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Das neue Anti-Krebs-Programm

Dem Krebs keine Chance geben: So schalten Sie die Tumor-Gene ab

AutorUlrich Strunz
VerlagHeyne
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl224 Seiten
ISBN9783641084059
FormatePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis15,99 EUR
Krebs muss kein Schicksal sein
Die vielleicht revolutionärste medizinische Erkenntnis der letzten Jahre lautet: Gene lassen sich steuern. Das gilt auch für Krebsgene. Unser Lebensstil entscheidet darüber, ob eine Zelle krank wird, zur Krebszelle wird. Das bedeutet aber auch: Wir können wirksam gegensteuern. Durch ein »genetisch korrektes« Leben. Durch Bewegung, Ernährung, mentale Einstellung. Durch das neue Anti-Krebs-Programm von Bestsellerautor Dr. med. Ulrich Strunz.

Dr. med. Ulrich Strunz ist Internist, Molekularmediziner und Gastroenterologe. Schwerpunkt seiner ärztlichen und publizistischen Tätigkeit ist die präventive Medizin. In Vorträgen, Seminaren und TV-Auftritten begeisterte er viele Jahre lang Zehntausende von Menschen - und führte sie in ein neues, gesundes Leben.

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Leseprobe

Warum bekommen immer mehr Menschen Krebs?

»Man kann einen Menschen mit guten Soßen ebenso unter die Erde bringen wie mit Strychnin, bloß dauert es länger.«

Christian Barnard (1922–2001), südafrikanischer Herzchirurg

Krebs gibt es wahrscheinlich, seit es Menschen gibt. Ganz sicher gibt es Krebs, seit Menschen aufgehört haben, in mehr oder weniger wilden Horden zu jagen und zu sammeln, und stattdessen Äcker bepflanzten und Kühe molken. In seinem mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Buch Der König aller Krankheiten: Krebs – eine Biografie schreibt der Arzt Siddhartha Mukherjee, dass Menschen seit etwa 4500 Jahren gegen den Krebs ankämpfen.

Krebs ist also nichts Neues? Ja, stimmt. Neu ist aber, dass immer mehr Menschen Krebs bekommen. Und zwar – und jetzt werde ich ein wenig unhöflich – weil immer mehr Menschen Müll essen, im Sessel kleben und vor lauter Hickhack mit ihren elektronischen Kleingeräten keinen klaren Gedanken mehr fassen. Doch eins nach dem anderen.

Schlechte Ernährung: Wir essen Müll

Dass Krebs ein völlig überflüssiges Leiden ist, ahnte schon Albert Schweitzer. Der in Zentralafrika ein Urwaldspital gründete. Er schrieb: »Bei meiner Ankunft in Gabun im Jahre 1913 war ich überrascht, keine Krebsfälle vorzufinden. Bei den Eingeborenen 200 Meilen von der Küste entfernt fand ich keinen einzigen. (…) Dieses Fehlen von Krebs war anscheinend auf die Unterschiede zwischen der Ernährung der Eingeborenen und der Europäer zurückzuführen.«

Von Jägern und Sammlern lernen

Wir haben zahlreiche Aufzeichnungen über krebsfreie Völker in der ganzen Welt. Kaum oder kein Krebs bei den amerikanischen Indianern (bekannt seit 1910), bei Schwarzafrikanern (wissen wir seit 1923), bei Eskimos (klar seit 1952).

»Was geschieht, wenn ein Eskimo seine traditionelle Lebensweise aufgibt und die westliche Ernährungsweise annimmt? Er wird noch krebsanfälliger als der Durchschnittsamerikaner.« Das sagt Richard Béliveau, Professor für Biochemie und Inhaber des Lehrstuhls für Krebsprävention und -behandlung an der Université du Québec in Montreal, der sich mit seinem Buch Krebszellen mögen keine Himbeeren hierzulande einen Namen gemacht hat.

