Sie sind hier
E-Book

Der Bundesstaat in Zeiten der Finanzkrise.

Ein Beitrag zur Reform der deutschen Finanz- und Haushaltsordnung (Föderalismusreform).

AutorDaniel Buscher
VerlagDuncker & Humblot GmbH
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl533 Seiten
ISBN9783428531660
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis86,00 EUR
Daniel Buscher widmet sich der zentralen Thematik der Finanz- und Haushaltsordnung sowie bestimmten Grundproblemen der Bundesstaatlichkeit. Vor dem Hintergrund der inzwischen dramatischen Staatsverschuldung Deutschlands und der im Jahr 2009 verabschiedeten Föderalismusreform II, erscheint das Thema von überragender praktischer Bedeutung. Das Finanzrecht hat zunehmend eine derartige Komplexität und Unübersichtlichkeit erreicht, dass seine genauen Wirkungen selbst Fachleuten - geschweige denn der demokratischen Öffentlichkeit - kaum noch im Detail zugänglich sind. Die bisher diskutierten Reformpläne und jüngst vollzogenen Reformschritte werfen eine Reihe ungeklärter Fragen auf, deren sorgfältige Analyse sich der Autor in der vorliegenden Abhandlung zur Aufgabe gemacht hat. Nach einer Einleitung widmet sich Daniel Buscher in einem ersten Teil zunächst der verfassungshistorischen Genese des deutschen Föderalismus. Im zweiten Teil behandelt der Autor ausführlich das Thema der Finanzordnung einschließlich der erfolgten Änderungen im Zuge der im Jahr 2006 verabschiedeten Föderalismusreform I. Darauf folgt der dritte Teil zum Thema Staatsverschuldung und Reform. Im vierten Teil beschäftigt er sich abschließend mit den finanzbezogenen Effekten einer etwaigen Neugliederung des Bundesgebietes.

