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Corporate Citizenship und strategische Unternehmenskommunikation in der Praxis

VerlagRainer Hampp Verlag
Erscheinungsjahr2003
Seitenanzahl232 Seiten
ISBN9783879887507
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis19,99 EUR
Corporate Citizenship – was versteckt sich hinter dem „Begriffsimport" aus dem anglo-amerikanischen Raum, der in den letzten Jahren im Fokus der (Wirtschafts-) Medien und internationaler Kongresse steht?

Vor dem Hintergrund der Konjunktur des Begriffs beschäftigte sich auch das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE) auf seiner Jahrestagung 2002 mit dem Thema.

Die Herausgeber nahmen diese Tagung zum Anlass, Repräsentanten der Praxis von Corporate Citizenship zu einer Beschreibung und Positionierung ihres Corporate-Citizenship zu motivieren. Herausgekommen ist ein Sammelband, der die Vielschichtigkeit des Begriffes deutlich macht und ihn als Bezeichnung eines pragmatischen Managementkonzeptes in komplexen Spannungsfeldern zeigt.

Jenseits modischer Aktualität von Managementbegriffen reagieren die Unternehmen mit ihren Konzepten auf gesellschaftliche Herausforderungen, deren Lösung trotz aller kommunikativen Implikationen nicht in vordergründigen Imagemaßnahmen liegen wird. Corporate Citizenship ist von Unternehmenskommunikation nicht zu trennen und drückt insbesondere das Bemühen aus, sich als Unternehmen im globalen Kontext neu zu positionieren. Die Autoren gewähren einen Einblick, wie dies für ihre Unternehmen bzw. Institutionen erfolgt.

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Kapitelübersicht
  1. Inhalt und Vorwort der Herausgeber
  2. Corporate Citizenship (Wieland)
  3. Citizens in der Weltarena (Behrent)
  4. Global Compact Initiative der Vereinten Nationen zur Globalisierung und Corporate Citizenship (Klee, Klee)
  5. Corporate Social Responsibility (CSR) in Europa (Bethin)
  6. Strategische Nächstenliebe Initiative Freiheit und Verantwortung (Ramthun)
  7. Unverwechselbar glaubwürdig (Group)
  8. Corporate Citizen BASF (Gocke,Kunde, Hartmann)
  9. Corporate Citizenship als Unternehmensphilosophie (Portz)
  10. Globalisierung sozial verantwortlich gestalten (Kleinert, Chrysler)
  11. Corporate Citizenship - Konzept und Corporate Cultural Affairs (Kayser, Bank)
  12. Strategic Fit - Corporate Citizenship in der Praxis (Rühl)
  13. Vom gesellschaftlichen Engagement zum Corporate Citizenship (Krüger)
  14. An American Company in Germany (Buben)
  15. Corporate Citizenship - Vernetzung in über 190 Ländern (Conradi)
  16. Autoren
  17. Bibliographie
Leseprobe
II. Corporate Citizenship als unternehmensübergreifende gesell schaftspolitische Initiative (S. 37-41)

Dr. Josef Klee, Uda Christine Klee

Global Compact

Initiative der Vereinten Nationen zur Globalisierung und Corporate Citizenship

1. Verhältnis zwischen Vereinten Nationen und Unternehmen der privaten Wirtschaft

Seit ihrer Gründung im Jahre 1945 haben die Vereinten Nationen in zunehmendem Masse von einer Bestimmung in Artikel 71 ihrer Charta Gebrauch gemacht, wonach sie Absprachen der Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Organisationen treffen dürfen, falls sich diese auf Vorgänge aus dem Aufgabenbereich der Vereinten Nationen beziehen.

Heute sind mehr als 2000 nichtstaatliche Organisationen in sogenannter „beratender Funktion" bei dem Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen registriert. Zudem ist eine Vielzahl von nichtstaatlichen Organisationen mit den Sonderprogrammen und Sonderorganisationen der Vereinten Nationen liiert, wie z.B. mit dem Weltkinderhilfswerk (UNICEF), dem Welternährungsprogramm (WFP), dem Umweltschutzprogramm (UNEP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Diese nichtstaatlichen Organisationen arbeiten in zunehmendem Umfang auf partnerschaftlicher Basis mit den betreffenden Sonderorganisationen der Vereinten Nationen zusammen; gleichzeitig dienen sie den Vereinten Nationen als eine wertvolle Verbindung zu der zivilen Gesellschaft. Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit existiert hauptsächlich im Bereich der Menschenrechte, der humanitären Hilfe, der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung, des Gesundheits- und Umweltschutzes, sowie der Armutsbekämpfung.

