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E-Book

Das menschliche Maß

Entwurf einer Mitweltökonomie

AutorGustav Bergmann
Verlagoekom verlag
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl304 Seiten
ISBN9783865814951
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis19,99 EUR
Unsere Finanz- und Geldwirtschaft fährt gegen die Wand, unser gesamtes marktwirtschaftlich orientiertes Weltbild ist infrage gestellt: Wie kann es weitergehen, wie kann es besser werden? Aus einer fundierten Kritik an der Maßlosigkeit unserer Zeit entwickeln die Autoren Gustav Bergmann und Jürgen Daub Ansätze einer neuen Form der Ökonomie - der 'Mitweltökonomie'. Dem maßlosen Expansionsdrang des Ökonomischen setzen sie Rezepte entgegen, bei denen die Menschen wieder mitwirken und mitgestalten können. Und sie zeigen, wie durch die Abkehr vom Konkurrenzprinzip ein neues Miteinander und damit eine neue solidarische und zukunftsfähige Gesellschaft entstehen kann. Ihr Konzept der Mitweltökonomie schließt neben der sozialen auch die ökologische Mitwelt ein und verbindet auf diese Weise soziale Gerechtigkeit mit ökologischem Denken.

Jürgen Daub, Soziologe, arbeitet systemtheoretisch als Sozialforscher in den Bereichen Organisationsentwicklung, Kompetenzentwicklung und Innovationsmanagement. Zudem unterstützt er als Systemprozessbegleiter Organisationen bei Veränderungsprozessen. Dr. Gustav Bergmann lehrt und forscht als Professor an der Universität Siegen am Lehrstuhl für BWL, insbesondere im Bereich Innovations- und Kompetenzmanagement. Seine Forschungsgebiete sind daneben Nachhaltigkeit und Systemtheorie. Er arbeitet zudem als Coach und Entwicklungsberater.

