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E-Book

Der Klimaschwindel

Erderwärmung, Treibhauseffekt, Klimawandel - die Fakten

AutorKurt G. Blüchel
VerlagC. Bertelsmann
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl336 Seiten
ISBN9783641019297
FormatePUB/PDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis11,99 EUR
Die vom jüngsten Bericht des UN-Weltklimarats angestoßene Diskussion zum Thema Klimawandel treibt immer seltsamere Blüten. Auch der Weltuntergang, ob schleichend oder krachend, wurde schon des Öfteren an die Wand gemalt. Dabei ist das Phänomen absolut nichts Neues. Schon seit ewigen Zeiten, auch und gerade vor dem Erscheinen des Menschen, war das Erdklima Veränderungen unterworfen, die zum Teil noch wesentlich abrupter und dramatischer verliefen als jetzt gemeinhin prognostiziert. Für den Laien hingegen ist das Gerede von einem Treibhauseffekt, von einem 'global warming', kaum mehr verständlich. Der Wissenschaftspublizist und Bestsellerautor Kurt G. Blüchel liefert alle nötigen Hintergrundinformationen, inklusive einer Klimachronik des 20. Jahrhunderts, zur aktuellen Debatte, zeigt Irrwege auf und macht deutlich, wie weit die menschlichen Einflussmöglichkeiten wirklich reichen.

Kurt G. Blüchel, Jahrgang 1934, ist seit fast vier Jahrzehnten ein intimer Kenner des Medizinbetriebs. Fünfzehn Jahre lang war er als Medizinjournalist in Pharmaindustrie, Ärzteverbänden und anderen Bereichen des Gesundheitswesens tätig. Er hat als Journalist und Sachbuchautor zahlreiche Aufsehen erregende Werke veröffentlicht, darunter die Bestseller 'Die weißen Magier', 'Heilen verboten - töten erlaubt' und 'Bionik. Wie wir die geheimen Baupläne der Natur nutzen können' (alle C. Bertelsmann). Für 'Bionik' erhielt er den internationalen Buchpreis CORINE für das beste Wissenschaftsbuch des Jahres 2005. Als Basis für das große ARD-Fernsehquiz 'Die große Show der Naturwunder' mit Frank Elstner und Ranga Yogeshwar diente sein großformatiger farbiger Text-Bildband 'Faszination Bionik. Die Intelligenz der Schöpfung' (2006, gemeinsam mit Fredmund Malik).

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Leseprobe
4 Wetterkriege und Klimawandel (S. 135-136)

Die Indianer tanzten, wenn sie den Regengott um seine Gaben baten. In Europa schoss man schon während des Dreißigjährigen Krieges mit Böllern in die Wolken, um Unwetter zu verhindern. 1830 wurde die französische Armee angewiesen, mit ihren Kanonen in eine graue Wolkenwand zu ballern, um sie in Richtung Champagne zu treiben. Dort ließ eine monatelange Dürre mit Temperaturen von über 40 °C im Schatten um die Weinernte fürchten.

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann schließlich die wissenschaftliche Erforschung des Wettermachens. Am 13. November 1946 hatten zwei Forscher von General Electric, Vincent J. Schaefer und der Nobelpreisträger Irving Langmuir, ihr großes Erfolgserlebnis. In umfangreichen Laborversuchen und später in der Atmosphäre hatten sie herausgefunden, dass Trockeneis – die feste Form von CO2 – in den Wolken Eiskristalle bildet und sie damit zum Schneien bringt. Schon wenige Minuten nach dem Wolkenbeschuss fiel über dem ausgedörrten Mount Greylock (Massachusetts) Schnee.

Gottes Schöpfung in menschlicher Hand? Das musste zwangsläufig schon bald auf Widerspruch stoßen. Als 1950 das dürstende, völlig ausgetrocknete New York von »Wettermachern « künstlich mit Regen versorgt werden sollte, sprach sich ein Richter des Provinznestes Catskill gegen diese Rettung aus. Er vertrat ein halbes Dutzend Bauern und sagte ganz einfach: Die Wolken gehören uns! Das höchste US-Gericht gab ihm und den Bauern recht – New York erhielt keinen Regen! Vielleicht werden wir uns schon in absehbarer Zeit an diesen kuriosen Fall in der Geschichte der Wetterbeeinflussung erinnern.

Hätten die Bauern von Catskill auch in Zukunft noch eine Chance? Und wer wird dann Recht sprechen? Könnte die gezielte Beeinflussung des Klimas durch den Menschen auch zu kriegerischen Auseinandersetzungen führen, wie es der Sicherheitsrat und der Generalsekretär der Vereinten Nationen bereits im Frühjahr 2007 zum Ausdruck gebracht haben? Aber wir wollen den Teufel nicht gleich an die Wand malen, sondern unsere ganze Aufmerksamkeit zunächst einmal dieser zweifellos spektakulären Pioniertat der beiden US-Forscher widmen, die an jenem Novembertag 1946 vermutlich Wettergeschichte geschrieben haben. Kaum jemand hat zwar damals bemerkt, dass aus einer mächtigen Kumuluswolke in Massachusetts silbrige Flöckchen Richtung Erde schwebten – sie waren geschmolzen und verdampft, noch ehe sie den Boden erreichten.

Die tiefer gehende Bedeutung dieses recht bescheiden anmutenden Naturschauspiels hätte auch der nicht erahnen können, dem das kleine Sportflugzeug aufgefallen wäre, das an jenem 13. November etliche Male um eine gewaltige Wolke seine Runden drehte. In dem Buch der verrückten Experimente von Reto U. Schneider wird im Kapitel »Ein Schulabbrecher lässt es regnen« die wissenschaftliche Großtat ziemlich ausführlich geschildert:

»In der einmotorigen Fairchild saßen der Forscher Vincent Schaefer und sein Pilot Curtis Talbot. Eben waren sie auf einer Höhe von etwa vier Kilometern durch die Wolke geflogen, und Schaefer hatte eineinhalb Kilogramm Trockeneis aus dem Fenster gestreut. Es sah aus, als säe er walnussgroße graue Samenkörner. Auf die Ernte musste er nicht lange warten: Aus dem Streifen der Wolke, den das Flugzeug eben durchflogen hatte, fiel Schnee.«1 Einer der ältesten Träume der Menschheit war Wirklichkeit geworden, so schien es jedenfalls. Keine abergläubischen Beschwörungen mehr, keine Regentänze, keine Stoßgebete.
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
1 Klima macht Kultur8
2 Porträt eines »Killers«49
3 Schneeball oder Höllenfeuer?105
4 Wetterkriege und Klimawandel136
5 Klimawächter und » Klimaleugner«188
6 Zeitbomben im Ozean220
ANHANG248
Wetterchronik des 20. Jahrhunderts250
Anmerkungen320
Register327

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