Wir müssen so essen, dass es zu unseren Genen passt! Schließlich werden viele der Moleküle, mit denen wir unseren Körper jeden Tag füttern, direkt in unsere Zellen eingebaut. Es geht dabei nicht um den neuesten Modetick! Hier geht es um Krebs. Um überflüssige Operationen, Bestrahlungen, Chemotherapie bei jedem dritten Deutschen. Jedem dritten!

Naturvölker einschließlich Eskimos schütteln nur den Kopf. Die sind morgens lieber wach und frisch und fröhlich und energiegeladen und ausdauernd und kriegen keinen Krebs.

Gorillas wissen es besser als wir!

Noch nicht überzeugt? Dann schauen wir mal nicht die Gewohnheiten der Völker an, die bis heute jagen und sammeln, sondern unsere Vorfahren. So hat es auch Dr. Jessica Rothmann gemacht, Assistenzprofessorin für Primate Ecology an der City University of New York. Sie hat sich den Speiseplan der Berggorillas in Uganda angeschaut.

Ergebnis: Im Sommer verspeisen Gorillas eine eiweißreiche Kost, dazu Früchte. Prof. Rothmann schätzt den Eiweißanteil auf 17 Prozent. Zum Vergleich: Wir Deutschen ernähren uns von zehn bis zwölf Prozent Eiweiß pro Tag. Es kommt aber noch besser: Gibt es weniger Obst, also im Winter und Frühjahr, dann nehmen Gorillas sogar 31 Prozent Eiweiß zu sich.

Der Unterschied zu uns Menschen ist klar: Gorillas essen Leben. Buchstäblich. Lebendes Eiweiß, lebende Kohlenhydrate in Form von Obst, frisch gepflückt. Wir dagegen essen heute viel zu viel »Zucker, Stärke und Fett«, so Prof. Rothmann. Das hätte es früher einfach nicht gegeben.

Und dann der interessante Gedanke: Unser heutiges Essen »verdünnt« die Proteine. Heißt praktisch: Wenn wir 60 Prozent Mehl und Zucker zu uns nehmen, bleibt eben wenig Platz übrig für das wertvolle Eiweiß. Und deswegen, schlussfolgert Prof. Rothmann, würde der Körper mit seiner somatischen Intelligenz verzweifelt versuchen, eben doch die richtige Eiweißmenge, nämlich viel mehr, zu raffen, und wir würden uns unvermeidlich überfressen. Das leuchtet mir ein.

Gorillas jedenfalls sind weder fett noch zuckerkrank. Kennen keinen Krebs, keinen Herzinfarkt, keinen Alzheimer und ähnliches Zeugs. Und wir wollen die Krönung der Schöpfung sein?

Junk heißt Müll

Dass wir Junkfood essen, das wissen wir ja schon. Aber wussten Sie eigentlich, dass Junk nichts anderes heißt als Müll?

Müll also. Der US-amerikanische Ernährungsforscher Loren Cordain, Professor für Health and Exercise Science an der Colorado State University und Erfinder der Paleo-Diät (einfacher Steinzeit-Diät), hat ausgerechnet, wie viel Prozent Ihrer täglichen Nahrung Müll ist. Spannend! Und er kommt tatsächlich auf

72 Prozent Müll.

72 Prozent Ihrer täglichen Ernährung hat es bis vor sehr kurzer Zeit in der menschlichen Ernährung gar nicht gegeben. Ist neu hinzuerfunden. Und haben uns die Zivilisationskrankheiten beschert, von Alzheimer bis zum Krebs.

Prof. Cordain nennt die Hauptschuldigen:

  • Milchprodukte
  • Getreideprodukte
  • Zucker.

»Milch, Mehl, Zucker?«, fragen Sie sich? Das, was auf dem Einkaufszettel immer ganz oben steht? Ja, ganz genau.

