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E-Book

Der junge Goethe

Epoche - Werk - Wirkung

AutorThorsten Valk
VerlagVerlag C.H.Beck
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl288 Seiten
ISBN9783406638558
FormatePUB/PDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis17,99 EUR

Das Buch von Thorsten Valk beleuchtet Goethes Frühwerk aus ideengeschichtlicher und sozialhistorischer Perspektive. Es verknüpft präzise Textlektüren mit epochengeschichtlichen Horizontbildungen und berücksichtigt dabei stets den aktuellen Forschungsstand, ohne ältere Deutungstraditionen aus dem Blick zu verlieren. Die facettenreiche Wirkungsgeschichte des jungen Goethe wird am Beispiel der Werther-Rezeption und anhand ausgewählter Inszenierungen des Götz von Berlichingen nachgezeichnet. Ein besonderes Augenmerk gilt den frühen Gedichtvertonungen von Breitkopf bis Schubert.



PD Dr. Thorsten Valk ist Leiter des Referats 'Forschung und Bildung' bei der Klassik Stiftung Weimar und Privatdozent für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

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Inhaltsverzeichnis
Cover1
Titel2
Zum Buch3
Über den Autor3
Impressum4
Inhalt5
Vorwort9
I. Der junge Goethe im Kontext seiner Zeit15
1. Ideengeschichtlicher Kontext15
1.1. Das autonome Subjekt – die Aufklärung16
1.2. Emanzipation der Sinnlichkeit – das Rokoko18
1.3. Das nobilitierte Gefühl – die Empfindsamkeit21
1.4. Radikalisierte Aufklärung – der Sturm und Drang23
2. Politischer und soziokultureller Kontext27
2.1. Deutschlands politische Landkarte – Kleinstaaterei und Territorialabsolutismus27
2.2. Soziale Hierarchien im Umbruch – der Aufstieg des Bürgertums32
2.3. Strukturwandel der Öffentlichkeit – die Entstehung des literarischen Marktes35
3. Kunsttheoretischer Kontext41
3.1. Der Künstler als gottgleicher Schöpfer – Paradigmen der Genieästhetik42
3.2. Ursprungsnahe Dichtung – das Konzept der Volkspoesie48
4. Auswahlbibliographie53
II. Gedichte57
1. Lyrik der Leipziger Jahre57
1.1. Erotische Rollenspiele – die Gedichtsammlung Annette62
1.2. Neue Töne im Gefolge Klopstocks – Oden an meinen Freund68
1.3. Vorklänge der modernen Naturlyrik – Neue Lieder72
2. Lyrik der Straßburger Zeit76
2.1. Abschied vom Rokoko – Kleine Blumen, kleine Blätter81
2.2. Erschriebenes Erlebnis – Willkommen und Abschied83
2.3. Inszenierte Unmittelbarkeit – Maifest86
2.4. Simulierte Simplizität – Heidenröslein89
3. Goethes Hymnendichtung94
3.1. Aufschwung und Absturz des Genies – Wandrers Sturmlied97
3.2. Innerweltliches Schöpfertum – Mahomets Gesang103
3.3. Proklamation des autonomen Subjekts – Prometheus107
3.4. Vergöttlichte Natur, vergöttlichter Mensch – Ganymed113
4. Auswahlbibliographie116
III. Dramen122
1. Die Laune des Verliebten123
1.1. Goethes Schäferspiel im Kontext der pastoralen Gattungstradition125
1.2. Eifersucht und Zwietracht – Goethes Schäferspiel jenseits anakreontischer Heiterkeit127
1.3. Exklusive Liebesbindung und erotisch fundierte Geselligkeit129
2. Götz von Berlichingen130
2.1. Dramenästhetische Innovationen in Goethes historischem Schauspiel134
2.2. Der Untergang des alten Reichs135
2.3. Verschriftlichung des Rechts138
2.4. Das Leitmotiv der eisernen Hand140
3. Clavigo142
3.1. Die Gattungstradition des Bürgerlichen Trauerspiels144
3.2. Clavigo zwischen bürgerlichem und adeligem Wertesystem147
3.3. Das Drama des modernen Publizisten150
4. Stella152
4.1. Die empfindsame Liebeskonzeption auf dem Prüfstand154
4.2. Das Beziehungsmodell einer ‹Ménage à trois›158
4.3. Sakralisierung der Liebe162
5. Faust. Frühe Fassung164
5.1. Von der Historia zu Goethes Faust – Stationen der Stoffgeschichte166
5.2. Wissenschaftskritik aus dem Geist des Sturm und Drang – Fausts Auftrittsmonolog170
5.3. Spielformen des Spotts – Gelehrtensatire, Universitätssatire, Ständesatire174
5.4. Liebesdrama und Gesellschaftskritik – die Gretchen-Tragödie179
6. Auswahlbibliographie182
IV. Erzählende Literatur und kunsttheoretische Schriften188
1. Die Leiden des jungen Werthers189
1.1. Fingierte Authentizität – Werthers Briefe unter romanpoetologischen Aspekten192
1.2. Zwischen Himmel und Hölle – Werthers Subjektivismus196
1.3. Literatur als Palliativ und Droge – Werthers Lektüren198
1.4. Künstler ohne Werk – Werther als Dilettant202
1.5. Labyrinth der Leidenschaft – Liebesidealismus versus erotisches Begehren205
1.6. Melancholie als ‹Krankheit zum Tode› – Werthers Weg in den Suizid208
2. Zum Shakespears Tag212
3. Von Deutscher Baukunst217
3.1. Goethes Auseinandersetzung mit den architekturästhetischen Positionen seiner Zeit220
3.2. Der Baumeister als gottgleicher Schöpfer – Aspekte der Genieästhetik225
4. Auswahlbibliographie227
V. Wirkung230
1. Goethes Götz von Berlichingen – ein «schönes Ungeheuer»231
1.1. Nationale Dichtung im Zeichen Shakespeares232
1.2. Die Diskussion um die Spielbarkeit des Götz236
1.3. Die frühe Aufführungsgeschichte des Götz238
2. Goethes Werther im Spiegel der zeitgenössischen Kritik241
2.1. Die Werther-Kontroverse242
2.2. Goethes Roman als Apologie des Selbstmords – die Kritik der kirchlichen Orthodoxie244
2.3. Werther als Idol – Huldigungen aus dem Geist des Sturm und Drang245
3. Die Gedichte des jungen Goethe in Vertonungen von Breitkopf bis Schubert248
3.1. Lieder aus dem Geist des Rokoko – Goethes Gedichte in Vertonungen von Breitkopf248
3.2. Im Einklang mit Goethes Liedästhetik – Gedichtvertonungen von Reichardt und Zelter250
3.3. Goethes Lyrik im modernen Kunstlied – Beethoven und Schubert255
4. Auswahlbibliographie260
VI. Anhang263
1. Zeittafel263
2. Editionen und übergreifende Darstellungen276
3. Abkürzungsverzeichnis278
4. Register281
Personen281
Goethes Werke287

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