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E-Book

Der börsenorientierte Anlegerschutz und seine strafrechtliche Absicherung

AutorSotirios Douklias
VerlagHerbert Utz Verlag
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl401 Seiten
ISBN9783831607242
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis52,99 EUR

Als Grundgesetz des deutschen Kapitalmarktrechts gilt das am 1.1.1995 in Kraft getretene Wertpapierhandelsgesetz. Es wurde seitdem mehrfach novelliert, die letzten Änderungen haben sich durch das 4. Finanzmarktförderungsgesetz sowie das der Umsetzung der europäischen Marktmissbrauchsrichtlinie dienende Anlegerschutzverbesserungsgesetz ergeben. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit zwei wesentlichen Zielen des Gesetzes auseinander: dem Funktionsschutz der Kapitalmärkte und dem Anlegerschutz. Dabei wird deren Zusammenspiel auch mit anderen wichtigen kapitalmarktrechtlichen Normen analysiert.

Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Darstellung der Insiderüberwachung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), insbesondere die Analyse der verschiedenen Instrumente dafür (etwa der Ad-hoc-Publizität oder dem Verbot der Marktmanipulation) sowie der in den Paragraphen 38 und 39 WpHG geregelten Sanktionen. Dabei geht der Autor auch auf die börsengesetzliche Prospekthaftung und den Kapitalanlagebetrug ein.Die Arbeit bietet einen strukturierten Überblick über ein junges, in der Entwicklung befindliches Rechtsgebiet, dessen volkswirtschaftliche Bedeutung im Hinblick auf Globalisierung und europäische Harmonisierung weiter zunehmen wird.

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Leseprobe

Viertes Kapitel (S. 184-185)

DIE AD-HOC-PUBLIZITÄT

4. EINLEITUNG

Nach allgemeiner Anerkennung wird heute die Meinung vertreten, dass sich der Anlegerschutz auf eine normative Antwort auf zwei Kardinalprobleme des Kapitalmarktes orientiert. Erstens zielt er auf eine effektive Bekämpfung des starken Informationsgefälles zwischen den Anlegern und den Kapitalsuchenden beziehungsweise den Finanzintermediären ab. Zunächst versucht er die gegensätzlichen Interessen zwischen diesen beiden Marktseiten in Einklang zu bringen. Der Kapitalmarkt befindet sich also in einem natürlichen Zustand, in dem der Anleger sich vielen Gefahren und Risiken aussetzt, eine Situation, die seine Anlageentscheidung besonders erschwert.

Zum einen kommt das Risiko eines Substanzverlustes durch einen Unternehmenszusammenbruch in Betracht, mit der Folge, dass für ihn immer wieder die Gefahr besteht, dass er Opfer eines Betrugs oder einer Irreführung wird. Zum anderen wird immer mehr von den Anlegern befürchtet, dass sie wegen mangelhafter oder irreführender Informierung eine falsche Anlageentscheidung treffen, die nicht geeignet für ihre Belange ist. Nach Berücksichtigung aller diesen Umstände kommt man zu dem Ergebnis, dass der Kapitalmarkt auch für einen durchschnittlichen Anleger ein „gefährliches" und besonders risikoreiches und komplexes Gebiet ist, das aber gleichzeitig durch die Sicherung oder sogar Steigerung des benötigten Investitionskapitals einen lebenswichtigen Faktor für die Volkswirtschaft darstellt.

Aus diesem Grund ist es von erheblicher Bedeutung, dass der Anleger am Kapitalmarkt gehalten wird. Um das aber zu schaffen, hat die Rechtsordnung die Pflicht, ihm zur Seite zu stehen und ihn zu schützen, damit auch sein Vertrauen in die Funktionsfähigkeit des Wertpapiermarktes erhalten bleibt. Der Rechtsordnung bleibt also die Aufgabe, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, die es ermöglichen, vertrauensvolle Rahmenbedingungen für den Kapitalmarkt bereitzustellen.