Denn Milchprodukte nutzen wir erst seit gut 10000 Jahren. Seit wir auf die Idee gekommen sind, Vieh zu züchten. Seit 10000 Jahren! Die Menschheitsgeschichte begann vor 4,4 Millionen Jahren. Und nicht überall wird so viel Milch verbraucht wie in den westlichen Industrienationen. Schauen Sie sich mal die Ernährungsgewohnheiten in Thailand an. Gemüse statt Pommes! Und dann die niedrigen Krebsraten dort.

Getreide bauen wir auch erst seit 10000 Jahren an. Also auch erst seit einem Wimpernschlag in der Menschheitsgeschichte. Erst der Ackerbau hat die Überbevölkerung der Erde ermöglicht. Mit ihm kam es zu einem »deutlich spürbaren Qualitätsverlust der Nahrung«, so Prof. Cordain. Die Menschen wurden kleiner, die Säuglingssterblichkeit stieg an, die Lebenserwartung verringerte sich, Infektionskrankheiten nahmen zu, Knochen wurden brüchiger, Karies kam auf.

Zucker gibt es in dieser Form sogar erst seit 200 Jahren. Ein billiges Kohlenhydrat, das die heutige Ernährung prägt. Und Krebszellen ernährt. David Servan-Schreiber erklärt, dass die Menschen höchstens zwei Kilo Honig aßen, als sich unsere Gene entwickelten. Im Jahr! Das sind ungefähr fünf Gramm pro Tag. Im Jahr 1830 lag der Zuckerkonsum bei fünf Kilo pro Jahr, bis er Ende des 20. Jahrhunderts dann bei 70 Kilo pro Jahr landete. 70 Kilo!

Ein häufiger Krebsort ist übrigens der Darm. Etwa jede siebte Krebserkrankung in Deutschland betrifft den Darm. Im Jahr 2008 erkrankten etwa 35000 Männer und 30000 Frauen. Wundern Sie sich da noch? Wenn Sie Ihre Darmzellen ein Leben lang ärgern, dann ärgern die Sie halt zurück. Ärgern heißt hier essen. Wenn Sie totgemachte, genetisch inkorrekte Nahrung in Ihren Darm hineinschütten und ihn jahrzehntelang die »Drecksarbeit« machen lassen, den Müll zu entsorgen, dann entgleisen nun einmal die Darmzellen.

Junkfutter macht Kuhmilch schlecht

Eigentlich konsequent: Nicht nur wir selbst essen Junk. Nein. Auch unseren Nutztieren verfüttern wir Junk. Unsere Kühe stehen schon lange nicht mehr auf der Weide, und die meisten werden auch nicht mehr mit Heu gefüttert. Stattdessen füttert man Mais, Soja und Weizen. Futter, für das ihr Verdauungsapparat überhaupt nicht gemacht ist. Die Folge ist nicht nur, dass es den Kühen schlecht geht und sie mit immer mehr Medikamenten behandelt werden, sondern auch, dass die Milch immer schlechter wird. Weil nämlich das verfütterte Getreide kaum Omega-3-Fettsäuren enthält, stattdessen aber Omega-6-Fettsäuren. Das schlägt auf die Milch durch. Die die beiden Fettsäuren dann nicht mehr im Verhältnis 1:1 enthält, sondern in einem Missverhältnis von 1:15 bis hin zu 1:40.

Macht doch nichts? Doch, das macht einen entscheidenden Unterschied. Omega-3 hemmt das Zellwachstum und hemmt Entzündungen. Omega-6 macht uns und unsere Kinder fett und fördert Entzündungen. Und Fett und Entzündungen ziehen den Krebs an. Haben Sie Milch von Kühen im Kühlschrank, die noch Gras fressen? Oder wenigstens »Heumilch«? Nun, dann denken Sie mal drüber nach, die Sorte zu wechseln.

Die Deutschen sind zu dick

Bis zu 30 Prozent aller Krebserkrankungen sind auf schlechte Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen und wären daher vermeidbar. Dies gilt sogar für 70 Prozent der Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts – sagt die für Europa zuständige Abteilung der Weltgesundheitsorganisation WHO. »Das Beibehalten eines gesunden Körpergewichts über den gesamten...

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