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E-Book

Der Herr ist nahe 2018

Biblischer Tageskalender

VerlagChristliche Schriftenverbreitung
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl365 Seiten
ISBN9783892875734
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis3,99 EUR
Durch die Bibelverse und die erklärenden Begleittexte möchte dieser Kalender Gottes Wort täglich in Erinnerung bringen und den Leser dazu anregen, selbst die Bibel in seiner ganzen Vielfalt und Weite zu lesen und darüber nachzudenken. Die Texte sind gut verständlich und doch tief gehend.

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Leseprobe

Donnerstag
1. Februar 2018


Ihr seid um einen Preis erkauft worden. 1. Korinther 6,20

Durch seinen Tod am Kreuz hat der Herr Jesus sein eigenes Leben als Lösegeld für uns gegeben. Wir sind nun von Ihm erkauft und gehören Ihm. Er hat Eigentumsanspruch an uns. So wie ein Sklave im Altertum verpflichtet war, seinem Herrn zu dienen, so müssen wir dem Herrn Jesus gehorchen. Gott sei Dank haben wir keinen harten Herrn, sondern Einen, der uns unendlich liebt.

Gottes Wort nennt uns noch weitere Gesichtspunkte, warum unser Herr, der Sohn Gottes, Anspruch an unser Leben hat: „Alle Dinge sind durch ihn und für ihn geschaffen“ (Kolosser 1,16). Wir sind Ihm, unserem Schöpfer, verantwortlich. Er hat uns für sich selbst geschaffen. In seiner Weisheit hat Er uns und die ganze Schöpfung so gemacht, dass wir für Ihn und zu seiner Ehre leben können. – Ist das dein und mein täglicher Wunsch?

„Gott hat am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er gesetzt hat zum Erben aller Dinge“ (Hebräer 1,2). Hier geht es um den Anspruch des Sohnes Gottes. Gott hat Ihn zum Erben gesetzt. Ihm gehört alles, auch dein und mein Leben. Deshalb sollen wir uns Ihm unterordnen und seinen Besitzanspruch auf uns annehmen.

Hebräer 2,5.6 zeigt uns den Herrn Jesus als Sohn des Menschen, den Gott über die Werke seiner Hände gesetzt hat. Sein Titel „Sohn des Menschen“ beschreibt den Herrn sowohl in seiner Erniedrigung als auch in seiner Erhöhung: Er war als demütiger Mensch auf der Erde, der am Kreuz für uns starb, auferstand und in den Himmel auffuhr, und Er wird einmal in Macht und Herrlichkeit wiederkommen. Auch diesen seinen Anspruch auf unser Leben wollen wir anerkennen.

In diesem allen erkennen wir den vollständigen rechtmäßigen Anspruch des Herrn Jesus an uns. Unsere Verantwortung ist nun, uns Ihm und seinem offenbarten Willen unterzuordnen. Wenn wir das tun, werden wir gesegnet werden, und Er wird verherrlicht werden.

Freitag
2. Februar 2018


Der Pharao sprach zu Jakob: Wie viele sind die Tage deiner Lebensjahre? 1. Mose 47,8

„Wie alt bist du?“ Diese Frage wird oft gestellt. Vor Gott ist jedoch die Zahl der Jahre, die wir gelebt haben, nicht die Hauptsache. Für Ihn ist entscheidend, wie wir diese Jahre ausgefüllt haben. Wenn das Leben für die Welt war und nicht für Gott, dann hatte es keinen Wert.

Ich kannte einen alten Mann. Als ich ihn einmal nach seinem Alter fragte, sagte er: „Drei Jahre.“ Aber dann fügte er hinzu: „Erst vor drei Jahren bin ich nämlich zum Glauben an Christus gekommen. Das ganze Leben vorher habe ich verloren!“

Lass mich dich heute fragen: „Wie alt bist du?“ Du sagst vielleicht: 17 Jahre. – Dann hast du dein Leben noch vor dir. Und es hängt unendlich viel davon ab, dass du schon in der Jugend in die Nachfolge Jesu trittst und den Her­zens­ent­schluss fasst, bei Ihm zu verharren (Apos­tel­geschichte 11,23)! Dann bleibst du vor eigenwilligen und folgenschweren Wegen bewahrt, und du hast den Herrn zum Berater in allen Lebensfragen. Und wie entscheidend sind manche dieser Fragen! Wenn du seiner Leitung folgst, hast du ein gesegnetes Leben vor dir.

„Wie alt bist du?“ Du sagst: 30 Jahre. – Deine Ausbildungszeit ist abgeschlossen, du stehst auf der Höhe deines Lebens und in der Fülle deiner Kraft. Hat der Herr Jesus das Steuerruder deines Lebensschiffes in seiner Hand? Wenn nicht, dann fehlt dir das Wichtigste. Dann hat dein Leben ­keine Richtung und kein Ziel.

„Wie alt bist du?“ Du antwortest: 50 Jahre. – Dann hast du die Lebensmitte wohl überschritten. Vielleicht sind deine Kinder schon groß, und du hast manches Schwere erlebt. Dein Weg wird einsamer werden. Hast du eine Stütze, einen Helfer, der bis ans Ende bleibt? Menschliche Stützen brechen; doch es gibt Einen, von dem es heißt: „Du aber bleibst; … und deine Jahre werden nicht vergehen“ (Hebräer 1,11.12).

