Sie sind hier
E-Book

Business-Etikette in Europa

Stilsicher auftreten, Umgangsformen beherrschen

AutorElke Uhl-Vetter, Gerhard Uhl
VerlagGabler Verlag
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl284 Seiten
ISBN9783834993168
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis36,99 EUR
Die Autoren betonen besonders die Unterschiede zu Deutschland und nennen viele Beispiele. Mit vielen nützlichen Tipps, um auf internationalem Parkett zu reüssieren. Für die 2. Auflage wurden einige Aktualisierungen und Ergänzungen vorgenommen; ganz neu ist ein Kapitel über den immer wichtiger werdenden Handelspartner Türkei.


Gerhard Uhl ist Geschäftsführer eines Unternehmens und sehr als Referent gefragt. Elke Uhl-Vetter, Bankkauffrau und Wirtschaftspädagogin, ist seit 1993 selbständig. Sie führt in namhaften Unternehmen Seminare und Coachings durch mit den Schwerpunkten Verhaltenstraining, Beziehungsmanagement und Umgangsformen in Europa.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Leseprobe

Italien – bella figura! (S. 94-95)
Bella figura, was so viel heißt wie „eine gute Figur abgeben" oder „einen guten Eindruck machen". Es signifiziert die italienische Variante des Gesichtwahrens. Bella figura verlangt, dass man sich immer korrekt und formell darstellt. Es wird alltäglich sehr viel Energie darauf verwandt, das eigentliche Leben zu verschönern und so angenehm wie möglich zu gestalten. Ehre und persönlicher Stolz sind wichtig. Bella figura bedeutet außerdem, sich gegenüber der Familie, den Freunden und den engen Nachbarn stets korrekt zu verhalten, um Loyalität zu beweisen. Diese Einstellung wird stärker, je weiter man in den Süden Italiens kommt.

Der entscheidende Faktor für das menschliche Handeln sind die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb und zwischen Familien. Letzten Endes ist die Gruppenorientierung in Sizilien der wichtigste Bestandteil aller zwischenmenschlichen Beziehungen. Wen man kennt, ist wichtig. Wie man angesehen wird, entscheidet darüber, wie man behandelt wird.

„When in Rome, do as the Romans do!" Diese goldene Regel sollte von allen Ausländern beherzigt werden.Wertschätzung gegenüber Italienern wird auch dadurch zum Ausdruck gebracht, dass man sich den italienischen Verhaltensweisen weitestgehend anpasst. Zugegeben, es ist manchmal schwierig, sich den regionalen Gebräuchen der Mailänder, Römer und Sizilianer wegen der enormen kulturellen Vielfalt anzupassen. „Campanilismo", übersetzt Lokalpatriotismus, wird in Italien sehr groß geschrieben. „Rispetto", Rücksichtnahme und „onore", Ehre, sind aber für das italienische Geschäfts- und Privatleben immer äußerst sensible Themen. Rücksichtnahme ist wie in Deutschland wichtiger als Floskeln. Italiener ziehen ein Gespräch einem Schriftwechsel vor und haben einen starken Sinn für zwischenmenschliche Beziehungen.

Sich-selbst-Vorstellen
Wird man nicht vorgestellt, übernimmt man es wie in Deutschland selbst. „Buon giorno. Sono Carlo Bianchi, dell’ Ufficio Relazioni Esterne della ASCO", „Guten Tag, ich bin Carlo Bianchi von der PR-Abteilung der Firma ASCO". Die Reihenfolge Vor- und Nachname muss eingehalten werden. Den Nachnamen allein nennt man in Italien nur in der Schule und in der Kaserne. Der eigene Titel und die Berufsbezeichnung dürfen niemals bei der Selbstvorstellung hinzugefügt werden.

Tabu sind: „Sono il signor, il dottor, l’architetto, l’onorevole Bianchi". „Ich bin Herr oder Dr. oder Architekt oder Minister Bianchi."