Dr. Daniel Buscher, MLE., geb. 1979, Studium der Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen, Erste Juristische Staatsprüfung 2005; Zweite Juristische Staatsprüfung 2010. 2009 Promotion an der Universität Bremen bei Prof. Dr. Felix Ekardt. Nach vorheriger Arbeit als Rechtsanwalt in einer führenden Wirtschaftsrechtskanzlei seit 2012 tätig als persönlicher Referent der Bürgermeisterin und Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort8
Inhaltsverzeichnis10
Abkürzungsverzeichnis25
Einleitung32
A. Krise der öffentlichen Haushalte in Deutschland
32
B. Gang der Untersuchung36
C. Begriffssystematisierung39
I. Finanzrecht40
II. Finanz- und Haushaltsordnung40
III. Finanzwesen41
IV. Finanz- und Haushaltsverfassung42
Erster Teil: Föderalismus und Bundesstaat in Deutschland
44
A. Terminologie44
I. Föderalismus44
II. Bundesstaat45
B. Entwicklung des Föderalismus in Deutschland
47
I. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation47
II. Deutscher Bund von 181550
III. Deutsches Reich von 187152
IV. Weimarer Republik54
V. Zeit des Nationalsozialismus56
VI. Gründung der Bundesrepublik Deutschland58
VII. Gründung der Deutschen Demokratischen Republik und Wiederherstellung der Deutschen Einheit60
VIII. Europäischer Einigungsprozess62
C. Verankerung des Bundesstaats im Grundgesetz
62
I. Das Bundesstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG)63
1. Verfassungsrechtliche Bedeutung63
2. Prinzip der Bundestreue64
a) Bundestreue als besondere Ausprägung des Bundesstaatsprinzips
64
b) Ausgestaltung der Bundestreue im Einzelfall66
II. Spezielle Ausprägungen des Bundesstaatsprinzips im Grundgesetz
67
1. Homogenitätsgebot (Art. 28 Abs. 1 S. 1 GG)68
2. Neugliederungsregelungen (Art. 29, 118, 118a GG)68
3. Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern (Art. 30, 70 ff., 83 ff., 92 ff., 104a ff. GG)69
III. Ewigkeitsgarantie der föderalen Gliederung (Art. 79 Abs. 3 GG)70
D. Bundesstaatstheorien im Kontext der Reform der Finanz- und Haushaltsordnung
71
I. Erörterung der Bundesstaatstheorien72
1. Allgemeine Bundesstaatstheorien73
a) Bundesstaatstheorien zur Mehrgliedrigkeit des Staates73
b) Legitimatorische und zweckgerichtete Bundesstaatstheorien74
c) Gemischte Bundesstaatstheorien74
2. Besondere Bundesstaatstheorien75
a) Theorie vom unitarischen Bundesstaat75
b) Theorie vom experimentellen Bundesstaat76
c) Theorie vom kooperativen Bundesstaat
77
d) Theorie vom kompetitiven Bundesstaat78
II. Relevanz der Bundesstaatstheorien für eine Reform der Finanz- und Haushaltsordnung
79
1. Zunehmende Verdrängung kooperativer durch kompetitive Elemente
79
2. Synthese aus kooperativen und kompetitiven Elementen81
E. Zwischenergebnis83
Zweiter Teil: Finanzordnung und Reform
85
A. Grundlagen der bundesdeutschen Finanzordnung85
I. Bundesstaatliche Bedeutung der Finanzordnung85
II. Rechtsgeschichtliche Entwicklung der bundesstaatlichen Finanzordnung
87
1. Erlass des Grundgesetzes (1949)87
2. Erste Finanzreform (1955)88
3. Zweite umfassende Finanzreform (1969)89
4. Übergangsregelungen durch die Deutsche Wiedervereinigung
90
5. Föderalismusreform I (2006)92
III. Reformrelevante Rechtsquellen der Finanzordnung
93
1. Grundgesetz93
a) Finanzverfassung94
aa) Funktion der Finanzverfassung94
bb) Inhalt der Finanzverfassung95
a) Staatliche Ausgabenkompetenzen95
ß) Staatliche Einnahmekompetenzen96
(1) Gesetzgebungskompetenzen96
(2) Verwaltungskompetenzen96
(3) Ertragskompetenzen97
b) Andere verfassungsrechtliche Regelungen98
2. Einfachgesetzliche Regelungen98
a) Solidarpakt99
b) Maßstäbegesetz100
c) Finanzausgleichsgesetz101
d) Zerlegungsgesetz102
B. Das gegenwärtige System der bundesstaatlichen Finanzordnung
103
I. Staatliche Ausgabenregelungen103
1. Verteilung der Ausgabenkompetenz für Zweckausgaben103