Samstag
3. Februar 2018


Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Psalm 121,1.2

Wir rechnen gern mit Konstanten – mit Werten, die feststehen wie Berge. Das mag eine gute Gesundheit sein, eine Vertrauensbeziehung zu einem zuverlässigen Freund oder eine solide finanzielle Grundlage. In der Bibel stehen Berge manchmal symbolisch für Macht und Größe, aber auch für Schutz und Sicherheit (Daniel 2,35; Psalm 11,1). In diesem Sinn betrachtet der Dichter unseres Psalms alle Stützen in seiner Umgebung und fragt sich, wo er Hilfe und Schutz findet. Seine Antwort ist eindeutig und richtig: Wahre Hilfe kann letzten Endes nur von Gott selbst kommen.

Hilfe – Schutz – Sicherheit! Brauchen wir das nicht jeden Tag? In alltäglichen wie in besonderen Lebensumständen? Dabei sollten wir nie vergessen, dass alles Irdische veränderlich und vergänglich ist. Die Zusammenbrüche von politischen Bündnissen, Finanzmärkten, Abkommen und Vereinbarungen aller Art, die wir in unserer Zeit schon miterlebt haben, bestätigen das: Was gestern noch wie ein Berg festzustehen schien, ist über Nacht brüchig geworden.

Woher weiß der Psalmdichter, dass der HERR stets helfen kann? Er hat die Schöpfermacht Gottes vor Augen! Gott, der „Himmel und die Erde gemacht hat“, kann auch alle Ereignisse, die jetzt auf der Erde geschehen, nach seinem Willen lenken. Mein und dein Leben sind ganz von Ihm abhängig. Und wenn wir uns in der Gewissheit freuen wollen, dass Gott uns in jeder Lage hilft, müssen wir in einer ungetrübten Beziehung zu Ihm leben.

Von Geburt an ist diese Beziehung zu Gott gestört, aber sie kann durch Buße und Glauben in Ordnung kommen. Dann kann ich freudig das Wort für mich in Anspruch nehmen, dass der HERR „mein Hüter“ ist, der mich von nun an bis in Ewigkeit beschützt (V. 3.5.8). Die vertraute Nähe zu Ihm, dem Schöpfer und Retter, kann uns auch in schwierigen Lebensumständen ruhig und zuversichtlich machen.

Sonntag
4. Februar 2018


Der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich allezeit das ihm Wohlgefällige tue. Johannes 8,29

Der Herr Jesus lebte auf dieser Erde in täglicher, ununterbrochener Gemeinschaft mit dem Vater. Unabhängig von Gott tat und redete Er gar nichts. Er war ja vom Vater gesandt und ging niemals auf eigenwilligen Wegen. In Kapitel 5,19 lesen wir seine Worte: „Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, außer was er den Vater tun sieht.“ So sehr war sein Blick auf den Vater gerichtet.

Andere Einflüsse kannte Er nicht. Was der Sohn Gottes wollte, war, den Willen des Vaters zu tun; und die Werke, die Er tat, waren die Werke des Vaters. Der in Sünde gefallene Mensch redet nach seinen eigenen und eigenwilligen Überlegungen und Vorstellungen; der Sohn Gottes als abhängiger Mensch auf der Erde redete ganz anders: „Wie der Vater mich gelehrt hat, das rede ich“ (V. 28).

Diese vollkommene Übereinstimmung in Wort und Tat zwischen dem Vater und dem Sohn entspricht der völligen Gemeinschaft zwischen ihnen. Der Vater im Himmel und der Sohn als Mensch auf der Erde waren gänzlich eins: Er ist mit mir; er hat mich nicht allein gelassen, so empfand und genoss Er das Miteinander mit dem Vater – im Wandel und im Wirken. Er fand seine Freude darin, stets das zu tun, was dem Vater wohlgefiel, und sich Ihm völlig hinzugeben. Auf diese Weise gab Er dem Vater noch einen weiteren Anlass, Ihn zu lieben (Kap. 10,17).

So steht der Herr Jesus vor uns als das lebendige Vorbild für uns und unseren Glaubensweg. Er will, dass wir seine Stimme hören, von Ihm lernen, Gemeinschaft mit Ihm haben, Ihm folgen und Ihn nachahmen. Die Freude, eins mit Ihm zu sein, wird uns dabei begleiten.

Montag
5. Februar 2018


Der Engel des HERRN erschien Gideon und sprach zu ihm: Der HERR ist mit dir, du tapferer Held! Und Gideon sprach zu ihm: Bitte, mein Herr, wenn der HERR mit uns ist, warum hat denn dies alles uns betroffen? Richter 6,12.13

Der biblische Bericht über Gideon im Buch der Richter lässt uns diesen Mann nicht gerade als Typ eines „Helden“ erscheinen. Er war von Natur aus vorsichtig, eher furchtsam und voller Bedenken. Warum also nennt der Engel Gottes ihn einen „tapferen Helden“?

Gideon war gottesfürchtig und treu im Kleinen. Er war sich nicht zu schade, in der anhaltenden Hungersnot das bisschen Weizen, das er hatte, versteckt vor den Feinden in einer Kelter auszuschlagen. Wohl kaum eine große Heldentat. Aber gerade bei dieser Tätigkeit erscheint ihm der Engel Gottes und stellt ihm das Zeugnis aus: „Du tapferer Held!“

Das kann für viele von uns ein Trost sein, wenn wir uns – vielleicht mit Recht – nicht als Glaubenshelden fühlen. Gideon jedenfalls fühlte sich ermutigt. Er erkühnt sich zu einer Frage: Wenn der HERR mit uns ist, warum ist denn unser Volk in dieser Notlage? – Eine direkte Auskunft erhält er zunächst nicht, aber letztlich doch eine Antwort: „Geh hin in dieser deiner Kraft, und rette Israel aus der Hand Midians!“ (V. 14). – Was hat uns das zu sagen?

Obwohl das Volk die großen Taten kannte, durch die der eine wahre Gott es in dieses Land des Segens geführt hatte, war es dem...

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