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Das Buch für dich!

Weisheitsroman für die Boten des Glücks

AutorPeer Henrik Barcelona
Verlagtao.de
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl428 Seiten
ISBN9783960510796
FormatePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,99 EUR
Eine von wahren Begebenheiten inspirierte Lebensreise ins Glück. Heiner, ein durchschnittlicher 'Hochleistungs-Hamster' im Rad der modernen Gesellschaft - äußerlich erfolgreich, innerlich leer, unglücklich und den typischen materiellen und emotionalen Zwängen ausgesetzt - entdeckt den Weg zu wahrem inneren Reichtum, Gesundheit und Lebensglück. Der Leser geht Heiners Weg der Erkenntnis mit und bekommt für sein reales Leben wesentliche Werkzeuge von unschätzbarem Wert an die Hand, die sein eigenes Leben wirksam transformieren können. Mit Heiner gemeinsam erhält er tiefe Einblicke in den Sinn und die Funktionsweisen des Lebens sowie die Mechanismen zur Überwindung von Unglück und Erschaffung von Glück. Nach und nach wird der Leser selbst zu Heiner und begreift, dass alles zusammenhängt und einen tieferen Sinn hat. Wer diesen Sinn erfasst, wird sein Leben neu betrachten. Mit diesem Umdenken geschehen sowohl bei Heiner, als auch im realen Leben des Lesers wahre Wunder. Der Autor hat solche Wunder selbst erlebt. Die berufliche Situation verbesserte sich auf wundersame Weise und selbst eine schwere Krebserkrankung seiner Frau entpuppte sich zu einem wahrhaftigen Geschenk des Lebens. Möglich wurde all dies nur durch ein tiefes Verständnis des Mensch-Seins und mutiges, wahrhaftiges Handeln. Dazu inspiriert diese Erzählung auch den Leser, der lernt, auf die leise Stimme seines Herzens zu hören, statt auf seinen lauten Ego-Verstand. Manchmal beginnt ein neues Leben mit einem Stein, den man vom Boden aufhebt...

Peer Henrik Barcelona ging viele Jahre einer klassischen Wirtschafts- karriere nach. Trotz Erfolg war er nicht glücklich. Über den Weg seiner Frau, die an Lungenkrebs erkrankte, erforschte er intensiv die Wege zu Glück, Gesundheit und wahrem Erfolg. Durch das Verständnis vom Mensch-Sein konnte seine Frau nicht nur vollkommen genesen, sondern auch der Mensch werden, der sie immer sein wollte. Dabei erkannte er besonders den richtigen Umgang mit Emotionen als wesentlichen Faktor für ein glückliches Leben. Heute vermittelt Peer Henrik Barcelona in Texten, Coachings und Seminaren das Wissen darum, wie sich innerer Reichtum anfühlt.

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Leseprobe

2

Schon lange fragte er sich, welchen Sinn das alles haben soll.

Dieser Schmerz im Rücken. Eigentlich schmerzten ihm alle seine Glieder. Es war mal wieder geschafft. Kurz nach 19 Uhr, Feierabend. Endlich Ruhe.

Doch mit der Ruhe kam jedes Mal auch dieses seltsame Gefühl im Brustraum. Irgend so etwas wie Schwere oder Traurigkeit. Vielleicht auch..., ja, so etwas wie Leere.

Auf jeden Fall fühlte es sich gar nicht gut an.

Seit über zehn Jahren war Heiner nun in diesem Job.

„Such dir einen Beruf im kaufmännischen Umfeld“, hatte sein Vater ihm damals geraten und ihm Stellenangebote von großen Versicherungskonzernen aus der Zeitung ausgeschnitten. Das sei am sichersten, hatte er gesagt.

Daraufhin absolvierte Heiner in einem solchen Konzern seine Ausbildung. Schon diese Zeit war hart für ihn. Zahlen mochte er nämlich gar nicht. Doch irgendwie schaffte er nicht nur die Ausbildung mit Auszeichnung, sondern parallel dazu sogar noch ein Studium, welches sein Arbeitgeber unter der Voraussetzung finanzierte, dass er mindestens fünf Jahre im Unternehmen verblieb.

Auf der Diplom-Übergabe-Feier waren seine Eltern mächtig stolz auf ihn. Er selbst fühlte sich auch großartig, angesichts der Leistung, die er vollbracht hatte. Besonders, da er etwas studiert hatte, was seinen Fähigkeiten und Talenten so gar nicht entsprach und er alles in nur drei Jahren geschafft hatte - drei Jahre harter Entbehrungen, größter Lernzwänge und Prüfungsängste. Drei Jahre massiver Überforderung.

