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Der ewige Gartenkalender - Band 12: Dezember

AutorChristina Zacker
Verlagdotbooks GmbH
Erscheinungsjahr2013
Seitenanzahl147 Seiten
ISBN9783955204433
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis3,99 EUR
Für einen blühenden Garten - das ganze Jahr! Ein prachtvoller Garten erfordert nicht nur Liebe und viel Arbeit - sondern auch einiges an Planung. Das gilt besonders, wenn auch das traditionelle Wissen um den Mond und seine Phasen, Bauernregeln und andere althergebrachte Erkenntnisse beim Gärtnern berücksichtigt werden sollen. Christina Zacker hilft Ihnen, alle wichtigen Tipps und Ratschläge immer zur richtigen Zeit zur Hand zu haben! Die einzigartige Sammlung von Wissen und Tradition rund um den Garten! Jetzt in zwölf Einzelbänden exklusiv bei dotbooks. Jetzt als eBook: 'Der ewige Gartenkalender - Band 12: Dezember' von Christina Zacker. dotbooks - der eBook-Verlag.

Christina Zacker ist Journalistin und Buchautorin. Über 15 Jahre war sie als Redakteurin im Ratgeberteil verschiedener Zeitschriften tätig, zuletzt als Ressortleiterin und Textchefin einer Frauenillustrierten. Christina Zacker lebt in Portugal. Von Christina Zacker erschienen bei dotbooks 'Die Flirtschule' und 'Das Mondlexikon' sowie die Reihen 'Feste und Bräuche im Jahreslauf' und 'Der ewige Gartenkalender'. Die Website der Autorin: www.wortwerke.de

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Leseprobe

Kapitel 1: Warum überhaupt Kalender und Wetteraufzeichnungen?


In den überlieferten Mythen fast aller Völker findet sich die natürliche Ordnung des Weltalls wieder: Auf- und Untergang der Sonne und vor allem des Monds wurden beobachtet und man versuchte ihre Zyklen zu deuten. Das war im Grunde der Ursprung unseres heutigen Kalenders. Viele der alten Legenden erzählen, dass auf dem Mond Götter wohnten. Man hielt den Mond selbst sogar für eine Gottheit, und das heißt in den meisten Fällen: für eine Göttin. Der Mond – im Deutschen also maskulin – ist nämlich in vielen Sprachen weiblich – also eine Mondin.

Ein Kalender ist im Grunde nichts anderes als ein Maß für die Zeit. Die ersten Kalender entstanden durch die genaue Beobachtung des Himmels, und sie waren – selbst wenn uns das heute kaum fassbar erscheint – schon ziemlich exakte Zeitmesser. In den alten Kulturen Babylons und Ägyptens, aber auch in China und Südamerika hatte man den Lauf von Sonne und Mond, von Planeten und Sternen so genau beobachtet, dass nur wenige Tage zu unseren modernsten Messungen fehlen.

Die ersten Kalender

Aus prähistorischer Zeit (etwa 40.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung) stammen die ersten Mondkalender unserer Vorfahren. Auf Steinen oder Knochen war eingeritzt, wann Voll- und Neumond am Himmel erschienen. Als die Menschen langsam sesshaft wurden und nach der Ära der Jäger und Sammler begannen, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben, wurde der Lauf von Sonne und Mond und im Zusammenhang damit das Wetter erneut und genauer betrachtet. Diese Beobachtungen gewannen neue Bedeutung: Die Menschen leiteten erste Regeln daraus ab, stellten Wiederholungen und Gesetzmäßigkeiten fest. So erkannte man, dass der Mond für das alltägliche Leben wichtig ist, dass seine Rhythmen in einem direkten Zusammenhang mit den Jahreszeiten und dem Wetter stehen. Und dass in diesen Zusammenhang Naturkatastrophen, Erntesegen und Erntepech, Hungersnöte und damit letzten Endes Gesundheit und Krankheit gehören. Die überlieferten Aufzeichnungen der Ahnen wurden speziell für den Ackerbau und die Viehzucht, aber auch für Saat und Ernte wichtig. Nachfolgende Generationen konnten von diesem Wissen profitieren. Und sie wandten das alte Wissen auch an – bis in unsere Zeit hinein. Nach einer Phase des Vergessens und der allzu großen Gläubigkeit an wissenschaftliche Beweise und Forschungen spielt der Mond heute wieder – wie schon vor Jahrtausenden – eine wichtige Rolle im Leben der Menschen.