a) Allgemeiner Grundsatz der Lastenverteilung (Art. 104a Abs. 1 GG)
103
b) Ausnahmen vom Lastenverteilungsgrundsatz106
aa) Divergierende Regelung der Ausgabenzuständigkeit106
a) Auftragsverwaltung der Länder (Art. 104a Abs. 2 GG)106
ß) Personennahverkehrsausgleich (Art. 106a GG)107
.) Kriegsfolge- und Sozialversicherungslasten (Art. 120 Abs. 1 GG)108
bb) Mischfinanzierungstatbestände108
a) Gesetze über Geldleistungen (Art. 104a Abs. 3 GG) und Zustimmungsbedürftigkeit (Art. 104a Abs. 4 GG)
109
ß) Finanzierung von Gemeinschaftsaufgaben (Art. 91a GG und Art. 91b GG)
113
(1) Gemeinschaftsaufgaben im „engeren Sinn“ (Art. 91a GG)115
(2) Gemeinschaftsaufgaben im „weiteren Sinn“ (Art. 91b GG)118
(a) Wissenschaftsförderung (Art. 91b Abs. 1 GG)118
(b) Bildungsförderung (Art. 91b Abs. 2 GG)122
(c) Kostentragung (Art. 91b Abs. 3 GG)123
.) Finanzhilfen des Bundes (Art. 104b GG)123
d) Ausgleich für Sonderbelastungen (Art. 106 Abs. 8 GG)129
cc) Ungeschriebene (Mit-)Finanzierungszuständigkeiten des Bundes?
129
2. Verteilung der Ausgabenkompetenz für die Verwaltungsausgaben (Art. 104a Abs. 5 S. 1 1. Alt. GG)
132
3. Verteilung der Ausgabenkompetenzen bei gemeinschaftsrechtlichen Zahlungsverpflichtungen
132
a) Allgemeine Ausgabenregelungen im Zusammenhang mit der EG
133
aa) Innerstaatliche Lastentragung des Bundes für die Finanzierung der EG
133
bb) Lastentragung bei Ausführung von Gemeinschaftsrecht135
b) Allgemeine Lastentragung bei Verletzung supranationaler oder internationaler Pflichten (Art. 104a Abs. 6 GG)
137
c) Lastentragung von Sanktionszahlungen nach Art. 104 EGV (Art. 109 Abs. 5 GG)
139
II. Staatliche Einnahmeregelungen143
1. Steuergesetzgebungskompetenzen143
a) Bundeskompetenzen (Art. 105 Abs. 1 und 2 GG)144
b) Länderkompetenzen (Art. 105 Abs. 2 und 2a GG)145
c) Eingeschränktes Steuerfindungsrecht147
2. Finanzausgleich – Ertragsverteilung148
a) Leitentscheidungen des BVerfG zum Finanzausgleich148
aa) BVerfGE 1, 117 ff.149
a) Sachverhalt149
ß) Entscheidungsgründe150
.) Bewertung des Urteils151
bb) BVerfGE 72, 330 ff.152
a) Sachverhalt152
ß) Entscheidungsgründe153
(1) Allgemeine verfassungsrechtliche Vorgaben zum Finanzausgleich
153
(a) Bundesstaatliche Bedeutung des Finanzausgleichs153
(b) Zum Begriff der „Finanzkraft“154
(2) Beurteilung der einfachgesetzlichen Vorschriften155
(a) Lohnsteuerzerlegung155
(b) Einnahmen der Länder155
(c) Einwohnerwertung157
(d) Bemessung der Ausgleichszuweisungen und Ausgleichsbeiträge
157
(e) Bundesergänzungszuweisungen157
.) Bewertung des Urteils158
cc) BVerfGE 86, 148 ff.159
a) Sachverhalt160
ß) Entscheidungsgründe160
(1) Art der Einbeziehung der Gemeindefinanzen in den Länderfinanzausgleich
161
(2) Hafenlasten162
(3) Einwohnerwertung163
(4) Berücksichtigung der Sozialhilfelasten164
(5) Ländersteuergarantie164
(6) Bundesergänzungszuweisungen165
.) Bewertung des Urteils167
dd) BVerfGE 101, 158 ff.168
a) Sachverhalt168
ß) Entscheidungsgründe169
(1) Grundlagen für die Finanzaufkommensverteilung im Bundesstaat
170
(2) Finanzverfassungsrechtliche Vorgaben für die einfachgesetzlich ausgestaltete Finanzverteilung
171
(3) Abwickelung des Fonds „Deutsche Einheit“172
.) Bewertung des Urteils173
ee) BVerfGE 116, 327 ff.176
a) Sachverhalt176
ß) Entscheidungsgründe177
(1) Von der „extremen Haushaltsnotlage“ zum „bundesstaatlichen Notstand“ – Voraussetzungen eines Sanierungshilfeanspruchs
178
(a) Einordnung der Sanierungshilfen in das System des Finanzausgleichs178
(b) Sanierungshilfen als „ultima ratio“ – „Bundesstaatlicher Notstand“
179
(c) Darlegungs- und Begründungslast des Klägers180
(2) Subsumtion der Situation Berlins unter die Anspruchsvoraussetzungen
181
(a) Aussagekräftige Indikatoren zur Feststellung der Finanzlage181
(b) Anwendung der Indikatoren auf Berlin182
