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E-Book

Das Neugeborene in der Hebammenpraxis

AutorDeutscher Hebammenverband
VerlagHippokrates
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl400 Seiten
ISBN9783830454946
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis51,99 EUR
Informationen zu allen Themen rund um das Neugeborene - umfassend, aktuell und wissenschaftlich fundiert: Von der perinatalen Psychologie über die erforderlichen Maßnahmen in den ersten Stunden nach der Geburt bis zur körperlichen und seelischen Entwicklung des gesunden Kindes im ersten Lebensjahr. Mit speziellen Kapiteln zur Säuglingspflege, der Ernährung und den Vorsorgemaßnahmen. Alle Ratschläge entsprechen den Auffassungen des Deutschen HebammenVerbandes (DHV). Neu in der 2. Auflage: o Aktuelle Studienergebnisse, o Gesetzesänderungen, o Aspekte der neuen Gebührenverordnung, o neue Leitlinien und offizielle Empfehlungen (WHO, STIKO, Prophylaxen)

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Leseprobe

7 Säuglingspflege (S. 206-207)

Marion Stüwe, Bettina Salis, Susanne Lohmann und Margarita

Klein Rhythmen, auch Schlafrhythmus, eines Kindes einzugehen. Ähnlich wie beim Handling ist es wichtig, das Kind stets auf das vorzubereiten, was mit ihm geschieht. Babys verstehen schon sehr gut und sind deutlich entspannter, wenn sie angesprochen werden und wenn alle Handhabungen und Aktivitäten erklärt werden.

Auch Rituale können dem Kind Sicherheit geben. Kinder, die beispielsweise beim Anziehen oder beim Abgetrocknetwerden nach dem Baden stets weinen, können immer wieder das gleiche Lied hören oder den gleichen Abzählvers, mit dem sie diese Unannehmlichkeiten überbrücken können.

7.1 Die Grundbedürfnisse
des Säuglings

Marion Stüwe und Bettina Salis Um sich dem Thema Säuglingspflege gedanklich, inhaltlich und emotional zu nähern, lohnt es, sich die Situation des Kindes im Mutterleib klarzumachen.
• Welche Entwicklungen durchläuft das Kind im Mutterleib?
->Mit welchen Fähigkeiten und Bedürfnissen kommt es auf die Welt?

• Wie ist die direkte Umgebung des Kindes im Mutterleib beschaffen? -> Welche Anforderungen stellt das Neugeborene nach seiner Geburt an seine Umgebung?

• Welche Sinnesempfindungen hat das Kind im Mutterleib? Säuglingspflege beinhaltet mehr als nur Wickeln, Baden, Kleiden und Füttern. Babypflege ist gemeinsame Zeit: Zeit zum Kennenlernen, zum Verlieben, zum Beobachten, zum Wahrnehmen, zum Spielen, zum zärtlichen Umgang miteinander. Über das Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken und in Kontakt treten, werden alle Sinne des Kindes angeregt und die sensorischen und motorischen Fähigkeiten des Kindes gefördert.

Für die Säuglingspflege und die Bedürfnisbefriedigung brauchen die Eltern viel Zeit, Ruhe, Respekt und Wahrnehmungsfähigkeit für die Wünsche, Bedürfnisse und Fähigkeiten des Kindes, wenig Technik und wenig Material. Sie müssen bereit sein, sich einzulassen – wenigstens hin und wieder. Und natürlich ist es kein Beinbruch, wenn das nicht für jede Wickelsituation gilt.

Für viele Eltern hat die Säuglingspflege einen besonders hohen Stellenwert, denn sie fühlen sich unsicher und möchten sich an festen Regeln und Handlungsanweisungen orientieren. Den meisten jungen Eltern fehlen Vorbilder im eigenen Alltag. So haben viele Erwachsene bis zur Geburt ihres ersten Kindes noch nie eigenverantwortlich für einen Säugling gesorgt oder im Extremfall mit ihm zu tun gehabt.

Sie können auch nur selten auf den Erfahrungsschatz vorangegangener Elterngenerationen zurückgreifen, da werdende Eltern, die in den 60er und 70er Jahren geboren wurden, zu einem Großteil nicht gestillt wurden. In dieser Zeit wurde eine sehr rigide, auf Hygiene und zeitlichen Rhythmen basierende Säuglingspflege praktiziert.

Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Anschrift der Autorinnen9
Perinatale Psychologie10
1 Das vorgeburtliche Erleben des Kindes11
1.1 Forschungsgebiet Pränatale Psychologie12
1.2 Die Bedeutung der frühen Erfahrungen16
1.3 Kommunikation von Anfang an17
1.4 Die Bedürfnisse des ungeborenen Kindes22
2 Das Geburtserlebnis aus der Sicht des Kindes28
2.1 Professionelles Zutrauen28
2.2 Die Geburt als Dialog zwischen Mutter und Kind29
2.3 Geburtshilfe als Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Mutter und Kind33
2.4 Stress bei der Geburt: Vorbereitung auf das Leben oder Trauma mit Spätfolgen?34
2.5 Auswirkungen von Interventionen36
2.6 Besonderheiten bei Frühgeborenen42
2.7 Besonderheiten bei extrem schnellen oder sehr lange dauernden Geburten43
2.8 Mutter-Kind-Bindung nach Interventionsgeburten43
2.9 Mögliche Symptome bei Neugeborenen nach Interventionen bei der Geburt44
2.10 Hebammenhilfe nach Interventionsgeburten45
Die ersten Stunden56
3 Bonding57
3.1 Die erste Begegnung57
3.2 Wenn eine Mutter die Kontaktaufnahme ablehnt63
3.3 Richtlinienvorschlag zur Bondingförderung in Kliniken64
4 Erstmaßnahmen nach der Geburt69
4.1 Erstversorgung nach der Geburt69
4.2 Das erste Stillen82
4.3 Die Erstuntersuchung ( U 1)85
4.4 Die endgültige Versorgung des Neugeborenen112
4.5 Vitamin-K-Prophylaxe112
4.6 Augenprophylaxe116
5 Das Risikoneugeborene128
5.1 Definitionen128
5.2 Anamnese/ Risikoerfassung128
5.3 Rhesusinkompatibilität130
5.4 Infektionen in der Schwangerschaft131
5.5 Amnioninfektionssyndrom ( AIS)138
5.6 Fetales Alkoholsyndrom139
5.7 Folgen des Nikotinkonsums in der Schwangerschaft141
5.8 Drogenkonsum in der Schwangerschaft142
5.9 Down-Syndrom ( Trisomie 21)144
5.10 Das Frühgeborene145
5.11 Das Mangelgeborene149
5.12 Atemnotsyndrom151
5.13 Hypoglykämie152
5.14 KISS = Kopfgelenkinduzierte Symmetriestörung154
5.15 Reanimation des Neugeborenen156
5.16 Versorgung eines toten Kindes162
6 Beobachtung und Unterstützung der Anpassungsvorgänge während des Wochenbetts der Mutter171
6.1 Nabelheilung173
6.2 Temperaturregulation175
6.3 Stuhlgang177
6.4 Miktion181
6.5 Gewichtsentwicklung182
6.6 Spucken, Erbrechen185
6.7 Neugeborenengelbsucht ( Icterus neonatorum)188
6.8 Haut- und Schleimhaut-veränderungen beim Neugeborenen195
6.9 Entzündungen der Augenbindehaut197
6.10 Die Immunitätslage des Neugeborenen199
Das 1. Lebensjahr206
7 Säuglingspflege207
7.1 Die Grundbedürfnisse des Säuglings207
7.2 Kleidung und Raumtemperatur208
7.3 Handling: der tägliche Umgang mit dem Säugling209
7.4 Tragen216
7.5 Schlafplatz und Schlafposition221
7.6 Nabelpflege223
7.7 Waschen und Baden225
7.8 Wickelmethoden229
7.9 Schnuller232
7.11 Baby-Grundausstattung233
7.10 Zahnpflege233
7.12 Babymassage237
7.13 Prophylaxe des Plötzlichen Kindstods244
8 Ernährung des Kindes im ersten Lebensjahr257
8.1 Stillen257
8.2 Säuglingsersatznahrungen/ Milchnahrungen267
8.3 Die psychomotorische Entwicklung der Essfähigkeit270
8.4 Die Einführung der Beikost271
8.5 Alternative Ernährungsformen im Kleinkindalter281
9 Prophylaxen, Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen291
9.1 Neugeborenen- Screening291
9.2 Vitamin-D-Prophylaxe293
9.3 Kariesprophylaxe294
9.4 Vorsorgeuntersuchungen294
9.5 Hüftsonographie295
9.6 Hörscreening296
9.7 Allergieprophylaxe296
9.8 Schutzimpfungen301
10 Die körperliche und seelische Entwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr344
10.1 Psychobiologische Grundlagen der kindlichen Entwicklung344
10.2 Motorische Entwicklung346
10.3 Entwicklung der Sinneswahrnehmungen350
10.4 Entwicklung des Schlaf- Wach- Rhythmus354
10.5 Entwicklung der Gefühlswelt358
10.6 Entwicklung der Eltern- Kind- Beziehung360
10.7 Die Geburt einer Familie372
10.8 Untröstlich schreiende Kinder381
Abbildungsnachweis395
Sachregister396

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