbedingten Abläufe in sehr positiver und gut organisierter Weise. Menschen, die zum ersten Mal fasten, sind manchmal überrascht, wie natürlich und unproblematisch sich der Körper auf das Fasten einstellt. Es liegt eben tatsächlich in seiner Natur. Für unseren Körper sind Fastenzeiten »normal«. Im Fastenzustand wird eine Art von »Firewall« aufgebaut, die gesunde und lebensnotwendige Strukturen des Organismus wie Zellen und Gewebe vor Schäden schützt.

Diesen Effekt nutzt man zum Beispiel bei Chemotherapien im Rahmen bestimmter Krebserkrankungen. Die Zahl der Patienten, die während einer Chemotherapie fasten, könnte zunehmen, wenn die bisher erzielten Ergebnisse sich weiterhin in Untersuchungen so erfolgreich darstellten wie in den bisherigen Studien und in der täglichen Praxis, sowohl in den USA als auch in Deutschland.

1.3 Der Körper schaltet auf Fettverbrennung um


Richtig durchgeführtes Fasten ist ein geniales Stoffwechseltraining des Fett- und Energiehaushaltes! Beim Fasten stellt der Körper seinen Stoffwechsel um. Vereinfacht ausgedrückt, legt er den Schalter von »Fettspeicherung« auf »Fettverbrennung« um. Dabei gibt es eine festgelegte Reihenfolge, nach der der Körper seine Energiereserven einsetzt. Zunächst greift er auf die Kohlenhydratvorräte der Leber zurück. Diese sind nach dem Entlastungstag und dem ersten Fastentag bereits weitgehend erschöpft. Während einer kurzen Übergangszeit werden nun neben Fett (Triglyzeride) aus dem Fettgewebe rasch verfügbare Eiweiße aus dem Verdauungstrakt, der Leber und schließlich in geringem Maße auch aus der Muskulatur in Zucker (Glukose) umgebaut. Dieser Zucker steht nun zur Energiegewinnung als Brennstoff zur Verfügung. Das ist ein von der Natur eingerichteter »Recycling-Mechanismus«.

Die körperlichen Fastenwirkungen

  • Der Cortisolspiegel (Cortisol ist ein Stresshormon) sinkt.

  • Der Insulinspiegel sinkt, was sehr viele positive Wirkungen hat.

  • Der Blutdruck sinkt. Das ist eine große Entlastung für die Arterien, nicht nur bei Menschen mit Bluthochdruck!

  • Das Körpergewicht sinkt.

  • Die Beweglichkeit nimmt zu.

  • Der Appetit lässt nach – das allein erleichtert das Fasten sehr.

  • Das Wachstum neuer Fettzellen lässt nach.

  • Die Speicherung von Fett in den Fettzellen lässt nach.

  • Die Blutfette, insbesondere die Triglyzeride (neben dem Cholesterol ein wesentlicher Faktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen!), sinken auf Normalwerte.

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