(c) Mögliche Eigenanstrengungen184
(3) Länderneugliederung186
.) Bewertung des Urteils186
(1) Der bundesstaatliche Notstand im System des Finanzausgleichs
188
(2) Konkrete Bedeutung für Sanierungshilfen begehrende Länder
190
ff) Zwischenergebnis192
b) System des gegenwärtigen Finanzausgleichs193
aa) Vertikale Steuerverteilung zwischen Bund und Ländern (Art. 106 GG)
193
a) Das Trennsystem (Art. 106 Abs. 1 und 2 GG)195
ß) Das Verbundsystem – Aufteilung der Gemeinschaftssteuern (Art. 106 Abs. 3 und 4 GG)
196
(1) Verteilung von Einkommens- und Körperschaftssteuer196
(2) Flexibles Element der Umsatzsteuerverteilung197
.) Sonderfall der Gemeindesteuern (Art. 106 Abs. 5 bis 7 und 9 GG)
199
bb) Horizontale Steuerverteilung (Art. 107 Abs. 1 GG)200
a) Landessteuern201
ß) Länderanteil an der Lohn- und Einkommenssteuer201
.) Länderanteil an der Körperschaftssteuer202
d) Länderanteil an der Gewerbesteuerumlage202
e) Länderanteil an der Umsatzsteuer (Art. 107 Abs. 1 S. 4 GG)
202
cc) Finanzkraftausgleich auf Länderebene (Art. 107 Abs. 2 S. 1, 2 GG)
204
a) Verfassungsrechtliche Vorgaben für den Länderfinanzausgleich204
ß) Einfachgesetzliche Ausgestaltung des Länderfinanzausgleichs205
(1) Finanzkraftmesszahl206
(2) Ausgleichsmesszahl206
(3) Bemessung der Ausgleichszuweisungen und Ausgleichsbeiträge
207
dd) Bundesergänzungszuweisungen (Art. 107 Abs. 2 S. 3 GG)208
a) Allgemeine Bundesergänzungszuweisungen (§ 11 MaßstG, § 11 Abs. 2 FAG)
209
ß) Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen210
(1) Zuweisungen zum Ausgleich teilungsbedingter Sonderlasten (§ 12 Abs. 5 MaßstG, § 11 Abs. 3 FAG)
211
(2) Zuweisungen zum Ausgleich von Lasten durch strukturelle Arbeitslosigkeit (§ 11 Abs. 3a FAG)
212
(3) Zuweisungen zum Ausgleich überdurchschnittlich hoher Kosten politischer Führung (§ 12 Abs. 6 MaßstG, § 11 Abs. 4 FAG)
212
(4) Keine Zuweisungen zur Behebung einer „extremen Haushaltsnotlage“
213
C. Reformbedürftigkeit und Vorgaben für eine Reform der Finanzordnung213
I. Reformbedürftigkeit der Finanzordnung213
1. Faktische Reformbedürftigkeit214
2. Freiheits- und Bundesstaatsprinzip als Gebot für eine Reform der Finanzordnung
217
II. Vorgaben für künftige Reformen der Finanzordnung219
1. Rechtlicher Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers für eine Reform der Finanzordnung
220
2. Rechtspolitische Anforderungen an eine Reform221
a) Aufgabenadäquate Finanzausstattung221
b) Entflechtung der fiskalischen Verantwortungsbereiche und Stärkung der Eigenverantwortung
223
c) Schaffung von Anreizen zum effizienten Einsatz von Finanzmitteln
224
d) Fairer Wettbewerb226
III. Zwischenergebnis227
D. Ansätze für eine Reform der Finanzordnung228
I. Staatliche Ausgabenregelungen228
1. Kein Übergang von der Vollzugs- zur Gesetzeskausalität229
2. Weiterer Abbau der Mischfinanzierungstatbestände231
a) Änderungen des Art. 104a Abs. 3 und 4 GG232
aa) Überarbeitung der Zustimmungsbedürftigkeit (Art. 104a Abs. 4 GG) und Normierung einer obligatorischen Bundesbeteiligung des Bundes bei Bundesgesetzen über Geldleistungen (Art. 104a Abs. 3 GG)
232
bb) Einführung eines grundgesetzlichen Abweichungsrechts bzw. einer einfachgesetzlichen Öffnungsklausel?
234
b) Nachbesserung bei der Finanzierung der Gemeinschaftsaufgaben (Art. 91a GG und Art. 91b GG)
236
c) Der zukünftige Umgang mit dem Instrument der Bundesfinanzhilfen (Art. 104b GG) und dem Hafenlastenausgleich
237
aa) Keine Überarbeitung des Instruments der Bundesfinanzhilfen (Art. 104b GG)
237
bb) Das Problem der Seehafenlasten und vergleichbarer Fälle der strukturell bedingten Sonderbedarfe
238
3. Abschaffung der Regelung über den Familienleistungsausgleich (Art. 106 Abs. 3 S. 5 u. 6 GG) und den Länderanteil für den Personennahverkehr (Art. 106a GG)
242
