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E-Book

Das kann ja heiter werden

Humor und Lachen in der Pflege

VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl382 Seiten
ISBN9783456944999
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis30,99 EUR

Das erfolgreiche praxisorientierte Pflegehandbuch, um Humor und Lachen als Ressource und Intervention in der Pflegepraxis zu verstehen und zu nutzen Humor und Lachen sind wichtige Coping-Ressourcen für PatientInnen und Angehörige. 

Das erfolgreiche, überarbeitete und erweiterte Humorhandbuch der Pflegeexpertin Iren Bischofberger: 
- beschreibt Hintergründe und die Anwendungen von Humor in der Pflege 
- zeigt neue Einsatzmöglichkeiten in der häuslichen Pflege, Onkologie und Psychiatrie, im Kinderkrankenhaus und Pflegeheim 
- bietet Tipps für engagierte Macherinnen, einen reichen Informationspool sowie «Humorstandards» und ethische Richtlinien.

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis und Vorwort
  2. Teil I: Humor und Lachen in der Pflege – Theoretische Hintergründe und praktische Anwendung
  3. Teil II:Humor angesichts von Krankheit und Tod
  4. Teil III:Humor im Alter
  5. Teil IV:Humor aus der Sicht von Betroffenen und Angeh‡rigen
  6. Teil V:Umsetzung in der Pflegepraxis
  7. Anhang
Leseprobe

Einleitung Humor und Heiterkeit im Alter – Ressource und Schmiermittel (S. 197-198)

Rolf Hirsch

Der Enkel meint zu seinem Großvater: «Ihr hattet sicher keine leichte Jugend so ganz ohne Antidepressiva!»

Sprechen wir vom Alter, so fallen uns eher «Verlust», «Trauer», «Sterben» und «Tod» ein als «Fröhlichkeit» und «Heiterkeit». Liegt das an den alten Menschen, die angeblich «nichts mehr zu lachen haben»? Leider trifft man nicht nur bei Laien noch immer auf die Vorstellung, dass Alter gleich «Abbau» sei. Der Schritt zum Vorurteil, dass alte Menschen auch «rigide» und «humorlos» sind, sowie ihnen im Laufe des Lebens das Lachen vergangen ist, ist dann nicht mehr groß. Wie steht es da mit einer der wichtigsten Erkenntnisse der Gerontologie, dass Altern ein dynamischer Umbau- und kein Abbauprozess ist, der mit einer sehr großen inter- und intraindividuellen Schwankungsbreite von körperlichen, psychischen und sozialen Fähigkeiten und Fertigkeiten gekennzeichnet ist?

Darf im Pflegealltag überhaupt gelacht werden, wenn die Pflege «professionell» angeboten und durchgeführt werden soll? Besucht man Kliniken oder Alteneinrichtungen, so hat man oft den Eindruck, dass am Eingang ein Schild «Lachen verboten» angebracht ist. Natürlich lacht man mal über «Dummheiten» und «Ungeschicklichkeiten» der BewohnerInnen, aber auch von Mitarbeitenden oder über die Narrheiten von Vorschriften. Doch ist dies kein befreiendes Lachen, sondern oft ein sarkastisches, ironisches oder zynisches. Dieses Lachen meinte wohl Nietzsche, als er schrieb: «Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man».

Natürlich sind die Schwierigkeiten, denen wir im Pflegealltag begegnen, sehr vielfältig. Vorwiegend sind es jedoch Herausforderungen, die eher auf der Personal- als auf der Patientenseite liegen: Zeitdruck, Personalmangel, geringe Anerkennung und maximale Arbeitsbelastung prägen den Arbeitsalltag. Immer größere Qualitätsansprüche mit immer mehr unrealistischen Vorschriften und Gesetzen werden an Pflegekräfte gestellt, ohne sich um die dafür erforderlichen Voraussetzungen zu kümmern.

Wir sind oft verzweifelt, «ausgebrannt». Manche resignieren. Obwohl wir alle Regeln der modernen Pflege einzuhalten versuchen, haben wir häufig den Eindruck, den Anforderungen der kranken und pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen, denen der Vorgesetzten und Träger von Einrichtungen nicht zu genügen. Noch unzufriedener sind wir aber meist mit uns. Wir machen uns Vorwürfe, klagen uns an, vergegenwärtigen uns, dass wir strukturelle Missstände und Unzulänglichkeiten nicht beheben können und «schalten ab».

