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E-Book

Businessplan

für Gründungszuschuss, Einstiegsgeld- und andere Existenzgründer

AutorAndreas Lutz
VerlagLinde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl168 Seiten
ISBN9783709405208
FormatePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis15,99 EUR
Weiter zum Kombipaket 'Businessplan' und 'Businessplan-Mappe'

Der Businessplan-Ratgeber für Kleinunternehmer

Ein realistischer Businessplan ist die Voraussetzung für Gründungszuschuss und Einstiegsgeld, für Bankkredite und alle anderen Formen der Finanzierung und Förderung - egal ob Sie sich als freier Mitarbeiter, Einzelunternehmer oder im Rahmen einer Teamgründung selbständig machen. Was ist die beste Vorgehensweise, wenn Sie einen Businessplan schreiben wollen? Schritt für Schritt zeigt Andreas Lutz in seinem Buch, welche Fragen ein Geschäftsplan unbedingt beantworten muss, wie Sie zu realistischen Planzahlen gelangen und Ihren Businessplan anschließend wirksam auf die Probe stellen. Zahlreiche Beispiele aus der Gründer-Realität, konkrete Eckwerte und Faustregeln helfen dabei. Andreas Lutz macht Lust auf das Schreiben des Businessplans und führt Sie auf direktem Weg zum Ziel.

Dr. Andreas Lutz ist durch seine Website www.gruendungszuschuss.de sowie Bücher und Seminare für Selbstständige einer der bekanntesten Gründungsberater Deutschlands. Als Vorstand des Verbands der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) setzt er sich seit Jahren für die Interessen von Soloselbstständigen und kleinen Unternehmen ein.

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Leseprobe

Gute Geschäftsideen übernehmen


Häufig zerbrechen sich zukünftige Gründer lange den Kopf, um auf eine möglichst ausgefallene Idee zu kommen. Doch Sie müssen nicht unbedingt eine eigene Geschäftsidee entwickeln und das Rad neu erfinden. Es kann sehr viel aussichtsreicher sein, eine Geschäftsidee zu übernehmen, die bereits erfolgreich erprobt wurde.

Erfolgreiche Vorbilder nachahmen


Geschäftsideen vom laufenden Band


Franchise


Strukturvertriebe und Multi-Level-Marketing (MLM)


Unternehmensübernahme


Erfolgreiche Vorbilder nachahmen


Oft kommen demjenigen die besten Ideen, der über den Tellerrand schaut – ins Ausland, vor allem in die USA, oder in andere Branchen, die in dem für ihn wichtigen Zusammenhang führend sind. Eine Position weit vorn hat häufig mit der Verbreitung von Basistechnologien zu tun: Die USA sind uns bei der Verbreitung vieler neuer Technologien um Jahre oder doch zumindest viele Monate voraus. Das lässt sich zum Beispiel am Prozentsatz der Bevölkerung mit Internetzugang messen. Neue Produkte und Dienstleistungen setzen häufig einen bestimmten Verbreitungsgrad einer solchen Basistechnologie voraus, weshalb sie in den USA sehr viel früher rentabel angeboten werden können als bei uns. Zudem bieten die USA einen größeren homogenen Binnenmarkt, sodass auch früher als bei uns die nötige absolute Marktgröße erreicht werden kann. Das ist einer der Gründe, warum viele Trends und neue Geschäftsmodelle, die in den USA Erfolg haben, mit ziemlich genau vorhersagbarer zeitlicher Verzögerung auch in Deutschland erfolgreich umgesetzt werden. Dies gilt natürlich ganz besonders für Computer und das Internet, aber beispielsweise auch für Bankprodukte wie Kreditkarten oder bestimmte Formen von Wertpapieren. Auch in Japan sind viele Technologien zuerst zur Marktreife gelangt: Faxgeräte, Fertigungsroboter, Digitalkameras und Flachbildfernseher etwa. Je nach Branche lohnt sich auch der Blick in andere Staaten, wie uns die Industriegeschichte zeigt: So war Skandinavien der führende Markt für Mobilfunk, Südkorea für Breitband-Internet, Frankreich für Smartcards und Dänemark für Windenergie. Oft sind diese Technologien in anderen Ländern erfunden worden, doch entscheidend ist, wo sie sich früh verbreitet haben.

Auch der Blick in andere Branchen kann hilfreich sein, zum Beispiel, weil die Kunden dort im Durchschnitt jünger sind. Hier verbreiten sich neue

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Technologien, Vertriebsmethoden, Preismodelle usw. generell früher als in Branchen mit eher konservativen Kunden. Und Trends, die Sie in einer besonders fortschrittlichen Branche entdecken, lassen sich möglicherweise ebenso auf etabliertere Geschäftsbereiche übertragen – ebenfalls mit relativ genau berechenbarer zeitlicher Verzögerung.

Auf diese Weise bieten sich Chancen für Neugründer, die Lücken mit einer eigenen Geschäftsidee zu füllen. Ein erster Schritt, um mehr über Entwicklungen in anderen Ländern oder Branchen zu erfahren, besteht darin, ausländische Zeitungen, Wirtschafts- und Fachzeitschriften sowie das Internet auf solche Tendenzen hin zu überprüfen, um entsprechende Informationen aufzuspüren.