Der Mondzyklus – Symbol für Mensch und Natur

Für unsere Vorfahren war der Mond ein „natürliches Messinstrument“: Sein Zyklus dauert immer etwa 28 Tage. Die alten Mondkalender kannten deshalb 13 Monate mit jeweils 28 Tagen; diese stimmen genau mit dem Zyklus des Mondes und seinen Phasen überein. Und sie waren meist sogar in Einklang mit dem Jahreslauf des zweiten wichtigen „Planeten“, der Sonne, zu bringen (dass die Sonne kein Planet ist, spielt für diese Deutung keine Rolle. Doch dazu später mehr.) Die Phasen des Mondes waren für unsere Ahnen das Symbol für einen ewigen Kreislauf:

  • Zeugung und Geburt zeigte die zunehmende Sichel an.
  • Für das Wachstum stand der zunehmende Mond bis zum Vollmond.
  • Das Sterben der Natur bedeutete der abnehmende Mond bis hin zum Neumond.
  • Den Tod stellten die drei Nächte des Neumondes dar.
  • Die erneute Wiedergeburt zeigte die schmale Sichel des zunehmenden Mondes an.

Der jeweils siebte Tag einer Mondphase galt in alter Zeit überall als heilig: Man glaubte, der Mond und seine Gottheit gingen jetzt in eine andere Phase über. Arbeit an diesem Tag brachte Unglück, viele Tätigkeiten in Haus und Hof waren verboten, um den Übergang des Mondes und seiner Göttin nicht zu stören. Aus diesem Mythos entstand bei uns der Sonntag, an dem die Arbeit ruhen soll. Bei den Moslems ist es der heilige Tag der Freitag und bei den Juden nach der Schöpfungsgeschichte von Moses der Samstag: der siebte Tag, an dem Gott ruhte. In den orientalischen und östlichen Religionen wurde übrigens stets der Nachtplanet Mond mehr verehrt als der Tagplanet Sonne. Auch die „normalen“ Kalender dieser Kulturkreise richten sich nach dem Mond. Das hat sich bis heute bei den Juden, den Moslems, im asiatischen Raum und einigen Naturvölkern nicht geändert.

Mond- und Sonnenjahr

Man braucht eine relativ lange Zeit, um den Lauf der Sonne innerhalb eines Jahres genau zu bestimmen. Die ersten und einfachsten Kalender definierten deshalb ein Mondjahr, bestehend aus in der Regel zwölf Mondmonaten; jeder Monat wurde durch die Zeitspanne bestimmt, die der Mond von Neumond zu Neumond benötigt – in der Regel etwa 28 Tage. Das Mondjahr (mit den „üblichen“ zwölf Monaten, die wir heute kennen) beträgt also 336 Tage. Das Sonnenjahr dagegen ist der Zeitraum, bis Tag und Nacht im Frühjahr wieder gleich lange dauern, und es ist bekanntlich etwa 365 Tage lang. Deshalb ist es schwierig, Sonnen- und Mondjahr genau in Übereinstimmung zu bringen: Bei der Anpassung – selbst wenn man mit dreizehn Mondmonaten rechnet – bleiben ein paar Stunden „übrig“. Auch wenn ein Sonnenjahr vergeht – das heißt, der Zeitraum, bis Tag und Nacht im Frühjahr wieder gleich lange dauern –, entsteht ein „Rest“. Dazu kommt, dass auch der Mondzyklus eben nicht genau 28 Tage andauert, sondern gut einen halben Tag mehr hat. Diese fehlenden Übereinstimmungen versuchte man ganz einfach zu lösen: Sobald das zwölfmonatige Mond- und das Sonnenjahr nicht mehr übereinstimmten, wurde einfach ein 13. Monat eingeschoben. Damit kam man immerhin auf 364 Tage. Diese Kalender galten bereits im römischen Reich. Man kann also sagen: in der ganzen damals bekannten Welt.