Im Zuge dieser Entwicklung hat auch eine bedeutsame Zunahme der Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und Unternehmen oder Verbänden des internationalen Wirtschaftssektors stattgefunden. Die Bereitschaft der Vereinten Nationen zu einer derartigen Zusammenarbeit ist durch die „Millennium Deklaration" der Vereinten Nationen im Jahr 2000 bestärkt worden.

Diese Deklaration betont die grundsätzliche Verpflichtung der Vereinten Nationen, weltweit für Frieden und Sicherheit zu sorgen, sowie höheren Lebensstandard, Vollbeschäftigung und wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu fördern, um global die Armut zu bekämpfen und regionale Entwicklungsdefizite auszugleichen.

Im Hinblick auf diese Aufgabenstellung wird in der Deklaration jedoch zugleich ausgeführt, dass der private Sektor aufgrund der weltweiten Aktivitäten internationaler Unternehmen – insbesondere durch Handel und industrielle Investitionen – ein bedeutender Partner der Vereinten Nationen zur Erreichung der gesetzten Ziele sein kann.

Insbesondere wird in der Deklaration darauf hingewiesen, dass der private Sektor sowohl durch die Anwendung fortschrittlicher Technologien zum Umweltschutz und zum rationellen Verbrauch von Wasser und Energie, als auch durch philanthropisches Engagement, vor Ort einen kritischen Beitrag zu einer verantwortungsbewussten sozialen und umweltfreundlichen Entwicklung und zur nachhaltigen Bekämpfung von Armut in der Bevölkerung leisten kann. Es wird betont, dass Unternehmen des privaten Sektors nicht nur zur Schaffung von Arbeitsplätzen und allgemeiner Vermögensbildung beitragen, sondern auch eine Rolle spielen bei der allgemeinen Verbesserung der Arbeitslage durch Förderungsprogramme am Arbeitsplatz, wie z.B. Weiterbildung und Schulung und Gesundheitsfürsorge.

Dieser klare Tenor der „Millennium Deklaration" wurde bestärkt durch eine persönliche Anmerkung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Kofi Annan. Dieser erläuterte, dass die Aufgaben der Vereinten Nationen vormals eine ausschließliche Angelegenheit ihrer Mitgliedsländer gewesen seien. Inzwischen sei jedoch deutlich geworden, dass globaler Frieden und Wohlstand nicht ohne die Zusammenarbeit von Regierungen, internationalen Organisationen, dem Wirtschaftssektor und der zivilen Gesellschaft erreicht werden kann; und dass in der heutigen Zeit alle aufeinander angewiesen seien.

Diese Proklamation des Generalsekretärs und das ihm mit der „Millennium Deklaration" erteilte Mandat, in Zukunft verstärkt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und dem privaten Sektor anzustreben, wurde zusätzlich mit einer Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen im November 2001 untermauert. Diese Resolution, die von der Bundesrepublik Deutschland initiiert wurde, betont die Notwendigkeit der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und dem privaten Sektor – einschließlich des Wirtschaftssektors – als unabdingbar zur Förderung des globalen Wirtschaftswachstums und zur Verbesserung allgemeiner Lebensbedingungen weltweit.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt7
Vorwort der Herausgeber9
I. Einführung12
Corporate Citizenship14
Citizens in der Weltarena22
II. Corporate Citizenship als unternehmensübergreifende gesellschaftspolitische Initiative38
Global Compact Initiative der Vereinten Nationen zur Globalisierung und Corporate Citizenship40
Corporate Social Responsibility (CSR) in Europa56
Strategische Nächstenliebe Initiative Freiheit und Verantwortung88
III. Corporate Citizenship in der Praxis98
Unverwechselbar glaubwürdig100
Corporate Citizen BASF114
Corporate Citizenship als Unternehmensphilosophie126
Globalisierung sozial verantwortlich gestalten142
Corporate Citizenship - Konzept und Corporate Cultural Affairs152
Strategic Fit - Corporate Citizenship in der Praxis166
Vom gesellschaftlichen Engagement zum Corporate Citizenship182
An American Company in Germany190
Corporate Citizenship - Vernetzung in über 190 Ländern206
Autoren223
Bibliographie229

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