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Das neue Ausbilderhandbuch

Grundlage für die Vorbereitung zur AdA-Prüfung nach der AEVO 2009

AutorSiglinde Foidl-Dreißer
VerlagTEIA AG
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl100 Seiten
ISBN9783944658162
FormatePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis24,99 EUR

Dozenten im Bereich 'Ausbildung der Ausbilder' erstellten über viele Jahre hinweg Manuskripte, die den Teilnehmern als Lernunterlagen dienten, aber auch als Nachschlagewerk genutzt wurden. Die Erfahrungen und Ergebnisse eigener langjähriger Tätigkeit als Ausbilder konnten somit weitergegeben werden. 1999 erschien die erste Auflage anlässlich der neuen AEVO. Seit dieser Zeit wird 'Das neue Ausbilderhandbuch' ständig aktualisiert. Die umfassendsten Änderungen waren 2005 durch das Berufsbildungsgesetz notwendig geworden. Die neue AEVO 2009 begründete die neueste Auflage, die auch erstmals als Digitales Seminar herausgegeben wird. Viele Abbildungen unterstützen die Lerntexte und sprechen so auch die unterschiedlichsten Lerntypen an.Bei der Erstellung sind die Rahmenpläne vom BIBB und vom DIHK berücksichtigt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die Qualifikationsanforderungen in der AEVO im Rahmenplan als Kompetenzen formuliert, angelehnt an den deutschen Qualifikationsrahmen. Der Rahmenplan des DIHK ist die Grundlage für die AEVO-Prüfungen der IHKs.Der Inhalt ist so strukturiert, dass die Lernkapitel, Übungen und Musterprüfungen innerhalb von 100 Stunden durchgearbeitet werden können. Der Kurs enthält , 60 Aufgaben, 150 Verständnisfragen.

Siglinde Foidl-Dreißer, Betriebswirtin (VWA), Jahrgang 1953 ist seit 1998 geschäftsführende Gesellschafterin der UPGRADE Fortbildung für Ausbilder GmbH in München. Ihre vorherige jahrelange Tätigkeit im Bereich der Aus- und Weiterbildung in der Automobilindustrie hat sie zur 'Ausbilderin aus Leidenschaft' werden lassen. Als Dozentin, Trainerin und Coach begleitet sie Menschen, die ihre fachliche und persönliche Weiterentwicklung gestalten. Gemeinsam mit einem Autorenteam hat sie Lehr- und Arbeitsbücher zum Thema Ausbildung der Ausbilder und Personalwirtschaft veröffentlicht. Sie ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Berufsausbilder e.V. (BDBA) und seit vielen Jahren in verschiedenen Prüfungsausschüssen der IHK-München.

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Leseprobe

1.5.1 Die Eignung des Betriebes für die Ausbildung


Wie in einem Puzzle, müssen alle Einzelbedingungen zusammen passen, um ausbilden zu können.

Abb 28 Das Puzzle

Leitfaden für die Eignung zur Ausbildung:

  1. Hat die Kammer festgestellt, dass die verlangten Fertigkeiten und Kenntnisse in den bei mir angebotenen Ausbildungsberufen erworben werden können?

  2. Verfüge ich über die notwendige Ausstattung gemäß der Ausbildungsordnung?

  3. Muss für die Grundausbildung eine Ausbildungswerkstatt oder -ecke eingerichtet werden?

  4. Muss eine überbetriebliche Ergänzungsausbildung stattfinden?

  5. Steht die Zahl der Auszubildenden in angemessenem Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze bzw. Fachkräfte im Betrieb?

  6. Sind die Voraussetzungen der persönlichen und der fachlichen Eignung des Ausbildenden bzw. des Ausbilders erfüllt?

  7. Liegen Hilfsmittel für die Ausbildung und die wichtigsten Gesetze vor?

Bitte bearbeiten Sie 1.9.10 Übungsvorschlag 10 - Eignungsfeststellung

Anforderungen an die Ausbildungsstätte (BBiG §27)


Geeignete Ausbildungsstätten sind eine wesentliche Voraussetzung für eine qualifizierte Berufsausbildung.

Die Ausbildungsstätte muss die Inhalte der Ausbildungsordnung vermitteln können und die Einrichtung und Ausstattung muss für Auszubildende geeignet sein. Der Umfang der Produktion und Dienstleistungen stellen sicher, dass eine systematische Ausbildung durchgeführt werden kann.

Die Einhaltung wird vom Ausbildungsberater der zuständigen Stelle überwacht.

Eignung der Ausbildungsstätte

Abb 29 Eignung der Ausbildungsstätte

Zu 1: Eignung nach Art und Einrichtung ( BBiG § 27 Abs. 1 Zif. 1)

Dazu gehören insbesondere Grundausstattungen an Werkzeugen, Maschinen, DV-Programme, Übungsstücke.

Z.B. benötigt ein KFZ-Mechatroniker eine Hebebühne und geeignetes Werkzeug.

Bei Fehlen von Inhalten gemäß der Ausbildungsordnung. Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte

Z.B. bei Fehlen der Buchhaltungsabteilung im eigenen Betrieb, wird der Bürokaufmann in einem anderen Betrieb in der Buchhaltung eingesetzt. Außerbetriebliche Maßnahmen müssen im Ausbildungsvertrag eingetragen werden! ( BBiG § 11)

Zu 2: Anforderungen an den Ausbildenden und den Ausbilder in einer Ausbildungsstätte

Der Ausbildende muss gemäß BBiG §§ 28, 29 persönlich geeignet sein.