Völlig tabu ist es, bei der Selbstvorstellung mit „piacere" „angenehm" zu antworten. Es klingt nach einer Schmeichelei und einer degenerierten Form einer guten Erziehung. Das Vergnügen, eine Person kennen zu lernen, kann in dieser frühen Phase der Beziehung noch gar nicht ernsthaft empfunden werden. Diese Formel beinhaltet ein Maximum an Unaufrichtigkeit!

Also, weder ein „Piacere, dottor Bianchi" noch ein „Onoratissimo, Fortunatissimo, Felicissimo", „ich fühle mich geehrt, ich bin äußerst glücklich", da viel zu enthusiastisch. „Salve", „Grüß dich" oder „Buondì", „Tag", vermeiden, da es zu informell und oberflächlich klingt. Wie stellt man sich am besten vor? „Buon giorno, Marco Rossi!" Mit einem nur angedeuteten Kopfnicken ist diese Vorgehensweise ausreichend und direkt.

Korrektes Verhalten beim Vorgestelltwerden
Wird man von einer dritten Person bekannt gemacht, erhebt man sich, reicht die Hand und begleitet diese Geste mit einem „Buon giorno, come sta?" „Guten Tag, wie geht es Ihnen?"

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 2. Auflage6
Inhalt8
Inhalt10
Frankreich – gallisch, temperamentvoll und extrovertiert11
Inhalt38
Großbritannien – gentlemanly39
Inhalt70
Königreich der Niederlande – ein Land mit Konsens71
Inhalt94
Italien – bella figura!95
Inhalt122
Österreich – das Land der Titel123
Inhalt142
Spanien – das Land von Sancho Pansa und Don Quijote143
Inhalt160
Schweiz – Understatement und Präzision161
Inhalt172
Polen – Tradition und Galanterie173
Inhalt184
Tschechische Republik – slawisch oder germanisch?185
Inhalt198
Schweden – natürlich und geschäftig199
Inhalt212
Russland – Vatersname und Geschäftsrituale213
Inhalt246
Türkei – Respekt, Ehre und Ansehen247
Literaturverzeichnis264
Stichwortverzeichnis265
Die Autoren289

Weitere E-Books zum Thema: Nachschlagewerke Wirtschaft - Wirtschaftswissenschaften

Gabler Versicherungslexikon

E-Book Gabler Versicherungslexikon
Format: PDF

Das Lexikon ist ein zentrales Nachschlagewerk und eine sichere Informationsgrundlage für alle, die in der Branche tätig sind oder sich mit dem Themenkomplex Versicherung auseinandersetzen. Aktuelle…

Risk Service Engineering

E-Book Risk Service Engineering
Informationsmodelle für das Risikomanagement Format: PDF

Michael Schermann präsentiert eine Modellierungsmethode, die Risikomanager bei der systematischen Entwicklung von Maßnahmen zur Risikosteuerung unterstützt. Im Kern steht das Konzept der Risk…

Die Allianz

E-Book Die Allianz
Geschichte des Unternehmens 1890-2015 Format: ePUB

Am 5. Februar 1890 trug das Königliche Amtsgericht I in Berlin ein neues Unternehmen in das Handelsregister ein: die 'Allianz' Versicherungs-Aktien-Gesellschaft. 125 Jahre später ist die Allianz…

VersicherungsAlphabet (VA)

E-Book VersicherungsAlphabet (VA)
Begriffserläuterungen der Versicherung aus Theorie und Praxis Format: PDF

Die 11. Auflage setzt die Tradition des VA als unverzichtbares Nachschlagewerk für Begriffe aus Theorie und Praxis der Versicherung fort und spiegelt zugleich die rasante Entwicklung der Branche…

Arcandors Absturz

E-Book Arcandors Absturz
Wie man einen Milliardenkonzern ruiniert: Madeleine Schickedanz, Thomas Middelhoff, Sal. Oppenheim und KarstadtQuelle Format: PDF/ePUB