Die gesunde Grundlage für ein solides Berufsleben war also gelegt. Allerdings schwor Heiner sich damals, spätestens nach den fünf Jahren Zwangszugehörigkeit zum Unternehmen die Branche zu wechseln und einen Beruf zu finden, der ihm mehr Spaß bereiten würde.

Dazu kam es leider nie. In den fünf Jahren hatte Heiner nämlich viel über Sicherheit und Altersvorsorge gelernt. Man müsse früh anfangen Rücklagen zu bilden, damit über den Zinseszinseffekt eine ausreichend hohe Summe angespart wäre, um einen ruhigen Lebensabend von den Zinsen verbringen zu können. Durch Nutzung des Cost-Average-Effektes, so hatte er gelernt, würden auch Kursschwankungen nicht nur aufgefangen, sondern erhöhten am Ende sogar die Erträge. Einzige Voraussetzung sei absolute Kontinuität der Einzahlungen über mindestens 25-30 Jahre und die Disziplin in dieser Zeit nichts von dem Geld auszugeben. Die Rente allein reiche dann schließlich längst nicht mehr aus, bei der aktuellen Staatsverschuldung und den damit einhergehenden Kürzungen.

Heiner stellte sich also finanziell auf die sichere Seite. Da er inzwischen eine erste Führungsposition inne hatte, verdiente er auch gut und konnte sich hohe monatliche Rücklagen leisten, die Traumsummen versprachen, wenn er sein Geld bis zu seinem 60. Lebensjahr nur unangetastet ließe.

Die monatlichen Mietausgaben für seine komfortable Vier-Zimmer-Wohnung in bester Lage der Stadt, die er sich leistete, waren ihm schon bald ein Dorn im Auge. Schließlich warf er jedes Jahr soviel Geld für Miete aus dem Fenster, wie ein Kleinwagen kostete. Daher beschloss er, dieses Geld lieber in Eigentum zu investieren, das ihm im Alter eine zusätzliche Einnahmequelle und Sicherheit bieten würde.

Da er plante, spätestens in den nächsten zwei, drei Jahren auch die richtige Frau zu finden und Kinder zu haben, sollte es ein Haus sein. Eines in schöner, ruhiger Lage am Stadtrand, großem Garten für die Kinder und die Gartenpartys. Zwar war das nicht ganz billig, aber er konnte sich den Aufpreis leisten, den Abtrag und Zinsen im Vergleich zur Miete darstellen würden.

Schließlich rechnete er damit, ohnehin bald die nächste Stufe der Karriereleiter erreicht zu haben - die Abschlüsse in seinem Bereich entwickelten sich nämlich sehr zur Zufriedenheit seines Chefs, was Heiner ein beruhigendes Gefühl von Sicherheit und Luft zum Atmen gab.

Heiner war nun also bestens abgesichert. Seinem Alter konnte er beruhigt entgegen sehen.

Natürlich hatte das seinen Preis. Die monatlichen Ausgaben erlaubten ihm einen Wechsel in eine andere Branche, wo er von Null mit einem Einstiegsgehalt anfangen müsste, nun nicht mehr. Aber es war einfach das Vernünftigste so. Hier in der Versicherung hatte er sich einen Namen gemacht und Versicherungen brauchten die Menschen immer. Das Geschäft mit der Angst boomte. Angst vor Unfällen, Sachschäden oder dem Tod. In Zeiten, wo alles unsicherer wird, hatte Heiner festgestellt, beruhigte es die Menschen, eine Lebensversicherung abzuschließen. Gerade so, als sei ihr Leben dadurch sicherer. Das verstand er nie so ganz, doch ließ es sich über das Gefühl von Sicherheit sehr gut verkaufen.

Er fühlte sich nie wirklich gut bei seinen Abschlüssen, doch was halfen ihm illusorische Phantasievorstellungen von irgendwelchen Traumberufen in einer Zeit wie dieser, wo jeder froh sein konnte, einen gut bezahlten Job zu haben? Nein, er war kein weltfremder Träumer, er war Realist und sehr zufrieden mit seinem Leben.

Nur abends, nach Feierabend. Diese Stille. Diese seltsamen Gefühle, die hartnäckig aus unergründlichen Tiefen nach oben drängten. Gerade so, als ob sie um jeden Preis den Abend und die Harmonie versauen wollten.

Sollte er doch besser noch auf die After-Work-Party gehen? Bei einem Cocktail und lauter Musik fühlte Heiner sich meist gut. Nein, er war zu müde. Er wollte nur noch auf die Couch und Fernsehen.