Für die Verwirklichung dieses Zieles muss der Anlegerschutz auf zwei Maximen abstellen, die unter staatlicher Überwachung in der Lage sind, die komplexe Situation am Kapitalmarkt zu verbessern. Erstens soll die Transparenz am Markt garantiert und gewährleistet werden, um Informationsasymmetrien zu vermeiden und zweitens muss die Fairness in den Wertpapiergeschäften abgesichert werden, so dass die unterschiedlichen Interessen der Kapitalmarktteilnehmer kein Hindernis für die Weiterentwicklung des Kapitalmarktes darstellen. Durch die Fairness am Kapitalmarkt wird die Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer gesichert und dadurch noch die Effektivität des Schutzes vor Betrug und Irreführungen verstärkt. Nur unter solchen Umständen kann der Anleger sich am Wertpapiermarkt wohl fühlen. Wird im Gegenteil kein Vertrauen vorausgesetzt, wird er Abstand vom Markt nehmen und sein Kapital an anderen Plätzen anlegen.

Die Transparenz bietet auf der anderen Seite Klarheit und Offenheit. Ein Markt ist umso transparenter, je mehr Informationen die Teilnehmer über das angebotene Finanzprodukt und den Markt besitzen. Auf diese Art und Weise wird der Anleger in die Lage versetzt, ein verständliches und damit auch geeignetes Finanzprodukt zu erwerben, das am besten zu seinen eigenen Anforderungen passt. Ohne dieses bedeutende Element kann von keiner Integrität am Markt gesprochen werden, mit der Folge, dass das Vertrauen des Anlegers in den Wertpapiermarkt gefährdet wird. Auf der anderen Seite muss man aber immer bedenken, dass der Kapitalmarkt aus zweierlei Teilnehmer besteht, die beide eines Schutzes bedürfen. Konsequent muss man davon ausgehen, dass der Schutz der Anleger nicht überzogen werden darf. Das inhärente Kapitalmarktrisiko darf dem Anleger nicht genommen werden und die unternehmerische Initiative muss gesichert werden. Der Anlegerschutz muss folglich eine Formel finden, womit die Interessen der Unternehmen auch geschützt werden, so dass das Schutzbedürfnis der Anleger mit der Freiheit der Unternehmen abgewogen wird. Kompromisse werden von beiden Seiten verlangt.

Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis8
Abkürzungsverzeichnis20
Erstes Kapitel24
1. Einleitung24
1.1 DER BEGRIFF DER KAPITALANLAGE25
1.1.1 Die schutzbedürftigen Interessen26
1.1.2 Die Gründe für einen besonderen Anlegerschutz27
1.1.3 Die traditionellen Anlageformen29
1.2 DIE BÖRSE UND DAS KAPITALMARKTRECHT31
1.2.1 Der Begriff „Börse“31
1.2.1.1 Der Primärmarkt33
1.2.1.2 Der Sekundärmarkt33
1.2.2 Die Börse als Einrichtung34
1.2.3 Die Organisation der Börse35
1.2.4 Die Marktsegmente36
1.2.4.1 Der Amtliche Markt37
1.2.4.2 Der Geregelte Markt38
1.2.4.3 Der Neue Markt39
1.2.4.4 Der Freiverkehr40
1.2.5 Der Terminmarkt41
1.3 DER „GRAUE“ KAPITALMARKT UND DIE NEUEN ANLAGE42
1.3.1 Die Gründe für die Abkehr von den traditionellen Anlageformen43
1.3.2 Die bei neuen Anlageformen auftretenden Risiken44
1.3.3 Die gesetzgeberischen Maßnahmen und die Geburt des § 264a StGB 145
1.3.4 Der Wertpapieranlegerschutz46
Zweiter Teil Die Börsengesetzliche Prospekthaftung48
2. Einleitung48
2.1 DIE ENTWICKLUNG, DER ANWENDUNGSBEREICH UND DIE ERLÄUTERUNG DES BEGRIFFS DER PROSPEKTHAFTUNG48
2.2 DIE DOGMATISCHE EINORDNUNG DER PROSPEKTHAFTUNG52
2.3 DIE PROSPEKTHAFTUNG AUF STRAFRECHTLICHER GRUNDLAGE54
2.4 DIE OBJEKTIVEN TATBESTANDSVORAUSSETZUNGEN DER BÖRSENGESETZLICHEN PROSPEKTHAFTUNG54
2.4.1 Der Prospekt und die gleichgestellten Darstellungen54
2.4.2 Die Prospektverantwortlichen (Passivlegitimation)55
2.4.2.1 Sonderprobleme56
2.4.2.1.1 Die Bankenkonsortien56
2.4.2.1.2 Die Experten57
2.4.3 Der fehlerhafte Prospekt58
2.4.3.1 Die Prospektadressaten59
2.4.3.2 Die wesentlichen Angaben und die Unrichtigkeit des Prospekts61
2.4.3.2.1 Tatsachen, Werturteile und Prognosen62
2.4.3.2.2 Das Kriterium des Gesamteindrucks64
2.4.3.2.3 Die Prospektaktualität65
2.4.3.2.4 Die Problematik der Geheimhaltungsinteressen68
2.4.3.3 Die Unvollständigkeit des Prospektes69
2.4.3.3.1 Negative Ratings71
2.4.4 Prospektgestaltungsmängel72
2.4.5 Die Bedeutung der Formulierung „Aufgrund eines Prospekts zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere“73
2.4.6 Die Ersatzberechtigung74
2.4.6.1 Der Erwerbszeitpunkt74
2.4.6.2 Der entgeltliche Erwerb75
2.4.6.3 Die Notwendigkeit des Inlandsgeschäfts75
2.4.7 Die haftungsbegründende Kausalität77
2.5 DIE SUBJEKTIVEN TATBESTANDSVORAUSSETZUNGEN DER BÖRSENGESETZLICHEN PROSPEKTHAFTUNG78
2.5.1 Das Verschulden78
2.5.2 Das Verschulden verschiedener Prospektverantwortlicher79
2.6 ART UND UMFANG DES SCHADENERSATZANSPRUCHES83
2.7 HAFTUNGSAUSSCHLUSS85
2.7.1 Individuelle Entlastung mangels Verschulden (§ 45 Abs. 1 BörsG)85
2.7.2 Allgemeine Entlastung (§ 45 Abs. 2 BörsG)85
2.8 BEWEISLAST87
2.9 SONSTIGE ANSPRUCHSGRUNDLAGEN87
2.10 DIE HAFTUNG DER ZULASSUNGSSTELLE/BaFin89
2.11 DIE PROSPEKTHAFTUNG FÜR DEN UNTERNEHMENSBERICHT UND DIE PROSPEKTHAFTUNG IM FREIVERKEHR90
2.12 DIE HAFTUNG FÜR DEN VERKAUFSPROSPEKT (§ 13 VerkProspG)90
2.13 DIE PROSPEKTHAFTUNG AM NICHT ORGANISIERTEN KAPITALMARKT91
2.14 MITWIRKENDES VERSCHULDEN92
