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Das wahre Antlitz Gottes - oder was wir meinen, wenn wir Gott sagen

AutorArmin Kreiner
VerlagVerlag Herder GmbH
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl544 Seiten
ISBN9783451847769
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis29,90 EUR
Kaum ein anderer Begriff wird unterschiedlicher, ja gegensätzlicher verwendet als der Gottesbegriff. Nicht immer behaupten Gläubige, was Atheisten leugnen, und nicht immer bestreiten Atheisten, wozu sich Gläubige bekennen. Diese radikale Umstrittenheit des Gottesbegriffs stellt die Frage nach dem 'wahren Antlitz Gottes', nach dem Verständnis dessen, was das Wort 'Gott' wirklich bedeutet. Lässt sich überhaupt nachvollziehbar benennen, was dieses Wort meint, oder entzieht sich seine Bedeutung nicht jedem menschlichen Verständnis? Was heißt es denn, wenn wir sagen, Gott sei Person, allmächtig, allwissend, gütig, dreifaltig? Worauf müssen wir achten, wenn wir über Gott reden, damit wir uns nichts vormachen? Das Buch hilft zu erkennen, auf welchen Gottesbegriff Verlass ist, so dass wir unser Leben darauf setzen können.

Armin Kreiner, * 1954, Professor für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. 1976 Studium der Theologie und Philosophie in München, 1985 promoviert und 1991 habilitiert. 1982 Assistent ebd., 1994-2003 Professor für Fundamentaltheologie und Religionswissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit 2003 Professor für Fundamentaltheologie an der LMU München. Arbeitsgebiete: Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie, Theodizee-Problem.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Das wahre Antlitz Gottes1
Inhalt5
Einleitung9
1 Das Problem der Umstrittenheit des Gottesbegriffs17
1.1 »Gott« – Name oder Prädikat?21
1.2 Ursachen der Umstrittenheit des Gottesbegriffs28
1.3 Die Herausforderung der negativen Theologie32
2 Die These von der Unbeschreibbarkeit Gottes35
2.1 Die Differenz zwischen Immanenz und Transzendenz38
2.2 Das Zeugnis mystischer Erfahrungen41
2.3 Kritische Diskussion der Unbeschreibbarkeitsthese47
2.3.1 Das Problem der logischen Konsistenz47
2.3.2 Der Rekurs auf die Unendlichkeit Gottes49
2.3.3 Der Rekurs auf mystische Erfahrungen53
2.3.4 Die Frage nach der konsequenten Durchhaltung64
2.4 Fazit72
3 Reden von Gott in menschlichen Begriffen: Analogie – Metapher – Mythos75
3.1 Analog von Gott reden77
3.1.1 Der Anspruch der Analogie-Lehre78
3.1.2 Die Grenzen analoger Rede83
3.2 Metaphorisch von Gott reden91
3.2.1 Die Theorie metaphorischer Rede91
3.2.2 Kritik der panmetaphorischen These96
3.3 Mythisch von Gott reden99
3.3.1 Der Begriff des Mythos99
3.3.2 Der Mythos von der Unhintergehbarkeit des Mythos105
3.4 Fazit108
4 Einwände gegen die Möglichkeit wahrer Rede von Gott111
4.1 Der Einwand der Vergegenständlichung Gottes112
4.1.1 »Vergegenständlichung« und »Verendlichung«113
4.1.2 Begreifbarkeit und Depotenzierung115
4.1.3 Das Problem der Anthropomorphismen117
4.1.4 Seiendes und Gottes Sein119
4.1.5 Die Subjekthaftigkeit religiöser Rede von Gott123
4.1.6 Geheimnishaftigkeit und Erkennbarkeit126
4.2 Wahrheit als Problem religiöser Praxis130
4.2.1 Gottesglaube ohne Wahrheitsansprüche?131
4.2.2 Die Grenzen menschlichen Erkennens136
4.2.3 Die Grenzen der Gotteserkenntnis141
4.3 Fazit144
5 Die Entstehung des Gottesbegriffs147
5.1 Offenbarung als Ursprung des Gottesbegriffs148
5.1.1 Offenbarung als Selbstdefinition Gottes149
5.1.2 Probleme einer Selbstidentifikation Gottes150
5.2 Die Gottesidee als menschliche Konstruktion158