Auf dem Weg dahin ging er dann meist noch am Kühlschrank vorbei, um sich eine kühle Flasche Bier zu holen. Er hatte ein Fach im Kühlschrank frei geräumt, um dort seine Bierflaschen stapeln zu können. Zum abendlichen Bierchen gab es auch diesmal wieder sein gewohntes Tiefkühlbaguette mit Salami. Den Flaschenöffner für die Bierflaschen hatte er mit Seil und Klebehaken direkt am Kühlschrank befestigt, so dass er direkt am Kühlschrank schon gleich ein paar kräftige Züge nehmen konnte. Das beruhigt. Damit er später nicht nochmal aufstehen musste, nahm er gleich noch eine zweite Flasche mit zum Fernseher. Die erste war ja jetzt schließlich schon halb leer.

Heiner schaltete sich durch die Programme und blieb in einem Sender hängen, der gerade Hochspannung versprechende schrille Töne und dazu Bilder eines Mannes in Todespanik sendete.

‚Oh, ja - der Tatort hat gerade begonnen, wunderbar.‘ Die Spannung zog ihn in ihren Bann. Den Tatort schauten auch Heiners Kollegen mit Vorliebe, da wollte er auch mitreden können. Er legte die Fernbedienung auf den Couchtisch und nahm noch ein paar tiefe Züge aus der Flasche. Diese Episode wurde in der Presse bereits als besonders brutal angeprangert, was sein Interesse umso mehr geweckt hatte. Beim Anblick des dritten blutüberströmten Toten griff er zu den Zigaretten auf dem Couchtisch und zündete sich eine Lucky an. Wohliger Nebel verbreitete sich im Raum und in seinem Kopf. Heiner fühlte, wie die Entspannung langsam einsetzte. Ein Zustand jenseits von Gefühlen und wirren Gedanken.

Als der Tatort längst vorüber war und die dritte Bierflasche leer vor ihm stand - er war dann doch nochmal zum Kühlschrank gegangen, als er von der Toilette kam - machte sich dann doch wieder ein bedrückendes Gefühl bemerkbar. Diesmal in der Magengegend. Gleichzeitig dachte er an die Arbeit morgen. Da war noch dieser ungelöste Konflikt mit diesem schwierigen Kunden. Und jede Menge Besuchsberichte, die alle noch ins System eingegeben werden mussten. Außerdem stand in drei Tagen sein Beurteilungsgespräch an. Zwar waren seine Zahlen gut, doch trotzdem hatte Heiner immer dieses Gefühl, dass seine Leistung nicht ausreichte. Dass sein Chef doch wieder etwas fand, was einfach inakzeptabel war. Schließlich war ihre Firma eine Aktiengesellschaft und lediglich gute Zahlen waren bei weitem kein Grund für Zufriedenheit. Die Zahlen mussten die des Vorjahres deutlich übersteigen.

Wachstum war alles. Waren die Zahlen des Vorjahres allerdings auch schon sehr gut, reichte es selbstverständlich nicht aus, im aktuellen Jahr einfach nur erneut diese Leistung zu vollbringen. Die Zahlen müssen auch dann steigen. Die Zahlen müssen immer steigen! Alles andere wäre schließlich Stagnation. Eine regelrechte Katastrophe!

Seinem Chef war es ziemlich egal wie er das bewerkstelligte, Hauptsache in seiner Statistik war eine entsprechende prozentuale Steigerung ausgewiesen. Schließlich hing auch dessen Provisionszahlung und nächste Beförderung vom Ergebnis jedes Einzelnen ab. Tatsächlich fand er auch in Heiners Vertriebskennzahlen jedes Mal Bereiche, in denen er nicht die geforderten hundert Prozent abgeliefert hatte. Derzeit lag er in den Kundenbesuchen um mindestens 15 Besuche gegenüber dem geforderten Monatspensum zurück.

Heiner holte sich noch eine Flasche Bier, zündete sich noch eine Zigarette an und schaltete um auf einen anderen Film, der gerade irgendwo lief. Jetzt musste er nicht mehr an morgen denken. Wohlige Zerstreuung stellte sich erneut ein. Ein Nebel, der dicht genug war, um die Realität auszublenden. Irgendwann schlief er dann vorm Fernseher ein.

Wilde Träume schlossen sich an. Er wachte früh am Morgen schweißgebadet auf, hatte das Gefühl, gar nicht richtig geschlafen zu haben und stand dann irgendwann auf, weil seine Gedanken ihn so in Besitz genommen hatten, dass er nicht wieder einschlafen konnte. Heute würde er einfach früher zur Arbeit gehen, er hatte dort ja ohnehin noch so viele Aufgaben zu erledigen. So musste er auch nicht die morgendliche Stille aushalten, die wieder dieses ganze Gefühlscocktail auf den Plan rufen würde.

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