Sie sind hier
E-Book

Demenzbegleiter Notes

Das Kurznachschlagewerk für die Begleitung von Menschen mit Demenz

AutorSylke Werner
VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl219 Seiten
ISBN9783456956565
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis21,99 EUR
Das praktische Kurznachschlagewerk für Demenzbegleiter, die Menschen mit Demenz im Alltag der häuslichen Pflege und stationären Altenhilfe anregen, fördern und begleiten. Sylke Werner erklärt verständlich, konkret und kompetent Aufgaben der Demenzbegleitung, sowie Formen und Merkmale einer Demenz. Detailliert beschreibt sie Lebensaktivitäten und -formen bei Menschen mit Demenz sowie Biografiearbeit, Begleitungen und Beschäftigung in häuslichen, stationären und palliativen Lebenssituationen. Die Darstellung herausfordernden Verhaltens, des achtsamen Umgangs mit sich selbst sowie rechtliche Grundlagen runden dieses praktische Handbuch für Demenzbegleiter ab. Aus dem Inhalt: •Was bedeuten Demenzbegleitung und Demenz?, •Kommunikation mit Menschen mit Demenz, •Biografiearbeit, •Umgang mit herausforderndem Verhalten, •Betreuungskonzepte und Beschäftigungsangebote, •Demenzbegleitung am Lebensende, •Rechtliche Grundlagen und Checklisten.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Kapitelübersicht
  1. Demenzbegleiter Notes
  2. 1 Was bedeutet „Demenzbegleitung“?
  3. 2 Was bedeutet „Demenz“?
  4. 3 Kommunikation mit Menschen mit Demenz
  5. 4 Biografiearbeit
  6. 5 Umgang mit herausforderndem Verhalten
  7. 6 Betreuungskonzepte –Überblick
  8. 7 Beschäftigungsangebote
  9. 8 Demenzbegleitung am Lebensende
  10. 9 Rechtliche Grundlagen –Überblick
  11. 10 Checklisten
  12. Literatur
  13. Autorinnenverzeichnis – Über die Autorin
  14. Sachwortregister
Leseprobe
2.1 Definition und allgemeine Symptome (S. 18)

2.1.1 Definition

„Demenz ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Sprechen und Urteilsvermögen im Sinne der Fähigkeit zur Entscheidung. Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Für die Diagnose einer Demenz müssen die Symptome nach ICD über mindestens 6 Monate bestanden haben. Die Sinne (Sinnesorgane, Wahrnehmung) funktionieren im für die Person üblichen Rahmen. Gewöhnlich begleiten Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation die kognitiven Beeinträchtigungen; gelegentlich treten diese Syndrome auch eher auf. Sie kommen bei Alzheimer- Krankheit, Gefäßerkrankungen des Gehirns und anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn und die Neuronen betreffen.“ (DGPPN et al. 2016a: 16)

2.1.2 Symptome

Bei den Symptomen einer Demenz kann allgemein zwischen Primär- und Sekundärsymptomen unterschieden werden. (s. Tab. 2-1) ¦¦ Primärsymptome: Symptome, die unmittelbar durch die Demenz, also durch die Schädigungen im Gehirn, verursacht werden. Sie sind die Auswirkungen der Krankheit.

