Sie sind hier
E-Book

Der Faschismus des 'État francais' - Der 'État francais' im Faschismus

Der 'État francais' im Faschismus

eBook Der Faschismus des 'État francais' - Der 'État francais' im Faschismus Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2005
Seitenanzahl
17
Seiten
ISBN
9783638439381
Format
ePUB
Kopierschutz
kein Kopierschutz
DRM
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
9,99
EUR

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien, Note: 2,0, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut), Veranstaltung: HS 15431, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Vichy - dieses Kapitel französischer Geschichte bleibt offenbar noch für lange Zeit 'un passé qui ne passe pas' (Rousso). Mitterrand noch - selbst einst Pétain-Verehrer und auch sonst vielfältig in die Vichy-Vergangenheit verstrickt - vertrat die 'Betriebsunfall' - Position, nach der Vichy nicht Teil französischer Geschichte sei. Diese Auffassung, Ausdruck einer 'idéologie francaise' (B.-H. Levy), hatte auch in der Nachkriegs-Intelligenzia ihre geistigen Wegbereiter: man denke nur an Sartres ('wir waren 40 Millionen Pétainisten') höchst widersprüchliche existentialistische Engagement-Rhethorik, die Kollaborateur und Résistant philosophisch versöhnt ('wir sind zur Freiheit verdammt, doch können nicht tun, was wir wollen'). Mit Chirac begann das Aufbröckeln des Staatsdogmas, nach dem 'das wahre Frankreich sich zu jener Zeit in London befände', wie C. Wajsbrot ironisierte.

Diese Arbeit gibt einen Einblick in den 'authochtonen Anteil' des Vichy-Faschismus, in die Begriffsproblematik des 'Faschismus' und in die französische Vergangenheitsbewältigung. Sie entstand im Rahmen eines Seminars, das sich mit dem Für und Wider der Faschismusforschung als eigenständige und nicht in der traditionellen deutschen Totalitarismusforschung aufgehende Disziplin auseinandersetzte. Dreh- und Angelpunkt der Diskussionen war die Herausstellung von 'originär faschistischen' Bestandteilen verschiedener rechtsautoritärer, vermeintlich faschistischer Bewegungen oder Regimes als Begründung derer Spezifizität, bzw. die Unmöglichkeit der Festlegung eines 'Katalogs' von Spezifika. Rückt beispielsweise der Antisemitismus als zentrales Charakteristikum von Faschismus ins Blickfeld, dann erweist sich manches im Vichy-Frankreich als 'faschistischer' als im Italien Mussolinis. Diese Arbeit will nicht beantworten ob Vichy faschistisch war, sondern: welche Phänome des Vichy - Staates haben Analogien in anderen faschistischen Bewegungen Europas. Die Abgrenzung zum Totalitarismusbegriff kann und soll hier nicht geleistet werden. Es sollen aber bestimmte Merkmale offen gelegt werden, die dann für die Beantwortung der Frage, was denn Faschismus sei, herangezogen werden können - nicht im Umfang einer eigenen Bestandsaufnahme sondern im Anführen von Einschätzungen von Autoren wie Altwegg, Sternhell und anderen. Beleuchtet werden soll dabei das frühe Vichy (1940-42), weil sich in dieser Zeit des relativ größeren Gestaltungsspielraums des Regimes die autochthonen Anteile besser aufzeigen lassen.

Kaufen Sie hier:

E-Book Tabs

Weitere E-Books zum Thema: Außenpolitik - Sicherheitspolitik

In the Shadow of Violence

eBook In the Shadow of Violence Cover

Spätestens seit den Anschlägen vom 11. September sind nicht-staatliche Kriegsakteure in den Mittelpunkt des wissenschaftlichen und außenpolitischen Interesses gerückt. Doch wie lassen sich ihr ...

Macht, Ressourcen und Gewalt

eBook Macht, Ressourcen und Gewalt Cover

DOI-Nr. 10.3218/3200-0 Mittels organisierter Gewalt ausgetragene Konflikte bestimmen nach wie vor die politische Landschaft in vielen Regionen unserer Welt. Macht, Ressourcen und Gewalt nehmen im ...

Kaliningrad im Wandel?

eBook Kaliningrad im Wandel? Cover

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung des Gebiets Kaliningrad, als ehemalige militärische Sperrzone der Sowjetunion und eine Enklave bzw. Exklave der Russlands, im Zeitraum nach dem ...

Die neue NATO

eBook Die neue NATO Cover

Zwischenprüfungsarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände, Note: 2,0, Universität Duisburg-Essen (Politikwissenschaft: ...

Weitere Zeitschriften

arznei-telegramm

arznei-telegramm

Das arznei-telegramm® informiert bereits im 50. Jahrgang Ärzte, Apotheker und andere Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln. Das arznei-telegramm®  ist neutral und ...

Card-Forum

Card-Forum

Card-Forum ist das marktführende Magazin im Themenbereich der kartengestützten Systeme für Zahlung und Identifikation, Telekommunikation und Kundenbindung sowie der damit verwandten und ...

caritas

caritas

mitteilungen für die Erzdiözese FreiburgUm Kindern aus armen Familien gute Perspektiven für eine eigenständige Lebensführung zu ermöglichen, muss die Kinderarmut in Deutschland nachhaltig ...

Gastronomie Report

Gastronomie Report

News & Infos für die Gastronomie: Tipps, Trends und Ideen, Produkte aus aller Welt, Innovative Konzepte, Küchentechnik der Zukunft, Service mit Zusatznutzen und vieles mehr. Frech, offensiv, ...

Deutsche Hockey Zeitung

Deutsche Hockey Zeitung

Informiert über das internationale, nationale und internationale Hockey. Die Deutsche Hockeyzeitung ist Ihr kompetenter Partner für Ihr Wirken im Hockeymarkt. Sie ist die einzige ...

e-commerce magazin

e-commerce magazin

PFLICHTLEKTÜRE – Seit zwei Jahrzehnten begleitet das e-commerce magazin das sich ständig ändernde Geschäftsfeld des Online- handels. Um den Durchblick zu behalten, teilen hier renommierte ...

Eishockey NEWS

Eishockey NEWS

Eishockey NEWS bringt alles über die DEL, die DEL2, die Oberliga sowie die Regionalligen und Informationen über die NHL. Dazu ausführliche Statistiken, Hintergrundberichte, Personalities ...

VideoMarkt

VideoMarkt

VideoMarkt – besser unterhalten. VideoMarkt deckt die gesamte Videobranche ab: Videoverkauf, Videoverleih und digitale Distribution. Das komplette Serviceangebot von VideoMarkt unterstützt die ...

Euphorion

Euphorion

EUPHORION wurde 1894 gegründet und widmet sich als „Zeitschrift für Literaturgeschichte“ dem gesamten Fachgebiet der deutschen Philologie. Mindestens ein Heft pro Jahrgang ist für die ...