2.15 MEHRERE ERSATZVERPFLICHTETE93
2.16 VERJÄHRUNG93
2.17 DIE GERICHTLICHE ZUSTÄNDIGKEIT94
2.18 VERHÄLTNIS DER ZIVILRECHTLICHEN PROSPEKTHAFTUNG ZUR BÖRSENGESETZLICHEN PROSPEKTHAFTUNG94
2.19 SCHLUSSBEMERKUNG95
Drittes Kapitel DER INSIDERHANDEL96
3. Einleitung96
3.1 DIE INSIDERPROBLEMATIK97
3.1.1 Die geschichtliche Entwicklung der Sanktionierung von Insiderhandel98
3.1.2 Die Problemstellung102
3.1.2.1 Die Frage der Regelungsbedürftigkeit103
3.1.2.1.1 Informationsvorsprünge als natürlicher Zustand103
3.1.2.1.2 Anreizwirkungen des Insiderhandels104
3.1.2.1.3 Größere Kapitalmarkteffizienz durch Insiderhandel?105
3.1.2.1.4 Auswirkungen auf Marktliquidität und Kapitalkosten107
3.2 ZIELSETZUNG DES WpHG108
3.2.1 Das geschützte Rechtsgut109
3.2.1.1 Individualschutz110
3.2.1.2 Schutz der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarkts119
3.2.1.2.1 Die Kritik und die Gegenargumente121
3.2.1.3 Fazit124
3.3 DIE DIMENSION DES INSIDERHANDELS IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND125
3.4 DIE MARKTMISSBRAUCHSRICHTLINIE 2003/6/EG128
3.4.1 Einleitung128
3.4.2 Der strafrechtliche Schutz des Kapitalmarktes auf europäischer Ebene128
3.4.2.1 Die Schutzbedürftigkeit und Schutzwürdigkeit des Kapitalmarkts in Europa129
3.4.2.2 Die Eingrenzung auf „geregelte“ bzw. „organisierte“ Märkte131
3.4.2.3 Schutzbedürftigkeit des Kapitalmarktes mit den Mitteln des Strafrechts132
3.4.3 Die „Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Insider-Geschäfte und Marktmanipulationen (Marktmissbrauch)“133
3.4.3.1 Neuregelungen der Marktmissbrauchsrichtlinie134
3.4.3.2 Schlussbemerkung137
3.5 ANLEGERSCHUTZVERBESSERUNGSGESETZ137
3.6 DIE INSIDERÜBERWACHUNG NACH DEM AnSVG138
3.6.1 Erläuterung des § 12 WpHG, Insiderpapiere138
3.6.2 Erläuterung des § 13 WpHG, Insiderinformation143
3.6.2.1 Insiderinformation144
3.6.2.2 Nicht öffentliche Bekanntheit149
3.6.2.3 Bewertung ausschließlich aufgrund öffntlich bekannter Umstände155
3.6.2.4 Emittenten- oder Insiderpapierbezug156
3.6.2.5 Die Eignung zur erheblichen Kursbeeinflussung161
3.6.2.6 Der Begriff der Erheblichkeit166
3.6.2.7 Das „Frontrunning“171
3.6.3 Das Verbot von Insidergeschäften (§14 WpHG)173
3.6.3.1 Erwerbs- und Veräußerungsverbot nach Abs. 1 Nr. 1173
3.6.3.2 Das Weitergabeverbot nach § 14 Abs. 1 Nr. 2184
3.6.3.3 Das Empfehlungsverbot nach § 14 Abs. 1 Nr. 3196
3.6.4 Konflikte mit dem Insiderrecht in Einzelfällen199
3.6.4.1 Unternehmensübernahme199
3.6.4.2 Management-buy-out201
3.6.4.3 Die Problematik der Anlageberatung und sonstige Geschäftsbesorgungen202
3.7 FAZIT205
Viertes Kapitel DIE AD-HOC-PUBLIZITÄT207
4. Einleitung207
4.1 DIE ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DES § 15 WpHG210
4.1.1 Änderung durch die Marktmissbrauchs-RiL 2003/6/EG214
4.1.2 Die Transparenzrichtlinie216
4.2 SCHUTZGUT DES § 15 WpHG217
4.2.1 Die Funktionsfähigkeit der Wertpapiermärkte218
4.2.2 Ad-hoc-Publizität als Präventivmaßnahme gegen Insiderhandel220