¦¦ Sekundärsymptome: Folgeerscheinungen im Rahmen einer demenziellen Erkrankung. Sie stellen die Reaktion des Betroffenen auf seine Krankheit dar und können durch den Erkrankten selbst, Angehörige und Pflegende sowie durch die Gestaltung des Umfeldes beeinflusst werden.
Inhaltsverzeichnis
Demenzbegleiter Notes1
Inhaltsverzeichnis7
1 Was bedeutet „Demenzbegleitung“?13
1.1 Aufgaben von Demenzbegleitern in der stationären Pflege14
1.2 Aufgaben von Demenzbegleiternder ambulanten Pflege16
2 Was bedeutet „Demenz“?19
2.1 Definition und allgemeine Symptome20
2.1.1 Definition20
2.1.2 Symptome20
2.2 Stadien der Demenz22
2.3 Formen der Demenz – Krankheitsbilder23
2.3.1 Demenz vom Alzheimer-Typ23
2.3.2 Vaskuläre Demenz29
2.3.3 Frontotemporale Demenz (FTD) – Morbus Pick31
2.3.4 Lewy-Körperchen-Demenz32
2.3.5 Demenz bei Morbus Parkinson33
2.3.6 Gemischte Demenz34
2.3.7 Demenz und Depression34
2.3.8 Demenz und Alkoholmissbrauch36
2.3.9 Schädel-Hirn-Trauma (traumatische Hirnverletzungen)37
2.4 Diagnostik und Therapie38
2.4.1 Diagnostik38
2.4.2 Therapie39
2.5 Demenz und Delir41
2.5.1 Ursachen fu?r ein Delir bei älteren Menschen41
2.5.2 Therapie eines Delirs44
3 Kommunikation mit Menschen mit Demenz45
3.1 Grundlagen – Überblick46
3.1.1 „Regeln“ der Kommunikation46
3.1.2 „Barrieren“ in der Kommunikation47
3.2 Förderung kommunikativer Fähigkeiten48
3.2.1 Besonderheiten in der Kommunikation bei Demenz48
3.2.2 „Richtig“ kommunizieren49
4 Biografiearbeit53
4.1 Was ist Biografiearbeit?54
4.1.1 Bedeutung und Ziele54
4.1.2 Formen von Biografiearbeit55
4.2 Biografiearbeit in der Demenzbegleitung56
4.2.1 Was ist zu beachten?56
4.2.2 Biografische Informationen und Hilfsmittel57
4.2.3 Möglichkeiten der Biografiearbeit58
5 Umgang mit herausforderndem Verhalten61
5.1 Was ist herausforderndes Verhalten?62
5.1.1 Allgemeine Ursachen62
5.1.2 Stressoren als Ursache fu?r herausforderndes Verhalten63
5.1.3 Rahmenempfehlungen fu?r die stationäre Altenhilfe65
5.2 Was ist in bestimmten Situationen zu tun?67
5.2.1 „Wandering“67
5.2.2 „Sundowning“ und nächtliche Unruhe68
5.2.3 Horten und Verstecken von Dingen69
5.2.4 Repetitive Handlungen70
5.2.5 Verdächtigungen und Vorwu?rfe70
5.2.6 Ständiges Fragen71
5.2.7 Ständiges Hinterherlaufen72
5.2.8 Umgang mit unangemessenem Sexualverhalten73
5.2.9 Extreme Erregtheit74
5.2.10 Überschießende Reaktionen75
5.3 Wie können herausfordernde Verhaltensweisen vermieden werden?77
5.3.1 Interventionen in der Praxis78
6 Betreuungskonzepte –Überblick81
6.1 Zehn-Minuten-Aktivierung82
6.1.1 Umsetzung in der Demenzbegleitung82
6.2 Sensorische Verfahren – Die Sinne anregen84
6.2.1 Basale Stimulation84
6.2.2 Snoezelen87
6.3 Validation nach N. Feil und Integrative Validationnach N. Richard90
6.3.1 Validation nach Naomi Feil90
6.3.2 Integrative Validation (IVA) nach Nicole Richard93
6.4 Der personzentrierte Ansatz nach Kitwood97
6.4.1 Was bedeutet „personzentriert“ in der Demenzbegleitung?97
6.4.2 Psychische Bedu?rfnisse von Personen mit Demenz99
6.4.3 Dementia Care Mapping (DCM)103
6.5 Psychobiografisches Modell nach Erwin Böhm104
6.5.1 Was versteht man unter dem „Psychobiografischen Modell“?104
6.5.2 Die sieben Interaktionsstufen nach E. Böhm105
6.6 Selbsterhaltungstherapie (SET) nach Barbara Romero108
6.6.1 Was versteht man unter „Selbsterhaltungstherapie“?108
6.6.2 Durchfu?hrung und Hilfsmittel109
6.7 Milieutherapie111
6.7.1 Was bedeutet Milieutherapie?111
6.7.2 Räumliche Gestaltung zu Hause und im Pflegeheim113
6.7.3 Alltagsgestaltung und Tagesstruktur116
6.7.4 Soziales Umfeld117
6.7.5 Sicherheit in der Umgebung118
6.7.6 Tiergestu?tzte Therapie in der Milieugestaltung123
6.8 Natur- und pflanzengestu?tzte Begleitung127
6.8.1 Bedeutung fu?r Menschen mit Demenz127
6.8.2 Beispiele fu?r eine natur- und pflanzengestu?tzte Begleitung128
7 Beschäftigungsangebote131
7.1 Bedeutung von Beschäftigung fu?r Menschen mit Demenz132
7.2 Aktivitäten unterstu?tzen133
7.2.1 Voraussetzungen der Begleiter133
7.2.2 Umgang mit Menschen mit Demenz bei Aktivitäten133
7.3 Möglichkeiten sinnvoller Beschäftigung138
7.3.1 Spielerische Aktivitäten138
7.3.2 Musik und Tanz142
7.2.3 Kreative Angebote144
7.3.4 Gedächtnistraining145
7.3.5 Sonstige Angebote150
7.3.6 Förderung der Mobilität in der Demenzbegleitung152
8 Demenzbegleitung am Lebensende161
8.1 Sterben im Hier und Jetzt162
8.2 Bedu?rfnisse Sterbender wahrnehmen164
8.3 Sterben im vertrauten Umfeld166
8.4 Begleitende Maßnahmen168
8.4.1 Begleitung nach dem Tod169
8.5 Trauer zulassen170
8.5.1 Was ist Trauer?170
8.5.2 Professionelle Trauer170
9 Rechtliche Grundlagen –Überblick173
9.1 Allgemeine Grundlagen174
9.1.1 Heimgesetz (HeimG)174
9.1.2 Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG)175
9.1.3 Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) – Soziale Pflegeversicherung175
9.2 Betreuungsrecht177
9.2.1 Was bedeutet „Rechtliche Betreuung“?177
9.2.2 Bestellung eines Betreuers177
9.2.3 Aufgabenbereiche des Betreuers179
9.2.4 Rechte und Pflichten des Betreuers180
9.3 Betreuungsverfu?gung, Vorsorgevollmacht, Patientenverfu?gung182
9.3.1 Betreuungsverfu?gung182
9.3.2 Vorsorgevollmacht182
9.3.3 Patientenverfu?gung183
9.4 Aktuelle rechtliche Situation185
9.5 Freiheitsentziehende Maßnahmen187
9.5.1 Regelungen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen und zur Unterbringung187
9.5.2 Was sind „freiheitsentziehende Maßnahmen“?187
9.5.3 Freiheitsentziehende Maßnahmen im häuslichen Bereich189
9.5.4 Wann sind „freiheitsentziehende Maßnahmen“ u?berhaupt notwendig?190
9.5.5 Risiken fu?r die Person mit Demenz191
9.5.6 Mögliche Alternativen191
9.5.7 Rechtliche Regelungen zur Unterbringung192
10 Checklisten195
10.1 Ausflug planen und durchfu?hren Checkliste – Ausflug planen und durchfu?hren196
10.2 Feste planen und durchfu?hren Checkliste – Feste planen und durchfu?hren199
10.3 Gruppenstunde planen und durchfu?hren201
Literatur205
Autorinnenverzeichnis – Über die Autorin209
Sachwortregister211

