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E-Book

Dekategorisierung in der Pädagogik

Notwendig und riskant?

VerlagVerlag Julius Klinkhardt
Erscheinungsjahr2017
Reihepädagogische differenzen 
Seitenanzahl162 Seiten
ISBN9783781556096
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis14,90 EUR
Kategorisierungen wie beispielsweise die Unterscheidung ‚behindert/nicht behindert‘ bieten in der Alltagskommunikation und im Wissenschaftsdiskurs Struktur und Orientierung.
Auch im Hinblick auf gruppenbezogene Identitätsbildung und politische Interessenvertretung kommt Kategorien eine besondere Bedeutung zu.
Allerdings geht mit Differenzierungen und Kategorisierungen – im Sinne von Ein- und Abgrenzungen – immer auch die Gefahr einher, Stigmatisierungs- und Diskriminierungsprozessen Vorschub zu leisten.
Die Beiträge des vorliegenden ersten Bandes der Reihe pädagogische differenzen diskutieren Fragen der (De-) Kategorisierung und ihre Bedeutung für die pädagogische Aufgabenstellung aus verschiedenen disziplinären Perspektiven (Erziehungswissenschaft, Heilpädagogik, Migrationspädagogik, Politikwissenschaft, Geschichtsdidaktik, Disability und Gender Studies, Sozialpsychologie).
Mit Beiträgen von Micha Brumlik, Markus Dederich, Viola B. Georgi, Marianne Hirschberg, Swantje Köbsell, Martin Lücke, Christina Matschke, Paul Mecheril, Anke Riebau, David Salomon, Linda Supik, Hendrik Trescher und Katharina Walgenbach.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Oliver Musenberg,Judith Riegert,Teresa Sansour(Hrsg.):Dekategorisierungin der Pädagogik1
Titelei4
Impressum5
Inhaltsverzeichnis6
Vorwort8
I. Hauptbeitrag10
Katharina Walgenbach: Dekategorisierung – Verzicht auf Kategorien?12
1 Ausgangspunkt: Kritik an Kategorisierung ‚Behinderung‘ und ‚Sonderpädagogischer Förderbedarf‘13
2 Dekategorisierung – Verzicht auf Kategorien?15
3 Über Grenzen der Neuerfindung von Kategorien23
4 Dekategorisierung als Perspektivenwechsel auf den Modus der Organisation (sonder)pädagogischer Interventionen26
5 Dekategorisierung – Erfolgsmodell für Inklusion oder List der Geschichte?29
6 Schluss33
Literatur35
II. Kommentierende Beiträge42
David Salomon: Inklusion, Exklusion und (De)Kategorisierung44
1 Inklusion im Bildungswesen?44
2 Dekategorisierung im „Progressiven Neoliberalismus“46
3 Inklusion und soziale Frage48
Literatur51
Markus Dederich: Der personale Bezug pädagogischen Handelns: Eine nicht hintergehbare Grenze der Dekategorisierung52
Literatur58
Viola B. Georgi und Paul Mecheril: (De)Kategorisierung im Licht der Geschichte und Gegenwart migrationsgesellschaftlicher Bildungsverhältnisse oder: Widerspruch als Grundfigur des Pädagogischen59
1 Rückblick: Zur (De)-Konstruktion der Kategorie Ausländerkind60
2 Widersprüche und professionelles Handeln65
Literatur69
Micha Brumlik: Dialektik der Emanzipation – Katharina Walgenbachs Kritik der Inklusionspolitik72
1 Vorbemerkung72
2 Dialektik der Aufklärung73
3 „Vereinnahmung und Einspeisung emanzipatorischer Diskurse“75
4 Inklusion unter dem Diktat der Sparpolitik?76
5 Intrusion ökonomischer Logiken77
6 Neue Spaltungen und partielle Integration78
Literatur79
Hendrik Trescher: Inklusion zwischen Dekategorisierung und Dekonstruktion80
1 Hinführung80
2 UN-BRK als Herrschaftsinstrument87
3 Behinderung als Praxis – Inklusion als Kritik87
4 Ausblick89
Literatur90
Marianne Hirschberg und Swantje Köbsell: Replik auf den Text von Katharina Walgenbach: Dekategorisierung – Verzicht auf Kategorien?92
1 Pro Dekategorisierung, hauptsächlich aus Perspektive der Disability Studies93
2 Queer (Disability) Studies95
3 Doing Category98
4 Körper als Kategorie?99
5 Dilemma der Kategorie Behinderung: Stigmatisierung vs. Leistungsbedarf-Ermittlung100
6 Contra Dekategorisierung aus juristischer Perspektive101
7 Abschlussbemerkungen102
Literatur103
Linda Supik: Praktische De/Kategorisierung: Kinder Sortieren105
Literatur112
Martin Lücke: Dekategorisierung und das Zerzählen von Herrschaft – Perspektiven aus geschichtsdidaktischer Sicht113
1 Bildung, Empowerment und Dekategorisierung114
2 Historisches Wissen und Dekategorisierung115
Literatur119
Anke Riebau: (De-)Kategorisierung, (De-)Konstruktion, (De-)Montierung – Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Spiegel der Gesellschaft120
1 Einleitung120
2 Heteronormativität als Etikettiersystem der Gesellschaft121
3 Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt als ‚Beeinträchtigung’ innerhalb der Mikrogesellschaft Schule124
4 Fazit128
Literatur129
Christina Matschke: Dekategorisierung in der Inklusionspädagogik aus sozialpsychologischer Sicht132
1 Dekategorisierung oder Rekategorisierung?132
2 Rahmenbedingungen für die langfristige Veränderung mentaler Repräsentationen133
3 Die Veränderung der Kategorie135
4 Diversity innerhalb einer sozialen Kategorie137
5 Kategorien als Teil der Identität138
6 Fazit140
Literatur140
III. Replik142
Katharina Walgenbach: Replik144
Metakommentar144
Intersektionalität146
Dekategorisierung ist nicht Dekonstruktion147
Das Dilemma der Reproduktion148
Kategorienverzicht?150
Inklusion in der Spätmoderne154
Literatur155
Autorinnen und Autoren158
Herausgeberinnen und Herausgeber160
Rückumschlag162

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