4.3 DAS VERHÄLTNIS DER AD-HOC-PUBLIZITÄT ZUR PERIODISCHEN PUBLIZITÄT221
4.4 ERLÄUTERUNG DES § 15 WpHG223
4.4.1 Der Anwendungsbereich des § 15 WpHG223
4.4.1.2 Der Begriff des Emittenten in § 15 Abs. 1 WpHG228
4.4.1.2.1 Veröffentlichungspflichten von Dritten229
4.4.1.1 Der außerbörsliche Telefonhandel227
4.4.2 Die ad-hoc-publizitätspflichtige Insiderinformation230
4.4.3 Tätigkeitsbereich des Emittenten233
4.4.3.1 Der Verkauf großer Aktienpakete234
4.4.3.2 Die Übernahmeangebote235
4.4.3.3 Tätigkeitsbereich im Konzern237
4.4.4 Verwendung von Kennzahlen (Abs. 1 Satz 2)239
4.4.5 Verbot der Veröffentlichung offensichtlich überflüssiger Angaben240
4.4.6 Die Befreiung von der Ad-hoc-Publizitätspflicht gemäß §15 Abs. 3 WpHG242
4.4.6.1 Vergleich zwischen eigen- und fremdverantwortlicher Befreiung244
4.4.6.2 Der Schutzzweck der Befreiungsmöglichkeit245
4.4.6.3 Der Begriff der berechtigten Interessen245
4.4.6.4 Keine Irreführung durch aufgeschobene Veröffentlichung248
4.4.6.5 Die Gewährleistung der Vertraulichkeit249
4.4.6.6 Wegfall der Voraussetzungen der Suspendierung250
4.4.7 Art und Weise der Veröffentlichung253
4.4.7.1 Die Vorabmitteilung gemäß § 15 Abs. 4 WpHG253
4.4.7.1.1 Die Ad-hoc-Mitteilung als Grundlage der Entscheidung über eine Kursaussetzung oder -einstellung254
4.4.7.1.2 Privilegium für ausländische Emittenten256
4.4.7.2 Die Veröffentlichung der Ad-hoc-Meldung258
4.4.7.2.1 Die Sprache der Veröffentlichung262
4.4.7.2.2 Zwingende Einhaltung des Veröffentlichungsverfahrens263
4.4.7.3 Die Übersendung der Veröffentlichungsbestätigung265
4.4.8 Die Unverzüglichkeit der Veröffentlichung der Insider-informationen265
4.4.9 Folgen von Pflichtverletzungen267
4.5 FAZIT267
Fünftes Kapitel Das Verbot der Marktmanipulation268
5. Einleitung268
5.1 DIE ENTSTEHUNGSGESCHICHTE UND DIE REGELUNGSSTRUKTUR DES § 20a WpHG269
5.2 DAS GESCHÜTZTE RECHTSGUT DES § 20a WpHG271
5.3 DIE ABGRENZUNG VOM INSIDERHANDEL272
5.4 DER ADRESSATENKREIS DES § 20a WpHG273
5.5 FAZIT274
5.6 DAS VERBOT DER MARKTMANIPULATION NACH §20a Abs. 1 S. 1 WpHG275
5.6.1 „Unrichtige oder irreführende Angaben machen“275
5.6.1.1 Die Tathandlung des § 20a Abs. 1 S. 1 Nr. 1, Alt. 2278
5.6.2 Die bewertungserheblichen Umstände279
5.6.3 Anwendungsbereich281
5.6.4 Die Geeignetheit zur Einwirkung auf den Börsen- oder Marktpreis282
5.7 FALSCHE ODER IRREFÜHRENDE SIGNALE ODER KÜNSTLICHES PREISNIVEAU283
5.7.1 Die Ausnahmeregelung zu dem Verbot des § 20a Abs. 1 Nr. 2 WpHG gemäß § 20a Abs. 2 WpHG288
5.7.1.1 Die Kriterien der Zulässigkeit einer Marktpraxis290
5.8 SONSTIGE TÄUSCHUNGSHANDLUNGEN293
5.9 DIE BÖRSENNOTIERUNG299
5.10 „SAFE HARBOUR“- REGELUNGEN GEMÄß § 20a Abs.3 WpHG300
5.10.1 Kapitalmarktrechtliche Rahmenbedingungen für das Aktienrückkaufprogramm302
5.10.1.1 Die Transparenz eines Rückkaufprogramms304
5.10.1.2 Die Handelsbedingungen von Aktienrückkaufprogrammen306
5.10.1.3 Die Einschränkungen des Handels mit eigenen Aktien308
5.10.2 Die Kursstabilisierung, Begriff und Anwendungsbereich310