Der Julianische Kalender

Julius Cäsar ist „schuld“ daran, dass es bei uns heute anders ist und ein reiner Sonnenkalender gilt: nämlich der Nilkalender Ägyptens. Die Ägypter waren eine große Ausnahme: Sie rechneten in ihrem Kalender nach dem Steigen und Fallen des Nils. Sie kannten zwölf Monate mit je 30 Tagen und auch bei ihnen „fehlten“ nach diesen zwölf Monaten fünf Tage aufs volle Sonnenjahr. Die wurden einfach am Ende dran gehängt. So kam man in Ägypten damals schon auf ein Jahr von 365 Tagen – wie es unserem „normalen“ Jahr entspricht, wie wir es heute noch kennen. Der Nilkalender funktionierte so gut, dass Cäsar ihn für das römische Reich und damit die gesamte Welt übernahm. Diese Regelung hatte dann immerhin über eineinhalb Jahrtausende Gültigkeit.

Die Kalenderreform von Papst Gregor XIII.

Auch der Julianische Kalender war nicht perfekt – es „fehlten“ Jahr für Jahr ein paar Minuten. Nach 1.500 Jahren hatte sich dies auf fast zehn Tage summiert. Eine Kalenderreform war fällig. Bereits im Jahre 1474 beauftragte Papst Sixtus IV. den Astronomen und Mathematiker Regiomontanus mit einer Verbesserung des Kalenders. Der plötzliche Tod des Gelehrten ließ diesen Auftrag aber wieder in Vergessenheit geraten. Erst gut 100 Jahre später berief Papst Gregor XIII. eine Kommission ein, die sich erneut mit dieser Aufgabe befassen sollte. Im Jahre 1582 war es endlich soweit: Papst Gregor XIII. passte den bis dahin gültigen Kalender endlich den tatsächlichen Gegebenheiten an. Laut päpstlicher Anordnung in der Bulle Inter gravissimas folgt auf den 4. Oktober unmittelbar der 15. Oktober – zehn Tage werden einfach übersprungen. Damit fiel der Frühlingsanfang seit 1583 wieder auf den 21. März, das Datum der Tagundnachtgleiche im Frühling.

Gleichzeitig wurde alle vier Jahre ein Schaltjahr eingeführt, bei dem wir heute noch statt 365 Tage 366 haben. Dieses Schaltjahr fällt nur dann aus, wenn ein Jahrhundert vollendet wird – und dies auch dann nicht, wenn die neue Jahreszahl durch 400 teilbar ist. Der Kalender Papst Gregors XIII: stimmt übrigens so exakt, dass die verbleibenden Abweichungen gegenüber dem tropischen Jahr (so nennen Astronomen die Zeitspanne eines ganzen Jahres, das genau genommen nicht nur 365 Tage, sondern exakt 365,242199 Tage dauert) erst in mehreren Jahrtausenden zu korrigieren ist. Doch es gab Probleme: Der Vatikan hatte zu diesem Zeitpunkt keine unumschränkte Macht mehr.

Alte und neue Zeitrechnung existierten nebeneinander

Nur die katholischen Länder richteten sich zunächst nach dem neuen Kalender. Italien, Spanien und Portugal kamen dem Willen des Papstes sofort nach, Frankreich zwei Monate später, ebenso die katholischen Niederlande. Das hatte Folgen: Im flämischen, katholisch geführten Brügge fiel 1582 Weihnachten einfach aus. Auf den 21. Dezember folgte unmittelbar der 1. Januar, um die zehn Tage einzuholen, die der alte Kalender „falsch“ ging.

Nach dringlicher Ermahnung des Papstes übernahmen 1583 einige katholische Städte in Deutschland den neuen Kalender. Ebenso wie Bayern, Österreich, Böhmen und Mähren, die katholischen Kantone der Schweiz und vier Jahre später Ungarn und Polen. Im katholischen Köln galt der Gregorianische Kalender sofort, allerdings spielte er fürs Volk kaum eine Rolle. Denn nur ein paar Kirchenfeste und Heiligentage änderten sich, ansonsten brauchte man die neue Zeitrechnung wenig. Im 1.700 Kilometer entfernten litauischen Vilnius dagegen herrschte derweil noch die alte Zeit.

Nicht nur die Protestanten, auch die orthodoxen...

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