Weitere E-Books zum Thema: Pflege - Heilberufe - Betreuung - Altenpflege

Das Krankenhaus im World Wide Web

E-Book Das Krankenhaus im World Wide Web
Wie Kliniken erfolgreich im Internet auftreten können Format: PDF

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit dem Krankenhausmarketing via Internet. Es geht um die Frage, wie ein Krankenhaus sein Marketing mit Hilfe des Internets optimieren kann. Daher wird zunächst…

Patientenvertrauen in Krankenhäuser

E-Book Patientenvertrauen in Krankenhäuser
Eine qualitative Analyse zur Bedeutung, Bildung und unterschiedlichen Vertrauensebenen Format: PDF

Vanessa Haselhoff untersucht die Rolle und die Bildung von Vertrauen im System Krankenhaus. Sie analysiert Einzelinterviews mit Patienten und leitet ab, wie sich Vertrauen bildet und wie sich…

Grundlagen der Praxiswertermittlung

E-Book Grundlagen der Praxiswertermittlung
Leitfaden für Ärzte, Zahnärzte und Gutachter Format: PDF

'Was ist meine Praxis eigentlich wert?' Die Antwort auf diese Frage erscheint einerseits trivial und ist andererseits doch extrem komplex. In diesem Buch wird das Thema der Praxiswertermittlung im…

Das schlanke Krankenhaus

E-Book Das schlanke Krankenhaus
Führen und verbessern im Krankenhaus der Zukunft Format: ePUB

Das Lean Hospital ist in aller Munde und schickt sich an, the next big thing zu werden. Was aber steckt hinter diesem neuen Wundermittel? Lässt sich industrielles Lean wirklich auf die…

Weitere Zeitschriften

FREIE WERKSTATT

FREIE WERKSTATT

Hauptzielgruppe der FREIEN WERKSTATT, der unabhängigen Fachzeitschrift für den Pkw-Reparaturmarkt, sind Inhaberinnen und Inhaber, Kfz-Meisterinnen und Kfz-Meister bzw. das komplette Kfz-Team Freier ...

die horen

die horen

Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik."...weil sie mit großer Aufmerksamkeit die internationale Literatur beobachtet und vorstellt; weil sie in der deutschen Literatur nicht nur das Neueste ...

rfe-Elektrohändler

rfe-Elektrohändler

rfe-Elektrohändler ist die Fachzeitschrift für die CE- und Hausgeräte-Branche. Wichtige Themen sind: Aktuelle Entwicklungen in beiden Branchen, Waren- und Verkaufskunde, Reportagen über ...

FileMaker Magazin

FileMaker Magazin

Das unabhängige Magazin für Anwender und Entwickler, die mit dem Datenbankprogramm Claris FileMaker Pro arbeiten. In jeder Ausgabe finden Sie von kompletten Lösungsschritten bis zu ...