Sie sind hier
E-Book

Das Niederdeutsche im Jahr 2005

in Mecklenburg Vorpommern

eBook Das Niederdeutsche im Jahr 2005 Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2008
Seitenanzahl
38
Seiten
ISBN
9783638036542
Format
ePUB
Kopierschutz
kein Kopierschutz
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
7,99
EUR

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Deutsch - Sonstiges, Note: 1,7, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Deutsche Philologie), Veranstaltung: Soziolinguistik Hauptseminar, 34 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1Vorbemerkung
Das Thema der vorliegenden Arbeit ist die aktuelle Situation des Niederdeutschen in Mecklenburg Vorpommern, welches im Folgenden als Dialekt bzw. Mundart bezeichnet wird. Diese zwei Begriffe werden synonym gebraucht und verweisen auf die regionale Gebundenheit, die Ähnlichkeit zu anderen Systemen (welche mindestens partielle Verstehbarkeit ermöglicht), sowie das Fehlen einer Standardisierung im Sinne offiziell normierter orthografischer und grammatischer Regeln. Es handelt sich um die im Umgang gesprochene Sprache .
Als weiter gefassten Begriff möchte ich auch den der Varietät aufnehmen, da Sprache aus einer Vielzahl dieser besteht. Varietät gilt als nicht wertender, neutraler Grundbegriff der Soziolinguistik , dessen Eigenschaften beispielsweise von historischen, regionalen, sozialen oder situativen Gegebenheiten abhängen. Genauer gesagt, sind es außersprachliche Faktoren, die die Varietät beeinflussen (Alter, Geschlecht, Gruppe, Region, historische Periode, Stil ). Diese sollen die verschiedenen Gesichtspunkte hergeben, unter denen das Thema untersucht wird.

Sprache ist in der Regel ein mehrdimensionaler Raum von Varietäten, je nach der Geschichte und dem sozialen Gefüge der Sprachgemeinschaften, in denen sie lokalisiert sind. Die Varietäten sind in diesem Raum Schnittstellen (Produkte) historischer, regionaler, sozialer und situationsbedingter Faktoren.

Entsprechend dieser zitierten Faktoren, erfolgt zunächst ein historischer Abriss (Kapitel 1), der helfen soll, die Entwicklung des Niederdeutschen zu klären. Es handelt sich hierbei um die Betrachtung der diachronen Dimension der Mundart - das Augenmerk liegt auf der Unterscheidung historischer Perioden/ Stadien (Altniederdeutsch, Mittelniederdeutsch, Neuniederdeutsch). Dies soll dazu beitragen, Tendenzen und Entwicklungen aufzuzeigen und zu verdeutlichen. Gerade die Frage nach dem Prestige und der Bewertung der niederdeutschen Mundart soll hier eine Rolle spielen.
Im 2. Kapitel werden dann Umfragen ausgewertet werden, die im Zeitraum August - September 2005 durchgeführt wurden. Der Blick wird auf die aktuelle Situation des Niederdeutschen gerichtet, wobei die diastratische (soziale) Dimension der Variation untersucht wird. Es stehen die Fragen nach dem realen Sprecher der niederdeutschen Mundart, dem soziokulturellen Umfeld und den Maßnahmen, die zum Erhalt des Dialekts getroffen werden oder werden sollen im Mittelpunkt. Wichtig sind an dieser Stelle die oben bereits erwähnten außersprachlichen sozialen und situationsbedingten Faktoren, wie z.B. Alter, Geschlecht, Status und Gruppe. Die diastratischen Unterschiede sind in den sozial-kulturellen Schichten zu suchen, während die diaphasische Dimension auf die Situation abzielt (Unterschiede in der Ausdrucksmodalität). Man bezeichnet sie auch als funktionale Sprachvarietäten: Der Sprecher wählt in verschieden Situationen aus unterschiedlichen Sprachregistern aus.

Es sollen also die soziolinguistischen Fragestellungen nach
-den Normen des Sprachgebrauchs ,
-den Zusammenhängen von Sozioökonomie,
-Geschichte,
-Kultur und
-sozialer Schichtung
untersucht werden, welche am Ende ein umfassendes Bild ergeben sollen über die Entwicklung des Niederdeutschen bis heute, den aktuellen Stand, dessen Bewertung und die Arbeit an evtl. vorhandenen problematischen Tendenzen

Kaufen Sie hier:

E-Book Tabs

Weitere E-Books zum Thema: Sprachführer - Sprachwissenschaften

Weitere Zeitschriften

AUTOCAD & Inventor Magazin

AUTOCAD & Inventor Magazin

FÜHREND - Das AUTOCAD & Inventor Magazin berichtet seinen Lesern seit 30 Jahren ausführlich über die Lösungsvielfalt der SoftwareLösungen des Herstellers Autodesk. Die Produkte gehören zu ...

Computerwoche

Computerwoche

Die COMPUTERWOCHE berichtet schnell und detailliert über alle Belange der Informations- und Kommunikationstechnik in Unternehmen – über Trends, neue Technologien, Produkte und Märkte. IT-Manager ...

küche + raum

küche + raum

Internationale Fachzeitschrift für Küchenforschung und Küchenplanung. Mit Fachinformationen für Küchenfachhändler, -spezialisten und -planer in Küchenstudios, Möbelfachgeschäften und den ...

Deutsche Tennis Zeitung

Deutsche Tennis Zeitung

Die DTZ – Deutsche Tennis Zeitung bietet Informationen aus allen Bereichen der deutschen Tennisszene –sie präsentiert sportliche Highlights, analysiert Entwicklungen und erläutert ...

DGIP-intern

DGIP-intern

Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Individualpsychologie e.V. (DGIP) für ihre Mitglieder Die Mitglieder der DGIP erhalten viermal jährlich das Mitteilungsblatt „DGIP-intern“ ...

Dr. med. Mabuse

Dr. med. Mabuse

Zeitschrift für alle Gesundheitsberufe Seit über 30 Jahren sorgt die Zeitschrift Dr. med. Mabuse für einen anderen Blick auf die Gesundheits- und Sozialpolitik. Das Konzept einer Zeitschrift ...

building & automation

building & automation

Das Fachmagazin building & automation bietet dem Elektrohandwerker und Elektroplaner eine umfassende Übersicht über alle Produktneuheiten aus der Gebäudeautomation, der Installationstechnik, dem ...

Euro am Sonntag

Euro am Sonntag

Deutschlands aktuelleste Finanz-Wochenzeitung Jede Woche neu bietet €uro am Sonntag Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Themen Geldanlage und Vermögensaufbau. Auch komplexe Sachverhalte ...

FileMaker Magazin

FileMaker Magazin

Das unabhängige Magazin für Anwender und Entwickler, die mit dem Datenbankprogramm FileMaker Pro arbeiten.In jeder Ausgabe finden Sie praxiserprobte Tipps & Tricks, die Ihnen sofort die Arbeit ...