Der Ausbilder muss fachlich und persönlich geeignet sein. ( BBiG §§ 28, 29, 30)

Ausbilder, die neben der Aufgabe des Ausbildens noch weitere betriebliche Funktionen ausüben, sollen durchschnittlich nicht mehr als drei Auszubildende selbst ausbilden. Es muss sichergestellt sein, dass ein angemessener Teil der Arbeitszeit für die Tätigkeit als Ausbilder zur Verfügung steht.

Ausbilder, denen ausschließlich Ausbildungsaufgaben übertragen sind, sollen nicht mehr als 16 Auszubildende in einer Gruppe unmittelbar selbst ausbilden.

Bei gefahrenanfälligen Tätigkeiten, wie zum Beispiel an Werkzeugmaschinen, ist die Zahl entsprechend geringer anzusetzen.

Die Art des Ausbildungsberufes oder die Gestaltung der Ausbildung können eine höhere Zahl der Auszubildenden rechtfertigen. Eine Abweichung von dem angegebenen Zahlenverhältnis ist insbesondere dann zulässig, wenn und soweit besondere betriebliche oder überbetriebliche Maßnahmen zur Förderung der Ausbildung durchgeführt werden.

Zu 3: Angemessenes Verhältnis zwischen Fachkräften und Auszubildenden

Als angemessenes Verhältnis der Zahl der Auszubildenden zur Zahl der Fachkräfte im Sinne des BBiG § 27 Abs. 1 Nr. 2 nach Empfehlung des Bundesausschusses für Berufsbildung vm 29./30.3.1972 gilt:

1 -2 Fachkräfte = 1 Auszubildender

2 -5 Fachkräfte = 2 Auszubildende

5 -8 Fachkräfte = 3 Auszubildende

Je weitere 3 Fachkräfte = 1 weiterer Auszubildender

Als Fachkraft wird definiert, wer alternativ:

  • eine Ausbildung in der Fachrichtung abgeschlossen hat oder

  • die zweifache Zeit der Ausbildungszeit in der Fachrichtung tätig gewesen ist oder

  • Ausbildender in dieser Fachrichtung ist oder

  • bestellter Ausbilder ist

Bitte bearbeiten Sie 1.9.11 Übungsvorschlag 11 - Eignung der Ausbildungsstätte

Lernorte der beruflichen Ausbildung


BBiG § 2 definiert die Lernorte der Berufsbildung.

  1. in Betrieben der Wirtschaft, in vergleichbaren Einrichtungen außerhalb der Wirtschaft, insbesondere des öffentlichen Dienstes, der Angehörigen freier Berufe und in Haushalten (betriebliche Berufsbildung),

  2. in berufsbildenden Schulen (schulische Berufsbildung) und

  3. in sonstigen Berufsbildungseinrichtungen außerhalb der schulischen und betrieblichen Berufsbildung (außerbetriebliche Berufsbildung).

Die Aufgabe des Ausbilders ist es, aufgrund der zu vermittelnden Fertigkeiten und Kenntnisse die geeigneten Lernorte auszuwählen.

Abb 30 Lernorte

Bitte bearbeiten Sie 1.9.12 Übungsvorschlag 12 - Lernorte

Zentrale und dezentrale Ausbildung

Beide Varianten haben ihre Berechtigung in der Ausbildung. Die zentrale Ausbildung ist geeignet, um Grundfertigkeiten zu trainieren, die dezentrale Ausbildung ist sinnvoll für den Erwerb von Berufserfahrung und Routine.

Einsatz zentrale Lernorte, z. B. Lehrwerkstatt

Vorteile

  1. optimale Ausstattung

  2. Selbständigkeit

  3. Methodenvielfalt

  4. Gruppenarbeit

Nachteile

  1. Eingliederung in den Betriebsablauf nicht gegeben

  2. evtl. mangelnde Motivation, da Identifikation mit dem Betrieb fehlt

Einsatz dezentrale Lernorte, z. B.: Arbeitsplatz in der Abteilung

Vorteile

  1. sehr praxisnah

  2. Kennenlernen der betrieblichen Realität

  3. individuelle Ausbildung möglich

Nachteile

  1. eingeschränkte Methodenwahl

  2. kaum Gruppenarbeit möglich

  3. evtl. Unselbständigkeit

Überbetriebliche Ausbildungsmöglichkeiten


Kann das Unternehmen nicht alle Ausbildungsinhalte, die in der Ausbildungsordnung vorgeschrieben sind, selbst ausbilden, müssen diese Inhalte außer- bzw. überbetrieblich vermittelt werden.

Außerbetriebliche Ausbildung

Ausbildungsverbund ( BBiG § 10 (5))

  • mit Stamm- und Partnerbetrieb

  • mit Ringtausch

  • mit gemeinsamer Grundbildung oder Fachkursen

Überbetriebliche Ausbildung

Kammern und Fachverbände

In den Ausbildungsordnungen sind z. T. überbetriebliche Maßnahmen während der Ausbildung festgelegt, die durch die Kammern oder Fachverbände durchgeführt werden.

Z. B. Schweißlehrgang, Gabelstaplerführerschein.

Kosten/Nutzen der Verbundausbildung


Partner der Verbundausbildung sind sowohl Betriebe als auch Bildungs-einrichtungen.

Die Verbundausbildung bietet viele Vorteile:

  1. Sie erleichtert den Einstieg für Betriebe, die noch keine Erfahrung mit der Berufsausbildung haben.

  2. Auch Betriebe, die einen hohen Spezialisierungsgrad aufweisen und nur einen Teil der Kenntnisse und Fertigkeiten eines Berufes vermitteln könnten, können Auszubildende einstellen.

  3. Die Kosten fallen für den einzelnen Betrieb nur anteilig an.

  4. Die Infrastruktur (Werkstätten; Maschinen) einzelner Betriebe können besser ausgelastet werden.

  5. ...
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