Aber: Es gibt auch die «Trotzmacht» Humor und sie ist geradezu lebensnotwendig, um wieder zur heiteren Gelassenheit zu finden. Humor – so verstanden – ist ein «soziales Schmiermittel» und Ausdruck eines fröhlichen und kreativen Kampfgeistes. Humor verändert schlagartig angespannte Situationen und löst Beklemmungs-, Beschämungs- und Angstgefühle. Lachen als Ausdruck eines lebendigen Humors ist ansteckend! Diese Kompetenz scheint im Laufe des Lebens bei vielen Menschen – sowohl auf Personal- wie auch Patientenseite – verdrängt worden zu sein. Aufgrund vielfältiger negativer und belastender Erlebnisse sind sie im höheren Lebensalter und in Altersinstitutionen bei manchen kaum noch vorhanden. Auch im Rahmen der Sozialisation zum professionellen Helfer (z.B. Altenpfleger, Arzt, Krankenschwester, Sozialarbeiter) scheinen Humor und Heiterkeit bei vielen auf der Strecke geblieben zu sein.

Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis und Vorwort6
Teil I: Humor und Lachen in der Pflege – Theoretische Hintergründe und praktische Anwendung28
Humor – ein Pflegekonzept im Aufwind30
Teil II:Humor angesichts von Krankheit und Tod88
Heitere Gelassenheit trotz allem90
Aus dem Alltag eines Lachkoffers – Möglichkeiten für Humorinterventionen im Akutspital92
Von der Idee zum Konzept – Humorkultur in der Klinik am Beispiel der Reha Zurzach-Baden106
Humor im Kinderspital – mit und ohne CliniClowns126
Die Sicht der Dinge bestimmt das Handeln – Lachen und Humor in der psychiatrischen Pflege146
«Keine Chance, ich habe Aids.» – Humor in der Pflege und Begleitung von Menschen mit HIV und Aids168
Das Lächeln am Fuße der Bahre – Humor im Angesicht von Tod und Trauer182
Teil III:Humor im Alter196
Humor und Heiterkeit im Alter – Ressource und Schmiermittel198
Zwischen Tragik und Komik – Humor bei verwirrten Menschen im Altersheim202
Jenseits von Gelächter und Klamauk – Das Pilotprojekt «Humor in der Betreuung und Pflege» im Wohnheim Resch, Schaan (FL)216
Wenn Emotionen tanzen – ein Reisebericht unterwegs zu alten Herzen228
«Herr Meier war mein Lehrmeister» – Humor in der Pflege und Betreuung zuhause246
«Du hast uns gerade noch gefehlt…» – Humor als Element der Führungsphilosophie in der Alterspflege266
Teil IV282
Teil IV:Humor aus der Sicht von Betroffenen und Angeh‡rigen282
Kaum zu viel, aber oft zu wenig…284
«I dance as fast as I can!» – Humor als Überlebensstrategie trotz chronischer Krankheit286
«Diese Fähigkeiten sind seine undmeine Rettung.» – Humor mit betagten Angehörigen296
Krebs und Humor oder – Mehr Trittsicherheit bei der Gratwanderung in der onkologischen Pflege306
Teil V332
Teil V:Umsetzung in der Pflegepraxis332
Tipps für engagierte MacherInnen334
Aller Anfang ist - eine Humoridee!334
Klein, aber fein!335
Interventionsplan - was, wer, wie, wo, wann?335
Faustregeln zum Einüben von Humorinterventionen335
Tipps für einen Lachkoffer338
Tipps für Clowns in Alters- und Pflegeheimen339
Tipps für Institutionen339
Anhang342
Wozu dient ein Standard für Humor und Lachen in der Pflege?344
«Das hat uns gerade noch gefehlt!» – Ein Standard für Humor und Lachen in der Pflege346
Ethische Richtlinien von HumorCare352
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren356
Abbildungsverzeichnis364
Literaturverzeichnis366
Sachwortverzeichnis378

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