Der Untergang von Arcandor mit seinen Marken Karstadt und Quelle ist eine der größten Pleiten der deutschen Nachkriegsgeschichte. 100 000 Mitarbeiter blickten in den Abgrund, Tausende Gläubiger…

Internationaler E-Commerce

E-Book Internationaler E-Commerce
Chancen und Barrieren aus Konsumentensicht Format: PDF

Georg Fassott untersucht das internationale Konsumentenverhalten im Internet. Hierzu nutzt er Erkenntnisse aus dem Technologie-Akzeptanz-Modell und der Flow-Forschung. Anhand einer Internet- und…

Kundenakzeptanz und Geschäftsrelevanz

E-Book Kundenakzeptanz und Geschäftsrelevanz
Erfolgsfaktoren für Geschäftsmodelle in der digitalen Wirtschaft Format: PDF

Christian Kittl stellt das Geschäftsmodellkonzept als Analyseeinheit und Faktoren zur Erklärung der Kundenakzeptanz vor. Er zeigt die Bedeutung der Faktoren Vertrauen und emotionale Qualität für…

Enterprise 2.0

E-Book Enterprise 2.0
Unternehmen zwischen Hierarchie und Selbstorganisation Format: PDF

Viele soziale und politische Interessengruppen sind inzwischen auch im Internet vertreten. Facebook, Google und Wikipedia haben steigende Nutzerzahlen. Der Begriff "Enterprise 2.0" steht für die neue…

Online Targeting und Controlling

E-Book Online Targeting und Controlling
Grundlagen - Anwendungsfelder - Praxisbeispiele Format: PDF

Das Internet verspricht seit seiner kommerziellen Nutzung den 'Gral der Werbewirtschaft' gefunden zu haben: Massenwerbung ohne Streuverluste. Bisher konnte es dieses Versprechen nicht einlösen. Der…

Existenzgründung Schritt für Schritt

E-Book Existenzgründung Schritt für Schritt
Mit 3 ausführlichen Businessplänen Format: PDF

Dieser praxisorientierte Ratgeber vermittelt Schritt für Schritt, was bei der Existenzgründung zu beachten ist. Von den rechtlichen Rahmenbedingungen über die Vorbereitung der Gründung bis zur…

Weitere Zeitschriften

Augenblick mal

Augenblick mal

Die Zeitschrift mit den guten Nachrichten "Augenblick mal" ist eine Zeitschrift, die in aktuellen Berichten, Interviews und Reportagen die biblische Botschaft und den christlichen Glauben ...

Baumarkt

Baumarkt

Baumarkt enthält eine ausführliche jährliche Konjunkturanalyse des deutschen Baumarktes und stellt die wichtigsten Ergebnisse des abgelaufenen Baujahres in vielen Zahlen und Fakten zusammen. Auf ...

BMW Magazin

BMW Magazin

Unter dem Motto „DRIVEN" steht das BMW Magazin für Antrieb, Leidenschaft und Energie − und die Haltung, im Leben niemals stehen zu bleiben.Das Kundenmagazin der BMW AG inszeniert die neuesten ...

Correo

Correo

 La Revista de Bayer CropScience para la Agricultura ModernaPflanzenschutzmagazin für den Landwirt, landwirtschaftlichen Berater, Händler und am Thema Interessierten mit umfassender ...

küche + raum

küche + raum

Internationale Fachzeitschrift für Küchenforschung und Küchenplanung. Mit Fachinformationen für Küchenfachhändler, -spezialisten und -planer in Küchenstudios, Möbelfachgeschäften und den ...

Die Großhandelskaufleute

Die Großhandelskaufleute

Prüfungs- und Praxiswissen für Großhandelskaufleute Mehr Erfolg in der Ausbildung, sicher in alle Prüfungen gehen, im Beruf jeden Tag überzeugen: „Die Großhandelskaufleute“ ist die ...