4. Weitergehende Regelung der Verteilung der Ausgabenkompetenzen bei Zahlungsverpflichtungen aufgrund gemeinschaftsrechtlicher Vorgaben
243
5. Zwischenergebnis244
II. Staatliche Einnahmeregelungen244
1. Steuergesetzgebungskompetenzen – Stärkung der Länderautonomie
245
a) Einführung der ausschließlichen Ertragskompetenzen nach Art. 106 Abs. 2 GG folgenden Steuergesetzgebungskompetenzen
247
b) Steuerzuschlagsrechte249
c) Zwischenergebnis251
2. Finanzausgleich – Ertragsverteilung252
a) Grundlegende Änderungen des Finanzausgleichsystems252
aa) Keine Einführung eines Trennsystems252
bb) „Optionsmodell“ als Alternative253
cc) Einbeziehung von nichtsteuerlichen Abgaben in das System des Finanzausgleichs
255
dd) Grundsätzlich keine Berücksichtigung struktureller Unterschiede über Sonderbedarfe
257
b) Punktuell notwendige Veränderungen des Finanzausgleichsystems
258
aa) Neuordnung der vertikalen Steuerverteilung zwischen Bund und Ländern (Art. 106 GG)
258
a) Veränderung der rechtlichen Vorgaben für die Verteilung der Umsatzsteueranteile zwischen Bund und Ländern
258
(1) Keine weitere Aufnahme von Motiven für bestimmte Quotierungen
258
(2) Streichung der Verteilungsgrundsätze bei der Abstimmung der Deckungsbedürfnisse (Art.106 Abs. 3 S. 4 Nr. 2 1., 2. u. 3. Alt. GG)259
ß) Streichung von Art. 106 Abs. 5 S. 3 GG260
.) Verfassungsrechtliche Einbindung der Kommunen in die vertikale Ertragsverteilung
261
bb) Änderung der horizontalen Steuerverteilung (Art. 107 Abs. 1 GG)
262
a) Änderung der Lohnsteuerzerlegung262
ß) Umsatzsteuerverteilung264
(1) Abschaffung des Instrumentes der Ergänzungsanteile (Art. 107 Abs. 1 S. 4 2. Hs. GG)
264
(2) Keine Verteilung der Umsatzsteueranteile der Länder nach der Wirtschaftskraft
265
(3) Keine Sonderregel für Stadtstaaten bei der Umsatzsteuerverteilung
266
cc) Neugestaltung des Länderfinanzausgleichs (Art. 107 Abs. 2 S. 1, 2 GG)
266
a) Volle Berücksichtigung der Gemeindefinanzkraft (§ 8 Abs. 3 FAG)
267
ß) Keine Abschaffung der Einwohnerwertung (§ 9 FAG)267
.) Absenkung des Ausgleichstarifs268
dd) Rückführung des Einsatzes des Finanzierungsinstruments der Bundesergänzungszuweisungen (Art. 107 Abs. 2 S. 3 GG)
269
a) Abschaffung der allgemeinen Bundesergänzungszuweisungen270
ß) Reduzierung der Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen270
c) Zwischenergebnis271
Dritter Teil: Staatsschuldenrecht und Reform
273
A. Grundlagen des Staatsschuldenrechts274
I. Verschuldung von Bund und Ländern als rechtliches Problem274
II. Rechtsgeschichtliche Entwicklung der Staatsschuldenregelungen276
1. Entwicklungen im Staatsschuldenrecht vor Erlass des Grundgesetzes276
2. Regelung der Staatsverschuldung bei Erlass des Grundgesetzes (1949)279
3. Umfassende Reform der Haushaltsordnung (1967–1969)280
4. Keine grundlegenden Änderungen bis zum Jahr 2009283
5. Föderalismusreform II (2009)285
III. Reformrelevante Rechtsquellen286
1. Europarecht286
2. Verfassungsrecht287
a) Grundgesetz287
aa) Bundesstaatliche Haushaltswirtschaft (Art. 109 GG)287
bb) Vermeidung von Haushaltsnotlagen (Art. 109a GG)290
cc) Haushaltsverfassung (Art. 110–115 GG)290
a) Funktion der Haushaltsverfassung290
ß) Inhalt der Haushaltsverfassung291
(1) Haushaltskreislauf291
(a) Haushaltsgrundsätze und Aufstellung des Haushaltsplans (Art. 110 GG)292
(b) Nothaushaltsrecht (Art. 111 GG)294
(c) Über- und außerplanmäßige Ausgaben (Art. 112 GG)294
(d) Mitwirkungsrechte der Bundesregierung (Art. 113 GG)295
(e) Haushaltskontrolle (Art. 114 GG)296
(2) Staatliche Kreditaufnahme (Art. 115 GG)297
(a) Art. 115 GG (a.F.)297
(b) Art. 115 GG (n.F.)298
b) Landesverfassungen298
3. Einfachgesetzliche Regelungen299
a) Gesetz über die Grundsätze des Haushaltsrechts des Bundes und der Länder299
b) Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft300
