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Da wo Menschen leben. Sind sozialräumliche Milieuorte planbar?

eBook Da wo Menschen leben. Sind sozialräumliche Milieuorte planbar? Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2016
Seitenanzahl
46
Seiten
ISBN
9783668216846
Format
ePUB
Kopierschutz
kein Kopierschutz
DRM
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
16,99
EUR

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Soziologie - Wohnen, Stadtsoziologie, Note: Sehr gut (1), Universität Wien (Institut für Soziologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Arbeit ist es, sozialräumliche Milieus zu untersuchen und zu versuchen diese räumlich zu verorten. Milieus werden häufig mit Begriffen wie Lebensstile, soziale Milieus, räumliche Milieus, sozialer Raum, und reflexive Milieus in Verbindung gebracht. Die Unterscheidung dieser bietet die Grundlage dieser Arbeit. Mit dem Verhältnis Raum und Milieu haben sich unter anderen Detlev Ipsen und Ulf Matthiesen auseinandergesetzt. Diese zeigen auf, dass Sozialräume nicht unabhängig vom Menschen und Räumen betrachtet werden können. Von einem relationalen Raumbegriff ausgehend, zeigt sich, dass Orte und Räume selbst Generatoren gesellschaftlicher Differenzierung sein können. Relationale Raumtheorie mit qualitativer Milieuforschung zu verbinden, sei 'eine lohnenswerte Aufgabe einer Sozialwissenschaft' (Dörfler 2013: 22). Die Relationalität bezieht sich hier sowohl auf die soziale wie räumliche Distinktionsleistung (ebd.). Sozialräumliche Milieus räumlich zu verorten, bedeutet auch an raumplanerische Milieukonzepte anschließen zu wollen. Es soll untersucht werden, wie sich sozialräumliche Milieus, die keinen expliziten Wohnort haben, planen lassen, damit sie Milieuorte werden können. Milieubildungen sind Strukturierungsmerkmale und schließen an Strukturierungsprozesse an, die von 'bottom up' aufgefangen werden müssen. Dass eine sozialwissenschaftliche Theoretisierung des Raumes notwendig ist, zeigt sich darin, dass zentrale Fragen einer soziologischen Raumtheorie stets offen bleiben. Fragen, wie sich gesellschaftliche Prozesse der Produktion und Reproduktion des Raumes zu gesellschaftlichen Strukturen des Raumes konstituieren, ohne dass nur anonyme objektivistische Systemzwänge angenommen werden müssen. Objektivistische Systemzwänge sind eine Betrachtungsweise aus der Makrosoziologie, die die Handlungsebene auslässt. Da Lebensstile und soziale Milieus eine immer wichtigere Stellung in der Gesellschaft einnehmen und diese nicht mehr ausschließlich von den objektiven Merkmalen abhängen, wurde die Sozialstrukturanalyse um die soziokulturelle Dimension erweitert. Soziale Milieus werden selbst handlungsleitend und sind damit sozialstrukturrelevant und für uns von Interesse. Wenn nun soziale Milieus in der Sozialwissenschaft auf der Mesoebene angesiedelt sind, zeigt das die Schwierigkeit auf, die dieses Themenfeld mit sich bringt.

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