Geschäftsideen vom laufenden Band


Zudem gibt es Verlage und Internetseiten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, systematisch Geschäftsideen zu sammeln und ausführliche Beschreibungen anzubieten – einzeln oder im Abonnement. Aber Vorsicht: Mit diesen Ideen verhält es sich ähnlich wie mit Erfolgsgeschichten über originelle Gründungen, die in Zeitungen und Zeitschriften zu finden sind. Um eine große Zielgruppe anzusprechen, werden sehr oft solche Unternehmen vorgestellt, die von jedermann ohne irgendeine spezifische berufliche Erfahrung realisiert werden können. Daher wird sich möglicherweise eine ganze Reihe von Nachahmern zeitgleich mit genau der gleichen Idee selbstständig machen.

Vorsicht beim Ideensammeln


Manche dieser Einfälle sind zuvor nur ein einziges Mal umgesetzt worden, wenn überhaupt. Achten Sie daher darauf, ob der zitierte Gründer bereits erfolgreich agiert oder ob er sein originelles Vorhaben deswegen in die Medien bringt, weil er selbst noch auf der Suche nach Kunden ist.

Sicher spricht nichts dagegen, sich in Zeitungen, Zeitschriften oder im Internet Anregungen zu holen, solange Sie ein potenzielles Geschäftsmodell genauso kritisch hinterfragen und testen, als wäre es Ihre eigene Idee.

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Franchise


Das bekannteste Beispiel für ein Franchise-Unternehmen ist McDonalds. Der Vorteil dieser Art der Gründung: Sie bekommen einen fertigen und erprobten Plan für den Aufbau Ihres Geschäfts. Der Businessplan, die Produkte, die Marketinginstrumente – alles ist schon vorhanden und meist in einem umfangreichen Handbuch dargestellt. Viele, wenn auch keineswegs alle Franchise-Systeme sind bereits am Markt etabliert oder verfügen über eine bekannte Marke. Einkauf und Marketing erledigt häufig der Franchise-Geber, ganz so, als würden Sie lediglich die Filiale einer großen Kette leiten.

Die Kostenfalle


Was zu beachten ist: Bevor Sie das Unternehmenskonzept lesen dürfen, müssen Sie eine Art Schutzgebühr bezahlen. Weitere Einstiegsgebühren und Kosten für Trainings und Einarbeitung kommen hinzu. Außerdem verpflichten Sie sich dazu, einen gewissen Prozentsatz Ihrer Einnahmen für die Franchise-Lizenz und für Marketingmaßnahmen an den Franchise-Geber abzugeben. Mit dem Einkauf, der über den Franchise-Geber abläuft, können ebenfalls zusätzliche versteckte Kosten verbunden sein.

Wenn Sie diese Art der Selbstständigkeit ins Auge gefasst haben, sollten Sie das Franchise-Konzept sorgfältig prüfen. Achten Sie darauf, ob der Franchise-Geber Mitglied im Franchise-Verband ist. Beschäftigen Sie sich mit den folgenden Fragen: Wie viele Franchise-Betriebe hat der Franchise-Geber bereits aufgebaut? Wie viele davon werden selbst betrieben, wie viele durch Partner? Sprechen Sie mit Franchise-Nehmern an anderen Orten. Vergessen Sie nicht, dass der Franchise-Geber kein Arbeitgeber ist, sondern ein unabhängiger Geschäftspartner, der teilweise ganz andere Interessen verfolgt als Sie.

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Verschaffen Sie sich einen Überblick


Interessant und lehrreich ist ein Blick auf die Vielfalt der Geschäftsmodelle von Franchise-Gebern auf jeden Fall. Damit erhalten Sie gute Einblicke in durchdachte Geschäftskonzepte. Auf www.jeder-ist-unternehmer.de/franchise finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Informationsquellen zum Thema Franchise.

Strukturvertriebe und Multi-Level-Marketing (MLM)


Strukturvertriebe wenden sich insbesondere an Menschen, die einen selbstständigen Nebenverdienst suchen, sprechen aber auch gezielt Arbeitslose an, die sich selbstständig machen wollen. Viele von ihnen bezeichnen sich als Direktmarketing-, Netzwerk- oder Multilevel-Marketing-Unternehmen. Gerne vergleichen sie sich mit Franchise-Unternehmen und zitieren wissenschaftliche Untersuchungen, um ihre Seriosität zu betonen. In der Regel ist es nicht einfach, Strukturvertriebe zu erkennen. Zwar gibt es sie in allen Branchen, doch besonders häufig vertreiben sie Finanzdienstleistungen, Haushaltswaren und Nahrungsergänzungsmittel. Typisch sind hier überhöhte Preise, die durch die vermeintlich besonders hohe Qualität der Produkte gerechtfertigt werden.

Die Produkte werden über ein Netzwerk von Vertriebsmitarbeitern verkauft, wobei jeder Vertriebsmitarbeiter sich wiederum „Unter-Vertriebsmitarbeiter“ suchen kann, an deren Erfolg er dann prozentual beteiligt ist. Diejenigen, die in dieser Pyramide sehr weit oben stehen, können dadurch sehr viel Geld verdienen und werden...

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