c) Bundeshaushaltsordnung und Landeshaushaltsordnungen301
d) Haushaltsgesetz302
e) Stabilitätsratsgesetz302
f) Ausführungsgesetz zu Art. 115 GG303
g) Konsolidierungshilfengesetz303
4. Verwaltungsvorschriften303
B. Voraussetzungen und Grenzen der Kreditaufnahme bis einschließlich zum Haushaltsjahr 2010304
I. Bund304
1. Vorgaben des Europarechts zur Kreditaufnahme305
2. Vorgaben des bundesdeutschen Verfassungsrechts zur Kreditaufnahme bis zum Haushaltsjahr 2010308
a) Vorbehalt gesetzlicher Ermächtigung (Art. 115 Abs. 1 S. 1 GG)308
b) Materielle Grenzen der Kreditaufnahme310
aa) Art. 115 Abs. 1 S. 2 1. Hs. GG (a.F.)311
a) Einnahmen aus Krediten311
ß) Investitionen312
.) Veranschlagte Ausgaben314
bb) Art. 109 Abs. 2 GG314
c) Ausnahmen von den materiellen Kreditaufnahmegrenzen316
aa) Ausnahme des Art. 115 Abs. 1 S. 2 2. Hs. GG (a.F.)316
a) Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts317
ß) Geeignete Störungsabwehr317
.) Einschätzungs- und Beurteilungsspielraum des Haushaltsgesetzgebers und Darlegungslasten318
bb) Ausnahme über den Gesetzesvorbehalt des Art. 115 Abs. 2 GG (a.F.)319
II. Länder320
1. Vorgaben des Grundgesetzes für die Kreditaufnahme der Länder320
2. Vorgaben des Landesverfassungsrechts zur Kreditaufnahme322
a) Kreditaufnahmegrenzen322
b) Ausnahmen von den materiellen Kreditaufnahmegrenzen323
aa) Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts und landesverfassungsrechtliche Abweichungen324
bb) Keine Zulässigkeit der erhöhten Kreditaufnahme zur Bewältigung einer „extremen Haushaltsnotlage“325
c) Neuverschuldungsverbot328
3. Konsequenzen für die Länder durch die Einführung des Art. 109 Abs. 5 GG im Kontext des Europarechts329
C. Reformbedürftigkeit und Vorgaben für Reformen des Staatsschuldenrechts331
I. Reformbedürftigkeit des Staatsschuldenrechts331
1. Faktische Reformbedürftigkeit331
2. Nachhaltigkeitserwägungen als Grund für die Notwendigkeit einer Reform des Staatsschuldenrechts337
a) Begriffsbestimmung337
aa) Begriff der „Nachhaltigen Entwicklung“339
bb) Begriff der „Nachhaltigkeit“343
b) Nachhaltigkeit und Reform des Staatsschuldenrechts344
c) Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum349
II. Vorgaben für künftige Reformen des Staatsschuldenrechts350
1. Rechtlicher Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers für eine Reform des Staatsschuldenrechts350
2. Rechtspolitische Anforderungen an eine Reform352
a) Stärkung der Eigenverantwortung352
b) Weiterentwicklung von Mechanismen zur wirksamen Begrenzung der Staatsverschuldung353
c) Beachtung der Länderautonomie353
d) Beseitigung von Verschuldungsfehlanreizen und Schaffung von Anreizen zum Schuldenabbau354
III. Zwischenergebnis354
D. Bewertung der Ergebnisse der Föderalismusreform II und Ansätze für zukünftige Reformen des Staatsschuldenrechts356
I. Schuldenbegrenzungsregel – Einführung einer neuen Kreditaufnahmeregelung für Bund und Länder356
1. Bund357
a) Reformvorschläge357
aa) Absolutes Verschuldungsverbot357
bb) Verschärfung des Investitionsbegriffs in Art. 115 Abs. 1 S. 2 GG358
cc) Einführung einer „Schuldenbremse“ – Adaption der Schweizer Kreditaufnahmegrenze des Bundes360
dd) Vorschlag des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung363
ee) Vorschlag des Bundesministeriums der Finanzen366
b) Umsetzung durch Föderalismusreform II367
aa) Einführung einer „Schuldenbremse“367
bb) Bewertung der Neuregelung370
c) Zwischenergebnis372
2. Länder372
a) Kompetenzgrundlage für den Erlass einer für alle Bundesländer einheitlich verbindlichen Schuldenbegrenzungsregel durch den Bundesgesetzgeber373
b) Reformvorschläge für eine Begrenzungsregel der Länderschulden376
aa) Absolutes Verschuldungsverbot377
bb) Übertragung der vom Sachverständigenrat vorgeschlagenen Bundesregelung auf die Länder377