5.2.1 Epistemologische Voraussetzungen161
5.2.2 Der Ursprung des Gottesbegriffs163
5.3 Göttliche Offenbarung oder menschliche Konstruktion?170
5.4 Fazit174
6 Die Geltung des Gottesbegriffs177
6.1 Traditionsimmanente Kriterien179
6.2 Traditionsexterne Kriterien183
6.2.1 Logische Kriterien186
6.2.2 Explikative Kriterien196
6.2.3 Pragmatische Kriterien211
6.3 Fazit222
7 Die Maxime religiöser Rede von Gott223
7.1 Das Problem des Ausgangspunktes225
7.2 Gott als maximale Vollkommenheit232
7.3 Gott als Person240
7.4 Die Relevanz der Kriterien253
7.5 Fazit254
8 Gott als personaler Grund der Welt257
8.1 Die Bedeutung von »Schöpfung«257
8.1.1 Schöpfung als creatio evolutiva261
8.1.2 Schöpfung als creatio continua265
8.1.3 Schöpfung als creatio originans269
8.2 Schöpfung und das Problem des Anfangs270
8.2.1 Die Erklärungsbedürftigkeit des Anfangs270
8.2.2 Anfang und Urknall274
8.2.3 Urknall und Schöpfung280
8.3 Schöpfung und Feinabstimmung283
8.3.1 »Kopernikanisches« und »anthropisches« Prinzip284
8.3.2 Naturalistische Erklärungen287
8.3.3 Die theistische Erklärung290
8.4 Schöpfung aus Notwendigkeit oder Freiheit?292
8.4.1 Das Modell der Notwendigkeit292
8.4.2 Das Modell der Freiheit294
8.4.3 Notwendigkeit oder Freiheit?296
8.5 Schöpfung und natürliche Übel298
8.5.1 Evolution und das Problem der natürlichen Übel299
8.5.2 Creatio ex nihilo und Evolution302
8.6 Fazit304
9 Allmacht und Allwissenheit307
9.1 Die Allmacht Gottes308
9.1.1 Das Paradox der Allmacht309
9.1.2 Allmacht und Allwirksamkeit Gottes312
9.1.3 Die Vermittlung durch Zweitursachen316
9.1.4 Das interventionistische Modell320
9.1.5 Die prozesstheologische Alternative333
9.1.6 Allmacht und/oder Liebe Gottes337
9.2 Die Allwissenheit Gottes343
9.2.1 Göttliche Allwissenheit und menschliche Willensfreiheit345
9.2.2 Die boethianische Lösung346
9.2.3 Die molinistische Lösung350
9.2.4 Die kompatibilistische Lösung355
9.2.5 Allwissenheit und offene Zukunft357
9.2.6 Vorsehung mit oder ohne Risiko?360
9.3 Fazit368
10 Allgegenwart und Ewigkeit371
10.1 Die Allgegenwart Gottes372
10.1.1 Die räumliche Lokalisierbarkeit Gottes372
10.1.2 Allgegenwart Gottes und Unendlichkeit des Raums375
10.1.3 Die Nichträumlichkeit Gottes385
10.1.4 Der Kosmos als Körper Gottes389
10.2 Die Ewigkeit Gottes395
10.2.1 Eternalismus und Ewigkeit398
10.2.2 Probleme des Eternalismus404
10.2.3 Das temporalistische Ewigkeitsverständnis413
10.2.4 Probleme des Temporalismus420
10.2.5 Ewigkeit und Notwendigkeit427
10.3 Fazit430
11 Die moralischen Eigenschaften Gottes433
11.1 Die Bedeutung moralischer Ausdrücke435
11.2 Ontologische contra moralische Vollkommenheit439
11.2.1 Moralische Vollkommenheit und Willensfreiheit440
11.2.2 Das Problem der bestmöglichen Option444
11.3 Das Problem der prima facie unmoralischen Handlungen447
11.3.1 Beispiele prima facie unmoralischen Handelns448
11.3.2 Rechtfertigungsversuche unmoralischer Handlungen451
11.3.3 Die Bestreitung unmoralischer Handlungen455
11.4 Gott als Verpflichtungsgrund moralischen Handelns460
11.4.1 »Divine Command Morality«460
11.4.2 Die Autonomie des moralischen Gesetzes467
11.4.3 Der moralische Standpunkt471
11.4.4 Gottesverehrung und moralisches Handeln478
11.5 Fazit481
12 Die Frage nach der Existenz Gottes483
12.1 Anliegen und Scheitern der klassischen Gottesbeweise484
12.2 Die Frage nach dem Sinn487
12.3 Sinn und Vergänglichkeit500
12.4 Die Rationalität des theistischen Bekenntnisses505
Literaturverzeichnis509
Personenregister539

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