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Defixionum tabellae - Fluchtafeln als Bestandteil antiker Ritualpraxis

AutorJoschka Riedel
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl21 Seiten
ISBN9783640763245
FormatPDF/ePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis12,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Georg-August-Universität Göttingen (Althistorisches Seminar), Veranstaltung: Magie und Aberglaube in der Antike, Sprache: Deutsch, Abstract: Am 7. Februar 2002 wurde in Bamako kurz vor dem Halbfinale des Afrika-Cups - dem afrikanischen Pendant zur Fußball-Europameisterschaft - der Torwarttrainer Kameruns, Thomas Nkono, von Polizisten wegen versuchter schwarzer Magie verhaftet. Damit steht er innerhalb der Religionsgeschichte in einer mindestens 2500 Jahre alten Tradition. Schon in der Antike versuchten Menschen, in allen Lebensbereichen ihre eigene Position zu stärken, einem Gegner zu schaden und dadurch eine Konkurrenzsituation zum eigenen Vorteil umzuwandeln. Dabei bedienten sie sich nicht selten der Hilfe übernatürlicher Mächte und magischer Instrumente. Zu diesen Hilfsmitteln gehörten die Fluchtafeln, die sog. defixionum tabellae. Die kleinen, vorwiegend aus Blei bestehenden Lamellentäfelchen, die chthonische Götter in den Dienst zwingen und Konkurrenten verfluchen sollten, haben von jeher bei Altertumswissenschaftlern Aufmerksamkeit erregt. Inzwischen liegen rund 1500 Exemplare vor, die in einem Zeitraum von ungefähr 1000 Jahren, nämlich vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis in das 6. Jahrhundert n. Chr., an verschiedenen Orten des griechisch-römischen Siedlungsgebietes gefunden worden sind. Vor allem um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurde der Hauptteil der Tafeln studiert und veröffentlicht. Im Folgenden soll zunächst versucht werden, antike Magie- und Religionsvorstellungen voneinander abzugrenzen, um eine eventuelle Zuordnung der Defixionen zu einem dieser Bereiche zu erleichtern, bevor Aufbau, Struktur und grundlegende inhaltliche Funktionen der Fluchtafeln untersucht werden, und der Versuch unternommen wird, ihre Verflechtung in ein rituelles Kommunikationsmuster zu erklären. Darauf aufbauend sollen einzelne Fluchbeispiele die gewonnenen Erkenntnisse verdeutlichen. In einem letzten Teil wird versucht, die Frage zu beantworten, ob die Fluchtafeln als Phänomene ritueller Wirklichkeit auch tatsächliche Wirkung zeigten.

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