cc) Übernahme der europäischen Stabilitätskriterien379
dd) Eigenständige Länderregelungen – Orientierung an kantonalen Schuldenbremsen381
c) Umsetzung durch Föderalismusreform II383
aa) Modifizierte Übernahme der Bundesregelung383
bb) Bewertung der Neuregelung384
d) Zwischenergebnis386
II. Einführung eines präventiven Begleitsystems zur Vermeidung von Haushaltsnotlagen387
1. Handlungsbedarf trotz fehlender Handlungsverpflichtung des Gesetzgebers388
2. Ausgestaltung eines Haushaltsnotlageregimes (Präventions- und Sanktionssystem) zur Vermeidung künftiger Haushaltsnotlagen388
a) Indikatorenauswahl und Festlegung von Grenzwerten389
b) Zuständiges Kontrollorgan391
c) Haushaltssanierungsverfahren393
d) Sanktionsmöglichkeiten395
3. Umsetzung durch Föderalismusreform II397
a) Einführung eines Stabilitätsrates zur Überwachung der Haushalte397
b) Bewertung der Neuregelung399
4. Zwischenergebnis401
III. Entschuldung der Haushalte – Umgang mit der bestehenden Verschuldung401
1. Notwendigkeit vergleichbarer Startbedingungen für eine Reform der Finanz - und Haushaltsordnung402
2. Reformvorschläge zur Entschuldung der Länderhaushalte403
a) Einrichtung eines Entschuldungsfonds403
aa) Teilentschuldung405
bb) Vollentschuldung407
b) Insolvenzrecht für öffentlich-rechtliche Gebietskörperschaften409
3. Umsetzung durch Föderalismusreform II412
a) Einführung von temporären Konsolidierungshilfen412
b) Bewertung der Neuregelung414
4. Zwischenergebnis415
IV. Erfordernis der Systemkonformität416
Vierter Teil: Neugliederung des Bundesgebietes418
A. Grundlagen der Neugliederung des Bundesgebietes418
I. Bundesstaat und Neugliederung419
II. Neugliederung des Bundesgebietes seit Erlass des Grundgesetzes421
1. Neugliederungsregelungen bei Erlass des Grundgesetzes 1949422
2. Revision der Neugliederungsregelung 1969424
3. Revision der Neugliederungsregelung 1976426
4. Revision der Neugliederungsregelung 1994427
B. Neugliederung des Bundesgebietes nach dem Grundgesetz430
I. Allgemeine Verfahren der Neugliederung des Bundesgebietes (Art. 29 GG)430
1. Neugliederungsbefugnis (Art. 29 Abs. 1 GG)430
a) Zielvorgabe für die Neugliederung (Art. 29 Abs. 1 S. 1 GG)431
b) Konkretisierende Richtbegriffe (Art. 29 Abs. 1 S. 2 GG)432
2. Neugliederungsverfahren434
a) Allgemeines Neugliederungsverfahren (Art. 29 Abs. 2 und 3 GG)434
b) Neugliederung durch Bevölkerungsinitiative (Art. 29 Abs. 4 und 5 GG)436
c) Kleinere Grenzkorrekturen (Art. 29 Abs. 7 GG)438
d) Neugliederung durch Staatsvertrag (Art. 29 Abs. 8 GG)439
II. Grundgesetzliche Spezialregelungen zur Neugliederung des Bundesgebietes440
1. Neugliederung nach Art. 118 GG440
2. Neugliederung nach Art. 118a GG441
3. Neugliederung nach Art. 146 GG i.V. m. Art. 79 GG442
C. Notwendigkeit der Neugliederung und Verknüpfung mit einer Reform der Finanz- und Haushaltsordnung442
I. Keine Notwendigkeit einer Neugliederung442
II. Neugliederung des Bundesgebietes und Reform der Finanz- und Haushaltsordnung448
D. Ansätze für eine Reform der Neugliederungsregelungen im Grundgesetz450
I. Möglichkeit der Neufassung des Art. 29 GG450
1. Keine Änderung der grundlegenden Funktion des Art. 29 GG450
2. Mögliche Änderungen des Neugliederungsverfahrens451
3. Einführung von Anreizen zur Neugliederung453
4. Aufnahme des Alternativziels der Kooperation455
II. Aufhebung der verfassungsrechtlichen Neugliederungsregeln456
III. Keine Erweiterung der Spezialregelungen457
E. Zwischenergebnis458
Fünfter Teil: Ergebnis460
A. Erster Teil: Föderalismus und Bundesstaat in Deutschland460
B. Zweiter Teil: Finanzordnung und Reform461
C. Dritter Teil: Staatsschuldenrecht und Reform483
D. Vierter Teil: Neugliederung des Bundesgebietes490
Literaturverzeichnis492
Sachwortverzeichnis526