5.10.2.1 Der Stabilisierungszeitraum310
5.10.2.2 Bekanntgabe, Melde- und Aufzeichnungspflicht311
5.10.2.3 Spezielle Kursbedingungen313
5.10.2.4 Mehrzuteilung und Greenshoe-Option nach der EU-Verordnung313
5.10.3 Die Anerkennung ausländischer Stabilisierungsregeln314
5.11 DIE VERORDNUNGSERMÄCHTIGUNG NACH § 20a Abs. 5 WpHG315
5.12 DIE AUSNAHMEBESTIMMUNG FÜR JOURNALISTEN317
5.12.1 Die Vorschrift des § 20a Abs. 6 WpHG und ihre verfassungsrechtliche Begründung318
5.12.2 Die Marktmanipulation und die Ausnahmeregelung für Journalisten320
5.13 FAZIT321
Sechstes Kapitel Die strafrechtlichen Folgen und Ordnungswidrigkeiten der Marktmanipulation, des Insiderhandels und der Ad-hoc-Publizität nach §§ 38, 39 WpHG323
6. Einleitung323
6.1 SANKTIONEN GEGEN DIE VERSTÖßE DES VERBOTS DER MARKTMANIPULATION324
6.1.1 Die Marktmanipulation als Straftat324
6.1.1.1 Tatsächliches Einwirken auf den Börsen- oder Marktpreis324
6.1.1.2 Die vorsätzliche Begehung327
6.1.2 Die Marktmanipulation als Ordnungswidrigkeit328
6.1.2.1 Vorsätzlicher Verstoß gegen die Marktmanipulation bei Ausbleiben einer tatsächlichen Preiseinwirkung328
6.1.2.2 Ordnungswidrige Marktmanipulation durch leichtfertiges Handeln328
6.2 SANKTIONEN BEI INSIDERVERSTÖßEN329
6.2.1 Die Strafvorschriften329
6.2.1.1 Die Sanktionierung der Verwirklichung des Weitergabe- oder Empfehlungsverbotes329
6.2.1.1.1 Die Unterscheidung zwischen Primär- und Sekundärinsider gemäß § 38 Abs. 1 Nr. 2a-d.330
6.2.1.2 Die Versuchsstrafbarkeit335
6.2.1.3 Der leichtfertige Verstoß gegen das Erwerbs- oder Veräußerungsverbot von Insiderpapieren gemäß § 38 Abs. 4 WpHG335
6.2.1.4 Die Vorschrift des § 38 Abs. 5 WpHG336
6.2.2 Die Ordnungswidrigkeiten bei Insiderverstößen336
6.3 RECHTLICHE FOLGEN BEI VERSTÖßEN GEGEN DIE PFLICHT DER AD-HOC-PUBLIZITÄT337
6.3.1 Bußgeldtatbestände337
6.3.2 Verstöße gegen die Ad-hoc-Publizität als strafbare Manipulationshandlung339
Siebtes Kapitel Der Kapitalanlagebetrug340
7. DER „GRAUE“ KAPITALMARKT340
7.1 DIE ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DES § 264a StGB343
7.2 DIE NEUE PROSPEKTPFLICHT FÜR VERMÖGENSANLAGEN DES GRAUEN KAPITALMARKTES NACH DEM ANLEGERSCUTZVERBESSERUNGSGESETZ346
7.3 DIE REGELUNG DES § 264a StGB UND IHRE STRUKTUR348
7.4 DAS GESCHÜTZTE RECHTSGUT DES § 264a StGB351
7.5 DER OBJEKTIVE TATBESTAND DES KAPITALANLAGEBETRUGS353
7.5.1 Der sachliche Anwendungsbereich des Kapitalanlagebetrugs354
7.5.1.1 Die Anteile an Treuhandvermögen358
7.5.2 Die Erfüllung der Tathandlung durch die Täuschungsinstrumentarien359
7.5.2.1 Die Täuschungshandlung durch aktives Tun oder durch Unterlassen361
7.5.3 Die Erheblichkeit der Umstände für die Anlageentscheidung362
7.6 DER SUBJEKTIVE TATBESTAND364
7.7 DER TÄTERKREIS DES KAPITALANLAGEBETRUGS365
7.8 DIE TÄTIGE REUE365
7.9 VERJÄHRUNG368
7.10 SCHLUSSBEMERKUNG368
Achtes Kapitel Schlussbemerkungen370
Literaturverzeichnis375

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