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Der Alte mit dem Würfel

Ein Beitrag zur Metaphysik der Quantenmechanik

AutorAnna Ijjas
VerlagVandenhoeck & Ruprecht
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl222 Seiten
ISBN9783647570174
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis49,99 EUR
Es gibt kaum ein metaphysisches Problem, das nicht unter Berufung auf die Quantenmechanik gelöst wurde - angeblich jedenfalls. Dies ist auf den ersten Blick überraschend, denn bei der Quantenmechanik handelt es sich um eine physikalische Theorie. Das Ziel der Quanten-Metaphysik besteht aber in der Regel darin, weltanschauliche Positionen empirisch zu stützen. Dabei versucht man zu zeigen, dass bestimmte metaphysische Hypothesen seitens der Physik bestätigt, begründet, nahe gelegt oder anderweitig favorisiert seien. Anna Ijjas hinterfragt die gängige Praxis und stellt ein alternatives Modell vor, um Quantenmechanik und Metaphysik miteinander zu verbinden. Ihre Arbeit bewegt sich somit thematisch und methodisch an der Schnittstelle von Physik und Metaphysik bzw. Naturphilosophie. In einem methodologisch-wissenschaftstheoretischen Vorspann beschäftigt sich Anna Ijjas mit dem sogenannten Problem der Interpretation. Sie entwickelt ein neues Interpretationsmodell, das den weiteren Verlauf der Untersuchung bestimmt. Im folgenden Teil skizziert sie die physikalischen Grundlagen und wendet sich prominenten Interpretationsversuchen zu. Anschließend setzt sie sich mit klassischen philosophischen Themen auseinander. Zuletzt untersucht sie die anthropologischen Konsequenzen dieser Themenfelder. Behandelt werden das Problem der Willensfreiheit, die Relation des menschlichen Bewusstseins zum Gehirn und die Frage nach Gottes Wirken in der Welt. Anna Ijjas entwickelt neue Ansätze, indem sie die Unzulänglichkeit gängiger Deutungsversuche aufzeigt, mit dem Ziel, auf diese Weise zum Denken und zum Gespräch anzuregen.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Front Cover1
Title Page4
Copyright5
Table of Contents6
Body10
Vorwort10
Danksagung12
I Problemstellung und Methodik14
1 Quantenmechanik – eine Theorie für alles?16
1.1 Die Sokal-Affäre16
1.2 Dem Problem auf der Spur18
1.3 Was nun?21
2 Theorie vs. Interpretation – Entwurf einer Methodik22
2.1 Axiom 1: das Theoriemodell23
2.1.1 Wesen und Struktur wissenschaftlicher Theoriebildung24
2.1.2 Normative Kriterien der Theoriebildung26
2.1.3 Theorie vs. Theorie – Versuch einer Klassifizierung . .28
Exkurs: Zur Eigenart metaphysischer Theorien30
2.2 Axiom2: das Interpretationsmodell31
2.2.1 Interpretation – ein Definitionsvorschlag32
2.2.2 Interpretation – Überprüfung der logischen Kohärenz?35
2.2.3 Interpretation erster Ordnung39
2.2.4 Interpretation zweiter Ordnung42
2.3 Fazit43
II Physikalische Grundlagen44
3 Deformulierung oder Grundzüge der physikalischen Theorie46
3.1 Das Doppelspalt-Experiment46
3.1.1 Das Experiment47
3.1.2 Quantenphänomene50
3.2 Die beiden Grundprobleme der Quantenmechanik51
3.2.1 Das Superpositionsprinzip52
3.2.2 Der Messprozess56
3.3 Fazit59
4 (Re)Formulierungsversuche oder Interpretation erster Ordnung60
4.1 Die Kopenhagener Formulierung61
4.1.1 Heisenberg und die Unschärferelation62
4.1.2 Bohr und das Prinzip der Komplementarität68
4.1.3 Kopenhagener Formulierung – eine fragwürdige Synthese73
4.2 Alternative Reformulierungen78
4.2.1 Der Mechanismus der Dekohärenz79
4.2.2 Die Viele-Welten-Theorie85
4.3 Fazit93
III Philosophische Deutungen94
5 Realismus contra Antirealismus96
5.1 Realismus – Grundzüge der philosophischen Theorie96
5.1.1 Der wissenschaftliche Realismus97
5.1.2 Dermetaphysische Realismus99
5.1.3 Vorschlag einer Verhältnisbestimmung100
Exkurs: Zur Angemessenheit der Definition101
5.2 »Is the moon there when nobody looks?« – Quantenmechanik vs. wissenschaftlicher Realismus105
5.2.1 Das EPR-Argument106
5.2.2 Nichtlokalität oder die Bellsche Ungleichung110
5.2.3 Ist der wissenschaftliche Realismus (noch) haltbar? . .113
5.3 Ein anderes Problem: Quantenlogik117
5.3.1 Worumgeht es überhaupt?117
5.3.2 Das Konzept der Quantenlogik118
5.3.3 Klassische Logik vs. Quantenlogik119
5.4 Fazit121
6 Determinismus contra Indeterminismus122
6.1 Determinismus – Grundzüge der philosophischen Theorie123
6.1.1 Dermetaphysische Determinismus124
6.1.2 Das Kriterium der Voraussagbarkeit125
6.1.3 Versuch einer Verhältnisbestimmung125
6.2 Die Sache mit dem Würfel oder Quantenmechanik vs. Determinismus127
6.2.1 Wahrscheinlichkeiten – eine Begriffsbestimmung127
6.2.2 Quanten-Wahrscheinlichkeiten136
6.2.3 Und Er würfelt doch145
6.3 Ein anderes Problem: die Quantenkausalität147
6.4 Fazit149
IV Weltanschaulich-theologische Konsequenzen150
7 Quantenphysik und Anthropologie152
7.1 Die Gehirn-Bewusstsein-Problematik153
7.1.1 Was bedeutet »Gehirn«?155
7.1.2 Was bedeutet »Bewusstsein«?159
7.1.3 Wie wird das Verhältnis von Gehirn und Bewusstsein bestimmt?161
7.2 Quanten-Bewusstsein?163
7.2.1 Ein Quantenmodell dualistischer Interaktion165
7.2.2 Ist das Gehirn ein Quantencomputer?174
7.3 Zwischenfazit: Doch kein Quanten-Bewusstsein?179
7.4 Das Problem der Willensfreiheit181
7.4.1 Was bedeutet »Willensfreiheit«?182
7.4.2 Willensfreiheit – ein empirisches Problem?183
7.4.3 Willensfreiheit – ein Problem der (Quanten)Physik? . .184
7.5 Fazit186
8 Quantenphysik und Theologie188
8.1 Darwins Zufall contra Einsteins Gott?188
8.1.1 Das Problem189
8.1.2 Quanten-Indeterminismus und Evolution194
8.2 Zwischenfazit197
8.2.1 Das Argument der Willensfreiheit198
8.2.2 Quantenphysik – ein Argument für das Argument der Willensfreiheit?200
8.3 Der Altemit demWürfel202
8.3.1 Was bedeutet »Handeln Gottes«?202
8.3.2 Also doch ein Lückenbüßer?203
8.4 Fazit206
Nachwort oder Einsteins Irrtum208
Literatur210
Abbildungen224
Back Cover226

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