Weitere E-Books zum Thema: Öffentliches Recht - Staatsrecht

Einheit - Eigentum - Effizienz

E-Book Einheit - Eigentum - Effizienz
Bilanz der Treuhandanstalt Gedächtnisschrift zum 20. Todestag von Dr. Detlev Karsten Rohwedder Format: PDF

Die Treuhandanstalt hatte im Zuge der deutschen Wiedervereinigung eine ebenso unverzichtbare wie undankbare Aufgabe. Als Institution hatte sie eine ebenso neue wie gigantische Aufgabe zu bewältigen:…

Öffentlichrechtliche Insolvenz und Staatsbankrott

E-Book Öffentlichrechtliche Insolvenz und Staatsbankrott
Rechtliche Bewältigung finanzieller Krisen der öffentlichen Hand - Jus Publicum 202 Format: PDF

Die Insolvenz der öffentlichen Hand ist inzwischen wieder eine reale Möglichkeit. Denn die finanziellen Mittel juristischer Personen des öffentlichen Rechts wie auch die des Staates selbst sind…

Das Prinzip der Selbstverantwortung

E-Book Das Prinzip der Selbstverantwortung
Grundlagen und Bedeutung im heutigen Privatrecht - Untersuchungen zur Ordnungstheorie und Ordnungspolitik 61 Format: PDF

Ob Finanzkrise, Europäische Rechtsangleichung, Verbraucherschutz oder Scheidungsfolgen: Selbstverantwortung, das Gegenstück der individuellen Freiheit, ist ein fundamentales Prinzip unserer (Privat…

Marktordnung durch Haftung

E-Book Marktordnung durch Haftung
Legitimation, Reichweite und Steuerung der Haftung auf Schadensersatz zur Durchsetzung marktordnenden Rechts - Jus Privatum 201 Format: PDF

Schadenshaftung zur Durchsetzung marktordnenden Rechts gewinnt in Deutschland und Europa an Bedeutung. Diese Entwicklung relativiert die im Bürgerlichen Recht angelegten Grenzen deliktsrechtlicher…

Berufsanerkennung und Dienstleistungen im europäischen Binnenmarkt

E-Book Berufsanerkennung und Dienstleistungen im europäischen Binnenmarkt
Die EU-Richtlinien aus der Perspektive der Methodik der Rechtsangleichung und des Wettbewerbs der Rechtsordnungen - Jus Internationale et Europaeum 84 Format: PDF

Die Berufsanerkennungs- und die Dienstleistungsrichtlinie sind die zentralen Rechtsakte zur Vertiefung des europäischen Binnenmarktes im Bereich der Dienstleistungen. Kontroverse Diskussionen im…

Weitere Zeitschriften

arznei-telegramm

arznei-telegramm

Das arznei-telegramm® informiert bereits im 51. Jahrgang Ärzte, Apotheker und andere Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln. Das arznei-telegramm®  ist neutral und ...

BEHINDERTEPÄDAGOGIK

BEHINDERTEPÄDAGOGIK

Für diese Fachzeitschrift arbeiten namhafte Persönlichkeiten aus den verschiedenen Fotschungs-, Lehr- und Praxisbereichen zusammen. Zu ihren Aufgaben gehören Prävention, Früherkennung, ...

Berufsstart Gehalt

Berufsstart Gehalt

»Berufsstart Gehalt« erscheint jährlich zum Sommersemester im Mai mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren und ermöglicht Unternehmen sich bei Studenten und Absolventen mit einer ...

Berufsstart Bewerbung

Berufsstart Bewerbung

»Berufsstart Bewerbung« erscheint jährlich zum Wintersemester im November mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren und ermöglicht Unternehmen sich bei Studenten und Absolventen mit einer ...

caritas

caritas

mitteilungen für die Erzdiözese FreiburgUm Kindern aus armen Familien gute Perspektiven für eine eigenständige Lebensführung zu ermöglichen, muss die Kinderarmut in Deutschland nachhaltig ...

FileMaker Magazin

FileMaker Magazin

Das unabhängige Magazin für Anwender und Entwickler, die mit dem Datenbankprogramm FileMaker Pro arbeiten. In jeder Ausgabe finden Sie praxiserprobte Tipps & Tricks, die Ihnen sofort die ...