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Inhaltsverzeichnis
Das menschliche Maß1
Inhalt7
Vorwort11
1 Wie geht es weiter, wenn es weiter geht? Wege zum anderen Wohlstand15
Wir messen und bewerten falsch17
Lösungen gibt es längst19
Gestaltungsfreiheit oder Zwang der Verhältnisse?20
Markt oder Kapitalherrschaft?22
Von der Sustainability zur Thrivability24
2 Vom Kopf auf die Beine oder die Wiederaneignung der Wirtschaft durch die Menschen29
Was ist die kapitalistische Marktwirtschaft?36
Die Grundtatsachen der global einflussreichsten Gesellschaftsform39
Die Arbeit - Segen oder Fluch?45
Lebendigkeit wird zu einem dinghaften Verhältnis46
Vom Kopf auf die Beine - die Wiederaneignung der Dinge?48
Wege aus der Warenwelt50
3 Die Krise der Wirtschaft ist eine Krise der Menschen53
Die Angstmacher bestimmen, wohin es geht55
Hinter den Fassaden der "Marktwirtschaft" arbeiten die Lobbyisten57
Die Logik des freien Marktes: "Ruinieren sie ihren Nächsten"59
Die Logik des Systems ist schädlich für die Menschen62
Die Lebensform des Unglücks und der Angst66
Der Wahnsinn hat Methode: die Arbeitsreligion68
Vom Sozialstaat zur Arbeitspflicht70
4 Erfinderische und zukunftsfähige Ökonomie - kann das gelingen?77
Erfindung und Kreativität80
Schöpferische Zerstörung oder zerstörte Schöpfung?83
Merkmale der erfinderischen und zukunftsfähigen Sphären84
5 Von der rationalen zur relationalen Weltsicht: Der Mensch als soziales Wesen91
Das Problem heißt Komplexität93
Die Wirklichkeit enthält keine Informationen99
Persönlichkeit wirkt relational101
Das relationale Modell: Denken und Handeln in Systemen103
Verständigung ist unwahrscheinlich: Bewusstsein, Körper und Kommunikation104
Wissen schützt vor Dummheit nicht106
Menschen sind zu allem fähig - besonders zur Kooperation107
Die Macht der Umstände109
Verhaltensmuster: Imitation - Kooperation - Reputation111
Die Weisheit und Dummheit der Schwärme114
6 Freiheit und Verantwortung117
"Wirtschaft der Freiheit" - von Adam Smith zu Milton Friedmann118
Freiheit als politische Vokabel verstanden122
Freiheit und Ichorientierung - der neue Charaktertypus125
Das menschliche Maß für Freiheit ist psychische Reife129
Das Ziel ist: nicht mitmachen wollen131
Was tun? Freiheit bedeutet frei sein von Zwängen des Arbeitens132
7 Keiner hat nichts gewusst oder ein Versuch über die Ethik der Verantwortung137
Der Mensch ist (meistens) gut138
Wann sind Menschen verantwortlich?139
Es gibt nichts Gutes, außer wir entwickeln es gemeinsam141
Multiperspektivität144
Ethik mal spielerisch und theatralisch144
Dialog der Stakeholder: Verfahrensethik146
Die faire und syntropische Gesellschaft147
8 Maßvolles Gestalten - gesellschaftlich, systemisch und individuell149
Die Handlungsebenen151
Handlungsebene I: Staat, Märkte und Mitwelten151
Wie kann Gemeinsames entstehen?157
Die solidarische und zukunftsfähige Gesellschaft159
Wirkliche Märkte schaffen164
Asymmetrische Kommunikation166
Erfinderische und zukunftsfähige Regionen167
Fallbeispiel: Stadtentwicklung170
Handlungsebene II: Organisationen und Unternehmen171
Konzerne oder Größe als Problem171
Korruption174
Neofeudalismus174
Die problematischen Ziele: Produktivität für wen und für was?175
Was ist Produktivität?176
Rationalität und Rationalisierung178
Automation und Entlastung von Stupidität179
Die erfinderische Sphäre auf der Unternehmensebene182
Warenproduktion mit menschlichem Maß?187
Ökologische, mitweltgerechte Produkte und Dienste?190
Spielregeln für erfinderische und zukunftsfähige Organisationen194
Fallstudie: FELT - ein kleines Unternehmen fährt aus der Krise196
Mit Liebe, Lust und Leidenschaft197
Handlungsebene III: Der Mensch, das Ich und die Anderen198
Freigeist und Künstler199
Handhabung und Handwerk204
9 Entwicklung heißt Zuwachs an Möglichkeiten207
Die Entwicklung von Menschen und Systemen207
Die Diagnose: Entwicklungshemmnisse210
Deutungsmacht und Veränderung213
Geschichten aufdecken, die Entwicklung hemmen213
Die Gestaltung von Entwicklung214
Selbstorganisation ermöglichen: mehr Wirkung mit weniger Aufwand217
Entwicklung wird möglich218
Individuelle Entwicklung221
Negative und positive Spektren der Persönlichkeit (Brain Maps)223
Entwicklung in sozialen Systemen225
Methoden der Diagnose und der systemischen Veränderung228
Der systemische Prozess: Diagnose - Therapie - Reflexion229
Gelingende Beziehungen entwickeln und Vertrauen bilden231
Diagnose: Die fehlenden Elemente finden232
Kontexte beobachten, Systeme beschreiben: finden, was fehlt233
Open Space und Selbstorganisation241
Therapie: das System informieren durch systemische Interventionen243
Flow: zwischen Herausforderung und Langeweile246
Lernen, Reflexion, Muster sammeln248
10 Forschung und Wissenschaft für Mensch und Gesellschaft - systemische Aktionsforschung251
Aktionsforschung - Forschung in der Wirklichkeit der Akteure254
Beziehung statt Erziehung: Scola und Muße256
Fallbeispiel: Ein kleines Unternehmen gewinnt an Selbstbewusstsein258
Fintronic - Perfektionisten öffnen sich der Vielfalt259
Die Regionalbank öffnet sich261
11 Verzicht und Entwicklung265
Wohin geht die Reise? Hinaus? Hinein? Woanders hin?270
Verzicht und Interesse272
12 Konsum und Genuss - von der Quantität zur Qualität277
Konsum und Kontrolle - die "McDonaldisierung" der Gesellschaft280
Man hat keinen Geschmack, man lernt Geschmack282
Der Geschmack der sozialen Klassen283
Die Veränderungsmöglichkeiten - von Quantität und Qualität288
Was man isst, ist man - das Beispiel Qualität und Lebensmittel293
Wie können wir Geschmack und Genuss lernen?296
Achtsamkeit als Schlüssel für Genuss und bewussten Konsum298
13 Epilog: Gutes bewirken301

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